rbeiter w- Q4
andere« b?
onen t. Eine
eichte«.
chtbericht.) äft in et e Festigkeit
Nontanakieh,^» >te Festigt-^ daß Mit det ngkischeil^
Snt
V««a« La«ggaffe 27 .
iksbsilkmr Tsgblstt.
,,T»gdlatt>Ha»S"
IÄ1
von 1 Uhr ntargn»
abends.
26,000 Abmuenten.
C , VHO "H»« nehmen außciucui emucytru. ui ic»ic»uuueu uic u »■*«*
* teöen in allen Teilen der Stadt; rn Biebrich: die dortigen 36 Ausgabestellen und in den «cn Landorten und im Rheingau die betreffenden Tagblatt-Träger. j*j *j *j* j *j*.. i «j*j«
y ü w
Annahme: Für die Abend-Ausgabe bis 12 Uhr mittags; für di-Margen-Ausgabe bis 3 Uh-nachmittags.
2 TligeslillWbcs.
»erlas (Expedition) 2953, Redaktion 58, Druckerei 2266.
SRufjtü von 1 Uhr morgens bis » Uhr abends.
30 Pfa. für alle auswärtigen Anzeigen; 1 vjci. für u>«ue iaeuumcn, s a«i.
Reklamen. Ganze, halbe, dritte! und viertel Seiten, durchlausend, nach besonderer Lerechmmg. — , S8ci wiederholter Ausnahme unveränderter Anzeigen in kurzen Zwischenräumen cntlvrechender Rabatt, j
Fü: Me Aufnahme später eingcreichter Anzeigen in die nächsterscheinende Ausgabe wird keine Gewähr übernommen.
0 . 1.1
ktbend-Kusgabe.
1. Matt.
man die „
Grund fut eld stand fj} 1 reführt. 2%| ckoßbanken ffifJ :. besser. WL]
Wien 1 mfl chn gut u Ät, lÄinaba chsanleihs rtaktien n- /meine ®| £ rachher. auf "'e
1 j ,v
f? e ” ® ® e iI6ronn machte Reicysiagsaogeoronerei
f afxo°i ' 3 >M % $ Naumann in einer stark besuchten öffent- rndauevnd in" ^ ..Versammlung' recht interessante Ausführungen nennenAnA; \ s lvJ jetztae Kampffront aeaert die Rechte. Er hob
Wiesbaden, Dienstag, SV. Juli 1909 .
57 . Jahrgang.
HeiuülÄ ll Eies mm
Marktes ’> notiert
^ann und der „Block von Sajsermann bis Bebels
Reichstagsabgeordneter
nennenAv^ i ^ ietzigL Kampffront gegen die Rechte. Er hob ^er^tzritte» \ Nm ß f te3 Ergebnis der vergangenen Tage den 1 tunen Aufmarsch ÖQ 3« weiter aus:
h
Aufmarsch der Liberalen hervor und
d». iUCiiLL KMXV »
Itt^itöer gewissen Entstellungen, daß es den
a^.öar nicht ernsthaft um die Finanzresorm zu ^ ^sen sei. stelle ich fest: Tie Lroeralen sind bis
M
lei, fieue uy : L-re «lueruien |iuu ih'o G renze des Möglichen gegangen, um über-
«ch zu ßeöjfi|^ ist. Es ist etwas erreicht, was sehr hoch zu Rechtsanw^ZM.^ ist- >,j e gemeinsame Arbeit der National-
e«.
8 bis VA **(*’
» ö ülö 7®* TV
nd ©amÄtaßW
utix) ÄvCUyimj'Cii ycyuuycu, ixm j
«toQ§ mitzumachen, vielleicht sogar bis reich z°.. ^sese Grenze. Jetzt können wir konstati
§!
