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Mittwoch, 1*8* Juni 1909«

WiesLaSerrer NagvLKZr.

Morgen-AnSgabe, 1. Mar».

Nr. 37r».

nur geringen Verdienst zu verschaffen. Am meisten wird die echte Kamille mit der Hundskamille verwechselt. Man erkennt aber elftere leicht an dem starken aromatischen Ge­ruch, an den kleineren herabhängenden Blütenblättchen und 'dem hohlen Blütenboden. Um die Höhlung des Blüten- DoLens zu sehen, schabe man die gelben Scheibenbluten hinweg und kneipe in den kegelförmigen Boden ein. Die Hundskamille dagegen hat einen festen Blütenboden und fällt beim Trocknen weniger zusammen als die echte Kamille. Wenn den armen Leuten dieser kleine Verdienst auch sehr !wohl zu gönnen ist, so darf man andererseits aber auch '^erlangen, daß sie beim Sammeln der Blüten das Getreide wicht zu sehr beschädigen. Namentlich sind die Kinder, die stn ihrem Eifer oft weit in die Äcker hineinlausen, öfters Darauf aufmerksam zu machen.

< _ Norderney. Eine äußerst vorteilhafte Einrichtung ist

seitens der Gemeinde Norderney durch die Herausgabe eines Wohnungs-Nachweises getroffen worden, der es dem Kurgast ermöglicht, sich von leinern Wohnorte aus bereits eine paffende Unterkunft zu sichern. Wer es nicht vorzieht, bei seiner Ankunft im Hotel zu übernachten, um am nächsten Tage auf die Wohnungssuche zu gehen, sinidet in dem diach- werse erschöpfende Auskunft über alle Fragen bezugl. der Wohnung. In der Anordnung des Buches ist allen Ver­hältnissen Rechnung getragen, Name,, und Adresse des Ver­mieters bezw. der Hotels oder Penironate, Stockwerk, ^>ahi uüd Lage der Zimmer, Betten, Veranden, Balkorw, Kuchen- Einrichtung und die Preise in den einzelnen ipalson-iAv-- ,schnitten. Aus dem anliegenden Plan ist ersichtlich, ob die Wohnung am Strande, im Orte oder an den Wald- und Parkanlagen gelegen ist. Der Wohnungs-Nachweis ist durch die amtliche Wohnungs-Nachweisstelle im Rathause zu be­ziehen, von der ans auch jede gewünschte Auskunft unentgelt­stich erteilt wird.

i Obsteinkochbüchlein. In neuer 11. durchgearbeiteter Auflage liegt nunmehr das Obsteinkochbüchlein."

Lauriage utai uuuiutifL uuy Mwpuwjiv... für den bürg er,

Lichen un!d feineren Haushalt von R. Mertens, neu bearbeitet Dom Kgl. Garteninspektor E. Junge zu Geisenheim (Preis st.M M Verlag von Rud. Bechtoü, u. Ko. hier), welches sich feit Jahren größter Beliebtheit erfreut, vor.. Gewiß der sprechendste Beweis,, daß es. allen Hauskrauen mn unenchehr- licher und nützlicher Ratgeber geworden ist. Da» Buch gibt auf 173 Seiten mit 66 Wb. in einfacqer und leichiverstand- sticher Weise eine genaue Anleitung, wie, man Pasten, Mus, Marmelade, Kraut, Gelee, Latwerge, «aft, Dunst- und Ein- machest verschiedenster Art herstellt, ferner wie.man Beeren weine, Fruchtliküre unid ,Obstessig bereitet. Somit ist geradezu Mer alles, was man an Obst zu Dauerprodukren umarbeiten fonn, in vortrefflicher Weife Aufschluß gegeben und srnd -allen Ausfülhruuqen .Abbildungen in reichem Maße bemefugt. iDie ausführlichen Anleitungen zum richtigen Behandeln aller Wefäße und Apparate sind ebenso schätzenswert wie Die Besprechungen der zu konservierenden Fruchte. Das Buch ijommt gerade zur Einrnachzeit und w:rb leicht,der erfahren- Ken Hausfrau zu nützlichen Winken noch überreiche Anregung geben. Von demselben Verfasser find bisher erschieneneDie Gemüseverwertunq", Preis 1.50 M., undDorrbuchleui , Preis 1 M. Beide Merkchen sind evenralls der Haussrau 'unentbehrlich geworden.

