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Morgen-Ausgabe, 1. Blatt*
Wiesbadener NagMatt.
Seite 3.
Speifefolgc in französischer Sprache aufgelegt, was zu Ehren des deutschen Kaisers cbenw widersinnig als abgeschmackt erscheint. Nur wenn der Kaiser selbst nach München kommt, wird von dem alten Gebrauch des französischen Menüs abgesehen und auch am bayerischen Hof eine Speisefolge in deutscher Sprache aufgelegt.
* Das Handbuch für das Deutsche Reich auf das Jahr
1908 ist erschienen.
* Für den Gesamtwasserstratzenbeirat. der am 6. Feibr. im SihnngSfaale deS Potsdamer Bahnhofs in Berlin Zusammentritt, ist folgende Tagesordnung festgesetzt: 1. Bericht über das Fortschreitcn der Bauardciten am Rhern- Wefer-Aanal. u. a. auch Bericht über die Entscheidung in der Frage des WeserabstiegS bei Minden. 2. Bericht über das Fortschreiten der Bauarbeiten an Len östlichen Waßer- straßen. 3. Mitteilungen über den erweiterten Grunderwerv: a.) am Mein-Westr-Kanal, b) am Großschiffahrtswcge Berlin-Stettin. 4. Stellungnahme der Staatsregierung zu den Bestrebungen auf Vergrößerungen der durch das Wasserstraßengesetz festgesetzten Abmessungen. 6. Mitteilung über die bisherigen Ergebnisse der Untersuchungen,, betreffend die Einführung des Schlepp Monopols aus dem • Rhern- Weser-Kanal (§ 18 des Wasserstrahengesetzes). Außerdem steht die Ausführung von Rotstan osarb ei tcn auf der Tagesordnung.
ZI (tflittttettirt risch e s.
übe« den Vcriraucnsbrvch der sozialdemokratischen Abgeordneten Noske und Lehmann-Wiesbaden, von dem wir schon berichteten, bringen die „L. N. N." eine anschauliche Schilderung ans der Bndgetkommission. Es heißt darin: „Auf Anregung des Präsidenten wird beschlossen, sämtlichen Anwesenden das Ehrenwort abzu- fordern, daß sie an der Veröffentlichung schuldlos seien. Dies geschieht denn auch. Im Namen der Beamten des Auswärtigen Amtes gibt Herr v. Schoen die gewünschte Erklärung, ihm folgen sämtliche Abgeordnete, und schon glaubt man, daß der Missetäter durch eine neue Ntisse- tat sich der Verurteilung entzogen habe, als die Herren v. Liebert und Wagner feststellen, baß zu Beginn des Reinigungsaktes ein Jüngling mit schwieliger Faust und sorgsam beschriebenen Röllchen sich schüchtern aus dem erleuchteten Saale entfernt habe, und das war Herr Noske, Vertreter des 10. sächsischen Wahlkreises. Aber man läßt ihm keine Ruhe. Man eilt ihm nach, man findet ihn, „man reißt und schleppt ihn vor den Richter, die Szene wird zum Tribunal". Wohlverstanden, Herr NoZke hat sich n i ch t f r e i w i l l i g g e m e l d e t, sondern suchte der Verantwortung zu entschlüpfen. Er ließ die lange Prozedur der Ehremoortabgabe vor sich gehen, ohne sich zn melden. Wenn die Kommission trotzdem Gnade für Recht ergehen ließ, um nicht den Reichstag in seinem Ansehen zn schädigen, so ist das kaum verständlich. Immerhin beschloß die Kommission, diesen Vorgang streng geheim zn halten. Da aber gedachte der „V o r:v ä r t s", den bürgerlichen Parteien eine Grube zn graben. Hurtig veröffentlichte er einen Bericht über die Budgctkommiffion, in dem cs auch hieß, es sei dort zur Sprache gekommen, daß die Ausführungen des Herrn v. Schoen durch einen Vcr- -trauensbruch in das Ausland gelangten und daß ein Mitglied des Hauses als Schuldiger entlarvt worden sei. Natürlich las jeder zwischen den Zeilen, daß es sich nicht um einen „Genossen" handle und so war jedes einzelne Mitglied der Kommission iu seiner Ehre aufs schwerste verdächtigt. Was folgte, war selbstverständlich: Die Kommission beschloß nunmehr, ihren vorigen Beschluß aufzuheben und Herrn Noske der öffentlichen Wertschätzung zn überlassen. Da aber alZ Verfasser der Notiz im „Vorwärts" Genosse Lehmann - Wiesbaden festgestellt wurde, so ist hier geschehen, was einst am Berge Moria geschah." Wie Vater Abraham seinen Sohn Isaak schlachten wollte, so Hat Lehmann seinen Noske gar grausamlich geschlachtet sind der „Vorwärts" hat ihm das Messer dazu gereicht.