n
}■
,k.iich in der Angelegenheit durchaus bündnistreu
i vytuiije. ^zeyl, turnten ual tuuimuciui
J-' Beweis, mitzuarüeiten. auch bis aufs äußerste
^ i~. © i du UlAp i r\f-> 1' firliJÄ -91*
i
. mit den Liberalen. Die Nationalliberalen
skl'SM . Der nationalliberale Führer W
j ttli. | c^üet hervorragend bewährt, das müsse
5er; nationqlliberale Führer Weber hat
ganz be-
! ^E.siuvtl.uyeltu uetuu^tk., LTUV mailt y^-“0 *•'-
betont werden. Es gab also wieder einmal in *• iti, Mage einen deutschen Liberalismus, das war
lan
M —ge nicht mehr. Als Partei habe die natio- tit( tQ le Partei straff gehandelt und sich nicht geilte Mitglieder, wie die Herren v. Hehl und
> (frriQ) '4f (T\ c gueoec, tULC u tc cy cu-tu 4
"e # gehen zu lassen. Aus diesem achtmonatr-
£.*, M« SjTfcJ^fen, dürfe man annehmen, sei etwas zurück-- e- <5;• rt ߣtdm nf’ 1 - was auch noch längere Dauer haben werde. T., P loeroliLreii.cl f. r <hn iirh hpirtiknon hnfo fetttp Geä
ster mit
f x,Dualismus habe sich besonnen, daß seine Geg- k ^us stehen. Tie Konservativen haben gesiegt.
negeu, wuiiieiuuiivcH .juuu.
--- -k„sN Liberalismus schlecht organisiert ist und keine
«ujj Hier.^ tt ^emein'chaft hatte. Mit der Niederlage tauchen -stem mit " h,i.äteet Berufsorganisationen „Hansabund und M ^ äünir?? Bauernbund" auf. Diese Art 5Seruf§= Schum» „Antonen müsse der Liberalismus pflegen, daß Wer,, denn sonst dauert es nochmals 10—15 tut °ttf} die Konservativen obenauf sind. Die frel- ^ Freunde sollen sich nicht durch naheliegende C 1 ! obhalten lassen, den Ansatz zur Einigung zu Eit „ Ohne die Sozialdemokratie wird die Rechte j^Bvrfen werden können; da mutz man^sich^em-
a Bru.. lisctbethe
S.°S-
sE.
, Klein ^
i^ er den Streit der Parteien erheben. Nicht die 5SqT.. ""
{ ibpf C|: Wähler, sondern die der Abgeordneten ent- litiv,'.-. daher ist eine dauernde Mehrheit des -^ide-
hert, 19 ®g
äntquflt &
Äs V 2
ifispwJH
, [taT |ttW
h.N-L
uqsmitt^s> vorrätig &
hnahme.
jf M zu schaffen, eine Mehrheit von Bassermami Vorläufig wird mir^ diese Gestritten, aber mir scheint, politische, Ar--
^ di £ keinen Zweck, wenn sie nur darauf gerich m Fraklionszänkereien zu verewigen. Wenn iw lunch 30 Jahren werden die auf der, Linken J-Q ^zweien und die auf der Rechten immer noch
Triumphe feiern, dann müßte ich fragen, warum treiben wir Politik: um 30 Jahre lang die gleichen Sätze herzusagen, oder um vorwärts zu kommen? Tie Politik der Linken müsse auf ihre Einigung gerichtet fein. Vielleicht stehen wir jetzt am Anfang dazu. Bülow ist der erste Reichskanzler, der, einer Parla- mentsentfcheidung zum .Opfer, gefallen ist. Er geht mit dem offenen Zugeständnis: die Konservativen
haben mich gestürzt. Dieser Vorgang ist neu, vielleicht auch nicht ohne Folgen. Damit haben wir aber noch nicht das englische Parlamentssystem. Nach diesem müßte nun die neue Mehrheit die neue Regierung bilden: Hertling, Spahn (ob auch Groeber, ist eine innere Angelegenheit des Zentrums), Heydebrandt. Richthofen, Kanitz. Das gäbe somit nach außen eme große Klarheit. So kommt es aber mcht., Der König von Preußen ernennt immer noch die Minister. Als Reichskanzler bekommen wir den Herrn v. Bethmann. Hollweg, einen charaktervollen, tüchtigen, energischen Mann, dem man persönlich das beste Zeugnis ansstellen kann. Ob er aber das Erbe Bülows elstolgrelch wird verwalten können, das ist eine andere Frage, denn Geschick hat Bülow gehabt- Eine Gefahr besteht/ v. Bethmann-Hollweg ist aus der inneren Politik, gekommen, er hatte mit der auswärtigen Politik, nichts zu tun So könnte es kommen, daß sich setzt in der auswärtigen Politik bas persönliche Regiment „des Kaisers wieder stärker bemerkbar macht; dann könn- teil wir föefcoOrtzeit bekommen, uns an den dvodemoer vorigen Jahres zu erinnern. Wie die Regierung sich zur neuen Mehrheit stellen wird, weiß man noch mchr. Die Konservativen, die Bülow gestürzt haben, regieren jetzt. Die Frage des Liberalismus ist es- wie lange wollen.wir das zulassen. Mit neuem Eifer und dem Bestreben des innigen Zusammenhaliens muß der Liberalismus an die Arbeit, danii darf er hoifen, daß diele Frage ihre rechte Lösung finden wird. — Dieser Ruf zur praktischen Arbeit darf nicht un- gehört im Lande verhallen.
