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Sonntag, 12. Drzen'.Ser 19«9.

Wresvaderrrr TrrgblatL»

Morgen-Ausgabe, 4. Blatt»

Nr. 57V.

Erosss Zperisl-Ausstellung I. Etage. Besichtigung erb. Aufträge f. auswärts bitte rechtzeitig

weihnachtsbitte

des Versms für MuöErhorte tE. V.)

Weihnachten, das Lest des Gebens und Beglückens naht! Mit Kasten stehen wir der großen Zahl unserer 420 Hortkinder gegenüber, JÖi* wir aus den Bedürftigsten der arbeitenden Volksschichten um uns versammelt haben und fragen uns, wo werden wir die Nittel hernehmen, jedem unserer Pfleglinge eine Wsihüachtsfreude zu bereiten? Bei der Fühlung, die wir zu den häuslichen Verhältnissen der Rinder haben, wissen wir längst, was an notwendigsten Rl-eidungsstücken jeden: einzelnen fehlt. Aber auch kleine harmlose Freuden möchten wir zur Weihnachts­zeit den armen Kleinen in ihr lichtloses Dasein tragen. Seit Wochen wird schon gearbeitet, um Altes ju verwenden und Neues herzu stellen, iaber alle Anstrengungen fördern verhältnismäßig wenig bei unseren geringen Mitteln, gegenüber der jährlich sich steigernden Zahl der zu beschenkenden Rinder, die doch alle sehnsüchtigen Herzens dem Feste Wtgogensehen.

Wir bitten daher herzlichst für unsere im Alter von 6^ Jahren stehenden Pfleglinge um Stoffe, Röcke, Anzüge, Wäsche, getragene Rindermäntel, noch gut erhaltene Schuhe, Nützen, Rapuzen usw. usw., sowie um Geldzu Wendungen und, da wir letztere prinzipiell nur für dis allernotwendigsten Kleidungsstücke verwerten, auch um altes und neues Spielzeug, Bücher, Seife, Ramme, Zahnbürsten usw., sowie später um Backwerk, Äpfel und Nüsse.

Die Unterzeichneten Mitglieder des Vorstandes und engeren Aus­schusses, sowie der Verlag des Wiesbadener Tagblatts sind zur Lmpsang- pochme von Geldbeiträgen gerne bereit.

Frl. £j. Berl6, Ouerstr. 3; Frl. J. Beker, Humboldtstr.

Frau <£. Deneke, Sonnenberger Straße 36; Frl. £. v. Düngern, Humboldtstraße \3 ; Frl. Th. Ebenau, Nosbacherstr. 7; Fräulein A. Gallus, Nheingauerstr. 8; Frl. M. Geisler, Bertramstr. HO; Frl. G i e f e, Rapellenstr. ^ j Frau §. Hardt, Gustav Frsvtag- straße Ha; Frl. B. Hopman, Albrechtstr. 7 ; Frl. M. Jacobi, Schlichterstr. ; Frl. J. Ralkmann, Biebrichsr Str. 2l; Fräulein Ä ö x p e, Schöne Aussicht 20; Frau D. Rrause, Blücherplatz ^; Frau Lau tz, Goethestr. 5; Frau H. Mayer, Taunusstr. 20; Frl. A. Merttens, Neuberg 2; Frau J. Meyer, Luisenstr. 2s; Frau E. Munscheid, Raiser-Friedrich-Ning 6; Frl. v. Glszewski, Parkweg 6; Frl. E. prell, Humboldtstr. 5; Frau A. Reben, Huncholdtstr. H; Frau Ricker, Adelheidstr. 67; Frl. Seel gen, Philippsberg 38; Frl. v. Winning, parkstr. 20. Die Herren Dr. Fritz Berlö, wilhelmstr. 32; G. Blust, Rapellenstr. 70; Reg.-Rat Dr. v. Lonta, Freseniusstr.; Rektor Gros, Blücherstr.; 0. £ a& rte t , Raiser-Friedrich-platz;£. Lähndorss, Residenzhotel; R. Rade sch, TZuerfeldstr, 3; Oberstleutnant Pfafs, Mainzer Straße 50.

Humboldstr. si; Frl. S e e l g e n, Philippsberg 33; Frl. v. w i n n: n g, Parkstr. 20. Die Herren Dr. Fritz Serie, wilhelmstr. 32; L. Blust, Rapellenstr. 70; Reg.-Rat Dr. v. Tonta, Freseniusstr.; Rektor- Gros, Blücherstr. \3; G. La ckner, Raiser-Friedrichplatz; L. Löhn - darf, Residenzhotel; R. Rade sch, (Vuerfeldstr. 3; Oberstleutnant Pfafs, Mainzer Straße 30.

