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Abend-Ausgube, 1. Blatt
WiesiraSerrer Tagdlatt.
Freitag, 3. Juli 1909.
Seite 5.
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ein Taschentuch eingewickelt worden war, steckte der nrier es zu sich. Nun wurde er fortgeschickt, Zigarren ^brlen. Diese Gelegenheit benutzten die beiden Reise- , hörten, um schnell zu verduften. Als sich der Zurück- Wr?bene nun sein Wertpaket genauer ansah, mutzte er >7,wr ihn reckt verblüffende Entdeckung machen, daß statt Portemonnaies sich ein altes verschlissenes, mit eurem und einem Stück Papier gefüllt, darin befand. Der ..^brief war verschwunden mit samt den Gaunern, die ^ iolgt beschrieben werden: Der Italiener ist 35 bis 40 Me alt. 1,75 bis 1,78 Meter groß, mit durrklem Haar und wie ein besserer Arbeiter gekleidet; der •^metrtancr", der jedenfalls auch Italiener fein wird, ist C bis 1,68 Meter groß, 30 Jahre alt, etwas korpulent uobel gekleidet, angeblich will er Kaufmann sein. Beroe schlechtes Deutsch.
i ~~ Der Hundertmarkscheinschwiridler, welcher vor rurzem 5 b'esigen Walhalla-Restaurant sich am Büfett auf einen dÄrdertmarkschein herausgeben ließ und dann unter Mit- Mme des Scheines durchbrannte, ist vor dem Mainzer Ekicht wl'gen gleicher Streiche in Mainz und Frankfurt ? P's Jahren Zuchthaus, 300 M. Geldstrafe und Ehr- ? e . u uft verurteilt worden. Zuerst schwindelte er den Be- z,or. er stamme von einer angesehenen Mainzer , inilie; bald aber hatte man ermittelt, daß es der viel- vorbestrafte Brauer W o s n i d aus Ratrbor war.
— über einen Exzeß, der sich gestern zwischen 11 Uhr und der Mitternachtsftunde vor dem Eingang der Erstellung abspielte, wird uns berichtet: Um %12 Ufn erschienen drei Herren von hier, von denen zwei im d ^ergründ des öffentlichen Lebens stehen, vor der Ansäung und verlangten Zutritt, der ihnen von dem Kontroll- verweigert wurde und auf Grund einer bcstehem ? Vorschrift, wonach der Zugang zur Ausstellung nach J sthr abends nicht mehr geöffnet werden darf, auch verwert werden mutzte. Die Herren ließen sich hiervon jedoch überzeugen, sondern bestanden darauf, daß ihnen die k Ctic geöffnet werden müsse, so daß der Kontrollbeamte MrUfch gezwungen war, einen Polizeibeamten herberzu- dessen Autorität den Herren aber auch nicht impo- Schließlich versuchte der Geschäftsführer der Au^- ^u«g. Herr Lege, den Herren klar zu machen, daß von r*em oder bösem Willen aar nicht geredet werden könnte, 7ez einfach polizeiliche Vorschriften einzuhalten gelte. Der schäftsführer erreichte ebenfalls nichts; einer der % l ^ er } 3 sich sogar Hinreißen, ihm ins Gesicht zu schlagen. Das 7>'ig natürlich auch der Geduld der Beamten den Boden die Erzcdenten erlebten einen Hinauswurf und damit P endlich die Ruhe hergestellt. Heute werden sie froh K wenn die Sache, in die sie wohl nur unter dem Einfluß >r gewissen festlichen Gelegenheit geraten sind, nicht Eitere unangenehme Folgen für sie hat.
