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ÄMttlvoch, V. Dezember 1010.
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"" Beendigung des KasicnLrztestrciks in Halle. In Halle ct. d. S. hat dec Magistrat als Auffichtsbehörde der Krankenkassen mit der Hallenser Ärzteschaft einen kassenärztlichen Vertrag abgeschlossen.
* Die französische Spionage in Friedrichshasen. Ter französische Kapitän Lux. der in Friedrichshasen unter dem Verdacht der Spionage verhaftet wurde, ist dem Amtsgericht vorgeführt worden. Nach BlättermelLnw gen wurde die Festnahme aufrechterhalten und Kapitän Lux nunmehr dem Reichsgericht überwiesen.
Die Beratungen über den preußischen Haushalt für 1911 .werden so beschleunigt werden, patz der ganze Haushalt spätestens bis zum 20. Dezember beraten sein wird und der nene Haushaltsentwurf dein Abgeordnetenhause zu Beginn seiner Sitzungen am 10. oder 11. Januar vorgelegt werden kann.
8b. Zentralverein für deutsche Binnenschiffahrt. Am Mon- «AaWS 9T'itafrfvit& für
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__ _ _ u __, _ ... Ausbau
der deutschen Wasserstraßen und Erhebung von Schlffahrtsab- gaben, Stellung zu nehmen. Der Vorsitzende, Geh. Reg.-Rat Profeflor Flamm, gab die bisherige Stellungnahme des Vereins zur Regelung der Wasserstraßen bekannt. Sämtliche bisherigen Beschlüsse des Vererns gingen dahin, daß in der schärfsten Weise gegen die Einführung von Abgaben Stellung «enommen wurde. Wir in Bauern und Württemberg, so führt er aus, fühlen uns als Anhänger der Abgaben, und diese Stellung werden wir gegenüber dem jetzigen Entwurf beibe- balten. Handelskammersvndikus M e e s m a n n führt unter anderem aus: In dem Ausbau der Wasserstraßen als eines nationalen Wertes sind wir alle einig. Wir wollen den Ausbau gemeinsam mit den Bayern und Württembergern lieber ohne Abgaben ausführen als mit Abgaben. Wir wallen auch die Frage auf sich beruhen lassen, ob für die Freunde oder Gegner ein gewisser Partikularitzmus oder Föderalismus maßgebend ist. Im Reichstag hat ja ein Würrtemberger offen davon gesprochen, daß sie aus berechtigtem Egoismus für die Abgaben Eintreten. Ich konzediere den Abgabenfreunden. daß sie die, Abgaben für notwendig halten. Die Freunde und Gegner weichen in verschiedenen Punkten in ihren Ansichten von einander ab. Es fragt sich, ob die Nachteile durch Vorteile ausgeglichen werden. Die Schwierigkeiten des neuen Entwurfs werden zu neuen .Reibungen führen, um so mehr, als die Aufgabe der Zweckber- hände nicht so klar ist, daß sie eine Stellung mit den Reichs- faltoren überflüssig machte. Unter Umständen wird die Aufbringung von Anleihen notwendig sein und dann wieder entsteht die Frage, ob nicht statt der Anleihen eine Erhebung der Abgaben besser am Platze wäre. Die Abgaben für die erster: Jahre werden überhaupt nicht ausreichen, um die gewünschten Verbesserungen herbeizuführen. Dazu kommt,, daß auch die ausländischen Staaten an den Abgaben beteiligt sein sollen. Um diese Frage kommen wir nicht herum. Es muß auch darauf hingewiesen werden, daß auch ausländische Staaten später darüber zu reden haben werden, was wir zu tun und zu lassen haben. Vor allem sei zu protestieren, daß die Regierung das statistische Material, das sie seit Jahren besitzt, nicht der Kffentlichkeit übergibt und daß von diesem Material die Reichs- tagskommission nur das der Öffentlichkeit unterbreitet, was sie für gut befindet. Der Redner ging dann den Entwurf im einzelnen durch und macht zu jedem Paragraphen Verbesserungs- Vorschläge. Handelskammersvndikus Dr. Frehmark- Breslau beleuchtete die Folgen des Abgabengesetzes vom Standpunkt der Oderinteressenten mrs und bemerkt am Schluß seiner Ausführungen: Der Entwurf in der vorliegenden Fassung ist für uns im Odergebiet unannehmbar, er ist nur zugsschnitten auf die Bedürfnisse von Rhein, Weser und Elbe. Wir haben aber keinen Anlaß, anderen, die mit uns im Wettbewerb stehen, Vorteile zu verschaffen. Wenn das Gesetz angenommen wird, verlangen wir wenigstens gewisse Verbesserungen und Garantien. — Nach einer Aussprache wurde die Versammlung geschlossen.
