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Seite 4. Mittwoch, 20, Januar 1909,

in 63 Fällen, und zwar in 9 Fällen für die Dauer von mehr als 2 Tagen. Infolge von Dammrutschungen und sonstiger durch Naturereignisse hervorgerufenen Be­schädigungen des Bahnkörpers kamen 21, davon 5 über 2 Tage andauernde Betriebsstörungen vor. An Unfällen wurden gezählt: 350 Entgleisungen, 272 Zusammenstöße und 2110 sonstige Unfälle, insgesamt also 2732 Unfälle. Dabei wurden getötet oder verletzt: 2677 Personen. Bon Reisenden wurden 98 getötet und 484 verletzt (davon 83, bczw. 310 infolge eigener Unvorsichtigkeit), von Bah »be­amten und Bahuarbeitcrn wurden 526 getötet und 1044 verletzt (darunter bei Zugnnfüllen 16, bezw. 191, durch unvorsichtiges Verhalten 89, bezw. 191, durch sonstige unvorsichtige Handhabung des Dienstes 72, bezw. 143). An einmaligen Abfindungen und fortlaufenden Zahlungen zur Entschädigung der durch die Unfälle Betroffenen haben im Berichtsjahre insgesamt 5 726 834 M. aufgc- wcndct werden müssen. Die Mchrcinuahmc gegen das Vorjahr belief sich beim Personenverkehr auf rund 14A Millionen, beim Güterverkehr auf rund 59% Millionen Mark.

Der Ausschuß des Verbandes deutscher ArLeitsnack-

merse, der unter dem Vorsitz von Dir. Freund in Berlin zusammentrat, hat auf Grund der Leipziger Kongretz­verhandlungen seine Ansicht dahin ausgesprochen, daß ein gesetzgeberisches Eingreifen in die Organisation der allgemeinen, öffentlichen und paritäti­schen Arbeitsnachweise zurzeit nicht erwünscht sei. Zur Durchführung des Ausbaues des Rcichsverbaudes und zur Erzielung einer umfassenden Tätigkeit soll der (Reichskanzler unverzüglich um Bewilligung einer größeren laufenden Beihilfe angegangen werden. Zur Bearbeitung der Frage, mit welchen Mitteln die Miß­stände ans dem Gebiete der gewerbsmäßigen Stellenver­mittelung erfolgreich zu bekämpfen seien, wurde eine besondere Kommission eingesetzt.

Herr und gMtc.

# Oberstleutnant Goltz von der Armecabteilnng des Kriegs Ministeriums, der bekanntlich im Reichstag bei den Beratungen plötzlich erkrankte und dieserhalb Urlaub genommen hatte, ist jetzt, wie wir hören, völlig wieder- hergestelli. Er hat seinen Urlaub beendet und die Dienst­geschäfte im Kriegsministerium seit dem 18 . d. M. in vollem Umfange wieder übernommen.

Ausland.

Rutzlund.

In Petersburg sind gestern wieder 48 Personen an Cholera erkrankt, 12 sind gestorben. Im ganzen liegen gegenwärtig 289 Personen krank darnieder.

Serbien.

Serbiens Forderungen.

In einer demnächst an alle Signatarmächtc des Ber­liner Vertrages zu richtenden Zirkulardepesche wird die serbische Regierung Forderungen nach solchen terri­torialen Entschädigungen stellen, die eine geographische Bereinigung Serbiens und Montenegros sowie den Bau einer an der adriatischen Küste endenden Bahn er­möglichen, die ausschließlich durch serbisch-montcncgrini- jches Gebiet geführt werden soll.

Netscherni Novosti" in Belgrad erfahren, die italienische Regierung habe ihre Vermittlung zwischen Österreich-Ungarn und Serbien angetragen. Bulgarien soll in den letzten Tagen die Garnison in der Grenzstadt Zaribrod an der serbischen Grenze durch Infanterie mto Artillerie verstärkt haben.

Türkei.

Da die von der Pforte gegen den Boykott erlassenen Befehle bisher ohne Ergebnis geblieben sind, unternahm der Botschafter Markgraf Pallavicini neuerdings Schritte bei der Pforte. Der Großwesir ließ darum durch den Minister des Innern neuerliche Befehle in dieser Angelegenheit ergehen.

Die Chefs LeS Boykott-Komitees haben gestern mit dem Minister des Innern konferiert und dann eine Sitzung abgehalten. Hierbei wurde beschlossen, vcn Boykott erst ausznyebcn, wenn das Parlament das Österreichisch - türkische Verstündignugsprotokoll sanktio­niert hat. Man nimmt an, daß der Boykott noch min­destens drei Wochen dauern kann. Zudem scheine:: Differenzen zwischen den Lasttträgern und der Negierung zu bestehen. Die Lastträger glauben Ansprüche auf Ent­schädigung für den ihnen durch den Boykott entgangenen Lohn zu haben.