— Falscher Alarm Während der vergangenen Nacht i >lhr wurde die Feuerwache nach dem Michelsbcrg ^>;t, wo sich irgend jemand das Vergnügen gemacht hatte, th - Feuermelder in Funktion zu setzen.
dl — Alvenverei«. Zu dem für Sonntag, den 4. Juli, ge- %'tten Austin a erfolgt die Abfahrt mit dem Zuge n Zar > -Ninnten nach 'Niedernhausen mit «onntagskarte oamn. Z- Wanderung acht alsdann über den großen Llndenkops tzZTattenbachwl und in diesem anstvarts drs.Aur voheuber
°k:7Z yin -ft.nden Roch längerer Rast und «tarning no-
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& §& 3«i sur «endrast unb 3 u: einem kräftigen 'Peisi vor der um 8.58 erfolgenden Heimiahrt.
Das Panorama, .die^Schl°cht.b°i^ Gravelott^ bst
. nur 30 Pf. Herabfetzen. .<4* ötem
,xes hervorragende monumentale Kunstwerk iur einen
d^erordentlich niedrigen Betrag besichtigen zu können . e e
gleicht nicht wiederkehrende Gelegenheit tollte tederinani, jir dar überwältigende SAachtgemalde um c -> -
^eressante marokkanische Diorama noch nicht kennt,
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des Gaues turnerische Aufführungen auf einem vor der
Hauvtgewerbehalle errichteten Podium veranstalten. Es sind allaemeine Freiübungen, Riegen und Kürturnen, Turnen der Damen-, Mädchen- und Knaben-Abteilungen und Turnspiele geplant. Abends 7 Uhr erfolgt die Preis- Verteilung. Von 9 Uhr ab finden wiederum turnerische Aufführungen aus dem Podium vor der Haupthalle, u. a. Schinmgen elektrisch leuchtender Keulen, ausgesührt von Damen-Abtcilungen, Nickelstab-Schwingen, Stellen von Marmorgruppen und Kürturnen, statt. Während des ganzen Tages ist für 5konzert gesorgt: Bon IlsZ bis i Uhr erfolgt Promcnaden-Konzert, von 4 bis 6 Uhr spielt die Hamburger Matrosen-Kapellc, von 7 bis Uhr die Kapelle unserer Achtziger und von 844 Uhr ab findet großes Doppelkonzert beider Kapellen im Ausstellungspark und >m Hauptrestaurant statt. Trotz dieser Vielseitigkeit der Darbietungen werden nur die normalen Eintrittspreise erhoben.
Aus dem Landkreis Wiesbaden.
v. Biebrich, 1. Juli. Angesichts der unserer evangelischen Kirchengemeinde durch Kirchenbauten und -Umbauten sowie Ausdehnung ihres Arbeitsgebiets erwachsenen bedeutenden Mehrkosten hat sich die E r h ö h u n g der Kirchen- steuer als nötig erwiesen. Die Kirchengemcindevertretung hat denn auch beschlossen, für das Jahr 1909/10 die Kirchensteuer von 18 Prozent auf 28 Prozent der bisher in Betracht kommenden Steuern zu erheben. Man gibt sich dabei der Hoffnung hin, daß nach Erledigung des großen Rechtsstreites zwischen Fiskus und Kirchengemeinde die Finanzen ser Kirchengemeinde sich bester stellen werden, so daß es möglich sein wird, später die Steuer wieder aus den Satz von 18 Prozent zurückzuführen.
