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Ä81.Morgen-Ausgabe, 1, Blatt.

haben sich in diesem Jahre in so großer Zahl eingefunden

und derart unter Len Raupen aufgeräumt, daß aller Wahr­scheinlichkeit nach trotz des massenhaften Auftretens der Raupen verhältnismäßig wenige Falter zu erwarten sind. Natürlich wird die Tiergartenverwaltung ebenfalls ver­suchen, soviel wie möglich von den Schmetterlingen zu löten. Die Raupen werden in einigen Tagen ganz verschwunden sein und, wie es den Anschein hat, im nächsten Jahre Mniger zahlreich auftreten.

Kleine Clirorrik.

Teuerung in Amerika. Die Kosten für den Lebens­unterhalt sind nach den offiziellen, in New York veröffent­lichten Statistiken gegenwärtig größer, als sie jemals wäh­rend der letzten 20 Jahre waren. In dieseni März waren die Ausgaben fast um 8 Prozent höher als im März 1909, 10,2 Prozent höher als im August 1908, 49,2 Prozent höher als der Durchschnitt des Jahres 1907, und 33,8 Prozent höher als der Durchschnitt für die zehn Jahre 18901899. Diese Ziffern gelten nur für Engrospreise, bei den Detail­preisen würde sich eine noch größere Steigerung ergeben. Die Preise für Fleisch, Butter, Gemüse und Milch sind all­mählich immer höher geworden, so daß nun allgemeine Klagen laut werden.

In den Grund gcbohtt. Aus Plymouth wird berichtet: Das britische KriegsschiffKing Alfred", das aus Plymouth nach Gürnsey abging, bohrte im Ärmelkanal einen Londoner Dampfer in den Grund. Ein Norweger von der Be­mannung des letzteren Schiffes ertrank, der Rest der Be­satzung wurde gerettet.

Verhaftung von Kassenräubern. In Ezernowitz wurden die berüchtigten internationalen Kassencinbrecher, die Ge- Arüder Reisch, verhaftet. 40 000 Kronen Bargeld wurden noch bei ihnen vorgefuiideu und beschlagnahmt.

Alkoholgcnuß auf dem Weltmeer. Nach einer Notiz des Flottcnkalcnders 1910 wurden im vergangenen Jahr allein auf den Schiffen des Bremer Lloyd nicht weniger als 18 436 Flaschen Kognak. 20 777 Flaschen Südweine, 48 069 Maschen Champagner, 68 202 Flaschen Liköre, 118138 Maschen Rhein- und Moselweine, 126138 Flaschen Rot­weine und 2011814 Liter Lagerbier getrunken. Wenn doch der Ozean ein Wein- oder Biermeer wäre!

Was aus einein Ei alles werden kann. Ein merk­würdiges Kücken erblickte in Hermsdorf das Licht der Welt. Das Tierchen hatte vier ausgebildete Füße und vier Flügel einen auf der linken Seite, drei auf der rechten und einen Kopf. Das Mutterhuhn stammt aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten Amerika; es ist eine ge­borene Wyandoite, während der Pater ein stolzer Spanier aus dein berühmten Geschlecht der Minolta ist. Das Kücken, das allerdings nicht lange lebte, soll der ornilho- loaischen Abteilung des Berliner Zoologischen Museums überwiesen werden.

Spsrf.

» Große Hunde-Ausstcllung. Der Hundcsport, welcher auch in Wiesbaden eifrig gepflegt wird, erfährt durch die am Sonntag, den 26. Juni, tvu EtablissementFriedrichs halle", Mainzer Straße 116, stattfindende allgemeine Schau von Hunden aller Rassen, veranstaltet vom Verein Hundesport Wiesbaden, eine weitere große För­derung. Die Prämiierung der Hunde findet durch aner­kannte Preisrichter statt und stehen für diesen Zweck außer künstlerischen Diplomen eine große Anzahl Ehrenpreise zur Verfügung. Bereits zahlreich vorliegende Meldungen stellen ein umfangreiche Beteiligung in Aussicht und werden deshalb Besitzer von Hunden auf die außerordentlich günstige Gelegenheit, ihre vierbeinigen Lieblinge durch kynologifche -Autoritäten beurteilen zu lasten, aufmerksam gemacht. Nähere Auskunft sowie Anmeldeformulare durch Herrn H. Geyer, Kirchgasse 50. Meldeschluß am 22. Juni.

Landwirtschaft unö Gartenbau.

