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Ar. 294. Abend-Ausgabe, 1. Blatt.
ötige und der in ihnen gelegenen Schanklokale dazu geführt, die unlauteren Elemente bis zu einem gewissen Grade ein- ruschüchtern und zum Teil zu verdrängen.
Die Indienststellung der deutschen „Dreadnought". Unsere neuen Linienschiffe sind so weit, daß ihre Jn- menststellung bevorsteht. Die Hauptkommandierungen |»t die Panzer „Nassau", „Rheinland" und „Westfalen" und erfolgt; für Nassau steht der Kommandant noch Sicht fest. .: *>s
Ausland. .
Wierreich-Urrgarn.
Im österreichischen Herrenhause erklärte vr- v. Grab- Srahr es als erfreulich, daß in dem Volkshause das traurige Schauspiel, daß Deutsche gegen Deutsche stehen, verschwunden sei. Die österreichische Sozialdemokratie, welche sich günstig von der reichsdeutschen unterscheidet, befinde sich auf dem besten Wege, eine radikale bürgerliche Partei zu werden. Unangenehm berühre ihr Hochmut, mit dem sie sich als Stütze und Retterin des Parlamentarismus _ gcberde, lvas nur möglich sei, so lange der deutschtschechische Sprachen st reit fortdauerc. Bedauerlich sei auch, daß 121 Proteste seit Mai 1908 unerledigt auf der Tagesordnung stehen. Redner verurteilte schließlich jene Sorte der agrarischen Agitation, welche die zulässigen Grenzen überschreite und erklärte, auch die Industrie müsse leben. Die Annexion Bosniens wäre ein Abenteuer, wenn Österreich sich in wirtschaftliche Kämpfe mit den Balkanstaaten einlassen würde.
Wie verlautet, hat Lukacs vom Kaiser bereits den Auftrag zur Kabinettsbildung erhalten.
Italic«.
Wie die „Agenzia Stefani" in Rom meldet, teilte der österreichisch-ungarische Botschafter Graf v. Lützow dem Minister des Äußern mit, daß Österreich-Ungarn sich an der zu Aom im Jahre 1911 stattfindenden Ausstellung offiziell beteiligen wird.
Angesichts der Drohungen der Sozialisten, den Zaren bei seinem Besuche in Rom mit Pfeifen und Johlen zu Empfangen, drängt die italienische Regierung nicht mehr darauf, daß der Zar nach Rom komme. Der Besuch des Zaren wird sich daher wahrscheinlich darauf beschränken, daß das Zarenpaar von dem italienischen Königspaar in sigend einem Hafen empfangen wird.
Rußland.
Meuterei im Gefängnis.
Im Wilnaer Gefängnis ermordeten 4 Sträflinge einen Aiffseher und befreiten 7 andere Arrestanten. Im Gefäng- Sishos entstand hierauf ein Kamps, bei dem 3 Aufseher ^nd 7 Sträflinge getötet sowie 4 Arrestanten, 1 Schutzmann llrrd i Aufseher verwundet wurden.
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Die Cholera in Rußland.
In Petersburg sind seit gestern 58 Personen an Cholera ^krankt und 29 gestorben. Die Zahl der Erkrankten beträgt si06. Seit dem Wiedererscheinen der Cholera vom 29. Mai ms 26. Juni sind 744 Personen erkrankt und 221 gestorben.
*
Die Petersburger Geistlichkeit verweigerte die kirchliche Weihe der zu Ehren Tolstois gegründeten Sveisehallc der Armen.
Frankreich.
Als Präsident Fallisires gestern nachmittag auf der Fahrt nach dem Rennplätze von Longchams das Boulogner Wäldchen passierte, wurde er von Vertretern der royali- siischen Jugend mit Pfeifen und Schreien empfangen. Die Polizei verhaftete mehrere der Kundgeber.
