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Skr. s»i

Morgen-Ausgave, 1. Matt.

MrsvaSemr TagblM.

Dienstag, 14. Dezember 19VS

Sette 8.

für gefährlich und unheilvoll hatten würden, wenn man den Galsterschen Vorschlägen folgen wolle. Wir müssen sein Vorgehen um so mehr verurteilen, als gerade für die so­genannte Kleinkriegssührung in den letzten Fahren genügend Mittel aufgewendet worden sind. Wir vertreten den Standpunkt, daß unsere Marine den ihr zu­stehenden hohen Aufgaben für den Schutz der heimischen Gewässer und unserer sich von Jahr zu Jahr steigernden Seeinteressen nur gerecht werden kann, wenn wir an dem zrns durch das Flottengesetz vorgeschriebenen Wege fest- hstten und dessen stritte Durchführung für das Wohl unsres Vaterlandes fordernd

I Deutsche Kolonie«.

Der Handel des Kongostaates. Der gesamte Außen­handel des Kongostaates bewertete sich im Jahre IMS auf 89138108 Frank. Davon entfielen auf die Einfuhr 82 270 835 und auf die Ausfuhr 56 867 273 Frank. Die Haupt- ausfuhrerzeugnisse wiesen im Jahre 1908 folgende Werte in Franken aus: Erdnüsse 1829, Kaffee 46 453, Kautschuk

40 143 755, Kopal, weißer, 1794190, Palmöl 1375 585, Elfenbein 9 597 530, Palmkerne 2 055830, Kakao 979 520, Zinn 9477, Kupfererz 125 874, Gold, roh, 703 988, Rohe Häute 9560, Reis 12 723.

Ausland.

Russland.

Glue Einschränkung der polnischen Selbstverwaltung.

Bei Durchsicht eines Gesetzesprojektes über die Land­schaft in den Nordwekt- und Wcstgouvernements soll das Ministerkomitee beschlossen haben die Rechte und den Einfluß des polnischen Elementes in der zukünftigen Selbst­verwaltung dieser Gouvernements noch mehr zu beschränken.

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General Kaulbars, der Kommandierende des Odessaer Militärbezirkes, soll infolge ungünstiger Be­urteilung seines Verhaltens als Kommandierender der zweiten mandschurischen Armee seitens einer vom Kriegs- mtnisterium eingesetzten besonderen Kommission seinen Pssten verlassen.

Die besondere Kommission des Reichsratcs zur Durch- stcht des Gesetzes über die Altgläubigen hat mit großer Stimmenmehrheit die Freiheit des Predigens abgelehnt.

Frankreich.

Der Kampf um die Schule.

Aberall werden die ersten feindlichen Zusammenstöße zwischen Pfarrern und Lehrern verzeichnet. In Marmcmde belchimvfte der Pfarrer Tagournier den Lehrer Dumas, weil er Schüler nicht anhielt, dem Religionsunterricht zu folgen, an dem teilzunehmen sie keine Lust hatten. Der Lehrerverein des Departements Lot-ct Ga rönne nahm dre Sache in die Hand und erhob gegen den Pfarrer Belei­digungsklage, in der er zu 100 Frank Geldbuße und einem sinnbildlichen Franken Schadensersatz an den Beleidigten verurteilt wurde.

G«gla«Ä

Die Weisheit des Mr. Blatchford.

DieDaily Mail" bringt folgende Zuschrift des Schrift­stellers Blatchford über die deutsche Gefahr und den briti­schen Wahlkampf:Ich würde Ihnen sehr verbunden sein, wenn Sie mir gestatten würden, in den Spalten Ihres Blattes die Aufmerksamkeit aus einen Gegenstand zu richten, her für jeden Engländer von weit größerer Bedeutung ist ,ls der Haushalt. Ich meine Englands Mangel an Bereit­schaft für einen Krieg ongestchts der gigantischen Vorbe­reitungen, die die deutsche Regierung zurzeit macht, um das englische Reich zu zerschmettern und eine deutsche Diktatur' über ganz Europa zu errichten. Ich hege die freundlichsten Gefühle für das deutsche Volk, meine Achtung und Bewunderung für Deutschland und die Deutschen macht mich jedoch nicht blind gegen die finsteren Pläne der deur- s ch e n K r i e g s p a r t e i. Es ist die deutsche Regierung