Tagblatt"-Sammlungen. DemTagblatt"-Verlag gingen zu: Für die Sommerpflege armer 51 Inder: Pon L. S. W. 15 M., von >Erni 5 M.

Theater, Kunst, Vorträge.

* Orgelkonzert in der Marktkirchc. Mit einem wirkungs dollen Satz von Piutti leitete Herr Peters en das Konzert am vergangenen Mittwoch ein und spielte spater die hoch- -intereffänteGothische Suite" von Botzllmann. Frau Marg. Bauer hatte den gesanglichen Teil ubernomnien und trug in dankenswertester Werse den Beckerschen Psalm »Meine tzeele ist stille zu Gott", das »Trostlied von Hndach und !,fluiiis angelicus" vor, wobei sich die stimmlichen Qualitäten ustd ein vornehmer Geschmack in der Wiedergabe seitens der Sängerin vorteilhaft geltend machten. Die Eellistln ffrl. 'Heibwig Hertel von hier spielte außerdem Kompositionen von Schubert und Goltermann mit poetischer Tonentsaltung und bewies von neuem ihre vorzügliche Schulung. Für das heutige Konzert ist Frl, Hildegard Dl et er.ich ge­wonnen wobden, welche Gelange von Bach (Es ist voll­bracht". aus der Johannispassions, von Blumner und bisher Noch nicht gehörte biblische Lieder von Dvorak singen wird, besonders wird es interessieren, daß zum erstenmal zwei größere Orqelkompösitionen für zwei Spieler vorgetragen toeroen, darunter die veisgekrönte Orgestonate in D-Moll k>es chemÄlgen Dresdner Hosorganisten Dterkel. Herr Fritz Zech hat sich bereit erklärt, im Verein mit Herrn

f Setetfen die vierhändigen Werke vorzutragen. . Das Konzert iudet wie stets um 6 Uhr bei freiem Eintritt m der Markt- Lirche statt.

+ Nordenstadt, 14. Juni. Gestern feierte der hiesige Radsahrklub .Wanderlust" das Fest seiner Bann er- weihe. Die Feier wurde am Samstagabend mn einem Fackblzug ' urid einem darauffolgenden Kommerse im Saale des Herrn Diefenbach (Zur Krone ).eröffnet.. Der Prast- dent des Klubs, Herr Wilh. Rinneitzen, hielt eure Be­grüßungsansprache. Der Gesangverin "^?ücordia trug hier und auch am Festsonntag auf dem Zeltplätze paßende Chöre vor. 14 auswärtige Vereine hatten sich trotz des drohenden ungünstigen Wetters eingefunden.. Gegew 2 Uhr nachmittags fand das Aufstellen deri Vereine Zwecks be­ginnender Wertung in der Oberpfortstraße .st^tt. Daran schloß sich dann ein Umzug durch die recht unnrn geichmuckten Straßen. Der Festplatz lag am Ausgange nach Erbenheim auf einer großen Wiese. Die Festrede.Aelt Hmr Lhrlstian

Schn ma ch er. . Frl. Frida, Mule r überreichte rm

Namen der .Festjungfrauen dem Verein -o-as neue Banner, dasselbe ist von Bistor in Wiesbaden gearbeitet und tragt die Inschrift:Allzeit zum. Sport bereit! UI. Luiie

Schumacher überreichte eine bon den Festmädchen ge­stiftete Schleife an das Banner. Des schlechten Wetters wegen konnten die Vereinsreigen nicht gefaqren we.den. Beim K o r s o f a h r e u erhielt in Abteftung A den 1, Preis RadfahrbereinFrisch auk"-Evbercheim, den 2 Pre.s Rad­sahrvereinFinthen", den 3.

heim", den 4. Preis .,Radlerklub"-Dotzheim, dem S. Pre s BelocipMlNb"-Bischofsheim, den. Blumenpreis dieser Ab- teilung erhielt Radfah^erernFinthen . .bbteiru :^\ B

erhielt den 1. PreisRadfährvereln"Moßdor.s, den 2. Pre s R-adfahrv er ei n "-KönigstÄdt en, den 3. Preis Ra!dfaßrrl^b Frohsinn"-Sonnenberg, den 4. PreisRachahrverein °^ee- olm, oer Blumenpreis dieser Abteilung wurde demRad- fährverein" - Delkenheim zugeiprochen. Montagnachmittag findet bei günstiger Witterung auf dem Festptatz Volks­fest statt. , rr>