el. Hock,beim. 30. Juni, Einen schönen Erfolg hat dm ffii. eitere reae freiwitttöc a n it at § f ol o nnc
roten Kreuz auf der vom Samsta« bis Montag in Dusteldors stattqSäbten Ausstellung für Samtatsweien errungen: es wurde ihr bei starker Konkurrenz (es hatten ubpr 70 Kolonnen ausgestellt) der 2. Preis mit silberner MÄmille zuerwnnt. Die aus-aesterlien °Lacüen waren von den .Nt.g!wl.ern Schreinermeister Klein, Sckornsteinfegermenter^ Intra Schu - diener Enders und dem Winzer Peter Estders angefe.tigt worden und zeigten, wie man sich m Nottallen mit den einfachsten Mitteln die verschiedenartigsten Tragbahren Herstellen kann So war z. B. eine Rolle, mit Ausrüstung daoei,m.t fünf verschiedenen Tragbahren, ie eine aus Kordel, Draht' Latten, Reisern und Segeltuch hergestellt. —. Der neuge- aründete Obst- und Garte n b auve r e, n hielt am Sonntaa in der „Rose" seine Generalversammlnnn ab. Vorswndswahl hatte folgendes Ergebnis: Bürgermeister
Walch 1. Vorsitzender. Beigeordneter Preis 2. BorsttzeMr. i .«»rittnAirer Kellermeister Bachem, Schriftführer
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& — Auszetchiiuiig. D:e von Herrch dingen.mr ". r|mmc Hierselbst in der hiesigen Ausstellung ausgese ^--Patente, bestehend aus: Drewarem Auto,Laternen
sidstr, Geigenkasten „Trio", Lenkrodel »Patent -bronim » die Gebrauchsmuster:, Turstcherung und Po,l i Wierung find in der großen Jubilaums-Ausstellung o lj?iel= und Gastwirtewesens Darmstadt mit dem — - ' -crne Medaille) prämiiert worden.
,, — Jmrnobilicnversteigerung. Bei der heute vormii-S dem hiesigen Amtsgericht stattgehabten zivangswei,en
Z-steigeruna des der Witwe des Rittmeisters Albert Oster
Nn zugehörigen Laüdhausgrundstucks Biebricher Strafe ^ Nb mit 835 000 M. Herr Karl Adam M ei 1 er, chm r d l ' Kastel-Mainz Höchst- und Letztibieteüder.
- Kleine Notizen. Die Monatsversammlung oe-
Zehrer i n n e n - B e r. e , n f u r N a i s a u . E.. B.. stnoei MStaq. 3. Juli, nachmittags 5 Uhr. verbunden mU S^ Zu-sammenkunft mit dem „Daunusblrck u^dSP o L-P statt. - Der vom ..Westlichen Bezirk »verein Nbstchtigte F a m i l i e n a b e n d kann n i ch t am nächste! ^aistag stattfinden._
1. im September und Oktober 1907 in Wiesbaden, wo er im fünften Jahre wohnte, falsche französische Rententitel, Urkunden, von denen er wußte, daß sie falsch waren, zu verkaufen versuchte, 2. daß er im März 1908 in Wiesbaden und Mannheim französische Wertpapiere, also Urtunden, von denen er wußte, daß sie falsch waren, verkauft hat, 3. daß er sich der Zuhälterei schuldig gemacht habe. Die Öffentlichkeit wird wegen Gefährdung der Sittlichkeit ausgefchlosien. Bezüglich seiner persönlichen Verhältnisse gab Müller an, er sei im Jahre 1850 in Stade geboren, verheiratet, Kaufmann, freireligiös und zuletzt in Wiesbaden wohnhaft gewesen. Seit dem 2. April 1908, also seit über einen, Jahre, befinde er sich in Untersuchungshaft. Nach durchgeführter sehr umfangreicher Beweisaufnahme erkannte das Gericht den Angeklagten für schuldig, gefälschte französische Rententitel in Verkehr gebracht zu haben, und verurteilte ihn wegen dieses Verbrechens und wegen Zuhältcrei zu 8 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust.
Spionageprozeß.
wb. Leipzig, 1. Juli. Vor dem Reichsgericht begann heute früh der Spionageprozeß gegen den französischen Kapitän Francois Finkernagel. Schon vor der Verlesung des Eröffnungsbeschlusies wurde die Qsfentlichkeff für die ganze Dauer der Verhandlung ausgeschlossen.
Sport.
^ernvaro luaini, NrV"
Peter Sack. Der Verein.ibe-w. seine Mrtg-lreder beabsrchtKen, soweit als möglich die einzelnen Termine m der Gartenbau- au^fteßung zu WiesbnDen zu neichtuen
Nassanische Nachrichten.