ö. Aus der Maincbene, 17. Juni. Die seither günstigen Witterungsverhältnisse haben auf den Stand unserer Feldfrüchte vorteilhaft eingewirkt. Der Roggen hat durchweg eine ansehnliche Höhe erlangt; die Halme sind kräftig, die Ähren lang und die Blütezeit nahm einen günstigen Verlauf. Der Weizen steht überall gut, hat voll­kommen entwickelte Ähren (Kolben) und blüht auch in den nächsten Tagen. Hafer und Gerste haben sich gut entwickelt, nur schade, daß crsterer auch in diesem Jahre wieder stark durch den Hederich verunkrautet ist. Ter Stand der Kar­toffeln ist recht üppig geworden; fast alle Sorten sind schon behäufelt. Die ausgesetzten Gemüse- und Dickwurzpflanzen sind hübsch angewachsen. Die Heuernte, welche des Wetters wegen auf einige Tage unterbrochen wurde, geht ihrem Ende entgegen; dieselbe liefert einen reichen Ertrag. Die guten Aussichten auf eine reiche Obsternte erzeigen sich als trügerisch: Erdbeeren gibt es massenhaft, sonstiges Beeren­obst viel, Steinobst wenig (Zwetschen gar keine), Birnen auch wenig und Äpfel, namentlich rauhere Sorten (Schafs­nasen), ziemlich viel.

Letzte Nachrichten.

Zum Wechsel im Oberpräsidium der Rheinprovinz.

Cöln, 20. Juni. (Eigener Drahtbericht.) Der C ö l n e r Oberbürgermeister autorisiert den Korrespondenten derFranks. Ztg.", entgegen der Meldung eines Blattes, daß er für die Besetzung des rheinischen Oberpräsidiums in Frage komme, zu der Erklärung, daß diese Nachricht völlig aus der Luft gegriffen sei. Der Ober­bürgermeister dementiert weiterhin auf das entschiedenste auch weitere Gerüchte, wonach er die Absicht habe, wieder in den Staatsdienst zurückzukchren. Er fühle sich in seiner jetzigen Stellung wohl und zufrieden.

Die chinesische Militärstuvienkonrmission im Feppclin- Luftschisf.

Fricdrichshasen, 20. Juni. (Eigener Drahtbericht.) Eine aus drei Offizieren bestehende Abordnung der zurzeit in Deutschland befindlichen chinesischen Militärstudien- kSWlniffion unternahm, .heute .vormittag mit dcnlZ. 7"

Wiesbadener Tsgblatt.

einen Ausstieg. Die gut verlaufene Fahrt des Luftschiffes dauerte iy a Stunde. Um 12 Uhr erfolgte die glatte Lan­dung.

Die Kretafrage.

vr. Konstmrtinopcl, 20. Juni. Das Ministerium des Innern richtete an die Provinzbehörden ein Rundschreiben, in dem es erklärt, daß die Mächte endgültig die Wahrung der Souverämtätsrcchte der Türkei auf Kreta, sowie der Rechte der Mohammedaner daselbst beschlossen haben. Weiter wird in dem Schreiben der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß die Bemühungen der Pforte für eine endgültige Lösung der Krctafrage erfolgreich fein mögen. Schließlich wird die Bevölkerung aufgefordert, den Bemühungen der Regierung zu vertrauen und jede Aufregung zu vermeiden, wodurch die türkischen Interessen nur geschädigt würden.

Ein Familiendranla.

hd. Trier, 20. Juni. Ein italienischer Arbeiter in Dillingen geriet mit feiner Familie in Streit, in dessen Verkauf er die Frau seines Bruders mit einem 20 Zenti­meter langen Nagel durch einen Stich in das Herz tötete. Darauf verletzte er feinen Bruder mit demselben Instrument so schwer, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Auch seiner eigenen Frau brachte er lebensgefährliche Verletzun­gen bei. Schließlich gelang es mit großer Mühe, ihn zu verhaften.

Zwei Bootsunglücke.

Potsdam. 20. Juni. (Eigener Drahtbericht.) Zwischen Sacro und Moorlage kenterte ein mit zwei Damen und zwei Herren besetztes Segelboot. Drei Insassen wurden ge­rettet, während der vierte, Kaufmann Rehberg aus Charlottenburg, ertrank. In der Nähe dieser Unfallstellc schlug auf einem anderen Segelboot das Segel um und traf den Führer des Bootes, der ins Wasser stürzte und ertrank. Seine Begleiterin wurde gerettet.

Tod mff den Schiene«.