N arlametttari sch es.
Die Budgetkommiffion des Reichstags trat gestern zur Beratung der Fernsprechgebührenordnung zusammen. Der Referent befürwortete die Änderungen des Entwurfs, der Korreferent befürchtete, daß die Vorlage dem Handel, der Industrie und dem Verkehr schaden werde. Der Antrag des Referenten fordert eine Pauschalsumme nach der Zahl der Anschlüsse, und Mar in Netzen von 1 bis 4 Anschlüssen 65 M. nsw., in progressiver Steigerung bis zu Netzen von über 50 000 Anschlüssen sPauschalsmnme 300 M.). Illach Antrag des Korreferenten soll die Gesprächsgebühr wie in der Vorlage 4 Pf. für jede Verbindung betragen. Die Pauschalgebühr soll nach der Zahl der Verbindungen gestaffelt sein, und Mar bei nicht mehr als 2000 Verbindungen 75 M. jährlich usw., mit 10000 Gesprächen sGesamt- gobühr 300 M.s soll die Höchstzahl der bei einem Anschluß zulässigen Verbindungen erreicht sein. Für den Fernverkehr beantragt der Referent die Gesprächsgebühr für ein Dreiminuten-Gespräch festzusetzen auf: bis zu 12 Kilometer 15 Pf. usw., Wie im Entwurf. Der Korreferent beantragt bis zu 25 Pf., Wie in der Vorlage, jedoch unter Fortfall der 250-Kilometerzone. Die Taxe von 50 Pf. soll also gleich
sein bis zu der Entfernung von 500 Kilometer. Staatssekretär Kraetke gibt dem Antrag des Korreferenten den Vorzug; er empfiehlt aber, die 15-Kilometerzone mit einer Gebühr von 10 Pf. cinzuführen und für die Zone bis zu 25 Kilometer 20 Pf. festzusetzen. Die bestehenden Bezirksnetze zu beseitigen, sei nicht beabsichtigt; es sollten aber keine neuen geschaffen werden. Nach den Ausführungen des Staatssekretärs änderte sodann 'ber Referent in seinem Antrag die 12-Kilometerzonc in eine 15-Kilometerzone um.
&ecv rmd Flotte.
Eine Unterseeboot-Explosion vor dem Kriegsgericht. Der Marinemgenieur Giller, der angeklagt war, durch Unvorsichtigkeit bei der Füllung einer Akkumulatoren-- batterie an Bord des Unterseebootes „V 6" eine Explosion herbeigeführt zu haben, die für 46,090 Mark Schaden anrichtete, wurde von dem Kriegsgericht in Kiel sreigesprochen.
Arrsiarrd.
Ksterreich-Ungnr».
Ter deutsch-tschechische Ausgleich. In der fortgesetzten Verhandlung des Abgeordnetenhauses über das Budgetprovisoriuni erklärte der Abgeordnete Dr. Fiedler, der Obmann des neu gegründeten einheitlichen tschechischen Verbandes, daß seine Partei beschlossen habe, unter gewissen Voraussetzungen an den deutsch-tschechischen Konferenzen in Wien teil- zunchmen. (53 bedeutet die Beteiligung nicht ein Vertrauensvotum für das gegenwärtige System. Auf der Seite der Tschechen bestehe der Wunsch nach Ordnung der Verhältnisse zwischen den Deutschen und den Tschechen. Sie wollten nicht, datz die Regierung dabei eine führende Rolle spiele; sie wollten direkt mit den Deutschen verhandeln und verlangten, datz auch die Sozialdemokraten beider Nationalitäten herangezogen würden.
Franliieich.