Bei dem Festmahl zu Ehren des Generals Hoche in Versailles hielt der Minister des Auswärtigen, Pichon, eine Aede, in der er auf die Erfolge der republikanischen Partei hinwies, die das Bürgertum befreit und durch Bündnisse und Freundschaften die Kraft und das Ansehen Frankreichs befestigt habe; sie habe siegreich alle Krisen überstanden, die in gewissen Stunden selbst die Ehre des Vaterlandes in ihren Bereich gezogen hätten.
Infolge des Schiedsspruchs des Marinemmisters ist der streik der eingeschriebenen Seeleute in Marseille beendet. Die Arbeit ist gestern wieder ausgenommen worden.
Das Zuchtpolizeigericht in Verdun verurteilte von sechs Personen, die seit über 2 Monaten unter dem Verdacht der Spionage verhaftet gewesen sind, 5 zu Gefängnisstrafen von 3 Monaten bis zu 5 Jahren. Eine Person dlurde freigesprochen. Die Verhandlungen fanden unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt.
EngianS.
Unbeliebter Besuch.
Die Protestkundgebungen gegen den Besuch des Zaren Lehren sich. Auch die Geistlichkeit lehnt sich nunmehr gegen EN beabsichtigten Besuch auf. Pater Cambell hielt eine predigt, worin er sagte, wenn dieser Besuch erfolge, sei dies °Er größte moralische Skandal, der England heimsuchen “fttt. Die englische Erde würde dadurch für immer be- 'chumtzt.
Aparrierr.
. Das Arsenal und die staatlichen Werkstätten in Ferrol
den Vertretern der englischen Gesellschaft, die mit dem Zau des neuen Geschwaders beauftragt ist, zur Verlesung gestellt worden.
Kchwedstt«
Attentat aus einen General.
. .Der Chef der Küstenartillerie in Stockholm, General- Beckmann, ist gestern gegen Mitternacht in dem in der Stadt gelegenen Königsgarten durch einen. csiEvolverschutz in den Rücken getötet worden. In Einer Begleitung befanden sich mehrere höhere Offiziere.
Täter, ein schwedischer Arbeiter, erschoß sich sofort.
. „Dagens Nyheter" bringen folgende Einzelheiten über
Mordtat. Einige Offiziere, unter ihnen Generalmajor j?Eckmann und Kommandeur Dahlgren nebst Damen, passen kurz nach 12 Uhr den Karl XII.-Markt. Plötzlich wrang ein Wann in Arbeiteftlcidung vor und feuerte meh-
Wiesbadrrrer SaMsN.
rere Revolverschüsse ab, von denen einer den Generalmajor Beckmann im Rücken traf, während der andere gegen den Kommandeur Dahlgren gerichtet war, aber den Arzt Levander in der Hüfte traf. Unmittelbar darauf richtete der Mörder 2 Schüsse gegen seinen eigenen Kops und stürzte bewußtlos nieder. — Wie die Polizei mitteilt, ist der Mörder des Generalmajors Beckmann heute früh 9 Uhr im Spital gestorben. Derselbe ist ein Arbeiter mit Namen Adolf Hialmar Vang. Man fand bei ihm ein Paket mit Exemplaren der Zeitung „Brand", und man nimmt an, daß er von dem Vertrieb dieses Blattes lebte. Dr. Levander befindet sich außer Gefahr.
*
Das russische Zarenpaar traf zum Besuch in Stockholm ein. Abends fand auf dem Schlosse zu Ehren des russischen Kaiserpaares ein Galadiner statt. In den Trinksprüchen der beiden Monarchen wurden die auf Grund gegenseitigen Vertrauens bestehenden „ausgezeichneten Beziehungen" zwischen den beiden Nachbarvölkern warm betont. Nach dem Galadiner begaben sich der Kaffer und die Kaiserin von Rußland aus die Kaiserjacht „Standart" zurück
Kertterr.
Die Schulden des Prinzen Georg.
König Peter hat den Auftrag erteilt, die eine Viertelmillion betragenden Schulden des Prinzen Georg zu prüfen und die berechtigt gefundenen Beträge sofort zu begleichen.
TÄrkei.