Wulften, 20. Juni. (Eigener Drahtbericht.) Das fünf­jährige Söhnchen eines Ziegelciarbeiters, das sein -ftsjäh- riges Schwesterchen im Wagen mit sich führte, zog diesen unter einer geschlossenen Bahnbarricrc hindurch. Im näch sten Augenblick brauste ein Personenzug heran, erfaßte den Wagen und zermalmte das kleine Mädchen. Der Knabe wurde zur Seite gcfchleudett und so schwer verletzt, daß er kurze Zeit darauf starb.

Unfall eines Aviatikers.

** München, 20. Juni. (Eigener Drahtbericht.) Der Münchener Aviatiker L i n d p a i n t n e r, der in den letzten Tagen verschiedene vorzügliche. Flüge ausführte, landete gestern nach einem Fluge in Puchheim so unglücklich, daß der Zweidecker vollständig in Trümmer ging, der Aviatiker selbst erlitt nur Hautabschürfungen.

Totschlag.

** München, 20. Juni. (Eigener Drahtbericht.) Hier wurde gestern die 63jährige Hausmeisterin Marie Kreis von dem mit ihr zusammenlebenden 44 Jahre alten Tag­löhner Netter nach kurzem Streit durch einen Messerstich getötet. Der Täter wurde verhaftet.

Ein schwerer Automobilunfäll.

Breslau, 20. Juni. (Eigener Drahtbericht.) Gestern früh 7Vj Uhr wurde das einem hiesigen Geschäftsmann ge­hörige Automobil beim Passieren einer Kurve, in der Nähe von Jordansmühle (Nimptch) beim Anfahren des Hinter­rades gegen einen Kilometerstein umgeworfen und die In­sassen in den Chausseegrabcn geschleudert. Der Kaufmann Kirchner aus Berlin erlitt einen Schädelbruch und war sofort tot, die Frau des Besitzers trug schwere innere Ver­letzungen davon, während der Besitz?'- und der Chauffeur unverletzt blieben.

Zu dem Hauscinsturz in Lemberg.

** Lemberg, 20. Juni. (Eigener Drahtbericht.) Bis beute nachmittag 3 Uhr wurden noch vier Leichen aus den Trümmern des eingestürzten Hanfes hervorgezogen.

Ein Schlffszusmnmenstoß.

London. 20. Juni. (Eigener Drahtbericht.) Nach einer Lloyddepesche aus Holyhaed stieß gestern infolge dichten Nebels in der Nähe von Holyhaed der DampferLa Rochelle", aus Bayonnc kommend, mit dem irischen Dampfer Yews" zusammen.La Rochelle" sank sofort. 10 Mann, darunter der Kapitän, ertranken. 9 andere wurden gerettet. News" wurde schwer beschädigt.

Eine Hochwasserkatastrophe in Iw"

Rom. 20. Juni. (Eigener Drahtbericht.) Z..folge von Regengüssen ist der Fluß Orta in der Provinz Chieti aus den Ufern getreten. Das Land wurde meilenweit über­schwemmt. Das Wasser drang auch in ein Bergwerk ein-. Acht Bergleute sind ertrunken. Der Oberkauf des Orta riß Gehöfte weg. Viele Menschen sind umgekommen. Bisher wurden vier Leichen geborgen.

Die Cholera.

Rostow, 20. Juni. (Eigener Drahtbericht.) Infolge der Hitze breitet sich die Cholera bedenklich aus. Die Bevölkerung flüchtet. In Paltowa sind plötzlich 77 Personen er­krankt und 25 gestorben.

Berlin, 20. Juni. (Eigener Drahtbericht.) Der Kaiser begibt sich, den letzten Dispositionen zufolge, am Mittwoch, den 22. Juni, im Sonderzug nach Altona, um sich ans der Hohenzollern" einzuschiffcn, die an den St.-Pauli-Lan- dungsbrücken bereit liegt.

New York, 20. Juni. (Eigener Drahtbericht.) Die petmfylvanischen Republikaner boten dem Staatssekretär Knox die Nomination für den Gouverneurposten an, doch ersuchte Taft ihn dringend, im Kabinett zu bleiben.

Berlin, 20. Juni. (Eigener Drahtbericht.) Gestern abend st a ch bei einem Streit der Maurer Stoch, in der Marieriburger Straße wohnhaft, seinen Sohn mit dem Messer in den Unter­leib und verletzte ihn schwer.

Berlin, 20. Juni. (Eigener Drahlbericht.) Zum Morde in Martendorf wird gemeldet, daß heute früh die Festnahme eines Verdächtigen erfolgie. Er hat Kratzwunden im Gesicht und ist in der Nähe des Tatortes gesehen worden.