->...ng der Beihilfen den Landes- d.ie durchaus seil-ständig darüber
OTT. Die Ve- mäß des Reichsges in der Weise, daß -----
Regierungen überwiesen ist. -- --****
befinden. Es sind lnsolsÄeßeu, Zweckel entstanden, oh der Reichstag für die durch den RerchShaushalt nach einem bestimmten Verteilungsmatzstgo uit ganzen zur Verfügung gestellten Mittel zuständig sc,. Demgegenüber ist darauf hiu- zuweisen. daß die vom. Bundesratc orlchsenen.AusmhrungS. bcstimnmngen dem Reichskanzler o:e Befugnis vberiraaen, darüber zu wachen, daß die Rn dem Reichsgesetz festgelegten Grilirdsätze rtd&iif, und gleichmäßig qehandhabt. werden; wenn der Reichskanzler die von einer Landesregierung in Sachen Veteranenrenten gctrof'ei-e Enticherdung auch nickt förmlich aiifhciben und ändern rann, so kann er doch jederzeit mit ersterer in Verbindung /treten, um eine der Lage des Falles entsprechende Verständigung herbeizusnhrcn. Der Reichskanzler hat somit ein jlb e r wach u na s r c ch t über die richtige Verwendung der durch den Nerchshaushalt zur Verfügung gestellten Gelder. Damit steht auch dem Reichstag ein solches Werivacqungsrecht zu, und dieser kann sich nicht für unzuständig erklären, wenn sich Kriegs- Veteranen im Petitionsiwege mit ettvai-gen Beschwerden und dergleichen an chn wenden.
RechtspVschmrg mrd Ncrrvairnng.
KL. Zur Befestigung des deutsche» Grundbesitzes in der Ostmark hatte bas Anstedelungsgesetz vom vorigen Jahre 50 Millionen Kredite zur Verfügung gestellt, aus denen eine Regulierung überlasteter Grundstücke ermöglicht werden sollte. Nachdem bisher eine solche Regulierungsaktion ausschließlich für den bäuerlichen Grundbesitz durchgeführt ist, wird nunmehr, wie wir erfahren, die Regulierungstätigkeit auch auf den mittleren und größeren Besitz ausgedehnt werden. Zu diesem Zweck sind soeben neue Ausführungs- bLstimmungen von dem zuständigen Ressort erlassen worden, in welchen die mit den bäuerlichen Regulierungen gemachten Erfahrungen verwertet wurden. Es handelt sich darum, Grundstücke von kündbaren und hvchverztnslichen Privathypotheken und anderen Lasten zu befreien, indem eine unkündbare, allmählich tilgbare und niedrig verzinsliche Beleihung an deren Stelle tritt.
Wcrrtschs Kolorrrerr.
Der Gouverneur Seitz von Kamerun wird, wie «S heißt, lm März einen Urlaub nach Deutschland an- treten und im Neichskolouialamt an den Vorarbeiten für den nächstjährigen Kolonialetat t-cklnehmcn.
piß UerlMlMW der WgeüMMWM 1er die RmMWM öiplimatifäp pralles
über die wir schon kurz berichteten, geben wir angesichts ihrer Bedeutung und des Interesses, das sie auch in weiteren Kreisen finden, nachstehende, nach dem Bericht unseres Parlamentarischen (I-Berichterstatters ausführlich wieder.