der Kleinbahnfahrt durch das idyllisch dem romantischen Romanchetal vorgebettete Schwefelbad Uriage, beginnt die Gletscherwctt, sobald man über das Höhendorf Bourg- d'Oisans hinaus und auf einer der höchsten Fahrstraßen Europas über La Grave nach dem Lautaret, mit den Ab­zweigungen über den Galibierpatz (2656 Meter) und über Mianyvn, gelangt ist. Von dem Flecken La Bärarde er­klimmen Verwegene die Meije (3983 Meter), die Ecttns (41 (ß Meter) usw., die man mit der nötigen Führerkarawanc und bei hervorragenden Qualitäten als Bergsteiger schon bezwingen kann, an die sich aber auch leider immer mehr Unberufene heranwagen, um nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch oft das der wackeren, zu Retttmgskolonnen herbcigeeilten Bergbewohner aufs Spiel zu setzen. Dabei kann jeder Tourist, wem: er will, im Wagen und Automobil, leicht die wundervollsten und unvergeßlichsten Aussichts­punkte in nächster Nähe der Meije erreichen; La Grave Ln, tck beinahe noch über die Kleine Scheidegg und über de"' Montanvert, so überwältigend ist der Anblick des Meiteaftsschers. Wenn die Anstrengungen des französischer Touttna-Clubs und des Dauphins-Fremdenvereins einmal hn rr,> Mittung erreicht haben werden, dürfte Grenobtt au^ der vrovinzialen Universitätsstadt das reiche Jnterlakcn

der französischen Alpen werden.

Aus Kunst und Leben.

* Die KaulüachS. Von den zahlreichen Künstlerfamitten. die Könia Ludwig I. einst nach München verpflanzte, haben

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Der aektorbem Hermann Kaulbach war, so schreibt

bS öS BörstCoM.", b:r Sohn desersten" Kcmlbach, Dieser Wilhelm von Kaulbach, war 1825 mit seinem Meister ComettL nach München gegangen. Er, Cornelius. Piloty und Schnorr von Carolsfeld wurden die Schopf e der großen Monumcnttttmal reicn, d-e zusammen mit großen archftetto- mschcn Nenschövsungcn auch München eine Kunststadt großm Sttls im Sinne Ludwigs 1. »rachen fällten. Wilhelm von Kaulbach ist den Besuchern der Pinakothek vor all-m dura; (eis LottLalgemülde .Die Zerstörung Jerusalems durch

und nicht das freundliche, anheimelnde deutsche Bott mit denen wir zu rechnen haben. Unglücklicherweise macht das allgemeine Publikum keinen Unterschied zwischen dem deut­schen Volk mrd der deutschen Regierung. Es kaim die Drohung derBlut-undEisenpolitik nicht begreifen und macht den Fehler, voranszusetzen, daß die deutsche Drohung sich lediglich auf die Gefahr einer Invasion beschränke, die unsere Flotte zurückznschlagen in der Lage sei. Die Gefahr beschränk sich nicht daraus; sie ist von wett ernsthafterem Charakter und viel schwerer zu vermeiden. Dre Gefahr ist so ernst und drohend, rmd die Aufgabe, die diese Gefahr uns auferlegt, ist so drückend, daß die Frage der nationalen Verteidigung jede andere zurzeit dem Lande vor­gelegte Frage verdrängen sollte. Wir können keine Steuer aus das Land legen, wenn das Land selbst uns genommen wird, noch können wir unseren Tarif revidieren, wenn wir unseren Handel verlieren. Wir befinden uns im Angesicht eines außerordentlich mächttgen und erbitterten Feindes, und es kommt uns zu, uns gegen ihn vorzuberetten. Unsere häuslichen Differenzen können wir später ordnen, angesichts des Feindes jedoch sollte es nur eine Partei und eine Politik geben."