X Naurod, 13. Juni. Ein vollständig verregnetes ^est! und es wäre doch so schön gewesen oder vielmehr geworden. Heute früh schon war der Zuzug von Fremden ein ganz be- deutenider: als die auswärtigen Vereine elntrasen, waren die Gasthöfe bald überfüllt. Doch setzte kurz vor 1 Uhr Regen- weiter ein und je länger je starker goß Pluwus, 10 ö-ctB der Verein sich entschließen mußte, die «eier tn den r^kalr- täten des Dorfes abzuhalten. Der Festzug, indem 26 Fahnen mitgesührt wurden, bewegte sich durch einige Dorrstvatzen und machte Halt an der tlreuzglftse. Ein.. Mitglied des Vereins begrüßte die erschienenen Sangesbruder, gab kurz erneu Überblick über die Geschichte des Vererrw -9 Mitglieder sind feit Gründung des Vereins heute, noch aktiv urw.. schloß seine Ansprache mit einem Hoch aussen Freund und Förderer des Männevgefangs, den Kaiier. Mit papenden «uisprachen überreichten dann Frl. Becht und Frl. Eckhatvt dem Verein zur freundlichen Erinnerung an ferne 2oiabrrge Jubelfeier ein schönes gesticktes Bastdelier. Von der zahtloien Zuzorer- schckft waren während der Ansprachen fast nur Berne und Regenschirme zu sehen, ein sonderbarer Äüblick!. Veranlaßt durch stärkeres Regnen flüchteten alle Teilnehmer rn dre Wirt­schaften, in deren keiner nach kurzer Zeit noch, etn Plätzchen ZU erobern war. Der Gesang konnte unter ^esen^Ver^rlt- niffen nicht zu seinem Recht kommen: wohl haben die Vereine mitunter recht schöne Gesänge vorgetragen, doch zur Geltung kommen konnte bei den überfüllten, verhältnismäßig niedrigen Lokalen das Lied nicht. Lobend soll anerkannt werden' daß aucb bie Vereine vom L-astde stch dre Pflege des Volkslreoes wieder mehr lassen angelegen sein; gerade die Landvereine Waren vor wenigen Jahren noch auf^ der verkehrten Bahn, ihre Zeit uüd Kunst angemachten". °/t. für bestimmte Feier­lichkeiten gemachten Liedern ohne Reibenden und mustka-

tischen^Wert"H vergeuden. In erster Linie Pflege des - - ß muß die oberste Aufgäbe der ländlichen Ver­

ein Esein^ nicht "in deviH gewöhnlich etwas hapernden Vortraae eines Kunstchores, dem der Verein nicht so gründlich gewachsen ist, sondern än möglichst.vollendetem Vortrag eures Volkslieds müssen dre Vereine rqre Ausgabe luchen, ihr Streben nnd Können zeigen.

Nassaüische Nachrichten.

* Kurhaus.. Hinsichtlich der heutigen (Mittwoch) Fest­veranstaltung im Kurgarten und 5lurhause sei noch daraus aufmerksam' gemacht, daß bei ungeeigneter Witterung .das

ausmerriaiii bwiuiuii, «-*-*

russische Balalarka-Äorps um 4H- und 8 Uhr im kleinen Saale spielt uüd um 8% Uhr Ball (Promenaden-Anzua) im proßen Saale stattfinden und die Eintrittspreise dieselben wie zu dem Gartenfeste bleiben.

* Skala-Theater. Am heutigen Mittwoch findet der übliche hälbmonat'liche Programmwechsel statt. Der neue Spielplan bringt u. a. die Darstellung, berühmter Kunstwerke durchdie gökdene Eva". Diese .hochkunstleriichen und streng ldezenten Vorführungen ßastden üoerall den größten Verfall Lei Presse uüd Publikum. Es sind dann, noch zu uennen die .französische Exzentriksängerin Renee d Ormefson, genannt »die Brillantenkönigin", die moderne Vortragskunstlerln Finnie Waldau, die jugendliche Drähtseilkunstlerin .Katchen Weinratta, Selma Wallis, eine ganz vorzuglick,e. Soubrette, Las brillante Alerander-Duo, der bekannte Satiriker Karl » . - - .«-' - ä- u ^»ermann