Gegerrstände werden dankbarst entgegengenommen zwischen ^ und 7 Uhr täglich im Nordhort, Steingasse 9,H; im Berghort, Schuld erg f0; im westhort, Bleichstr.-Schule; in den Rnaben- horten Blücherschule und Lehrstr.-Schule, oder sie werden aus Be­nachrichtigung hin gerne abgeholt. f 218

Weihnachtsbitte us Rettruigshauses

Wieder naht Weihnachten, und wieder rüstet man allenthalben an diesen Tagen der Liebe einander zu erfreuen und zu beglücken. Auch das Rettungshaus möchte wieder gerne zu der Schar der Beglückenden gehören und den ihm anoertrauten Rindern den Weihnachtstisch, wenn jauch in einfachster weise, decken. Nahezu s00 Rinder sind es, die voller Erwartung dem Feste entgegensehen. Sie haben oft so wenig Liebe in ihrem Leben erfahren, ja manche von ihnen vielleicht nie recht Weih­nachten gefeiert. Wie leuchten da ihre Augen, wenn sie, vielfach zum jrrstenmal, unter dein Tannenbaum mit seinen Gaben stehen dürfen, svarunr bitten wir recht herzlich, helft uns, damit wir auch in diesem Jahre wieder recht frohe und fröhliche Gesichter schauen dürfen. Mögen jauch viele in diesen Tagen ihre Hände bittend emporstrecken, wir hoffen jnm der Rinder willen, auch dieses Mal wieder nicht vergeblich an- xrkloxfen. Die Unterzeichneten Vorstandsmitglieder, sowie die Redaktion dieses Blattes sind gerne bereit, Gaben aller Art in Empfang zu nehmen. Auch werden die Rinder die ihnen zugewiescncn Gaben mit Freuden an sDrt und Stelle abholen.

Jäger, Geh. Ronsistorialrat in Bierstadt; Dapprich, Lehrer; H ü h n e, Hausvater; l). M a u r e r, Generalsuxsrin'endent, sämt­lich in Wiesbaden; Schupp, Pfarrer in Sonnenberg; Ziemen- dorff, Pfarrer in Wiesbaden.

WhiiMÄNe des Pics&aütiicr iripjraereiM.

Bei dem nahenden Weihnachtsfest bittet auch die Wiesbadener Krippe, sie nicht vergessen zu wollen. Die Not dieses Winters ist groß und immer mehr Mütter müssen auf Arbeit gehen und möchten ihre Kleinsten dem Schutz der Krippe anvcrtrauen. Spielsachen und Kleidungs­stücke bittet man in die Krippe, Gustau-Adolfstraße 20, zu senden; Geldspenden werden dankbar angenommen bei Fräulein M. Grimm, Walkmühlstraße 6, 1. F 221

Der Vorstand der Wiesbadener Krippe.

3. A.: Frau Professor W. Fresemus.

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Etwa 80 Pfleglinge unserer Anstalt sehen froh erwartenden Herzens dem Weihnachtsfeste entgegen. Ihnen allen, die den Weihnachtsglanz selbst nicht zu schauen vermögen, müssen wir ein fröhliches Fest bereiten, damit Freude und Dank ihr inneres Leben erhelle. Gerade in der schönen Weihnachtszeit entbehrt doch das blinde Kind am meisten!

Zudem sind fast alle unsere Zöglinge völlig vermögenslos und auf die werktätige Nächstenliebe ihrer Mitmenschen angewiesen. Herzlich bitten wir deshalb, wie in früheren Jahren ihrer gedenken und uns helfen zu wollen, daß wir für jeden nicht nur das Nötigste au Kleidern u. s. w., sondern auch noch etwas zur besonderen Freude und Erheiterung auf den Weihnachtstisch legen können. Wenn auch der Opfersinn edler Menschen durch die zunehmende Zahl der Hilfsbedürftigen immer mehr in Anspruch genommen wird, hoffen wir doch zuversichtlich, daß unsere Bitte für die uns anverirauten Blinden nicht vergebens hinansgeht. Gaben werden mit herzlichem Dank entgegengenommen von Inspektor Claas, neue Blindenanstalt, Bachmayerstraße; Ml. 25ij»p, alte Blindenanstalt, jetzt Blindenheim, Walkmühlstraße 13; Kaufmann Eraders, Michelsberg 32; Kaufmann Am Markt; dem Verlag des Wiesbadener

Tagblatts und dem Borstande: E. Eich, Schützenstraße 2; K. Evertslmseüt, Walkmühlstraße 11; iS. Kadesch, Qucrfeld- straße 3; Prälat Dr. lieller, Luisenstraße 27; Landeshauptmann Geh. Rat Krekel, Landeshaus; Stadt-Schnlrat rätiller, Gustav- Adolfstraße 7; J. ilehorst, Maiuzcrstraße 18; Landeshauptmann a D. Sartorius, Kaiser-Fricdrich-Ring 48; Br. Steinkaraler, Walk- mühlstraße 17 ; Rektor a. D. Mlvlrel, Emserstraße 73. P206

Herzliche Bitte zum Weihnachtsfeste.