Zur Keimzeichnung dieser Leistungen des Herrn Blatch­ford diene der Hinweis, daß der Schreiber ein sozia­listischer Journalist ist, der sich jedoch des lieben Brotes wegen auch zur Abwechffung einmal vor den Wagen der Reaktion spannen läßt und so von derDaily Mail" für die Abfassung einer ganzen Serie von Alarmattikeln über diedeutsche Gefahr" engagiert wurde. Es handelt sich dabei um Wahlschwindel, um den plumpen Versuch, die deutsche Gefahr für die Wahlen zugunsten der U n i 0 n i st e n zu benutzen.

Tapferkeftsmedaillcn für die Frauenrechtlerinnen aus dem KriegSpfade.

Die Politik der Frauenrechtlerinnen während der Wahl­kampagne wurde in einer großen Versammlung in Albett Hall in London festgelegt. Die Hauptredncrin war Christabe Pankhnrst. Sttirmisch begrüßt wurde ihre Mutter, die erst kürzlich aus den Vereinigten Staaten zurück­gekehrt war. Sie dekorierte 34 Frauen, die wahrend ihrer Abwesenheit Gefängnisstrafen erlitten hatten, mit Tapfer­keitsmedaillen. Es wurde eine Resolution angenommen, die die Haltung der liberalen Regierung verurteilt. . Alle Rednerinnen sprachen sich dahin aus, daß man bei den Wahlen gegen die Liberalen kämpfen müsse. Asguith habe die Konstitution verletzt; während seiner Ministettätiakeit seien 430 Frauen wegen ihrer Agitation für das Frauen­stimmrecht in das Gefängnis gewandert. Es wurde vorge- schlagen. einen Wahlfands von 100000 M. anfzubringen. Roch im Laufe des Abends wurden 40 000 M. gezeichnet.

Ein hörender Torpedo?

DieEvening News" bttngen unter dieser Überschrift die sensationelle Meldung, daß die britische Admiralität mit der Prüfung eines neuerfundenen Torpedos beschästtgt sei der, einmal abgeschossen, das Geräusch der Schrauben des feindlichen Schiffes höre, ihm selbständig ohne jede Leitung von Menschenhand nachgche und dann ebenfalls selbständig von ihm abweiche, um das Schiff an der rechten Stelle, vor­wärts von den Schrauben, zu treffen. Der neue Torpedo gleiche dem gewöhnlichen Whitehead-Torpedo in allen wesmttlichcn Einzelheiten. Er enthalte ungefähr 200 Pfund Dynamit. Man glaube nicht, daß die Erfindung den in Gebrauch befindlichen Torpedos angepaßt werden könne. Wenn jedoch die Admiralitätsproben befriedigend ausfielcn, werde die Flotts ohne Zeitverlust damit ausgerüstet werden. Er werde die Schrecken des Seekrieges ungeheuer erhöhen. Die Meldung klingt allerdings einstweilen recht wenig glaubhaft.

Die Spanier im Riffgebict.

Der Oberbefehlshaber Marina meldet: Vertreter der rischen Riffnnnengesellschaft hätten an einem militätt- Streifzug im Bergwerksgebiet teilgenommen. Dabei rt beträchtliche Geldsummen unter die angesehensten

:u§" bekannt, seinen Dimensionen nach eines der größten lder aller Zeiten. Auch seine 1834 voll ndeteHunnen­acht" ist eines dieser sogenannten heroischen Bilder, die -rdings nur so lange als heroisch gelten konnten, bis durch uerbach eine etwas treffendere künstlerische Interpretation ses Wortes gegeben wurde. Als Freskomaler schuf Kanl h die bekannten Wandbilder im Königsbau der Münchener Ndenz, ferner die Bilder im Treppenhause des Berliner uen Museums. Nach dem Tode Wilhelm von Kaulbachs.