Politische Kbrrstcht.
Die Kunst dev GMiosen.
Ein Schmaus für politische Feinschmecker ist der Rückblick, den die „Nordd. Allg. Ztg." in ihrer Sonntagsnummer aus die Begrützungsartikel der Blätter für den neuen Reichskanzler wirft. Zunächst zitiert das offiziöse Organ in direkter Rede und ausführlich zwei konservative Blätter, die „Deutsche Tageszeiiung" und die „Kreuzzeitung". Beide hatten die kluge Vorsicht geübt, in ihren Begrüßungen das Wort „konservativ" zu vermeiden, weder wurde Herr von Bethmann-Hollweg so genannt, noch war von den Wünschen der konservativen Partei die Rede. Vielmehr hatte das Junkerorgan solche Gedanken weit von sich gewiesen, indem es schrieb: „Es entspricht nicht der geschichtlichen Entwicklung und den Grundsätzen unserer Verfassung, daß bei der Ernennung eines verantwortlichen Reichskanzlers auf
Krmlleton.
„-LbLpMer als MeisterfAscher.
)-r <S-br»Ä? der Cölner Claren-War und die Madonna mrt r Kinde TO Nbe^öile wirklich, wie jetzt behauptet wird, Aiberten kann.lL«^ S ^.Anfang des neunzehnten Jahrhunderts sem sollten, Sli!,* jedenfalls der Künstler, der diese so hoch, be- ltarkt schassen, ein ganz hervorragender Meister
%
P,.^erie geschaffen, etn ganz yervorra»^^-- t ^ hat es allerdings zu allen Zeiten der Kunstge-
i,^^eniale Menschen gelockt, vielbewunderte Werte de. st,^eit täuschend ähnlich zu kopieren, wobei sie, zu-
^ betrügerischen Absichten hatten, sondern nur iyre ui» d de Vollkommenheit des Könnens ins rechte -..ich % n ^tt. Häufig haben erst später Händler diese ^».betrügerischen Zwecken ausgenutzt.
„.»<{, 5 ^ für solche „Künftlersälschungen" finden sich V Ui einem inhaltsreichen Buch „Gefälschte Kunst- Äi ?' 11 Stephan Beisiel ausgezeichnet, das soeben rm ^ Alltel Herder in Fretburg i. B. erschienen ist-
berichtet Plinius von einem angesehenen Ei-iis,.. evodorus der zwei von dem berühmten Kalamr-
neu
ziselierte' Becher so geschickt nachbildete, daß man Ünierschied vom Original bemerkte, und der auch
vom ^>«eu.u:, uuu — -
Kunst durch täuschende Nachahmung im Ton uno
en- . %d
i. u 'W g § - Berühmt ist die Nachbildung des Raffaelschen bp^igiria^ dopst Leo X. durch Andrea del Sarto,^das W»io,
littet
Papst Lev JL. DUiu) ruioiea uti >»unv,, so völlig gleich war, daß sogar Giulw
ü Mit Raffael' zusammen an" dem" Papstbild !er getäuscht wurde. Auch Michelangtlo hat
ln ^sch in kühner Nachahmung seine Kräfte mit
« vergötterten Antike gemessen. Er meißelte in j n Liebesgott aus Marmor, der in Rom als alte er ^^ibert an den Kardinal Giorgio verkauft wurde.