Heinzius uüd der allgemein beliebte Humorist Mestrum mit neuen Vorträgen.

ec. Höchst, 14. Juni. Die Errichtung einer Kreis- s ch u l i n s p e k t i o n iru Hauptamt für den Kreis Höchst ist genehmigt und steht die baldige Besetzung derselben mit einem Schnlinspektor im Hauptamt nahe bevor. Bisher be­standen im Kreise Höchst zwei Schulmspektionen, welche durch Geistliche im Nebenamt verwaltet wurden. Die beiden Kreisschulinspektoren, Pfarrer Brühl-Marxheim und Pfarrer Fabricius-Griesheim, haben bereits für ihre lang­jährige Mühewaltung ein Dankschreiben von Königl. Rc- gienlng enthalten, in denen ihnen mitgeteilt wird, das Amt eines Kreisschulirlspektors noch weiter zu führen bis zur endgültigen Besetzung. Die Errichtung einer Kreisschulin- spektion im Hauptamt ist auf das schnelle Wachsen und auf die rasche Entwicklung der Schulverhaltnisse im hiesigen e>r«a .»riiefjitfiifirert. io daß die Arbeiten unbedingt in

Vereins-NachriÄten«

* DerE v a n g. k i r ch l. BI a u k r c u z v e r e i n" ..rvanstältet am Sonntag, den 20. Juni, abends 8 Ukr, in seinem Versammlungslokal Wellritzstraße 11, H. P., einen Familien-Älbend Mit Bewirtung. Gesangvorträge, Deklama­tionen, Ansprachen uüd Zithevvorträge wechseln miteinander ab Mdermänn ist dazu herzlich eingeladen.

Nus dem FKndkrois Wiesd<tdcrr.

[ ?] Dotzheim, 15. Juni. Der von der Gemeindevertre­tung an Stelle des bisherigen Landwirts Karl Belz zum S ch i e d s m a r: N gewählte Landwirt und Schöffe Karl WUH. Krieger hat die Bestätigung erhalten und hat heute das Amt übernommen. Als^ SchiedZmannsstellvertre- ter ist Bürgermeister Ross c l. wiedergewählt worden. Ein Unfall, der den Umstanden nach schwere Folgen hätte haben können, hat sich gestern^ nachmittag in der Ober­gasse zugetragen. Hinter einem Mit Bruchsteinen schwer be­ladenem Doppelspännerfuhrwerk kam von der Dörrgasse her ein Automobil, dem das Fuhrwerk, gerade an per engsten Stelle der Straße, zum Vorbeifahren Platz machte. Hierbei wurden drei noch nicht schulpflichtige Kinder, welche mit einem Sportwagen aus entgegengesetzter Richtung kamen, von dem schweren Fuhrwerk derart gegen ein Haus gedrückt, daß das Kind des Spenglermeisters Giesen verletzt wurde. Die Verletzungen sind gottlob leicht. Der Sportwagen wrrrdc vollständig zertrümmert.

Kreis zurückzusühren, so daß die Arbeiten unbedingt in die Hand eines tüchtigen Mannes zu legen sind. Beide Geistliche, durch ihre langjährige Praxis erfahrene Schul­männer, hatten ungefähr 30 Jahre lang die Geschäfte eines Kreisschulmspektors inne. Da sie stch um die schwierigen Schulverhältnisse recht verdient gemacht haben, stehen sie bei ihren Lehrern in hohem Ansehen. Allgemein ist der Wunsch der Lehrer, daß die neue Stelle einem aus der Schule hervorgegangenen tüchtigen Schulmann übertragen werden möchte. Die Besetzung der Stelle erfolgt sicherlich am 1. Juli oder 1. Oktober d. I.

no. Kernel, 14. Juni. Hier hat sich aus Lehrern van Langenschwalbach und Umgebung eine Sprclvcreini- g u n g gebildet, welche ihre Spielübungen auf dem weit­bekannten Kemeler Marktplatz abhült. Spielleiter ist Lehrer Priester aus Langenschwalbach.