1874 in München an der Cholera starb, ging sein Ruhm s seinen Sohn Hermann und aus seinen Großneffen Fricd- , August über. Dieser, gleich seinem Großonkel Akademie- . ttor in München, ist der Sohn des nicht gerade bedeute,r- , Fricdttch Kaulbach, der hauptsächlich als Portraittst l hannoverschen Hof bekannt wurde. Friedrich August , Kaulbach erlangte seine größte Popularität durch das annte Münchener Schützenliesl, ein als Aushängeschild . den Bundesfestschießplatz gemaltes Genrebild, das er Welt bekannt wurde. Seine Hauptftörke liegt indes

Portrait; er hat die Mitglieder aller möglichen Höie ttraitiett, »wer anderem au.ch den Prinzregenten und iier Wilhelm II. Der eben verstorbene Hermann Kcml- * toar sowohl als Maler wie als Mensch eine äußerst benswürdige Erscheinung. Er war 1846 in München loren wurde Schüler Pilotys und wandte sich gleich kem und seinem Vater bald der Historienmalerei zu. Aber a bei seinem Vater Sinn für Historie war, wurde bei n zum Sang fürs Dekorative, fiirs historische Genre. ine Bilder, ob sie mm Ludwig XI. und seinen Barbier er Mozarts letzte Tage darstellen, sind eigentlich nur sein 0 peinlich ausgeführte Kosttimbilder. Zu großer Benibmtt t gelangte außer seinen zahlreichen humonsinckeu ldeim aus dem Kinderleb"n sein die neue Pinakothek rendes BildAn der Grabstätte des Freundes".

* Die Beschuldigungen gegen Cook. Aus London wird n N. Wiener Journal" telegraphiert: Die Verbmstung er "die gestern in denNew Hort Times" erschienenen ntbnllungen" Duncles und Looses hat schnell einer auf- tenden Skepsis über den Wert dieser Mitteilungen Platz , nacht. Man hält es für ganz unfaßbar, daß vr. Cook, wenn er es auf eine Düpierung der wissenschaftlichen üt abgesehen hätte, sich eines so plurnven Manövers be-

Eingeborenen verteilt und zahlreiche Unterwerfungen «Ä» gegengenormnen worden

RlsdcvlarrÄs»

Im Haag erhält sich das Gerücht, daß die Königin Wilhelmine wieder einem freudigen FamUrenereigniße ent- gegensteht.

KrirMsrr.

Auf Befehl des Kriegsministers wurde der Attillerie- oberst R asic wegen Mißbrauchs bei Übernahme von neuem Arttllericmaterial verhaftet. Die Untersuchung gegen den des gleichen Vergehens beschuldigten Oberst Blajic und den Major Bozidaravic wurde eingestellt.

Türkei.

Eine Mimische Kammerfltzung.

Nach kurzer Unterbrechung wurde die Rachmittags- sttzung in der türkischen Deputiettenkammer wieder ausge­nommen, welche infolge des zu großen Tumultes unter­brochen werden mußte. Finanzminister Dschavid vertrat in glänzender Rede den Standpuntt der Regierung in der Angelegenheit der Lynch-Konzession. Er wurde mehrfach durch Zurufe unterbrochen. Da der Ministerpräsident noch­mals den Standpuntt der Regierung dahin präzisierte, daß er bis zur Annahme des Gesetzes über die KrurzeFionser-- teilung unverändert bleiben werde, schtte alles wild durcheinander, so daß der Präsident Ahnred Nizza, der während der ganzen Sitzung fortgesetzt zur Ruhe mahnte, schließlich die Vertagung ausspricht.

Afrika.

Das Verbindungsglied zwischen der britischen und der Kongostrecke der Eisenbahnlinie vom Kap bis Kairo wurde am Sonntag in Gegenwatt von Vertretern Englands und Belgiens feierlich eröffnet.

Arretttinie«.

Die argentinische Gesandtschaft in Berlin erklärt, um Konfusionen zu begegnen, daß in, nächsten Jahre zur Jahr- hunderffcier der Unabhängigkeit der argentinischen Republik in Buenos Aires nur folgende international« Ausstellungen unter offizieller Protektion stehen werden: 1. Die Internationale Ausstellmcg für Ackerbau; 2. die Internationale Ausstellung für Hygiene; 3. die Jmer- naiionale Eisenbahn- und Vertthrsmittel-Aussiellung und 4. die Internationale Kunstausstellung. Die sogenannte Weltausstellung in Buenos Aires" unter Auspizien der Lebensmittelhändler und Genossen, die zahlreiche Agenten unterhält und Einschreibgebühr und Platzmiete fordert, steht nicht unter offiziellem Schutz.