O Brambach. 30. Juni. Das diesjährige Marksburg- s eit ist leider fast vollständig verregnet. Dre Stadt war wohl in das übliche Feitgewand gehüllt; Majengrun Mrte ledes ^.^,, 2 '. jibsp vem Reaen l^ewuiä)en wunden, wnren,
M*m manÄiÄe. -iiZtz'hänat « 1 * die.Morksburd selbst da«e
S„?S n &&&ÜX " kW »KHteÄ *SS£J£ swg
Viintier-Bataitlons Nr. 8 aus ivoblcru ^- . -v-
net eit Zuge, das Mufikkorps an der spitze, marschierte man durch die'Stadt und über den Fahrweg -in Burg. Bor der Schmiede der Burg begrüßten Fantarenblaier die Gaste; in der großen Batterie entbot Fn. Klos», die Fuhrerin einer Winzerinnenschar, den Durgenfreunden m gereimten Worten den Willkommengrus; und kredenzte den Ehrentrunk. Exzellenz v. Bardel eben dankte für den Empfang und trank den, ersten Schluck aus dem Ehrenbecher auf das Wohl der hubichen Winzerinnen. ES folgte ein. gemeinsames Esten tn der flroftett Baiievie, $>ei dem ein faltet FisÄ- "und ctit watmet Fleischgang aufgetragen wurde. Die erste Ansprache beim Esten hielt Geheimrat Berg-St. Goarshausen. , Er begrüßte die Gäste und weihte sein Glas den Burgenfreunden, die leider den Schluß ihrer Rundfahrt bei Regenwetter beschlleßen mußten. Weitere Ansprachen hielten Exzellenz v. Bardeleben, I)r. Romberg u. a. Bürgermeister Rot von hier lud die .Gäste zum Kommers ein, der im Anschluß an das Esten in Wraubach stattfand. Während des Estens lang der hiesige Quartettverein mehrere Lieder; das Plomer-Diusttkorps konzertierte. A'lf dom Kommers, der vm .Gasthof „Zum Rheinbern" stattfand, überreichte Bürgermeister Rot dem Professor'Bodo Ebhardt. der sich um den Ausbau der Martsburg große Verdienste erworben hat, den Ebrenburgerbrics der Stadt, der in altdeutscher Sprache au; Pergament geschrieben ist.
Ans der Umgebung.
stä Cassel 2 Juli. Aus der Strecke Arolsen-Franken- bcrg erfolate beim Bahnhof Herzhausen ein Zusammenstoß zweier P ers on cn zü g e, wobei eine Anzahl Passagiere verletzt, eine Lokomotive und zwei Wagen zertrümmert wurden.
Theater, Kunst. Vorträge.
... * Residenz-Theater. Im Residenz-Theater lSHaMprel- D^llschaft Paul Linfemann, geht am Samstag Wildeiwruch- Haubenlerche" in Szene. Es wirken unt die Damen .-Nom. Laasner und Rupprecht,,ilnL die Herren Bienic, ^^le. Licm und Thomas. Die Regle fuhrt Max Thomas.
^ * Skalatheater. Das „Theater schöner Frauen yane 'Ä ersten iAaftfpiel-Abend einen durch;chlagenden i-rsoig dürfte seine Anziehungskraft nicht verfehlen. -7 findet bestimmt eine Nachmittags-Vorstellung 'Lfnen 'Preisen statt.
Es, Plueftellung es .
für ßanbwerh, Cewerbfe, Runft .— und Gartenbau - -- *
Wiesbaden 1909
, Der Besuch der Ausstellung betrug am Donnerstag, 1. Juli, 4626 Personen, davon waren 3196 Inhaber ?° u Dauerkarten. — Wie bereits bekanntaegeben, wird
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Wie bereits bekanntgegeben, wird i e s b a d e n sein diesjähriges W e t t -
."Turngau Wiesbaven fein oiesiayrige-- ^ - - - “tnettam Sonntag, den 4. Juli, in der Ausstellung ab- n. Dasselbe findet von 7 bis 11 Uhr auf dem Konzert- ktatt. Nachmittags von 4 Uhr ab werden die Vereine
Gerrchtssaa!.
