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S!r. 450,

Mbend-Anögnbe, 1. Blatt

Wirsbadener Tagblatt.

Montag, 2V. September 1009.

Seite 8.

deren RsgÄnnn 'bte Reedereien das ^ffißte Interesse hätten, damit sie ettdÄch wußten, woran sie seien inw ntayt tn jcöe-m Sande anders behandelt würden. Die Worte des Vorredners hatten frei Iben mitoelcnöen Deutschen den «roßten Anklana gesunden. Auch er sei der Überzeugung, da« man m EMand ebenso- gut wie in Deutschland wisse, daß hie beiden Volker mlsernamlder anaswiesen seien. Ern frwducher Wettbewerb könne niemals nachteilig sein und dringe vre AatwN'en einander näher. Der Redner erinnerte dann an vre überall heruortretenden Bestrebungen, interna!lonäle Vertrage zu schließen, und sprach 4>ie üder-seusung aus, daß auch durch die internationalen seerechtlichen Verträge die Nationen einander naher gebracht würden. Er wünsche, daß. mau ans dem be­tretenen Woge weiter schreiten urid sckAiessUch zum Ziele kommen möge. Er schilietze mit einem Koch,aus die Ler- fllle

tretenen Stationen, die alle dasselbe Ziel verfolgten. Nach

rde

Beendigung des Mahles brachte ein Soniderzug die Teilnehmer nach Bremen zurück.

UirrLttmenlarrschöS.

Ein BrlcidigungSProzcß deS Reichstagsabgeordnetcn Or. Böhme. Wie aus Kassel gemeldet wird, wurde in einem Privatbeleidigungsprozeß, den der Abgeordnete des Kreises Marburg Dr, Böhme gegen den Redakteur Poersch der linksliberalenHeff. Landeszig." wegen Be­leidigung durch die Presse vor dem dortigen Amtsgericht angestrengt hatte, der Redakteur zu 200 M. Geldstrafe und zur Tragung sämtlicher Kosten verurteilt. Die Wiederklagc Poerschs wurde abgewiesen.

Hvrft und Flotte.

Stapellauf des LinienschiffesHelgoland". Auf den Howaldrswerken erfolgte am Samstagmittag der Stapellauf des Linienschiffes Ersatz Siegfried. An der Feier nahmen u. n. teil Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen, die Herzogin Ernst Günther von Schles­wig-Holstein. Eine besondere Einladung des Kaisers erhielten eine Anzahl Helgoländer Herren. Oberpräsi­dent v. Bülow hielt die Laufrede. Tic Herzogin Ernst Günther taufte das Schiff auf den NamenHelga- l a n d". Der Bau des neuen Linienschiffes ist der 500, Schiffsbau, den die Howaldtswerke ausführen.

Die Stenographie in der Marincvcrwaltung. Die Kaiserliche Marineverwaltung hat folgende Anordnung in die Organisatorischen Bestimmungen für das Personal des Soldatenstandes der Kaiserlichen Marine ausgenommen: Die Zahlmeisterapplikanten haben neben ihrer Berufs­bildung ein System Stenographie am besten Stolze-Schrcy zu erlernen. Sie sollen sich darin min­destens soweit ausbilden, datz sic während des Unterrichts ruf der Deckofsizierschule geläufig stenographieren können."

Deutsche Kolonien.

Verhaftung eines Diamantenfinders. Eine sensationelle Verhaftung beschäftigt feit einigen Tagen die Berliner Be­hörden. In der Nähe von Berlin wurde auf Ersuchen des ReichSkolonialamts ein deutscher Ingenieur K. festgenom­men, der in den letzten Jahren in Deutsch-Südwestafrika gelebt und auf den dortigen Diamantenfeldern bedeutende Diamantenfunde gemacht hat. Als Erlös von Diamanten, die er auf deuisch-südwestasrikanischen Grundstücken gegraben hatte, hatte er auf deutschen Banken bereits mehr als 200 000 r~r seinem Besitze befanden sich noch un-