. wb,- Trier, 20. Juni. Ein Sergeant vom hiesigen Feld- LlrtrllewL-Reorrnent Är. 44 wurde beute trüb kt dein Orte

sOrenÄtag, 21 . Juni 1910 Seite 5,

Riewer bet Trier erstochen aufgefunden: sein Säbel lag ge­zogen neben ihm. über die Täter und die Veranlassung zur Tat e noch nichts bekannt.

Letzte H «n'o eitzr, a chrrichten.

Berliner Börsenbericht.

Berlin, 20. Juni. (Eigener Drahtbericht.) Die Börse be­gann die neue Woche in recht lustloser S t l m m ung.' Der Kursstand blieb aber im allgemeinen behauptet. Nur auf dem Montanmarkt überwogen die ALschwächungen, die sich aber durchschnittlich unter 1 Proz. hielten. Einen erheblichen Rück­gang erfuhren Warschau-Wiener, weil die Enttäuschung darüber, daß die erwarteten anregenden Mitteilungen in der General­versammlung nicht erfolgt sind, erheblich Material an den Markt brachte. Der Kurs des Papiers ging über 6 Prozent zuruck. Pennsylvania waren besser gehalten. Auch für Schantungbahnen und Anatolier, sowie für Orientbahn zergte sich einiges Interesse. In Banken blieben die Umsätze un­bedeutend. Bei behaupteten Kursen fest waren russische Banken. Von Fonds zogen russische Anleihe von 1902 und Türkenlose um Bruchteile eines Prozentes an. Für Elektrizitätswerte herrschte im allgemeinen gute Meinung. Der Verkehr gesichtete Uw rm weiteren Verlaufe recht schleppend. Tägliches Geld 3 Proz. und darunter. Ultimogeld ca. 5!4 Proz. In der zweiten Börsenstunde war der Verkehr träge. Warschau-Wiener gaben weiter erheblich nach. Auch österreichische Werte neigten. §ur Schwache. In der dritten Börsenstunde war der Verkehr sehr still. ^ndustriewerte des Kassamarktes bei geringen Um­sätzen vorwiegend schwächer. Privatdiskont Proz.

Einsendungen aus dem Leserkreise.

Auf Rücksendung oder Aufbewahrung der uns für diese Rubrik zugebenden, nick» uerweudeten Linfendunacn kann sich die Redaktion nicht cjnlasien.)

v- *^3^1 .^ur t a£ f r a c e. Ich bitte um Aufnahme nach­stehender Zeiten, die zur Beleuchtung der Mißstände der Wies­badener Kurtaxordnung beitragen dürsten. Am 2. Juni nachts bin ich mit meiner Schwester in Wiesbaden angekommey. Emige Tage später wurde uns eine Kurhauskarte für 10 Tage ausgehändrgt. Unser Aufenthalt, der ursprünglich für 8 Tage geplant war, verlängerte sich bis zum 13. d. M. Am 13. abends besuchten hm das Abendkonzert und lösten selbstverständlich, da unsere Karten mit dem 11. abgelaufen waren (man hatte die Nacht der Ankunst als Tag berechnet) zwei Tageskarten. Am 14.. morgens, als wir mit dem Packen für die Abreise beschäf­tigt waren, wurden wir gezwungen, trotzdem wir erklärten, daß wir im Begriffe seien, abzureisen, nochmals zwei Sechswochen­karten (vom 2. Juni bis 13. Juli), für die wir absolut keine Verwendung hatten, zu kosen. Unsere Reklamation bei dem Vorstand des Kurtaxbureaus hatte keinen Erfolg es wurde uns dort die Richtigkeit dieser Kurtaxerhebung bestätigt. Ich habe von berschredenen Kurfremden ähnliche und schlimmere Klagen über die Erhebung der Kurtaxe iu Wiesbaden gehört und glaube tdj im Jntevesse Wiesbadens, sowie der Kurfrenrden dieses der Öffentlichkeit nicht vorenthalten zu können.

KimMen-Nachrichten»

Standesamt Wtrobadru.

Äathaur. Zimmer Nr 30; geöffnet an Wochentagen von 8 bis 1/-1 uh«! My Ofo> fchlicljmigen nur Dienstags. Donnerstags und Samstags.)

Geburten:

12. Juni dem Herrenschneider Louis Trost e. T., Helene Luise Wilhelmine.

12. .. dem Tagl. Ant. Bellee e. S.. Wilhelm Karl.

