'Sette 6»
Samstag, 5. Februar 191©.
Wiesbadener Tagblatr«
Abend-Ausgabe, 1. Blarr.
Nr. 60.
Jerusalem, Baalbek, Damaskus, Alexandrien usw. Fahrpreise sierfür ca, 425 M. aufwärts. Landausflüge auf Grund eures Lvezialprogramms durch Thos. Cook u. Sohn in Wien, Prospekte, Anmeldungen und Auskünfte bei M. u. F. Rosen- üo r n in Mainz, Gymnasiumstraße 2.
— Walhalla. Heute abend findet im Hauptrestaurant der Walhalla großes D op p el - Sp at enf est mit Doppel- Konzert statt. Der Vorverkauf für den am Dienstag statt- stndenden großen Maskenball hat begonnen. (Siehe Anzeige Seite 10.) , . .. ^
— Skalatheater. Wir machen nochmals auf die heute Samstag, Sonntag, Montag und Dienstag stattfindenden Maskenbälle aufmerksam. Bei einem Eintrittspreis von 50 Pf. für alle Plätze finden gleichzeitig Vorstellungen des Theater Schmidt statt. Sonntagnachmittag wird bei halben Preisen „Tünnes im Orient" wiederholt.
— Kleine Notizen. Das illustrierte Samenverzeich- n i s der Samenhandlung von A. Mollath, Michelsberg 14, in Wiesbaden, ist erschienen und enthält eine große Auswaql der in unserer Gegend erprobten Gemüsesorten, sowie der verschiedensten Blumensamcn, auch eine Anleitung zur Pflege »es Gartenrasens. Der Katalog wird umsonst und postfrer
versandt.
Im „Deutschen Hof", , Goldgasse 2 a, finden
.funstler - Konzerte des 1 . Original-Wiener Damen- archesters „Donauwellen", Direktion Paula Goldste.'lN, statt, -i— Die Singspiel-Gesellschaft „Sprudel" tritt am Fastnacht-Sonntsg SUM erstenmal in Wiesbaden selbst an die Öffentlichkeit, und zwar im Saale des Germania-Restaurants, Helenenstraße 26. Ganz besonders sei noch auf das Gastspiel der hier allgemein beliebten Gesangssoubrette Margarete Hamm hingewiesen. — Die weltbekannte Fasch r n g s - nummer der „Münchener Neuesten Nachrichten ist soeben erschienen und die Haupt-Auslieferungsstelle für Wiesbaden und Umgegend der Buchhandlung von Moritz und Münzel übertragen worden. — Der ,.M änner - Turnverein" veranstaltet heute Samstag, den 5. Februar, abends 8% Uhr, in seiner Turnhalle, Platter Straße 16, fernen alljährlichen Maskenball.
gisch bekämpft, da man in dieser Gehaltsregelung eine ungerechtfertigte Bevorzugung der Vorschullehrer gegenüber den Volksschullehrern erblickt, deren Höchstgehalt imr 4250 Mark beträgt. Es fand sich indessen doch eine Majorität für die Vorlage, jedoch wurde gleichzeitig ein Antrag Dr. Weidlich angenommen, in dem gesagt wird, daß die Vorschul- lehrer nunmehr auch zur vollen Pslichtstundenzahl herangezogen werden sollen.
i. Limburg, 4. Februar. Ein Schwindler namens Hans Schönseld aus Hannover wurde gestern hier fest- genommen. Der Verhaftete fand infolge eines gefälschten Empfehlung ssthroibens ini Mutterhause der Barmherzigen Brüder zu Montabaur Aufnahme und verschwand dann in der Kleidung eines Barmherzigen Bruders, in welcher er kollekticrend von Ort zu Ort zog, bis er endlich dingfest gemacht wurde.
r. Aus dem Rhcingau, 8. Februar. Dem, siebenjährigen Jungen des Winzers Bernhard Eser von Östrich gelang es. sich einen Revolver zu verschaffen, mit dem er angeblich „Hasen schienen" wollte. fcöof> dem 11 alten.. ^.5* *
Bonn eine Kugel in den Unterschenkel: berde Jungen verhenn- lichten aus Angst vor Strafe den Vorfall, bis größere Schmerzen den Verletzten zum Geständnis zwangen. Er wurde zur Operation in das Wiesbadener Krankenhaus gebracht.
i. Langendernbach, 3. Februar. Im Alter von 85 Jahren starb ein Kriegsveteran, der allgemein unter dem Namen V a t t c r I c u k" bekannt war. Jeuk hat an der Nieoer- werfung des badischen Aufstands im Jahre 1849 und am Kriege gegen Dänemark teilgenommen.