^dt/aana^Hn^"ffene Diamanten im Werte von etwa 60 °°° M.. als das Reichskolonialamt durch einen Zufall von der Anwesenheit des Ingenieurs erfuhr. Bei seiner Verhaftung wurden die bei -lm, Vorgefundenen Steine sowie die Bücher über di- Bankdepots jm Auftrag des Reichskolonialamts konfisziert und dieser Behörde über­geben. Zu diesen Diamanten-Unterschlagungen wird noch gemeldet: Der Verhaftete ist der Berliner Chemiker Georg Heim, der zuletzt in einer Villa in Groß-Lichtcr- selde wohnte. Heim war als Sachverständiger nach ^üdcritzbucht geschickt worden, hat aber zum guten Teil tn seine eigene Tasche gearbeitet. Mit großem Raffinement schmuggelte er die Diamanten auS Liidcritzbncht heraus. Um die Beanlten zu täuschen, stellte Heim einen Zement­brei her und mengte die Diamanten in diesen Brei. Dann gab er dem Drei die Form von Würfeln und lies; ihn ver­härten So sandte er die Diamanten von Lüderttzbucklt nach Deutschland. Er hat sie hauptsächlich in Dresden. Leipzig, Hamburg und Breslau abgefetzt, während er den Berliner Warft mied Der Handel ging so glatt von statten, daß Heim sich nicht damit begnügte, seinen Vorrat losznwerden, sondern sich auch Abnehmer für die Zukunft sicherte. Seine Ver­haftung erfolgte in einem Cafs auf dem Potsdamer Platz. Am Freitag sollte er aus dem Polizeigefägnis nach dem Untersuchungsgefängnis verbracht werden. Er bat. nach seiner Wohnung gebracht zu werden, und man willfahrte dem Wunsch. Unter dem Voraeben, Messungen vornehmen zu wollen, näherte sich Heim daselbst dem Fenster und sprana plötzlich hinaus. Er fiel 8 Meter tief in den Garten hin­unter, verletzte sich am Kops und an den Armen und ver­stauchte sich die Beine, so daß er nach dem Krankenhaus ver­bracht werden mußte. Nachdem die Arzte festgestellt haften, daß keine Knochen gebrochen sind wurde er in die Kranken- abtetlung des Untersuchungsgefängnisses Moabit verbracht.

Ausland.

© (? r r*r t dt-ffttfl it rtt.

Ein Besuch ZeppelinS in Wien.

In der Samstags-Sitzung des Wiener Geineinderats stellte der Gemeinderat P>r. Reisch den Antrag, der Ge- mcindcrat wolle seiner Freude über den vom Grafen Zeppelin in Aussicht gestellten Besuch entsprechenden Aus­druck geben und für die Vorbereitungen des Empfanges, Ausfindigmachung eines Landungsplatzes usiv. einen eigenen Ausschuß einsetzcn. Dieser Antrag wurde ans das fhmpaihischste begrüßt und der gcschäftsordnungsmäßigen Behandlung zugewtescn.

Die Ministerlrists in Ungarn.

Der König traf über die Demission des unaars Kabinetts noch keine Entscheidung. Sie dürste freut, folgen, da Weftrlc morgen im Abgevrdnetenhause teilung über die Demission des Kabinetts macht Es lautet, daß Kossuth als Führer der Majorität Ä y, n g berufen wird

Die Folgen eines Streiks.

Die Handnieter der der Finna Stabilimenio Technico Tricstino gehörigen Weist für Handelsschiffbau in San Rocco legten vor ungefähr 14 Tagen die Arbeit nieder. Da die Bemühungen der Werftleitung, Ersatz zu finden, erfolglos blieben und infolgedessen die Arbeiten für die übrigen Kate­gorien der Werfthandwerkei ausgegangen sind, wurde die gesamte Arbeiterschaft, 880 an der Zahl, entlassen und der Betrieb eingestellt.

EttgiNttft.

Nach demDaily Expreß" lehnte Lord Kitchencr zwei­mal das Mittclmeerkommando ab, das er schließlich nur auf den ausdrücklichen Wunsch des Königs annahm. Kitcheners Aufenthalt in Malta werde kurz sein, weil seiner Ansicht nach die Neugestaltung der Reichsverteidigung nach den von der Kolonialkonferenz gebilligten Grundzügen leichter in London als in Malta ansgeführt werden könne.

Belgien.