Die Kretafrage
Der „Turquie" zufolge haben alle Großmächte der Souveränität der Türkei über Kreta unter der Bedingung zugestimmt, daß die Pforte die Kreta bewilligte Autonomie nicht zurücknimmt. — Wie die „Sabah" von einer hochgestellten Persönlichkeit erfährt, besteht keinerlei Kriegsgefahr, da die Haltung des offiziellen Griechenlands eine korrekte sei.
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Das jungtürkische Komitee hat wegen der griechischen Frage eine Generalsitzung abgehalten und beschlossen, bei der geringsten griechischen Bewegung Ausnahmematzregeln anzu ordnen.
Der armenische Metropolit von Hadschm und einige Notabeln wurden unter der Anschuldigung, bei den Unruhen im Vilajet Adana sich kompromittiert zu haben, kriegsgerichtlich verhaftet. Das Patriarchat legte hiergegen Protest ein.
Neuste«.
Der Schah hat eingesehen, daß die Bevölkerung mit allen bisher gegebenen Rechten unzuftieden ist und hat infolgedessen der Kaiserlichen Druckerei Befehl erteilt, das neue Wahlgesetz, welches bereits zum Druck gegeben war, nicht drucken zu lassen, so daß seine Veröffentlichung nicht stattsinden wird. Diese Maßnahme des Schahs wird jedoch nur die Lage nach verschlimmern.
Uerer«rgtr Starter».
Der Senat nahm einen Zusatzantrag zu dem Tarisgesetz zugunsten der f r e i e n Einfuhr von Holzstoff für Papier - sabrikation an.
Luftschiffe urck Aeroptuue.
Die Überführung des Reichslustschrsfes nach Metz. Aus Friedrichshafen wird geschrieben: Das Wetter ist noch immer sehr trübe und es steht noch nicht fest, wann dre Überführung des „Zeppelin 1" nach Metz erfolgen wird. An der Fahrt nehmen teil: Major Groß, Hauptmann George. Leutnant Brandt. Ingenieur Müller, zwei Monteure, zwei Chauffeure, ein^ Leematrose und zwei Soldaten. Ober - Ingenieur Dürr wird auf schnellstem Bahnwege das Luftschiff begleiten. Major S p e r l i n g, der Führer des Luftschiffes, erklärte, die Verantwortlichkeit wäre zu groß, bei diesem Winde die Fahrt anzutreten; bis setzt hätte das Luftschiff auf seiner Fahrt nach Metz wimer nur Gegenwind gehabt. Man rechnet mit der Möglichkeit, daß das Luftschiff seinen Weg nördlich des schwarz Waldes nehmen wird. Wre man hört, sollen in Metz zunächst 14 Tage lang Übungsfahrten mrt dem „Zeppelin V vorgenommen werden. Dann beabsichtigt man, größere Motors einzubauen, um das Luftschiff gegen Stur m widerstandsfähiger zu machen. Auch sollen größere Propeller angebracht werden. Später wird Metz seiner Bedeutung als Festung und Hauptaufklärungsort im Kriegsfälle entsprechend einen „Zeppelin" neuesten Typs erhalten. „Zeppelin 1" soll dann als Schulschiff nach Berlin übergcführt werden.
Kaiser Franz Joseph und Gras Zeppelin. Wie verlautet, wird Kaiser Franz Joseph anläßlich des Besuchs der Zentenarfeier in Bregenz auch die sämtlichen Betriebsanlagen des Grafen Zeppelin in Frie- drichshafen besuchen.
'erb. Cöln, 27. Juli. Der C ö l n e r Klub für Luftschiffahrt veranstaltete heute nachmittag eine Ballonfuchsfagd mit Verfolgung durch Automobile. Über 30 Ballons nahmen daran teil.
A§rs Stadt Zmd Land.
Wiesbadener Nachrichten.
Wiesbaden, 28. Juni.
Gewerbeverein für Nassau.