Theater, Kunst, Vorträge.
* Königliche Schauspiele. (Spiel plan.) .Sonntag, den 6. Februar. Wonnement 8: „Tannhauser'. Anfang 7 Uhr. Montag, den 7.. Abonnement A: ..Alt-Heidelberg'. Anfang 7 Uhr. Dienstag, den 8.. Abonnement v: „Der böse Geist Lumpazivagabundus". Anfang 6 Uhr. Vnttwoch, den 9., Abonnement B: „Aida". Anfang 7 Uhr. Donnerstag, ben_10., Abonnement D: „Der Evaugelimann". Anfang 7 Uhr. Freitag, den 1t., Abonnement C: „Der Windschutz . Anfang 7 Uhr. Samstag, den 12., Abonnement A, zum erstenmal: »Der dunkle Punkt". Lustspiel in 8 Akten von Gustav Kadelburg und Rudolf Presber. Anfang 7 Uhr. Sonntag, den 13., Abonnement L: „Die Zauberflöte". Anfang 7 Uhr.
* Residenz - Theater. (S p i e I p I a n.) Sonntag, dev
8. Februar, V-4 Uhr nachmittags: „Ein Skandal in Monte- Carlo". Abends 7 Uhr: Faschingsvrolog. „Buridans Eiel . Montag, den 7.: Faschingsprolog. „Buridans Esek'll Dienstag, den 8.: Faschingsprolog. „Der kleine König'. „Die Medaille . Mittwoch, den 0.: „Polnische Wirtschaft". Donnerstag, den 10.: „Buridans Esel". Freitag, den 11.: „Das nackte Weib . Samstag, den 12.: 1. Gastspiel Bozena Bradsky: „Therese Krones". _ . . „ „
* Kurhaus. Zu dem am uächsten Freitag, den 11. Februar, stattfindenden 10. Zyklus-Konzerte ist von der, Kmver- waltung die Primadonna des K. K. Hofoperntheaters rn Wien, die Kammersängerin Frau Luch Weidt, als Solistin gewonnen.
* Bolkstheater (bürgerliches Schauspielhaus). Am Sonntagnachmittag wird bei kleinen Preisen das Volrsspiel „Der Herrgottschnitzer von Ammergau" in Szene gehen. In der Abendvorstellung wird „Lumpazivagabundus oder das liederliche Kleeblatt" gegeben. Ebenfalls am Montag „Der geschundene Raubritter" und am Dienstag „Robert und Bertram .
* Ausstellung der Wiesbadener Gesellschaft für bildende Kunst im Rathause. Wie man uns schreibt, wird die Mitte Januar eröffnete Ausstellung'der „Freren Gruppe" bereits am 13. Februar, also morgen Sonntag rn 8 Tagen, gescylossen, um von hier nach dem Künstlerhaus in Berlin überzusiedeln. Auf die an Qualität und Quantität besonders hervorragenden Kollektionen von H. Reifferscheid, Ludwig v. Hofmann, Edmund Steppes, sowie auf die vorzügliche Abteilung der Radierungen sei hier nochmals hingewiesen. Bon der Kollektion Steppes wurden übrigens mehrere Ölgemälde dieser Tage zur Ergänzung einer Sonderausstellung des Künstlers nach Wien verlangt, aus der in der ersten Woche ihres Bestehens nicht weniger wie 7 Gemälde des ausgezeichneten Landschafters verkauft wurden. Diese Gemälde bleiben jedoch bis zum Schluß der Ausstellung gleichfalls hier.
* Verein Frauenbildung — Fraucnstudium. In der Iugendgruppe und dem Kursus über Bürgerkunde fällt Montag, den 7. Februar, der Vortrag des Herrn Referendar Krekel aus und wird auf Montag, den 14. Februar, verschoben. Ebenso wird Dienstag, den 8. Februar, der Vortrag von Herrn Dr. Waldschmidt aus fallen und der Kursus über „Moderne Kunst" erst Dienstag, den 15. Februar, seine Fortsetzuiig finden.