Der Kolonialminister Rcnkin ist nach Brüssel zurück- gekehrt. Ursprünglich hatte er die Absicht, in Antwerpen zu landen: doch erhielt er in La Falifte ein Handschreiben König Leopolds, in diesem französischen Hafen an Land zu gehen und über Paris nach Brüssel zurückzureisen. In Paris erwartete der König den Minister und machte mit ihm gemeinsam die Rückreise. Auf dem Bahnhof in Brüssel wurden König und Minister lebhaft begrüßt, doch wurden auch Pfiffe laut. Journalisten erklärte Renkin, er sei über den Reichtum der Kongokolonie erstaunt: cs fei dort bereits viel geleistet worden, doch bleibe noch manches zu tun übrig. Bon Reformen, deren Durchführung er sich zur Aufgabe macht, nannte er die Förderung des Handels im Innern der Kolonie, Verteilung von Ländereien an Eingeborene, Einführung des Schulunterrichts und Bekämpfung der Schlafkrankheit.

Ist cd eftklittde.

Der Kommandant der Festung Ymuiden begab sich aus Befehl des Kriegsministers an Bord des schwedischen UnterseebootesHvalen", um im Namen des Ministers dem Kapitän das Bedauern über den Zwischenfall mit dem FischerbooteVlaardingen" auszudrücken. Das Untersee­boot war wegen einer Geldforderung für geleistete Schlepp­hilfe gerichtlich beschlagnahmt worden..

Zusammenstoß zwischen Christen und Arabcm.

Bei Akiar ist es zu einem Zusammenstoß zwischen Christen und maghrebinischen Arabern gekommen, wobei viele Personen getötet und verwundet wurden. Unter den Getöteten befindet sich auch ein christlicher Priester. Zahl­reiche Verhaftungen wurden vorgenommen. Der Walt von Beirut ist nach Akiar abgereist.

Die Kämpfe im Minen.

Wie atls Assyr gemeldet wird, haben die türkischen Truppen im Demen einen heftigen Angriff der Aufständi­schen zurückgeschlagen. Die Araber erlitten große Verluste.

*

Abreise der Sonbergefandtschast nach Lkvabia zur Begrüßung des russischen Kaisers ist wegen der Krankheit der russischen. Kaiserin ans unbestimmte Zeit vertagt

M«ftc»kkro.

Die Kämpfe am Riff.

Bei Melissa ist eine überraschende Wendung w SCtt ^T n ' l, ! be *ü ber Stamm der Beut Sikar um Frieden * - ® en ®5 a f, Marina stellte harte Bedingungen, befahl T ?MM? Zustellung des Feuers Die Briaade

ön l r fS ^elilla zurück, um sich ausznruhcn. Auch am JJiar E hr ca herrscht völlige Ruhe.

Die Division Orozco verließ am Samstag das Laaer

früae^ein"^D^Ä^».^e Richtung nach dem Tanima-

versuchten vergeblich, den Vor- Lörsch der spanischen Truppen auszuhalten. Unterwegs bombardierte dre Artillerie auf große Entfernung ein feiud- Utz? Lager. Sie zerstorte dieses völlig und tötete nnge- zahlte Riffleute. Nachdem der Tanimahügel okkupiert war ruckten die spanischen Truppen ziemlich unbehelligt weiter vor. Abends rückten sie in das brennende Nador ein welches der Feind zuvor verlassen hatte. Die Meldung von dm Einnahme dieses wichtigen Schlüsselpunftes ruft tn Madrid großen Jubel hervor, indessen sind noch zuverlässige M-r- durrgen über die Verluste abzuwarten.

Neeeinkyte Sig-rte».

Hudson-Fulton-Feier.