no. Laufenselden, 14. Juni. Die hiesige Gemeindebe­hörde hat, Wie auch die ans verschiedenen Orten der Um- gebung, an die Königl. Eisendahndet^ied^mspektiOn eine Eingabe mit der Bitte gerichtet, den Z u g auf der Schwälbacher Bahlt, welcher 7 Uhr 54 Mm abends von Wiesbaden abgeht, und nur bis Hohenstein und von da leer zurücksahrt, bis Diez durchgehen zu lauen, oder von Hohenstein ab einen Triebwagen einzustellen. Ferner wurde beantragt, die drei Triebwagen, welche von Diez bis Michelbach täglich gehen, nach Langenschwalbach durchzu­führen. Hoffentlich hat die Bitte Erfolg, denn die jetzige Einrichtung entspricht nicht den heutigen Verkehrsverhält­nissen und ist gegen die früheren Fahrpläne eine bedeu­tende Verschlechterung. Die hiesigen Bäcker geben be­kannt, daß vom 15. d. M. ab der Laib B r o t um 5 Ps.

a u f s ch l ä g t.

Seitzenhahn, 14. Juni. Auf dem Hühnerhof des Herrn R. Freund konnte man in diesem Frühjahr ein Küchlein beobachten, das statt des Schwanzes ein drittes Betnchen hatte. Es hat sich desselben in seinem kurzen Leben nicht bedient. An einem schon recht kräftigen Zwerg-Apfelstamm, der sonst dies ^Jahr keine Blüten trug, erschien zu guter Letzt unten aur Stamm eine einzelne Blüte, und diese war gefüllt und so groß wie ein 1 Champagnerröschen.

i. Limburg, 14. Juni. Vom 11. bis einschließlich 13. September d. I. findet hier die Hauptversammlung des »Verbandes deutscher Gebirgs- und Wandervcreine" statt. Es hat sich bereits ein Zen­tralausschuß für die oberste Leitung des Festes gebildet, dessen Vorsitzender Herr Landrat Büchting ist. Im Mittel­punkt der gesamten Festlichkeiten wird einWesterwald­fest aus dem Kornmarkt" stehen, der sich wegen seines altertümlichen Rahmens besonders für die Veran­staltung eignet. .

+ Diez, 14. Juni. Herr Geheime Regrerungsrat Gürtler-Berlin nnd Herr Gewerbeschnlrat Wolf-Wiesbaden unterzogen <rm Samstag die hiesige getverbliche ff o rt- bil d nn gs schule einer eingehenden Revision in Gegen­wart des Gesamtvorstandes, wozu auch 3 ffrauen gehören. Das Resultat über die Leistungen war. ein recht ounmees. Der VereinGemütlichkeit", der seinem Namen bisher alle Ehre machte, feierte am Samstag und Sonntag sein 25jähriges , Stiftungsfest,, wozu viele auswärtige frühere Mitglieider teils aus weiter Ferrw, herbeieilten. Dre Mitglieder des Vereins bestehen teils aus söhnen derWurger- schaft teils aus jungen unverheirateten Beamten, um namentlich letzteren einHeim" zu bieten bei, den »gemüt­lichen Zusammenkünften". Dies ist dem Verein bisher ge-

lungen. bem unterlahnkreis, 14. Juni. Kaum haben die Hnndebesttzer erlöst aufgeaimet, so trifft sie wieder neues Mißgeschick. In der Umgegend von Diez und ans der un­teren Aar wurden zwei Hunde wegen Tollwutsver­dachts getötet. Bei dem letzteren bei Holzheim getöteten Tier mußte Tollwut ganz bestimmt angenommen werden. Für eine ganze Anzahl Ortschaften des Kreises wußte natürlich Hundesperre angeordnet werden. Der auch zur dieses Jahr wieder geplante Spielkursus muß wegen Mangels der nötigen Mittel unterbleiben.

-1. Eppenrod, 14. Juni. Der KriegervereinMilitär- brnderbund"-EPPenrod feiert am 29. und 30. August das Fest seiner Fahnenweihe.

- 8 . Vom Einrich, 14. Juni. Auch in diesem Jahn klagen die zahlreich in der Gegend ansässigen Bauhand­werker wieder sehr über Mangel an Beschäftigung. Die Baulust wird wegen der Verteuerung nach allen Seiten hin von Jahr zu Jahr geringer. Natürlich müssen sich die betroffenen Leute, die schon jahrelang selbständig arbeiten, außerhalb Stellung für die Sommermonate suchen.