* Verein für nassamsche Altertumskunde und Geschichtsforschung. Am nächsten Mittwoch, den 9. Februar, wird im ..Taunushotel" abends 6 Uhr Professor Dr. Het> mach über „SB. H. Riehls Lehr- und Wanderjahre" sprechen. Hierauf wird der Museumsdirektor Professor Dr. Ritterling über ..Funde von Austernschalen in römischen Bauten unserer Gegend" einige Mitteilungen machen. Gäste, auch Damen, sind willkommen. Nach den Vorträgen werden, wie immer, die Mitglieder noch gesellig zusammenblechen. Zugleich sei mit- aeterlt, daß ein Annalenregister fertig gestellt ist und von Interessenten für 2 M. erworben werden kann.
* Konzert in der Marktkirche. Am Sonntag, den 13. Febr., abends 8 Uhr, veranstalten Frl. Manja Hom und Herr Friedr. Petersen ein Konzert. Die Gesangssolistin Frl. Hom wird ein sehr intevessantes Programm und klassische Werke von Händel, Bach und Beethoven, moderne von Wolf und Reger zur Ausführung bringen. Sie ist als Künstlerin aus der Schule der berühmten Gesanasmeisterin Lllli Lehmann hervorgegangen und hat sich in Wiesbaden wie auch auswärts ols Lieder- und Oratoriensängerin bereits ein treffliches Renommee erworben. Herr Friedrich Petersen, der treffliche Organist der Marktkirche, wird vier größere Orgelwerke zu Gehör bringen. Die künstlerischen Leistungen sowohl als auch der Zweck, dem die Veranstaltung dient: „Zum Besten der Errichtung einer missionsärztlichen Station in Kamerun", dürfen gewiß auf ein reges Interesse und eine zahlreiche Zuhörerschaft hoffen lassen. Programme, die zum Eintritt berechtigen, sind ü 50 Pf. und reservierte Plätze ü 1.50 M. zu haben bei Hch. Wolfs, Musikalien. Handlung, Wilhelmstraße 12, Missionsprediger Spaich, Philipps, bergstraße 29, 8, und vor Beginn am Eingang der Kirche.
Aus dem Kaildkreis Wiesbaden.
rt Nordcnstadt, 5. Februar. Morgen feiert Herr Konsistorial- rat a. D. Herdt, der zuletzt viele Jahre hier Pfarrer war, seinen 8 5. Geburtstag. Herr Konsistorialrat Herdt, der sich bester Gesundheit und erstaunlicher Geistesfrische erfreut, ist ein Wiesbadener Kind; bereits im Jahre 1897 konnte er sein Mjahriges Amtsjubiläum feiern.
Uassmrische Nachrichten.
ö. Höchst o. M., 4. Februar. Die Stadtverordneten beschlossen iir ihrer gestrigen Sitzung, mit einem einmaligen Beitrag von 500 M. der Gemeinnützigen Gesellschaft beizu- treten, die hier wie auch in anderen Orten eine Milch- ausschankstelle errichten will. — Ein Antrag, für die Vorschullehrer am Gymnasium den Normalbesoldungsetat einzuführen, der ein Höchstgehalt von 4680 M. Vorsicht wurde von verschiedenen Stadtverordneten ener-
Arrs der Umgebung.
Ronnen-Gräber.
i-8. Csblenz. 3. Februar. Eins alte Begräbnisstätte wurde beute beim Abbruch der Barbarakirche amgedeckt. Nach der Beseitigung einer dünnen Verblendmauer fanb man in einem Kellergewölbe 20 gut erhaltene Särge, in denen Nonnen des ehemaliaen Klosters zur letzten Ruhe bestattet wurden. Die Särge stehen in Röhren, die aus Schwemmstein gemauert tourden, in vier Reihen ribereinander. Auf dem Boden des Kellergewülbes stehen 7 Särge, darüber „rn zwer Reihen je fünf und unmittelbar unter dem Gewölbe des Kellers drei Särge. Vor einem Sarg, der in der untersten Reihe stand, befand sich ein Stein, auf dem der Name „Anna Maria Schlinckia. Anno 1710, 4. Novb." eingemeitzelt ist. Ber dein Sarg lag ein Stab in Kreuzform. Oberbürgermeister Ortmann und Stadtbaurat Maeckler besichtigten die Grabstätten und ordneten eine photographische Aufnahme an. Die Särge mit ihrem Inhalt an Knochenresten werden auf dem Friedhöfe beigesetzt werden.