* Eine LiebcStragödie. Der Bruder des in der gestrigen Schwuraerichtsverhandlung wegen versuchten Totschlags zu 2 Jahren Gefängnis verurteilten Monteurs Ludwig S ch e u r i q teilt uns mit, daß die Auffassung unseres Berichterstatters, Scheurig sei wegen Unterschlagung vorbestraft, auf einem Irrtum beruhe Sein Bruder habe, abgesehen von einer kleinen Geldstrafe wegen geringfügiger Sachbeschädigung, überhaupt keine Strafe erlitten.
1-mst Darmstadt, 1. Jttli. Wegen AchtungsVerletzung vor versammelter Mannschaft, Ungehorsam und Verharren im Ungehorsam verurteilte das Kriegs,
gerickt den Dragoner des, 23. Dragoner-Regiuuufts
Wilhelm S ch ä f e r 2 zu einer Gefangmvstrase von 9 Monaten. Schäfer war dem Befehl eines Unteroffiziers. Arbeit zu verrichten, erst nach dem zweiten Male nachge kommen, hatte die eine Hand ln der HFentasche stecken lassen als der Unteroffizrer mit ihnr sprach und beim um- drehen ausgespuckt.
Banknotenfälscher und Zuhälter.
Mannheim, 1- Juli- Vor dem Schwurgericht erscheint als Angeklagter der 59 Jahre alte Kaufmann Georg W lh Müller aus Stade (Hannover) wegen Urkundenfälschung und Zuhältcrei. Die Anklage legte Müller zur Last, daß er
Kieler Regatta
n-d. Kiel, 1. Juli. Resultat der heutigen Wettfahrt des Kaiserlichen Jachtklubs auf dem Kieler Hafen: Es wurde gesegelt bei Schönwetterbahn und bei einer Windgeschwin- digkeit von 6 bis 8 Meter in der Sekunde. In der 8 - M et e r - K l a s s e errang „R 0 v e n a" den ersten Preis, „Asaoao 2“ den zweiten, „Toni 6" den dritten. In der 7 -Meter-Klasse erhielt „Kismet" den ersten Preis. „Maria Florrie" den zweiten Preis. In der 6 -Meter- Klasse errang „Mignonne" den ersten Preis (Ehrenpreis des Grafen Douglas-Balswik), „Bajazzo" den zweiten Preis, „Windspiel" den dritten und „Zut" den vierten Preis, „Trilbv", ferner „Elga" und „Maugli" sind nicht gestartet. In der 5 -Met er-Kl affe errang „Mungo den ersten Preis (Ermunterungspreis des Kaisers), „Terjsi den zweiten, „Wum" den dritten: „Heinzelmännchen, oer nicht gezeitigt, hat die Fahrt aufgegebcn.
* Rund um den Spessart und die Rhön. .Der Gau 16 des deutschen Radfahrerbundes veranstaltet am 3. und 4. zzutr eine 575.5 Kilometer umfassende Fern,ahrt um den -spe'!?„ und 'die Rhön, wobei Darmstadt zur .yauptkontrollstatron ausersehen ist. Die Fahrer starten rn Schweinfurt arw werden aus ihrer Fahrt u. a. Wurzburg, Miltenberg, Heibet- bera. Darmstadt, Fulda, Eisenach uiid Meiningmi berühren. Das Ziel ist wieder Schweinfurt. Die ersten Fahrer werden am Samstaanachmittag 3 Uhr an der Bepunger Turnhalle erwartet Sie werden dort eine Pause von 10 Minuten machen urib sich erquicken. Es haben sich ^dieser bödeuten- deu Fernfahrt die besten Straßenfahrer Deut,chlands gemeldet und man kann voraussichtlich sehr gute Leistungen
erwarten.^ Wettschwimmen „Quer durch Frankfurt a. M.". das am Sonntag zum zweiten Male in der Mainftadt zur Entscheidung gelangt, hat noch nachträglich d?e Meldung des bekannten Ungarn Henrik Hajos erhalten, so daß im ganzen 31 Schwimmer konkurrenzberechtigt sind. Der vorjährige Sieger Emil Rausch-Berlin nannte nicht.