Der Fonds für die „friedliche Durchdringung" Marokkos. Ter „Temps", welcher bei der Besprechung des Teschanelschen Berichts über das Budget des Äußern die Verweigerung der von dem französischen Gesandte;: in Langer geforderten Vermehrung des
Kredits für „friedliche Durchdringung Marokkos" um 90 000 Frank als ein bedauerliches Symptom zaghafter Politik bezeichnet hatte, stellt jetzt mit lebhafter Genugtuung fest, datz der Budgetausschuß inzwischen aus Ansuchen des Ministers Pichon den diesbezüglichen Posten um 200 000 Frank erhöht hat. Ter für 1910 mit 710 000 Frank festgesetzte Kreditposten betragt demgemäß für dos kommende Jahr 910 600 Frank.
Eine Schlappe in Zentrat-Afrika. Ein dem Kolo- nialniiniste.r aus Dakar zugegangenes Telegramm meldet, daß am 9. November in der Umgegend von Tri- golen, dem Hauptort von Massalit, eine Abteilung Schützen unter der» Oberbefehl eines Oberstleutnants Moll von an Zahl überlegenen Leuten des Sultans von Massalit und des Sultans von Wadai angegriffen und der Angriff abgeschlagen, wurde. Der Feind, hatte viele Tote, unter ihnen der Sultan von Tadjdadi. Der Sultan von Wadai und viele seiner Anhänger wurden verwundet. Auch aus französischer Seite sind zrem- l i dl beträchtliche Verluste zu verzeichnen, über die das Ministerium nocb nähere Auskünfte verlangt hat. Vorläufig lehnt das Kolonialministerium es ab, Angaben über die französischen Verluste zu machen. Indessen verlautet, daß Oberstleutnant Moll, ein Leutnant und ein Sergeant gefallen seien.
Die Strafe für das Attentat auf Driaud. Vor dem Zuchtpolizeigericht zu Paris erschien der, Tischler L a c o u r wegen seines Angriffes auf Briand am Tage der Enthüllung des Jules Ferry-Tenkinals. Das Zuchtpolizeigecicht verurteilte Lacour zu 3 Jahren Gefängnis. Das Urteil wurde von dem draußen harrenden Publikum mit Hochrufen ans die Republik und Gegencufen ausgenommen. _
Aus Kunst und Federn
* Segantinis HeimEuust. Die „Wiesbadener Gesellschaft für bildende Kunst" hatte gestern abend Herm Professor Dt. Schreiber aus Leipzig zu einem Vortrag über Segantinis Heim-atkunst gewonnen. Ein sehr zahlreiches Publikum hatte sich in der Aula der höheren Töchterschule erngesmcden. Professor Schreiber ist Direktor der Städtischen Gemäldegalerie in Leipzig; er scheint mit Leib und- Seele an seinem Berufe zu hängen. Es klang eine so ehrliche Begeisterung, ein so ehrlicher Stolz aus seinen Worten, als er von einigen Bildern Segantinis sagte: „Sie sind jetzt in meinem Besitz in der Galerie", daß er sich schnell die Sympathie der Zuhörer gewann. Er itcrart die Kunst Segantinis Heimatkunst, weil sie ursprünglich ist, frei von jeglicher Nachempfindung. Wem die Freude zuteil geworden ist, die Bilder des Kinrstlers im Original zu sehen -- die Galerie Banger hatte, wie wohl vielen erinnerlich sein nnrd, vor Jahren eine Reihe seiner Werke in der Taunusstratze ausgestellt —, wer seinen Geburtsort, das poetische Arco in Südtirol, die Berge der Brianza «tu Comersee und seinen Wohnort Maloja kennt, wird mit doppeltem Interesse dem Vortrag gefolgt sein. Man wird dann auch die Eigenart des Künstlers verstehen lernen, sein durchaus selbständiges Schaffen, Seinen großzügig erfaßten, wuchtigen Bildern haftet fast etwas Hartes an und vor allem eine herbe Keuschheit. Er gibt die Natur wieder, wie sie ist. Groß, schön und natürlich. Professor Schreiber meinte bedauernd, daß der Künstler stets in der Einsamkeit der Alpenwelt gelebt hat, ohne Anregung von außen, keine Stadt kennend außer Mailand und Venedig. Er schöpfte aus sich heraus, aus seiner ungeheuren Phantasie. „Welch ein Künstler wäre aus ihm aeworden. Wenn er unter