Anläßlich der Hudson- und Fulton-Feier prangen New Ziork und die Ufer des Huüsonflusies in Fost- jchmuü. Aus der breiten Wasserfläche liegt eine statt­liche Flotte von Kriegsschiffen: 54 amerikanische, vier deutsche, die KreuzerDresden"Bremen",Herta" undViktoria Luise", 3 französische, 5 englische, 3 öster­reichische, 3 italienische und ze ein holländisches und argentinisches,mexikanisches und kubanisches. Bei Herr- lichem Wetter holten Torpedoboote die in: unteren Hafen liegenden Nachbildungen des ^Halve Maen", des Seglers, auf dem Hudson vor 300 Zähren die Er- forschuna des Hud'onflusseS unternahm und desCler- niont'' des F ist mischen Dampfschiffes, das vor hundert Jahren die erste Fahrt machte, feierlich ein Beide Fa r-euno fuhren an der Flotte vorüber, von zcdeni der Zielschiffe m Salut empfangen und wurden dann vorder Stad? ent gegen genommen Tie. ..Halde Maen" eia Geschenk Hollands rollrdrerte ans der Vorbeifahrt mit dem ..Elermont". wodurch beide Schiffe leicht beschädigt wurden An der nun folgenden Flottcnparade nahmen sämtliche Kriegsschiffe und gegen 100 Kauffahrteischiffe teil. Über 2 Millionen Menschen wohnten mittags dem Schauspiele bei. Tie offiziellen Gäste, unter ihnen der Vertreter des deutschen Kaisers, Großadniiral v. K ö st e r, wurden vom Gouvcr- neue, den städtischen Behörden und der Hudson-Fulton- Kommission empfangen. Abends hatten alle Kriegs­schiffe rrnd die anderen Fahrzeuge illuminiert, während die Stadt im Lichtmeere erstrahlte. Gleichzeitig mit dem Beginn der Festlichkeiten zu Wasser erfolgte im

Metropolitan-Kunstmuseum die Eröffnung der Hudson« Fulton-A u s st e l l u n g von holländischen und ameri- kanischen. Kunstwerken. Die offiziellen Feierlichkeiten dauern bis zum 9. Oktober und umfassen die verschieden­artigsten festlichen Veranstaltungen.

Luftschiffe und Aeroplane.

Die Katastrophe des LenkballonsLa Republigue".

Die Katastrophe des LenkballonsLa Republigue" er­eignete sich genau um 3 Uhr 35 Min., 9% Kilometer von Moulins. Die Offiziere, die zwei Mlitärauiomobile be­stiege», sahen das Luftschiff schwanken und Plötzlich mit großer Geschwindigkeit niederfallen. Die Automobilisten kamen fast sogleich an dem Unglücksortc an. Die Ballonhülle bedeckte vollständig die Gondel, die die vier Leichen barg. Kapitän Marchal befand sich in sitzender Stellung, die Augen weit geöffnet; er hatte einen Schädel­bruch erlitten. Leutnant Chaur« hafte eine ftefe Wunde am rechten Auge und eine große Wunde in der Leistengegend. Die beiden Mechaniker lagen unter dem Motor und haften Wunden am Kopfe und den Beinen. Das Unglück wurde dadurch veranlaßt, daß die rechte Schraube, die ans der Achse gesprungen war, in die Ballonhülle geschleudert wurde und diese zerriß. Die Leichen wurden nach dem benach­barten Schloß gebracht. Der zersprungene Flügel, der etwa 100 Meter von der Unglücksfielle entfernt in dem Ge­äste eines Baumes gefunden wurde, war noch mit einem Stück Kautschukseide umhüllt, das er aus der Ballonhülle herausgerissen hatte. Der Flügel wurde für die von Sach­verständigen vorznnehmcnde Untersuchung unter gerichtlichen Verschluß genommen. Einzelne Leute behaupten, sie hätten an dem Flügel einen schon alt scheinenden Sprung und an der Bruchfläche einen Fleck gesehen. Der Luftschiffer Kapserer äußerte zu einem Interviewer, ans der Katastrophe könnte vielleicht die Lehre gezogen werden, daß die Holz­schrauben den Metallschrauben vorzuztehcn seien. Mehrere Fachleute berühften in Unterredungen mit Zcitungsbericht- erstattern, daß auch derZ. 3" durch einen Schraubenflügel beschädigt worden sei, daß aber dank seinen Balloncts eine Katastrophe vermieden wurde.