In der Büdgetkommission des Reichstages schloß heute Staatssekretär v. Schoen an seine vorgestrigen Ausführungen über die deutsche Diplomatie Darlegungen über die in Rede stehende Reorganisation des Auswärtigen Amtes. In der Aussprache wandte sich zunächst der Vertreter der Freisinnigen gegen die Art, in welcher der Staatssekretär diese Angelegenheit behandle. Er habe sich gegen Angriffe gewendet, die gar nicht erhöben würden. Niemand bestreite dem Adel die gleichen diplomatischen Fähigkeiten mit dem Bürgertum. Es sollten aber die Kräfte, die zweifellos tm Bürgertum vorhanden seien, im Interesse der Sache herangezogen werden.
Mit dem Kastengeist müsse aufgeräumt werden. Unsere diplomatische Entwicklung sei znrückge- blieben. In den Bestimmungen über Eintritt in den diplomatischen Dienst, die der Staatssekretär der Kommission überreicht hat, heiße es: „Es liegt aber auf der Hand, daß für den diplomatischen Beruf der Bewerber auch schon in den K i n ö e r j a h r e n eine entsprechende Erziehung genossen haben und von Hause aus eine für die Diplomatie geeignete Veranlagung mitbringen muß." Gerade diese Bestimmung enthalte über wiederum eine Bevorzugung des Adels, die beseitigt werden sollte. Es komme weniger auf die Sprachkenntnisse an als aus ein geschicktes energisches und konsequentes Auftreten der Beamten, damit die Unsicherheit, die eine Gefahr für den Frieden bedeute, verschwinde. Bismarck Habe auch die englische Sprache nicht gut beherrscht. Jetzt herrsche das System, daß die auswärtigen Vertretungen regelmäßig Berichte erstatteten, die zunr größten Teil ans Z e i - t tu n g saus 's ch nti-ten beständen. Diese Berichte würden in Berlin vervielfältigt und dann an alle Vertretungen geschickt, anstatt daß Hier ein Beamter sie zuerst bearbeite und den unnötigen Kram beseitige, damit dann später bei der Bearbeitung eines Weißbuches nicht der betreffende Beamte sich zuerst durch alles Unnötige dnrchavbeiten müsse, sondern ein Weißbuch sozusagen, wie in England, stets fix n » d s e r t i g vorliege. Der Staatssekretär hebe zwar die Richtigkeit der von der „Frankfurter Zeitung" ausgestellten Statistik bestritten, aber seine eigene Aufstellung sage genau d a s s c j; h c wie die „Frankfurter Zeitung", nur sei sie nach einem anderen Schema aufgestellt.
Ohne ein Eliminieren der Vorrechte des Abels bleibe die ganze Reform Stückwerk.
Die Reform des diplomatischen Dienstes sei ebenso wichtig wie die Finanzreform. EL handle sich um eine Leben sä wsg ab e des Reiches.
Der Staatssekretär erwiderte, er bestreite, daß mau an Privilegien und an dem Kastengeist fosthalte, aber von der Forderung einer besonders guten Erziehung für einen angehenden Diplomaten könne er nicht ab- gehen. Der Diplomat müßte draußen eine gute Figur machen. Die Diplomaten alter Schule mit engem Herzen gebe cs bei uns schon lange nicht mehr. Dafür habe schon Bismarck gesorgt. Er sei bestrebt, seinem Amte frisches Blut znzusühreu. Man verkehre kameradschast- lich und freundschaftlich zusammen. Die Forderung der Sprachkenntnisse sei unerläßlich und dafür müsse eben schon die Kinderstube sorgen. Ans eine Anfrage, be- tieffCtt'b
die Veröffentlichung im „Daily Manchester Dispatch" -erklärte der Staatssekretär: worauf es ankomme, sei nicht, ob das fragliche Manuskript Randbemerkungen der Botschaft in London enthalten habe, sondern ob die Äußerung des Kaisers authentisch sei, und das fei nicht der Fall. Die angebliche Dankesäutzerung des Kaisers sei -erfunden. -
Auf konservativer Seite nimmt man zur Frage der Diplomatie einen anderen Standpunkt ein als auf der der Freisinnigen. Wertvolle Kräfte des Bürgertums seien stets herangezogen worden. Aber das treffe nicht den Kernpunkt, sondern aus Charaktere itn d Persönlichkeiten komme es an, und das entziehe sich der Feststellung durch ein Examen. Der Eindruck freilich sei nicht abzu-weisen, daß
unsere Diplomatie in bezug ans die Kenntnis der Wirtschaftliche» Verhältnisse nicht genügend mit der Zeit fortgeschritten sei.