er aus Warmox emo CereL brach ihr den
Arm ab und sorgte dafür, daß sie gefunden wurde. Die Archäologen erklärten die Statue für ein Werk des Praxi- ules, bis ihnen Michelangelo nach längerer Zeit den von ihm gefertigten Arm brachte, der genau in die Bruchstelle hineinpaßte. Bekanntlich hat Hebbel diese Erzählung des Vasari in einem tiefsinnigenDrama behandelt. Michelangelo „kopierte auch Blätter von alten Meistern so treu, daß sie den Originalen gleich kamen, färbte, räucherte und beschmutzte sie aus verschiedene Weise, bis sie ein altes Ansehen hatten und man keinen Unterschied zwischen den seinigen und jenen gewahr wurde".
Auch in neuerer Zeit sind noch ausgezeichnete Fälschungen von antiken Stücken m den Handel gekommen, die dem Stönnen ihrer Verfertiger das beste Zeugnis aus- stellten. In den achtziger und neunziger Jahren des vorigen Jahrbunderts kamen zahlreiche, angeblich antik- Gruppen zum Verkauf, die künstlerisch außerordentlich gelungen waren. Sie werden nach dem Urteil Furtwänglers „immer -ine phänomenale Erscheinung in der Geschichte der Fälschunaen bleiben". Solche Werke kamen ms Berliner Museum, ins Britische Museum und in den Louvre. Aus römischen Ateliers gingen auch Marmorköpfe hervor, dre die archaische Stilepoche Griechenlands nachahmten, und andere Bildwerke, in denen echte antike Teile ausgezeichnet ergänzt waren. So hatte bei einer Statue des^topen- hagener NY-Carlsberg-Museum ein geschickter falscher einem echten antiken Torso-Kopf, Arme und Beine angefugt, und die neuen Teile in so täuschender Werse mrt einer Sinterlruste überzogen, daß es selbst dem geübtesten Auge kaum möglich wird, diese neue Kruste von einer naturirai entstandenen zu unterscheiden.
Als ein Meister der Goldschmiedekunst bewahrte sich der Graveur Israel Rouchomcwskr, der die vielgenannte Tiara des Saitaphcrnes im Louvre anfcrtigte; auch noch andere ans Odessa und wahrscheinlich aus seiner Werkstatt stammende Fälschunaen ragten durch die Güte der Arbeit uno
die Wünsche einer der möglichen Parteigruppierungen im Reichstag Rücksicht genommen werden müßte; anr wenigsten aber kann eine einzelne Partei den Anspruch erheben, bei der Ernennung des Reichskanzlers gehört zu werden. Den bisherigen Staatssekretär v. Bethmann-Hollweg kann keine Partei und keine Parteigruppe für sich reklamieren, und schon dieser Umstand läßt uns seine Ernennung willkormnen heißen." Der Rückschauer des offiziösen Blattes in der Wilhelmstraße tauscht mit dem frommen „Kreuzzertungs"- Mamre ein Augurenlächelu und fährt, ebenfalls schlangcn- klug, fort: „Es kann natürlich nicht ausbleiben, daß sich in den Begrüßungsartikeln der Blätter bisweilen auch schon Hoffnungen und Wünsche regen." Die „Hoffnungen und Wünsche" der beiden konservativen Blätter sind legitim, das offiziöse Organ übernimmt sie und setzt seinen Stempel darunter. Die „Hoffnungen und Wünsche" der Zeitungen anderer Parteien dagegen sind lediglich interessante Preß- auslasiungen, aus denen das offiziöse Blatt einige drastische herausgreift, die seinen Lesern von den mannigfachen Absichten der deutschen Zeitungsschreiber ein kleines Bild geben. Zuerst werden die Zentrnmsblatter „Germania" und „Kölnische Volkszeitung" zitiert. Von ihnen wird gesagt: „Die „Germania" verspricht, dem nunmehrigen Leiter der Reichsgeschäfte mit Vertrauen zu begegnen." Aus dem Begrützungsartikel der „Kölnischen Volkszeiümg" gibt die „Nordd. Allg. Ztg." folgenden Extrakt: „Die Zentrums- fraktion werde den neuen Reichskanzler ohne jede Voreingenommenheit mit dem gesunden Mißtrauen begrüßen, das jedem neuen Staatsmanue im Deutschen Reich gegenüber angebracht sei; sie werde in ruhiger Gelassenheit und sachlicher Mitarbeit die Taten des neuen Kanzlers abwarten." Hieran reihen sich „Post" und „Vossische Zeitung", die dem neuen Kanzler ein je nach ihrem Standpunkt verschieden begründetes Lob spenden, und den Beschluß macht das „Wiener Fremdenblatt", das Herrn v. Bethmann-Hollweg ruhig zum liberalen Manne stempelt. Alle diese Zitate stehen auf dem Papier so friedlich nebeneinander, und die Übergänge sind so sanft, als ob alles einem und demselben schönen Zwecke diente. Konservative und liberale Hymnen ergänzen sich zu einem harmonischen Chorus, und der freundliche Sammler entläßt uns mit dem freundlichen Wort: „Da habt ihr ihn. Nehmt ihn konservativ, zentrums- freundlich oder liberal, er steht in allen Nuancen zur Verfügung."