Bmk. Darmstadt, 5. Februar. (Eigener Drahtbericht.) Im dritten rhein-hessische n Landtagswahlkreis Wöllstein-Alzey wurde heute der freisinnige Bürgermeister Heibach in Pfaffenschwabenborn gewählt. Seither war der Wahlkreis durch den nationalliüeralcn Abgeordneten Pittau vertreten.
p. Weidenhausen, 4. Februar. Wegen eines inneren Leidens hatte sich eine hiesige Frau in die Behandlung eines in der Nähe wohnenden Heilkünstlers begeben. Die Frau starb und auf Veranlassung der Kgl. Staatsanwaltschaft ist ihre Leiche obduziert worden. Man vermutet, daß der Tod der Frau infolge unsachgemäßer Behandlungsweifc eingetreten ist.
* Mainz, 5. Februar. Nheinpegel: 1 m 63 cm gegen 1 m 73 cm am gestrigen Vormittag.
Wc. Tierquälerei. Der Fuhrknecht Heinrich M. von Biebrich wurde vom Schöffengericht wegen schwerer Mißhandlung eines Pferdes zu 3 Tagen Hast verurteilt.
— Bacharach, 4. Februar. Nach einem soeben hier ein- getroffenen Telegramm ist die Revision des Wcinhändlers Heinrich Gölz aus Bacharach gegen seine Bestrafung wegen Erteilung unrichtiger Auskünfte heute kostenpflichtig vom Reichsgericht verworfen worden.
* Zuwendung einer Sparsumme. Wenn jemand in der Absicht, einem anderen nach seinem Tode einen Betrag zuzuwenden, diesen Betrag in ein auf den Namen des anderen ausgestelltes Sparkassenbuch cinzahlt, so erlangt aus dieser Tatsache allein, wie das Oberlandesgericht Dresden urteilte. der andere noch keinerlei Rechte auf die Aushäudi- g>mg des Buches und auf die Auszahlung des Geldes. Die beabstchtigte Zuwendung hätte testamentarisch oder sonstwie rechtsgültig fixiert werden müssen.
* Fußball. Im letzten Ligaspiel konnte die 1. Mannschaft des „Wiesbadener Fußballvereins" sich am cher-
erwischtes.
gcmgenen Sonntag in Frankfurt noch emen Punkt ,rchern Trotz Ersatz spielte sie gegen die 1. Mannschaft der Frankfurter Nordend" unentschieden nnt 1 :1. Mit 16 Punkten, steht der Wiesbadener Fußballverein nun an der Spitze der Wiesbadener B-Vcreinc und an dritter Stelle im Bezirk, pur den mngsten Wiesbadener Verein ein erfreuliches Zeichen.
* Fußbllll im Sportverein. Morgen Sonntag fallen auf dem Sportplatz an der Frankfurter Straße die Würfel im,Ent- scheidungslampfe um die Nordkrersmessterschaft. Em iport- liches Ereignis, wie solches nicht allzuoft in Wiesbaden varkommt, wird mit diesem Fußball-Derby dem Wiesbadener Sportpublikum geboten. Nachdem nunmehr die Mannschaft ,n 20 Sonntagen sich wacker gehalten und immer die Spitze behauptet hat. wäre es ihr wohl zu wünschen, wenn sie in diesem letzten Entscheidungskampfe ihren starken Gegner niederrmgen und den heißersehnten Titel „Nordkreismeister", für welchen der Verein schon seit seiner vor 6 Jahren erfolgten Gründung ein ernster Anwärter ist. erringen könnte. Spielbeginn 2)4 Uhr. Kassenöffnung 1 Uhr.
sr. Im Wcltmeisterschafts-Schachwettkamvf zwischen Laster und Schlechter wurde die 8. Partie begonnen, die Lasker spanisch eröffnete. Schlechter perteidigte sich wie immer äußerst geschickt, und als die Partie beim 36. Zuge abgebrochen wurde, waren die Chancen annähernd gleich, so daß auch diese Partie mit einem Remis enden dürfte. Der Match wird erst am Samstagnachmittag im Hotel de Rome zu Berlin fortgesetzt.