Der Fürsorgeverein Johannes st ist E. v., der gemäß § 2 seiner Satzungen den Zweck hat:S chu tz und Re ttung sittlichgefähr- deter und gefallener Mädchen, Frauen und Rinder, sowie der verwahrlosten Zugend", und der in seinem Heim Johannesstift, Platterstraße 68, durchschnittlich täglich 2<\ Mädchen und 25 kleinen Rindern Unterhalt und pflege gewährt, richtet die ergebene Bitte an die wohltätigen Einwohner Wiesbadens und der Umgegend, auch dieser Armen gedenken zu wollen und es uns zu ermöglichen, ihnen am Weihnachtsfeste eine Freuds zu bereiten.

Zur Empfangnahme von Gaben, Geld, Kleidungsstücken und Lebens-- Mitteln sind gerir bereit:

Fräulein Großmarrn, Luisenstr. 27; Frau Schipper, Hildastr. {0 ; Frau Trimborn, Moritzstr. 5^; Freifrau ton Bleul, Bierstadter Straße 26; Frau Siegfried, Mainzer Straße 20; Frl. v. w i tz -> leben, pagenstecherstr. 2; Frärllein Molzberger, Luisenstr. 27; Fräulein Scherer, platterstr. 82 L; Frl. S o l b a ch, Gneisenaustr. 27; Dr. med. Lhrist, Rheinstr. ^0; 2lrchivar Dr. xhil. Domarus, Adelheidstr. 58; Stadtverordneter Link, Frankenstr. Pfarrer Grub er, Rellerstr. 2 {; Rechtsanwalt Rriese, Rheinstr. 26; Dr. med. Schrank, Adelheidstr. 37; Dr. nied. vigener, Faulbrunnenstr. 1. F219

Ebenso werden im Z o ha n ne s stift, Platterstraße 68, und bei der Redaktion dieser Zeitung Gaben dankbar angenommen.

Weihnachtsbitte.

Bersorgungshaus für alte Leute.

An unsere verehrten Mitbürger und Mitbürgerinnen richten wir dieses Jahr die innige Bitte, bei Verteilung ihrer Weihnachtsgaben unserer vielen alten Schützlinge zu gedenken; sind ihrer doch ungefähr 80 Per­sonen, welche fast alle Niemanden mehr haben, der sich ihrer erinnert.

Man wird unsere Bitte, die wir so dringend vortragcn, wohl per» stehen, wenn man bedenkt, daß infolge der Steigerung aller Lebens­bedürfnisse die Unterhaltung in Kost und Kleidung keine leichte Aufgabe für uns ist. Insbesondere bitten wir, abgesetzte Kleidungsstücke uns zukommen zu lassen.

Gaben werden entgegengenommen in der Anstalt Schiersterner- straße 42, sowie bei den Vorstandsmitgliedern Herrn Geh. Reg.-Rat Prof. Kalle, Stadtrat W. Arntz, Stadtrat .Konsul Buraudt, Konsul O. Prüsse, Dekan 5k. Bickel, Prälat Dr. Keller, Sani­tätsrat Dr. A. Cuutz, Beigeordneter Assessor F. Travers, sowie imTagblatt-Vcriag".___ F231

Herberge jur Heimat.

In den 30 Jahren ihres Benetzens, in denen die hiesige Herberge ihre segensreiche Wirksamkeit im Interesse der bedürftigen Wanderer entfaltet hat, ist bisher der Vorstand durch die Beihilfe von Freunden des Hauses regelmäßig in den Stand gesetzt gewesen, den zur Weihnachtszeit anwesenden Herbergsgästen ein frobes Fest bereiten zu können. So kommen wir denn auch in diesem Jahre wieder mit der herzlichen Bitte, uns zur Weihnachtsbescherung für die mittellosen wandfrudcrr Haud- werker und Arbeiter mit Gaben an Geld, abgelegten Kleidein, Wäschestücken und Schuhwerk gütigst unterstützen zu wollen. Angesichts des bewährten mildtätigen Sinnes unserer Mitbürger hoffen mir umsomehr, daß un'^r Aufruf nicht ohne den gewünschten Erfolg verhallen wird, als voraussichtlich eine vermehrte Arbeitslosigkeit uns in diesem Winter noch eine größere Schar von Gästen als sonst znführen wird, währen^ anderer- seits die Anstalt infolge des unvermeidlichen Neubaues mit einem be­deutenden Schuldenbetrage belastet worden ist, dessen Verzinsung unl Tilgung eine ernste Sorge für uns bildet. Auf Wunsch werden wir di< der Herberge zugedachten Spenden im Hause der Geber abholen lassen.

Gaben werden dankbar entgegengenommen bei dem Hausvatet Sturm, Platterstr. 2, sowie bei den Mitgliedern des Vorstandes: Stumpfs, Oberregierungtzrat a. D., Rheinstr. 71; .Ziomcrrdorff, Pfarrer, Emserstr. 12; (Hrein, Pfarrer, Lehrstr. 8; .§». Schneider, Schreinermeister, Vorsitzenderd Handwerkskammer,Nerostr.32: Schußler, Pfarrer, Emserstr. 21; SchneiderWeister, Friedrichstr. 46. §211