Kieme Ghrsuik.
Fleifchbergiftung. I» der vorigen Woche erkrankten in Hamburg sechs Personen an Vergiftung ourch Häcksler ch. Inzwischen sind fast hundert Erkrankungen, darunter eunge sehr schwere, bei der Polizei zur Anzeige gelangt, Untersuchung ergab, daß ein Bauer aus dem Kreise Stor- marn eine kranke Kuh an einen Händler verlauste^ oer dieselbe schlachtete und das Fleisch untersuchen ließ Der Tierarzt drückte sträflicherweise den Vollwerttgkeitsstempel auf da§ Fleisch, so daß es die Hamburger Untersuchungsstation passierte. Gegen den Tierarzt ist die Untersuchung em-
^ Explosion in einer Kanalisationsanlage. In Düsseldorf erfolgte bei Reinigungsarbeiten in den Kanalisationsan- lagen eine heftige Explosion, die man^anf^Ansammlung^von Gasen an der Unglücksstätte zurucksuhrt. Vier städtische Arbeiter wurden mit schweren Verletzungen von der Feuerwehr aus dem Schutthaufen hervorgezogen; einer von ihnen ist im Krankenhaus seinen Wunden berei s erlegen _ Das neue Erdbeben in Bresima. Um /V^ Uhr ;and aeftent wie schon kurz mitgeteilt, ein Erdbeben in Messina Natt vös 8 Sekunden dauerte. Es war nach der Katastrophe vom Dezember der größte Erdstoß, der die Stadt traf. Die Bevölkerung hatte das Gefühl, als ob eine Kanonade cr- folate Der Stoß hatte die gleichen Erscheinungen wie im Dezember. Zuletzt erfolgte noch eine Wellenbewegung mib vertikale Erschütterung. Die Zahl der Opfer ist noch unbestimmt. Zehn Schwerverwundete wurden nach der Rotc- Kreuz-Station gebracht. Leichtverwundete sind zahlreich. Eine Frau, die vor dem Tor eines halb heilgebliebenen Hauses arbeitete, wurde mit ihrem Kind verschüttet. Fast alle noch aufrechtstehende Trümmerwände sind einaesturzt, die Stadt mit einer Staubwolke bedeckend. Eine paU»e Stunde später erfolgte ein neuer Stoß. Die Panik oer Bevölkerung ist unbeschreiblich. Auch ans dem ^eucytturm- viertel werden große Schäden gemeldet. Torpedoboote sind dorthin abgegangen. Genauere Nachrichten jeyten noch von dort.
Die Frau und Mutter ermordet. In Branders a.d.E. wurde die Frau des Hausbesitzers Bodlaa ermordet. Die Tat sollen der eigene Gatte und die Tochter der Ermordeten verübt haben. Beide wurden verhaftet.
überraschte Einbrecher. Aus der Kirche heimkchrend überraschte in Schichowitz (O.-S.) dm LLftwe Prominski in ihrer Wohnung zwei Einbrecher. Diese schlugen sie mit einer Hacke nieder und verlebten sie tödlich. Die Mörder entkamen.
Ein „Weltreisender" «ls Schwindler entlarvt. In Chemnitz ist der 37jährige angebliche Wcltreisende Emil Poliq festgenommen worden. Er hat in einer großen Zahl von Städten in ganz Deutschland Vorträge über seine angebliche Fußrcise um die Erde gehalten, die er von 1897 bis.