* Thüringer Wintersport-Verband. Das fünfte Winterspor t f e st in O b e r h o f wird am 11., 12., 13. und 14. Febr. abgchalten. Zum Austrag kommen das internationale Rennsteig-Rennen um die Meisterschaft von Thüringen im Skilauf (Wanderpreis des Herzogs von Sachsen-Coburg und Gotha), großes Sprungrennen, der Aus trag der Meisterschaft von Thüringen im Rodeln, internationales Bobsleigh-Rennen um die Meisterschaft von Deutschland und den Goldpokal des Kronprinzen des Deutschen Reiches. — Wetter- und Sportbericht von Oberhof am 3. Februar: Barometerstand:
steigend Wind: NO., Schneehöhe: 125 Zentimeter, Skibahn: gut, Rodelbahn: gut, Bobsleighbahn: gut, Skikjöringbahn: gut, Schlittenbahn: aut. Wetteraussichten: alleraünttiast
Nach dem Hochwaffer von Paris.
h& Paris, 5. Februar. In dem großen Abflutzkcrn«! ist das Wasser um einen Meter gefallen. Bis jetzt ist keine Beschädigung der Kanalröhre zu verzeichnen. Auch in der Untergrundbahn sinkt das Wasser zusehends. Der Betrieb auf der Linie Konkordienplatz und der Oper konnte wieder ausgenommen werden. Im Weichbilde der Stadt sinkt die Seine und ebenso auch die Marne andauernd. Die Marne braucht nur noch einen Meter zu fallen, um ihren normalen Stand zu erreichen. In Albertville ist die Lage dagegen noch kritisch. 12 Häuser sind eingestürzt. Auch in Vttry ist die Lage trostlos, da das Wasser keinen Abfluß hat. Es werden Kanäle unter der Eisenbahn gegraben, um einen Abfluß des Wassers herbeiznführen. In Jnvisy droht der Einsturz mehrerer Häuser. — Die Unterstütznngsgeld er für die überschwemmten laufen noch immer zahlreich ein. In einer Londoner Markthalle wurde eine Subskription eröffnet, die die Summe von 250 000 Frank ergab, wobei es sich nnr um kleine Beträge handelte. Die von dein Londoner Lwrd- Mayor cingeleitete Subskription übersteigt bereits die Summe von 1250 000 Frank.
Kleine ®!tranüi-
Eine verhängnisvolle Verwechslung. Ein junger Sattler in Bremen wollte sich bei ein m Arzt die Mandeln herausnehmen lassen. Eine Krankenschwester reichte dem Arzt statt der von ihm verlangten schwachen Kokainlöfnng eine daneben stehende starke. Zwei Minuten nach der Einspritzung starb der Patient.
Große Feuersbrüustc. In einer Webwarenfabrik zu Jassy (Rumänien) entstand aus bisher unbekannter Ursache ein Feuer, das schnell um sich griff und auch zahlreiche andere Häuser und Geschäfte vernichtete. 96 Häuser wurden ein Raub der Flammen. 22 Personen erlitten gefährliche Brandwunden. Auch viele Feuerwehrleute wurden schwer verletzt. Militär mußte zu den Löscharbetten herangezogen werden. Diebsgesindel benutzte die Panik zu Räubereien. — In der türkischen Stadt Hußnimansur wurden durch eine Fouersbrunst 400 Häuser und Magazine eingeäschert. Das Feuer ist durch Brandstiftung entstanden.
Nr
VaS!K$wirischafft:.
Der Gesetzentwurf über den Absatz von Kalisalzen
bestdht aus 40 Paragraphen, deren Vorschriften bis zum 1 April 1930 gelten sollen. Nach dem Entwurf dürfen Kalisalze von Kalhverkbesitzern nur durch Vermittelung der auf Grund dieses Gesetzes errichteten Vertriebsgemeinschaft abge- se tzt werden, nur dieser ist der Bezug von Kalisalzen aus dem Auslande gestattet. Der Vertriebsigemeinschaft kann jeder Besitzer eines Kaliwerkes beitreten, in dem Kalisalze durch einen Schacht aufgeschlossen werden. Der Reichskanzler en t_
SCUtfJiUG L UDW 'Uic- V01JW.un.QO
Das Stimmenverhältnis der Mitglieder wird ihrer Beteilig, ms entsprechend bemessen. Der Reichskanzler hat das Aufsichtsrecht, zu dessen Ausübung er einen Kommissar ernennt. Die Vertriebsgemeinschaft ist verpflichtet, beim Absatz der Kali- ..| 7 » in erster Linie den inländischen Bedarf zu befriedig«