Menschen gekommen wäre, wie vielseitig hätte er sich da entwickelt." Ich meine aber gerade, daß die Abgeschlossen- heit, die den Künstler umgab, den Bildern jene herbe Keuschheit verlieh, die sie so anziehend macht. M^t Absicht führte Professor Schreiber Segantinis Bilder nicht der Reihenfolge rmch vor. Er zeigte Bilder aus seiner ersten Periode, noch ganz unter dem Einfluß der Mailänder Mademie gemalt, dann wieder solche aus der dritten Periode, seiner reifsten Zeit, andere aus seiner zweiten Periode, als er noch ein Suchender war. Er suchte nach einer neuen Ausdrucksweise, einer neuen Technik und fand sie. 'Er malte mit langen dünnen Pinseln, zwei gleichfarbige „Farbenstäbchen" ans die Lcürwand und stillte den Zwischenraum mit einer anderen Farbe aus. Dadurch erzielte er die ungeheuer intensive Farbenwirlung. Die Leuchtkraft, die den Wersen des Künstlers innewohnt, ist so stark, daß sie selbst noch im halb druckten Raume wie eine Lichtquelle strahlen. Es ging ihn:, wie so vielen Neuerern, so vielm Großen. Erst nach seinem Tode (1W91 brachte man ihm das richtige Verständnis entgegen, fing an. ihn in seiner ganzen Größe zu würdigen. Es sei ein leichtes, so sagte Professor Schreiber, einem so großen Künstler einen Nachruf zu widmen, demr er habe uns ein Besitztum geschaffen für die Ewigkeit. Der Beifall klang wie eine Ovation für Segan- tini. B. F.
Theater und Literatur.
Das zum Besten des Theaterpensionssonds von der Frankfurter Gesellschaft im Frankfurter Opern- Haus veranstaltete Fest hat eine Reineinnahme von 50 090 Mark ergeben.
Frau Karolinc B j ü r n s c u erhielt, wie die „Kicker Zeitung" mitteitt, zu ihren: 74. Geburtstage, am 1. ds., ein eigenarti-aes wertvolles Geschenk, nämlich sämtliche
Abend-Ausgabe, 1. Blatt . »yo.
15 80!) 000 Frank für die Überschwemmte». Die Teputiertenkammer bewilligte einstimmig einen Kredit von 15 800 000 Frank zugunsten der vom Hochwasser Betroffenen.
Sabotage. Wie aus Arras gemeldet wird, wurden in der verflossenen Nacht auf der Bahnlinie nach Haze- brouck 55 Telegraphen- und Slgnaldrähte durchschauten.
Niederlande.
Dir auswärtige Politik. Zu der Frage der R b e i n s ch i f f a h r t s a b g a b e n erklärte der Minister des Äußern in der Zweiten Kammer, die Regierung sei keinen Zoll breit von ihrem Standpunkt, daß ein freier Rhein ein vitales Interesse der Niederlande bilde, abgewichen. Betreffs der Auge- legenheit van Heeckeren versicherte der^ Minister, es linde sich in der Hinterlassenschaft des Kabinetts von 1901 kein Schriftstück, das beweise, daß der Minister des Äußern gegenüber irgend jemand in seiner Freiheit gehe m m t gewesen wäre. Tie Regierung bringe keinen Gesetzentwurf ein, dem andere Beweggründe zugrunde lägen als rein nationale Interessen. Tw K ü st e n v e. r t e i d i g u n g s v o r l a g e sei lediglich au« dem Gefühl der nationalen Pflicht heraus entstanden. England habe amtlich keine Erinnerung zu dieser Vorlage gemacht; es wisse sehr wohl, daß hierbei die Niederlande keineswegs feindselige Absichten verfolgten. Keine Macht könne aus der Verstärkung der Flußmündungen denVorwurf herleiten; die Küslen- verteidigungsvorlage sei nicht gegen irgend eine einzelne Macht gerichtet, sondern gegen eine etwaige Bedrohung der Unabhängigkeit der Niederlande. Patyn (liberal) beschuldigte in seiner Erwiderung den früheren Ministerpräsidenten Kuyper, als Redakteur der Zeitung „Standard" absichtlich Unwahres geschrieben zu haben, um den durch die Erklärungen de» Ministers in 'der Angelegenheit van Heeckeren her- vorgerusenen Eindruck zu verwischen. sLärm.) Ter Präsident unterbrach die weiteren Ausführungen des Redners, da die diesem für seine Erwiderung zustehendo Redezeit von 10 Minuten abgelaufen war.