13. dem Landesbankbureaugehilfett Karl Ruckes e. S.,

Arno Heinrich Paul.

14. dem Taglöhner I. Stelzel e. S., Ernst Joseph Peter

Friedrich.

15. dem Friseurgehilfen Wilhelm Gerhardt e. T., Elisa­

beth Anna.

15. >, dem Buchdruckereiarbeiter Mathias Kaiser e. T.<

Katharina Luise.

16. dem Stratzenöahnschaffner August Wüst e. T., Paula

Auguste.

16. dem Gärtner Wilh. Bolz e. S., Willi August Fried­

rich Leo.

17. dem Maurergeh. Theod. Reuter e. T., Maria Christine.

17. dem Kaufm. Jul. Berberich e. T., Katharina Emmy.

Aufgebote:

Kaufmann Chain Anschel Weiß in Rudolstadt mit Selma Ull- mann daselbst.

Ncgierungsbaumeister Friedrich Beyer in Böblingen mit Elsa Schmitt hier.

Streckenwärter Bruno Ruppert mit Maria Keller hier.

Schlosser Johann Kahm in Eltville mit Lisette Klemm hier. Berufsgenossenschaftsbeamter Ernst König hier mit Paulo Kurzei in Lahr.

Kaufmann Valentin Arnold mit Luise Kohl hier.

Bautechniker Friedrich Bocke in Dortmund mit Johanna Scmex- wein hier.

Lokomotivheizer Albert Schräpler mit Anna Fischer hier. Eheschließungen:

Schuhmacher Wilhelm Stein mit Karolins Schneider hier. Kaufmann Walter Halbauer hier mit Anna Niedermeier in Aufham.

Bäckergehilfe Heinrich Knögel mit Anna Puschel hier. Kunstglasergehilfe Karl Niederhäuser mit Eva Weigler hier. Ingenieur Franz Derstorff in Zweibrücken mit Klara Halber- stadt hier.

Tischler Karl Paulitsch mit Anna Oetzel hier.

Gärtnergehilfe Georg Eisele mit Anna Rheinheimer hier. Anstreicher Wilhelm Thcis mit Entilie Clauß hier.

Kutscher Richard Schmidt in Hohenwehrda mir Elisabeth Hos- mann hier.

Buchbindergehilfe Karl Faust mit Wilhelmine Schäfer hier.

Sterbesnlle:

16. Juni Martha, T. d. Schlossergeh. Wilh. Kindt, 8 I.

16. Hans, S. d. Leutnants Georg Mayer, 1 I.

16. Erna, T. d. Dekorationsmalers Karl Lotz, 9 M.

16. Taglöhner August Meyer, 54 I.

Geschäftliches.

Ein sportliches Urteil!

M e m e l, 24. Okt. 1909. Um meinen Körper recht kräftig und widerstandsfähig zu gestalten, trinke ich schon seit einiger Zeit Bioson". Ich habe bis jetzt 15 Pakete verbraucht und kann Ihnen mitteilen, daß bei meiner Ringer-Laufbahn Ihr Präparat von größtem Nutzen für mich sein wird. Ich fühle mich auf das Biosongetränk sehr geträftigt und immer frisch und tut es mir hauptsächlich beim Trainieren ausgezeichnete Dienste. Bitte einige Gratis-Muster zu senden, damit ich diese an meine Freunde verteilen und ihnen die gute Kraftnahrung empfehlen kann. Hochachtend! Wilhelm Rtzdau, Bommels-Vitte 86. Unterschrift beglaubigt! Ernst Borchert, Notar. Bioson ist das beste und billigste Kräftigungsmittel, Paket 3 Mk. in Apotheken, Drogerien. F7

Die Moegerr-Airssabr tun fußt 22 Seite«

und die VcrlagsbeilageDer Nemanst

Leitung: W. Schulte vom Brühl.

Verantwortlicher Redakteur für Politik u. Handel: I. B.: W. Schulte vom Brühl, Sonneuberg; für Feuilleton: W. Schulte vonl Brühl, Sormenberg; für Wies­badener Nachrichten: C. R ö t h e r d t; für Nassamscve Nacyrichleu, Aus der Umgebung und Merickls'.aal: H. Diefenbach; für Vermischtes, Sport und Briefkasten: C-Losacker; für die Anzeigen u. Reklamen: H. Dornaus; sämtlich in Wiesbaden. Truä und Verlag der L. Schelleubergscheu Hos^Buchdructerei in Wiesbaden.