Sie setzt die Verkaufspreise fest, dteren erste Festsetzung und jede Erhöhung für das Inland der Genehmigung des Bundesrats bedürfen/ Die Verkaufspreise für das Ausland dürfen nicht niedriger sein als die der höchsten für die entsprechenden Sorten im Inlande. Die Festsetzung des Anteil Verhältnisses ^er Mitglieder der Vertriebsgemeinschaft am Absatz von Kalisal erfolgt durch d'ie Vertriebsgemeinschaft. Die festzusetze-
Lzen
enoigi umou ui« --— - — —--'.«nden
Beleih gungsziffem treten mii dem 1. Januar 1915.m Geltung Bis dahin gelten die Beteiligungsziffern, welche in der letzten Beteiliigungstabelle des neuen Kalisyndikats angegeben sind. Von fünf zu fünf Jahren erfolgt die Neufestsetzung der teiligungsziffem. Die Vertriebsgemeinschaft kann den Mit- gl,ledern die unmittelbare Lieferung von Kalisalzen an Dritte gestatten; sie muß sie gestatten, soweit die Verpflichtung rur Lieferung auf Grund von Verträgen besteht, die vor dem 17. Dezember 1909 geschlossen waren. Die gelieferte Menge wird dem Mitglied auf seine Beteiligung angerechnet. Geigen die Festsetzung der Betriebsgemeinschaft ist die Berufung an eine fünfgliedrige Berufungskommission zulässig. Soweit das neue Kalisyndikat G. m. b. H. vor dem Entstehen der Vertriebsgemeinschaft Verpflichtungen zur Lieferung von Kalisalzen eingegangen ist, ist die Vertriebsgemeinschaft zur Lieferung zu den vereinbarten Zeiten und Preisen verpflichtet.
Bankern and Börse.
* Die Emissionen der neuen deutschen Anleihen und die
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Sparkassen. Das Konsortium für die neuen Anleihen hat dem Deutschen Sparkassen-Verbande einen Betrag bis 50 Millionen
« r , rr..i - ir AiiUnüi elf ori T).qP 7 Al/iVin in.
Mark zu voller Zuteilung Vorbehalten.
„„ -- --- - Der Zeichnungspreis
für die Sparkassen beträgt nur 101.60, bleibt also 40 Pf. Untar dem allgemeinen Zeichnungskurs bezw. 20 Pf. unter demjenigen für Schuldbuchstücke zurück. Hingegen sind die Sparkassen verpflichtet, die ihnen zugeteilten Stücke entweder mit Sperrverpflichtung bis 15. Januar 1911 in das Reichs- ^
Staatsschuldtouch"eintragen zu lassen oder bei der Zeichnungsstelle wenigstens bis 15. November 1910 zu hmterlegen uiid •-•ii t>„-. i^~. a 1 ^ "Röir'hcdmlAifh.pn nnH Knnsnls hi-Q 1 “
biene wcmgDicua -— -
ältere Bestände von Reichsanlei’ben und Konsols bis 15 . j u ^ nicht zu verkaufen.
* Preußische Zential-Bodenkiedit-AktiengesellschaH, Berlin
Der Generalversammlung lag der Antrag der Verwaltung -
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Erhöhung des Grundkapitals um 4 800 000 M. auf 44 400 000 M vor Der Vorsitzende führte aus, daß die Kapitalserhöh-mÄ
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vui. Der Vorsitzende führte aus, — --- — T -
dringend erforderlich sei, da der Pfandbrief umlauf die aeZet'O lieh zulässige Maximalgrenze erreicht habe und ohne Erhöhung des Kapitals die Gesellschaft neue Geschäfte nicht nie j^ machen könne.
* Commerzbank in Lübeck. Der Aufsichtsrat beantrj eine Dividende für 1909 von 8 Proz. (wie i. V.).
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Anleihen.
* Neue Rumänische Anleihe. Der rumänische Finanz minister hat mit dem Konsortium, das unter Führung der fy s kontogesellschaft steht, die Übernahme der Anleihe ab*V schlossen im Betrage von 1 28 Millionen Frank, welche, x (t.~ schon mitgeteilt, im Laufe dieses Monats in Deutsch] an f Frankreich, Holland und Belgien zur Subskription gebr a -> * werden soll. Die Anleihe wird 4proz. sein und innerhalb 40 Jahre zur Tilgung gelangen.
* 4proz. Brasilianische Anleihe. Wie verlautet, wird- dj p Anleihe von 10 Millionen Lstr. wovon oa. 6 Millionen j J? au- Konvertion der Western oi flUnaa oomz. Bonus und uaiiex
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