Deutsches Reich»
* Hof- und Personal-Nachrichten. Fürst und Fürstin b. Bülow verlassen morgen das Parkhotöl in Hamburg. Sü fahren elbabwärts aus dem Dampser „Kaiserin Auguste Viktoria", wo sie übernachten. Alsdann begeben sie sich auf dem Tuvbinendampfer „Kaiser" nach Norderney.
* Die Nordlandsreise des Kaisers. Die Jacht „Hohen- zollern" mit dem deutschen Kaffer ist gestern nachmittag um 5y 2 Uhr unter dem Salut der Festung und des aus der Reede liegenden Panzers „Norge" in Bergen eingelausen.
* Bus Anlaß des Rücktritts des Fürsten Bülow sind zwischen diesem und dem italienischen Minister des Auswärtigen Tittoni Briefe gewechselt worden, die im
die Kühnheit der Erfindung hervor. Ein noch größerer Künstler müßte jedoch der Verfertiger des berühmten Silberschatzes von Boscoreale sein, wenn diese herrlichen Sachen wirklich, wie behauptet worden ist, gefälscht wären. In der Renaissance gab es schon zahlreiche Künstler, die römische Kaiserportraits nachahmten, und Exemplare solch gefälschter Römerköpfe sollen sich in jeder größeren Sammlung finden. Meisterwerke der Fälscherkunst in Münzen schufen die Renaisiancekünstler Cavino und Bassiano, und nicht minder trefflich römische Münzen arbeitete der 1830 in Speyer gestorbene Graveur Becker, der 331 ausgezeichnete Stempel für falsche Münzen herstcllte. Die fertigen Münzen legte er in einen Kasten, der mit Sand, Eisenspänen und anderen Sachen gefüllt war, und hängte sie dann einige Wochen an einen vielgebrauchten Reisewagen, damit sie ab- geschliffen würden und eine seine Politur erhielten.
Eine hohe Kunst haben auch dir Emailfälscher entfaltet, z. B. der Pariser Soyez, der seine nach alten Originalen gefertigten Emails nach Amsterdam verkaufte, von wo sie dann als alte Stücke wieder nach Paris zurückkchrten. Dabei kämen ihm seine eigenen Arbeiten oft in stark beschädigtem Zustande wieder unter die Hände. So brachte man ihm ein Email, auf dem dis Ermordung der Herzogs von Guste dargestellt war, zur Erneuerung. „Können Sie das reparieren?" „Gewiß, ich will es so Herstellen, wie ich es selbst ursprünglich machte." „Sie? Ich habe es für 10 000 Frank gelaust. Es war ganz schwarz und schmutzig; Sie glauben nicht, m't welcher Mühe ich es reinputzte." „Ich will Ihnen die Zeichnung zeigen, wonach ich es anfcrtigte."
Ein wirklicher Fässchcrkünstler war Bastianim aus Fiesoke, der herrliche Sachen im Stil der Frührenaisiance machte, z. 33 . ein Basrelief, „Die heilige Familie von Perrecochio", das in einem der größten Museen Europas ausgestellt wurde. 1864 verfertigte er eine Büste des 1542 gestorbenen Dichters Benivieni, wobei er einen Arbeiter aus einer Tabakfabrik Bonajuti als Modell benutzte. Das