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Aus Stadt mrd Land.

WissbadMer Nachrichten.

Wiesbaden, 14. Dezember.

Ein Besuch in der Kleinkinderbewahranstalt.

Wer will ihn mit mir machen, mit mir die weiten Gänge und hohen Räume jenes einfachen Backsteinbaus durchwandern, der am Beginn der oberen Schwalbachcr Straße sich hoch über der Straße erhebt, der nach hinten von einem mit Bäumen bepflanzten Hof umgeben, während der Hügel, den das Terrain nach vorn bildet, mit gärtnerischen Anlagen bedeckt ist. So ließen sich vor 27 Jahren die Schwie­rigkeiten dieses billigen Bauplatzes am besten überwinden, und der Arckiitekt Willeti erbaute damals dieses noch heute allen Anforderungen genügende Haus solid, doch ohne Ver­schwendung. Haben die Insassen doch reichlich Raum, Lust und Licht, und sind doch die eiiffnchen Räume mit weniger Aufwand von Zeit und Mühe reinzuhalten, auch erfordett ihre Instandhaltung weniger Mittel. So dachte man da­mals, als man dieses Heim für Waisen. Halbwaisen oder sonst der elterlichen Fürsorge ermangelnden Kinder unserer

dient hätte, wie die beiden ehrenwetten Herren erzählen. Cooks Freunde weisen mit Recht aus die Autorität der Kopcnhagener Kommission hin, die doch den Schwindel be­merken müßte, ivas sich doch Cook selbst auch hätte sagen müssen. Bedenken erregt auch, daß Mr. Duncle fich seine Mitteilungen von derTimes" gut bezahlen Netz. Im Publikum gewinnt die Ansicht immer mehr cm Boden, daß es sich hierbei lediglich um ein Manöver Pearys Handke. Dian macht sich auch darauf gefaßt, daß die Freunde Pearys noch weitere solche und ähnliche Angriffe gegen Cook in­szenieren werden. Der Sekretär Cooks, Lonsdale. er- llätte, daß die Beschuldigungen derNew York Times" gegen Coo? völlig nnbegrNndet seien und daß die Papiere, die er der Universität Kap nhagen übergeben werde, die un­veränderten Originale der von Cos? auf feiner Rordpok- expedition angestellten Observationen enthalten und außer­dem den Bericht, der sich aus diese Observationen stütze und pon Coo? Lonsdale diktiett worden sei, ohne daß jemand anderes damtt etwas zu tun gehabt hätte.

Theater und Literatur.

Der Hamburger Senat beantragte bei der Bürgerschaft die Gewährung eines Betrages von 10 000 M. cm die Wttw« des Dichters Detlev v. L i l i e n c r 0 n. In dein Antrag beißt es:Es erscheint als eine Ehrenpflicht dos denffchen Volkes, dem Dichter, der sich als Lyriker ein-n hervorragen­den mrd bleibenden Platz in der deutschen Literatur er- worbm hat, seinen Dan? dadurch zu beweisen, daß es seinen Hinterblicdenen die pekuniären Sorgen zu erleichtern Hilst. Insbesondere dürste es Hamburg, in dessen Nähe der Dichter seine letzten Lebeirsjahre zngebracht hat, obli-gen, auch seinerseits zum Ausdruck zu dringen, was deuffche Kunst und deutsches Wesen seinen namhaften, formvollendeten Dichtungen verdankt."

Aus der» Nachlasse des ausgezeichneten Schttftstellrrs und Menschen Wolfgang Kirchbach werden in nächster Zeit Briefe und Essays zur HermrSgabe kommen. Die An­ordnung hat seine Witwe Marie Luise Becker «m Verein mit Karl v. Levetzow besorgt.

Die Erstaussührunq von Hermann SndermannK SchauspielStrandkinder" findet am 21. DeMsibtt im Königl. Schauspielhaus zu Berlin statt.