Aber Nepotismus werde bei uns nicht getrieben. Wenn möglich, sollte man auch Leute heran- ziehen, die nicht so hohe Zulagen aufweisen könnten. — Ein zweites freisinniges Kommissions-mitglied betont nochmals die Qualitäten des Bürgertums , ist mit Her Forderung der guten Kinderstube einverstanden, hält -aber statt einer „entsprechenden" Erziehung eine allgemein gute Bildung für erforderlich. Der Mangel an Spr-achkenntnis sei auf die humanistische Vorbildung znrückzusühren: man solle den Studenten auch mehr Gelegenheit geben, im Auslände zu studieren.
Der Adel werde ungebührlich bevorzugt.
In der Berliner Zentralstelle sei das Bürgertum sehr stark vertreten, aber wo es auf P r ä sentatio n ankomme, treffe man fast nur aus A d l i g e. Würden denn in Berlin, wo gearbeitet werden müsse, etwa weniger tüchtige Leute beschäftigt? Das sei doch nicht anzimehmenr warum lasse man sie also nicht auch avancieren? Komme es auf den Geldpunkt au, so werde sich in dieser Frage der Reichstag sicher n i ch t l u a u s c- r i g geigen, da stehe denn doch zu viel aus dem Spiel. Die Aufklärung über die Veröffentlichung des englischen Blattes sei durchaus unbefriedigend. Augenscheinlich habe die Botschaft an einem Manuskript Änderungen vorgenommen, ohne sich zu vergewissern, ob die Unterredung -auch wirklich stattgefunöe n habe.
Von nat-onalli-beraler -Seite wird besonders die Vertretung unserer industriellen Interessen im
Samstag, 30. Januar 1900.
Auslände erörtert. Für die wirtschaftlichen Beziehungen fei eine einheitliche Sprtze notwendig, ö-nmit öle In- dnstrie wisse, wohin sie sich zu wenden habe. Da lasse unsere Vertretung im Auslande im Gegensatz zn den ausländischen Vertretern bei uns s e h r z u w ü n s ch c « übrig. J-m Bürgertum habe man das Gefühl, daß man im diplomatischen Dienst nicht avanciere.
Nufere deutschen Diplomaten nehme» sich nicht mit der nötigen Wärme der deutschen Landsleute im Ausland an. Da sollte man sich andere Nationen zum Muster nehmen. — Der Staatssekretär bemerkt dazu, daß unsere Diplomaten in wirtschaftlichen Angelegenheiten mit de» -konsularischen Vertretern in engster Beziehung ständen. Er wolle gern die Erklärung abgeben, daß jeder Deutsche, der die entsprechende Fähigkeit besitze, im diplomatischen Dienst willkommene Ausnahme finden würde, aber -die Entscheidung und Auswahl müsse dem Chef Vorbehalten bleiben. Dlüs Examen solle nicht allein ausschlaggebend sein, aber von gründlichen Sprachkenntnissen könne man nicht abgöhen. Das bemängelte Verbleiben zahl- reicher Herren im inneren Dienst beruhe vielfach auf ihrem eigenen Wunsch: da spiele freilich wohl auch der Goldpunkt mit, aber iu dieser Beziehung gehen die Anforderungen nicht so weit, wie man vielfach behaupte. Auf -eine Anfrage, ob unsere Gesandten Mank-o-unter- schristen geben, erklärt der Staatssekretär, das würde ein Unfug fein. Wünschenswert fei es, Spezialisten auszubilden, aber das lasse sich nicht immer machen, denn dabei spielen auch die Befördernngs-verhältnisse eine Rolle. — Die Aussprache über die Diplomatie wurde gestern fortgesetzt.
ARslmrd.
Gsiorrwich-Nngarrr.