' Herborn, 14. Juni. Das Programm für das landwirtschaftliche Fest ist nunmehr durch dre einzelnen Kommissionen festgelegt worden. Das Fest be­ginnt am 29. August mit der Kirchweihe. Am 80. August ist die Generalversammlung, Preisrichterversammlung, Ver­sammlung deralten Geisberger", das offtzielle Festessen und Kommers für die Stadt, ausgeführt von den beiden Gesangvereinen,Sängervereinigung" undLiederkranz', demTurnverein" und der Kapelle des 80. Regiments. Am 31. Auguft ist Tierschau, Probcpflügen, praktische Vorfüh­rung der landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte, Prers- hufbeschlag, Preisverteilung, historischer Fcstzug und Volksfest. An Stelle des nach Frankfurt a. M. versetzten Amtsrichters Herrn Dr. Spie gelb erg ist Herr Ge­richtsassessor Kühne aus Idstein zum Amtsrichter er­nannt worden.

! Fleisbach bei Herborn, 14. Juni. Gestern wurde hier das Bundessängersest des Dillsängerbun­des abgehalten. Leider verregnete es ganz und gar; trotz­dem waren fast sämtliche Bnndesvereine erschienen, außer­dem eine stattliche Anzahl aus dem nahen Kreis Wetzlar. Ein Festzug, wie ihn wohl Fleisbach noch nie gesehen hat, bewegte sich durch unseren Ort. Zu gleicher Zeit feierte der festgebende Verein Fahnenweihe. Unter Leitung des Bun­desdirigenten, Herrn Hauptlehrer Weber-Sinn, wurden die eingeübten Massenchöre:In dem hohen Reich der Töne", Frisch gesungen" undDas deutsche Lied" vorgetragen. Trotz der Witterung klappte alles und zeugte, daß die Ver­eine fleißig geübt hatten. Das bewiesen auch die Einzel­chöre, die hiernach vorgetragen wurden. Leider waren die Vereine gezwungm, schon frühzeitig den festgebenden Ver­ein zu verlassen.

! Haiger, 13. Juni. In vorletzter Nacht wurde in der Fahrradhandlung von H. Schönau Witwe einge­brochen. Die Diebe nahmen mehrere neue Fahrräder mit Die Polizei ist ihnen bereits auf der Spur. Sie setzte der Polizeihund der Stadt Wetzlar auf die Spur. Er ver­folgte dreimal dieselbe Spur. Der Spürhund, ein schöner deutscher Schäferhund, ist derselbe, der bekanntlich den Gießener Knabenmörder entdeckte.

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Ans der Umgebung.

rn. Bingen, 14. Juni. Nach dem Scheiden des Dr. Brod war das hiesige Heilig-Gei st- Hospital kurze Zeit ohne leitenden Arzt. Die heutige Stadwerordneten- Versammlung hat nun mit 12 gegen 3 Stimmen ^en De. Heinrich Hartleib aus Bonn als Leiter des Hospitals unter 31 Bewerbern, davon zwei in enger Wahl, gewählt. In der heutigen Stadtverordneten-Versammlung wur­den die Vormärkte einstimmig aufgehoben.

* Mainz, 15. Juni. Rheinpegel: 1 m 30 cm gegev 99 cm am gestrigen Vormittag.

GerichtsflmL.

Wiesbadener Strafkammer Der Breckenheinler Totschlag.

In der Verhandlung wegen der Breckenheimer Tot- schlagsasfäre wird sortgefahren. Auch die unbedeutendsten Momente werden, bei dem vollständigen Fehlen von direktem Überführungsmaterial, von der Anklage herangezogen, so u. a. auch der Umstand, daß Heinrich St. früher freundschaft­lich in der Familie Stamm verkehrt hat, daß er aber seit dem 30. August v. I. dort nicht mehr gesehen worden ist. Zeitweilig hat es am Platze geheißen, dieser Heinrich St. habe auch den tödlichen Stich geführt, Bestimmtes darüber jedoch weiß heute niemand zu sagen. Irgend jemand hat be­obachtet was St. zugibt daß dieser bei der Affäre das Messer gezogen hatte. Darauf scheint sich das Gerücht auf­gebaut zu haben. Ein Zeuge ist um die kritische Zeit an den Parteien vorbeigekommen. Er hat dabei beobachtet, daß der getötete Heinrich Stamm einerseits und Karl Bn. sowie Heinrich St. andererseits ffch geschimpft haben. Henrr. bat St. dabei voraeworstm, daß er für seine Mutter

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