Der Jahresbericht des „Gewerbevereins !«r Nassau", erstattet von dem Zentralvorstand für die Generalversammlung zu Wiesbaden am 28. und 29. d. M., beurteilt die allgemeine Geschäftslage wie folgt: Die allgemeine wirtschaftliche Lage hat sich im verflossenen Jahre nicht zum Besseren gewendet. In erster Linie sind es die größeren Städte und industriellen Bezirke, in denen unter der ungünstigen Konjunktur der Großindustrie
Montag, 28. Juni 1908. Seite <s<
auch Handwerk und Gewerbe aufs nachteiligste beeinflußt wurden. Die Bautätigkeit ruht an vielen Orten fast vollständig (wohl auch eine Folge der Überproduktion der letzten Jahre), die mißliche Lage des Geldmarktes führte zu einer Reihe von Konkursen, die weite Kreise in Mitleidenschaft gezogen haben. Von Dotzheim wird berichtet: „Charakteristisch für den Niedergang unseres Wirtschaftslebens ist die Tatsache, daß die Einwohnerzahl unseres Ortes, die seit Anfang der 1879er Jahre stets, manchmal! sogar rapid zunahm, im verflossenen Jahre zmückgegangen ist. Hunderte von Bauarbeitern waren ohne Verdienst, dio Fabriken mußten zum Teil mehr als die Hälfte der Arbeiter entlassen und die übrigen konnten nur stundenweise beschäftigt werden." Ähnliches wird aus anderen Orten gemeldet, wenn auch dort die Verhältnisse nicht gar so ungünstig liegen. Bei den zahlreichen Möbelschrernereien in Höchst, Kelkheim und Münster war der Geschäftsgang infolge mangelnden Absatzes ein äußerst flauer. Die größeren Schreinereien in Höchst haben im Winter wöchentlich nur an fünf Tagen arbeiten lassen. Die Lage in der dortigen Maschinenindustrie war ebenfalls stark gedrückt, so daß auch hier die achtstündige Arbeitszeit teilweise a»f wöchentlich fünf Tage beschränkt werden mutzte. In Flörsheim klagen die Handwerker darüber, daß die Eisenbahnverwaltung Unterhaltungsarbeiten fast ausnahmslos durch Regiearbeitcr ausführen läßt. Allgemein sind die Klagen über die Schäden des Borgun Wesens. Doch fehlt es auch nicht an Berichten von Vereinen, die sich zum Teil recht günstig über die Geschäftslage aussprechen. Hier sind es vorwiegend die ländlichen Bezirke, wo die Handwerker einesteils von der Konjunktur der Industrie weniger abhängig sind, andern- teils auch noch etwas Landwirtschaft betreiben, also stets ausreichende Beschäftigung hatten, wenn auch der Ausfall der Ernte hier und da zu wünschen übrig ließ. Das war insbesondere beim Weinbau im Rheingau der Fall, wo der Zusammenbruch der Eltviller Winzergenoffenschast die Situation noch weiterhin bedenklich verschlechterte.
Die Lage des Arbeitsmarktes in Wiesbaden und Umgehung wurde durch die am 1. Mai 1899 eröffnete Wiesbadener Ausstellung für Handwerk und Gewerbe, Knifft und Gartenbau vorteilhaft belebt, die im Winter und Frühjahr Tausenden von Arbeitern, die sonst vielleicht beschäftigungslos geblieben wären, lohnenden Verdienst gegeben hat. Neuerdings gewinnt die Hoffnung auf eine langsam eintretende Besserung der wirtschaftlichen Lage mehr und mehr an Raunr. Möchte man sich in dieser Hoffnung nicht getäuscht sehen I
über die Ausstellung für Handwerk und Gewerbe, Kunst und Gartenbau in Wiesbaden 1909 äußert sich der Bericht wie folgt: „Nach anderthalbjährigen Vorarbeiten, nach Überwindung großer Schwierigkeiten, konnte die Ausstellung programmäßig am 1 . Mai eröffnet werden. Aus kleinen bescheidenen Verhältnissen hat sich das Ausstellungs-Unternehmen zu seiner jetzige» Vielseitigkeit und Reichhaltigkeit entwickelt. Ursprünglich als einfache Handwerksausstellung für den Heimatsbezirk geplant und infolgedessen von der Handwerkskammer ins Leben gerufen, wurden im Lause der Zeit die Gartenbau- Ausstellung und eine Kunst-Ausstellung, letztere firr das westliche Deutschland, angegliedert. Das Gewerbe, welches nach dem ersten Programm mir so weit ausstellungsberechtigt sein sollte, als cs dem Handwerk Rohmaterial, Halbfabrikate, Werkzeuge und Maschinen lieferte, wurde allgemein zugelassen und die Industrie aus ganz Deutschland zur Beteiligung berechtigt erklärt.