Der Kriegsminister General Brun erftärte einem Mi- arbeiter desEcho de Paris", baß seiner Ansicht nach die Lcnkballons in einer nahen Zukunft vor den Aeroplanen das Feld räumen müßten. Der Lenkballon sei allzu sehr ver­wundbar. Die Aeroplane, wenn fle auch noch nicht die Voll- konnnenhert erreicht haben, känipsten siegreich mit dem Winde und könnten sich zu beträchtlicher Höhe erheben. In Kriegs- zeiten könne ein Offizier mit einem Aeroplane drei- bis viermal täglich auffteigen und Aufllärungsflüge unter­nehmen. Und wenn es das Unglück wolle, daß die Leisiwand von ein paar Kugeln zerrissen werde, dann könne der Aero- plan noch ffnmer fliegen.Gewiß, die Lenkballons sind sehr nützlich. Wir werden die nötigen Opfer bringen, um die Republique" zu ersetzen. Ader ich beschäftige mich schon jetzt mit dem Ankäufe von Aeroplanen, die dazu dienen iver- den, unsere Soldaten einzuüben, und wenn sie ordentlich ge­ll schult sind, dann werdeir wir Aeroplane neuesten Modells anschasfen. Ich glaube fest an die Zukunft der Flug- niaschine» für militärische Zwecke." ,

Ministerpräsident Briand traf gestern nacyminag rn Moulins ein und besichtigte die Unglücksstätte. Er begab sich ins Kraickenhaus, um den Opfenr der Katastrophe, an deren Vahren Offiziere und Unterossiziero Totenwache halten, seinen letzten Gruß zu entbieten. Er wird auf dem Sarge des Hauptmanns Marchal das Offizterskreuz und auf denen der anderen Vcmnglücktcn das Ritterkreuz der Ehrenlegion nicdcrlegcn lassen. Das Leichenbegängnis wird in Versailles veranstaltet. Die Trümmer des Lenk­ballons wurden von Soldaten gesammelt und nach Moulins verbracht.

DerTemps" leitet infolge einer ihm aus seinem Leser, kreise zugegangenen Aufforderung zum Andenken an die Opfer der Katastrophe derLa Republigue" eine Samm­lungfür die Ausgestaltung des nationalen Werkes der militärischen Lllftschiffahrt" ein. Auch für die Errichtung eines Denkmals zu Ehren der verunglückten Lenker derLa Republigue" wurden bereits verschiedene Beträge gezeichnet.

M Moulins, 25. September. Die Leichen der bei der Explostonskatastrophe derRepubligue" getöteten vier Mann sind zum Teil verstümmelt. Sie wurden zunächst nach Schloß Chabannes verbracht und von dort iniftels Ambu- lanzwagen nach dem Spital von Moulins übcrgefühft. Die beiden Offiziere waren Junggesellen, die Leiden Mechaniker verheiratet.

ftci. Paris, 25 . September. Präsident FalMres uns Ministerpräsident Briand sandten sofort Beileidstelegramme an die Familien der Verunglückten.

Paris, 26. September. Kaiser Wrlyelm hat den Militärattache Major v. Winterfeld beauftragt, dem franzö­sischen Kriegsministerkum anläßlich der Kaiasftophe der La RSPublique" das Allerhöchste Beileid auSzudrückcir.

Der Kriegsminister schickte gestern früh den Chef deS Militärkabinetts General Toutöe zum deutschen Botschafter, um ihm den AuSdnick seiner Rührung über die BeileidS- kundgebnng Kaiser Wilhelms : überbringen.

Ein neuer französischer LenkVallon.

watiung oegeme r5cmonuon ,.», v , lcu((;ntlt 5 . hjeTrfrn sich '« einem Schuppen auf dem Manövcrfelde bei Reim befindet, sollte gestern eine Probefahrt uniernebmen Ä! s-lbe unterblieb jedoch, da festgestellt wurde. das?der Ba?or

ffj! rfr Ö 'n - Ct v Der Erbauer des Ballons, Ingenien, Kapserer sowie die mit der Übernahme des Luftschiffe- ^'ilautcn Offijtcre erklärten, daß nach der Katastrophe de, La Republigue" doppelte Vorsicht geboten sei.

Ein Unfall des Fliegers Gnade, rvb. Berlin, 25. September. Auf dem Flugfeld MarS bei Bork (Kreis Osiprignitz) stieg bei sehr bedecktem Himmel und leichtem Regen Ingenieur Gnade nachmittags um 5 Uhr 33 Min. mit seinem Eindecker zum Wettflug um den Lanzpreis von 40 000 M. aus. Bedingung war eine Schleifcnfahrt tn der ungefähren Form einer 8 und von 914 Kilometer Länge. Als nach clegantem Start der Ein-