Die öfftziüse „Wiener Allg. Ztg.tz erfährt von unterrichteter üiplömatischsr Seite, daß die österreichische Regierung dem italienischen Minister des Auswärtigen T i t t o n i gegenüber niemals eine Äußerung üb-er den künftigen Standort der zu -errichtenden italienischen Universität gemacht habe, die daraus hätte schließen lassen können, daß die Universität in einer italienischen Stadt -Österreichs errichtet werden würde.
RrMarrd.
Ein Gutachten des Direktors des Instituts für Ex. perimentalM-odizin Professor Lodwyssozki weist darauf -hin, daß im Frühjahr die Cholera noch größere Dimensionen annehmcn wird. Er empfiehlt ietzt schon ausreichende Schutzimpfungen, hält aber ein Gesetz zur Zwangssanierung Petersburgs für die erste gesetzgeberische Maßnahme, die von der Regierung zu treffen ist.
Goglaud.
Die Regierung bereitet eine N c u o r ö u u u g d e t Ministerien vor. Das Ressort des MinisteriumA des Innern soll eingeschränkt, dagegen sollen wirkliche Ministerien für Handel und Industrie geschaffen werden.
Senbisrr.
„Beogradske Nowrne" sagt zum nächsten Ultimo in- solge der erschreckenden Zunahme der wirtschaftlichen Krise mehrere Fallissements voraus. Der erste Beweis der Krise sei die Überbürdung des Handelsgerichts, bei dem kürzlich an einem Tage 260 Wechselproteste und 60 Exekntionsgesnche eingingen.
Marokko.
Die Agenee Havas meldet aus Mazagan vom 24. Januar: Im Gebiete der Ulca Tria bei Mazagan wurden ein deutscher und ein französischer Rekka (eingeborener Postbote), die von Marrakesch kamen, ausgc- plündert.
Neveirrrgje Kt-raterr.
Präsident Roosevelt hat den Auftrag zur Prägung einer Denkmünze zur Erinnerung an die Kreuzerfahrt des Atlantischen Schlachtschiff-Geschwaders (von Hampton Roads Ba., um Südamerika herum, und von San Francisco über die Philippinen, Japan, Indien, den Suezkanal, die Straße von Gibraltar, zurück nach Hamptou Roads Ba.) gegeben. Diese Erinnerungsmedaille, die in der Münze von Philadelphia geschlagen wird, zeigt auf der einen Seite den Kopf Rovscvslts, auf der anderen eine Columbia, die einer am Horizont verschwindenden- Linie von Kriegsschiffen nachschaut. — Der feierliche Empfang der Flotte im Februar, bei der dies Erinnerungszeichen den Teilnehmern an Ser erfolgreichen Weltumsegelung übergeben werden soll, wird voraus« sichtlich die letzte größere Amtshandlung des am 4. März zurücktretenden Präsidenten sein. raxo.
Fustlchiffe und AeropLane.
a Das erste Kolleg über Aeronantik. Wie uns aus -Göttingen mil-geteilt wird, Hat Professor IIr. P x a n d t l, der den Lehrauftrag für das -gesamte Gebiet der Aero- nautik vom Llnltusmirnsterinm erhalten hat, jetzt das Thema für seine ersten Vorlesungen über Aeronautik an der Göttinger Universität festgesetzt. Er tvird zunächst ein zweistündiges Kvlleg über „W i s s c n s ch a s t - lliche Grundlagen der 8 u f t s ch i s f ah r t" av- chalten. Da sowohl die AtolorlnftschiffayrtsgeseMchast wie die Göttinger Vereinigung zur Forderung der angewandten Physik und Mathematik Mittel für ein Laboratorium der Aeronautik zur Verfügung gestellt haben, wird an der Universität auch praktisch mit der Materie gearbeitet werden können. Professor Prandtl beabsichtigt daher, von Zeit zu Zeit seinen Hörern kleinere Modelle vorznsüyre«, wofür entsprechende EiuriHtnngcn geschaffen werden. Als Vorkenrttnifse für den Besuch des Kollegs werden Differenzial- und Integralrechnung sowie selbstverständlich Physik gefordert.