Infolge dieser Erweiterung des Programms ist eine Ausstellung von großer Vielseitigkeit und Mannigfaltigkeit entstanden, aber auch viele rührige, tüchtige Kräfte waren notwendig, um das Werk zur Vollendung zu bringen. Der Zentralvorstand, der das Unternehmen nach besten Kräften unterstützt und gefördert und durch eine Ausstellung von Schülerarbciten aus den gewerblichen Fortbildungsschulen sich auch aktiv beteiligt hat, war durch mehrere Mitglieder teils im Ehrenausschuß, teils in den Arbeitsausschüssen vertreten. Ganz besonders hat sich Herr Architekt Albert W olss als Mitglied des Ausstellungs- Vorstandes um das gute Gelingen des Werkes, namentlich um die Ausführung der Ausstellungsbauten, verdient gemacht. Für seine ersprießliche Tätigkeit sei ihm auch an dieser Stelle wärmster Dank ausgesprochen.
Das, was die Ausstellung zu werden versprach, hat sie in vollem Umfange erfüllt. Sie legt für das heimische Handwerk und Gewerbe, den Garten-, Obst- und Gemüsebau und die deutsche Kunst in Vergangenheit und Gegenwart das glänzendste Zeugnis ihrer hohen Kunstfertigkeit, gewissenhaften Fleißes und ehrlichen Sirebens nach Vervollkommnung ab. Mögen alle bedeutenden Aufwendungen an Mühe und Arbeit, sowie materiellen Mitteln durch einen recht lebhaften Besuch der Ausstellung (der bis jetzt, schon durchaus zufriedenstellend war) anerkannt werden und möge die Ausstellung befruchtend und anregend wirken zu rastlosem Vorwärtsstreben, zu einer gesunden Weiterentwickelung unseres heimischen Handwerks und Gewerbes!"
Die 65. Generalversammlung des Gewerbevereins für Nassau leitete gestern ein B e g r ü ß u n g s a b e n d in der Turnhalle des Turnvereins ein, zu welchem sich eine überaus große Zahl von Mitgliedern aus allen Gauen des Nassauer Landes mit ihren Frauen eingesunden hatten. Schon kurz nach Beginn der Veranstaltung war in der Turnhalle kein Plätzchen mehr zu finden, und noch immer neus Scharen strömten herein. In kurzen, eindrucksvollen Worten hieß der 1. Vorsitzende des Lokal-Gewerbcvereins Wiesbaden, Schreinermeister Schneider, die Mitglieder des Rassauischen Gewerbevereins, die von Rhein und Main, dem Taunus und dem Westerwald hierher geeilt waren, herzlichst willkommen. Der Zweck des heutigen Abends solle sein, alte Beziehungen zwischen den Vereinsmitgliedern aufzufrischen und neue anzubahnen. Sein Hoch galt den Kollegen von auswärts. Rechtsanwalt Dr. Bickel dankte im Namen des am Erscheinen vcrhiirderten Vorsitzenden des Rassauischen Gewerbevereins dem hiesigen Gewcrbevcrein für die Einladung zum heutigen Abend. Aus den Vorstand, die Vrrgnügungskommisston, welche den heutigen Abend eingerichtet hatte, und die Mitglieder des hiesigen Vereins brachte er ein Hoch aus. Der unterhaltende Teil, welcher nun zu seinem Rechte kam, brachte Abwechslung in reichem Maße. Ernste und humoristische Vortrüge