GngianS.
Die Wahlen. Ter gestrige Wahltag ist glänzend für die Regierung verlaufen. Tie Konservativen gewannen nur das eine Mandat in St. Helens, die Liberalen hingegen fünf, nämlich Whitehaven, Coventry, Burnley uird die beiden Londoner Orte West South- wark und Woolwich. Tie Gewinne der Opposition sind ausgelöscht und die Regierung hat setzt einen Vorsprung von eine m Sitz. Die Zahlen stellen sich jetzt, wie folgt: 106 Liberale, 146 Unionisten, 20 Vertreter der Arbeiterpartei und 26 Redmondisten. Die Liberalen gewinnen 10, die Unionisten 12, die Arbeiterpartei 3 Sitze.
Marokko.
Der Hafen von Agadir. Ter „Köln. Ztg." wird cm?- Berlin berichtet: Tie Note der „Agence Havus" über den Vorgang in Agadir legt nicht klar, ob der Besuch der Kriegsschiffe ein Vorläufer zur Eröffnung dieses Hafens sei. Sollte diese beabsichtigt sein, so darf selbstverständlich vorausgesetzt iverden. der Sultan, dem die Eröffnung allein zusteht, werde dies sämtlichen Signatarmächten, die hierauf noch den bekannten Verträgen Anspruch haben, gleichzeitig mstteilen. außerdem Maßreaeln für die Eröffnung unter Bekanntgabe des Termin? so treffen, daß Bevorzugungen zwischen Interessenten der verschiedenen Länder ausgeschlossen seien.
ff «reinigte Klaaren.
Tafts Botschaft an den Kongreß. Die Botschaft des Präsidenten Tust an den Kongreß fache n. a.: Mer die von den Niederlanden auf Anregung der Vereinigten Sraaten unternommenen Schritte, das Haager Schiedsgeriän zu einem obersten Prisengericht zu machen, sei von den Signatarmächten der ursprünglichen Konvention ein Protokoll unterzeichnet worden. Auch die Vorschläge, dem Schiedsgerichtshof, die Funktionen eines mmmschränkten Gerichtshofs zu übertragen, hatten Erwiderungen der .. . . . .. . . .
Nekrologe der in- und ausländischer Tagespresse, die Lei dem Ableben ihres Gatten geschrieben wurden. Diese Gedenkblätter, in fast allen Sprachen der Welt, sind von einem Neffen Björnffons, Lars Swanström, gesammelt worden. Bildende Kunst und Musik.
Der Direktor des Frankfurter Komödierchauses Karl Heinz Martin hat für den Monat Mai des nächsten Jahres das große Albert-Schumann- Theater gepachtet und beabsichtigt, dort Maifestspiele im großen Stil unter Hinzuziehung namhafter schauspielerischer Kräfte zu veranstalten. Zur Aufführung werden ein altklassisches Dranm und eine Komödie von Aristophanes gelangen.
Bet Lepke in Berlin begann die Versteigerung von Achenbachs Nachlaß. Die Auttion war schr gut besucht, und es wurde lebhaft gekauft. Schr hübsche Bronzen wurden zwischen 30 und 600 Mark bezahlt. Ein holländischer Louis LVI.-Schrank brachte 710 M., ein normannischer Schrank 720 W., ein französischer Empiresvieltffch erzielte 300 M.
Wissenschaft und Technik.
Das entdeckte römische Lager am Neubau des städtischen Krankenhauses in Mainz, in dem man schon eine Reihe schr interessanter Funde gemacht hat, soll frei- gelegt werden, bevor es durch die Grundarbeiteu zum Krankenhausneubau für immer verschüttet wird. Die Kosten hierfür wird voraussichtlich die Stadt Mainz, wenigstens zum Test, tragen.
Der Direttor des Radiuminstitnts in London, Altan, unterhandelt in Wien mit der Ssterreichffchen Regierung wegen Überlastung von einem Gramm Radium, das der Londoner Finanzier Cassel dem englischen Institut schenken will. Die öfterreichische Regierung willigte in den Kauf zum Preise von 360 000 Kronen ein. Di« Herstellung wird einige Monats in AMrmch nehmen.