Uereinigte Staaten.

Präsident Roosevelt übermittelte dem Senat ein Schreiben des Staatssekretärs R o o t, in welchem dieser um die Ermächtigung ersucht, eine Kommission bon drei Amerikanern zu ernennen, die nach Liberia gehen soll, um der Regierung der Republik zur Seite zu stehen. Roosevelt empfiehlt den Vorschlag zur An­nahme und verlangt zur Deckung der Kosten einen Kredit von 20 000 Dollar.

Der Senat beschloß, die Bezüge des B u n d e s p r n s i d c n t c n einschließlich der Reise- hostenentschädigung von 75 000 auf 100 000 Dollar zu p r h ö h e n.

Fustschiffe und Aeroplane.

Das Komitee für die internationalen olympischen Spiele hat beschlossen, dem Grafen Zeppelin ein Diplom gu überreichen.

i n. Das Recht zu fliegen. Aus L v u d o n wird be­suchtet: Die internationale Lnftschifser-Konscrenz hat chunmehr in ihrer letzten Sitzung die Einsetzung eines Komitees beschlossen, das über das Recht der Flug- maschine, Grenzen, Städte und Grundstücke zu über­fliegen, beraten soll. Jeder ans der Konferenz vertretene Klub wird drei Delegierte ernennen, die mit den be­

Wreslradener TagbLE

treffenden Regierungen verhandeln sollen. Die inter- cjsierten Großstaatcn werden durch drei Sachverständige, einen militärischen, einen seemännischen und einen juristischen, vertreten sein. Die Frage, wie ein Grund­besitzer zum Schadensersatz kommen soll, wenn ein Flug- techniker z. B. das Dach seines Hauses im Borbeifliegen beschädigt, wird lebhaft erörtert. Die meisten Delegier­ten äußerten in Gesprächen die Anschauung, Latz Äcro- plane, die die Grenzen Passieren, ein deutlich erkennbares Zeichen ihrer Nationalität tragen müssen.Bei Pacht", so äußerte sich ein Teilnehmer,würde jede Flngmaschinc ein sehr starkes, weitlenchtendes Licht tragen müssen. Über Städten sollte nach Eintritt der Dunkelheit das Fliegen verboten werden, bis die Aeronauten über ge­nügende Erfahrung verfügen. Man mag sich einmal vor­stellen, welche Katastrophe die auf der Erde Wandelnden betreffen würde, wenn über ihnen zwei Flugmaschinen kollidieren." Die Konferenz faßte den Beschluß, einen neuen Fonds für Preise zu schaffen, dessen Höhe auf rund eine Million bemessen wurde. Voraussichtlich wird ein goldener Pokal für Flugmaschine:: und ein gleicher für Lcnkballons gestiftet werden, beide je im Werte von etwa 40 000 M. Des weiteren wurde festgesetzt, daß beim kommenden Goröon-Bennett-Rennen der Lüfte die Teil­nehmer eine Distanz von mindestens 20 Kilometer durch­stiege» müssen, nwbei die Maschinen bisweilen den Boden berühren dürfen, ohne daß die Teilnehmer da­durch disqualifiziert werden.

Ans ErLdeben in Sud-Itnijen.

Der Hafen von Messina.

Die vom Minister der öffentlichen Arbeiten ernannte Kommission 'ist nach eingehender Untersuchung des Hafens von Messina nach Rom zurückgekehrt. Die Kommission hat sich überzeugt, daß, abgesehen von den allgemein bekannten Senkungen und Verschiebungen der Kaimauern, der Hafen nach wie vor ein großer, sicherer Ankerplatz ist. Bemerkenswert sei es, daß der etwa 40 Meter hohe Leuchtturm am Kap Peloro das Erdbeben überdauert habe: es sei zunächst nur eine Verstärkung seiner Verankerungen nötig. Der Minister hat bereits in diesem Sinne Anordnungen getroffen.

Wieder eine Feucrsbrnnst in Messina.

In Messina brach nachts in den Häuscrtrümmern längs der Küste eine heftige Fcnersbrunst aus, die von starkem Wind begünstigt wurde. Die Truppen und Mannschaften machten sich sofort daran, den Brand zu löschen, mutzten aber, da der Versuch vergeblich war, sich darauf beschränken, ihn zu isolieren. Einer Sondcr- ausgave desGiornale d'Jtalia" in Rom zufolge brach das Feuer in Messina im Palazzo Pennisi aus, dem ein­zigen vielleicht, dessen Außenmauern nach dem Erdbeben fast völlig stehen ^geblieben waren. Den Löschversuche», die mit größer Selbstverleugnung vorgenommcn wur­den, wohnte der Herzog von Genua bei. Man glaubt, daß das Feuer bereits seit einigen Tagen an verborgener Stelle schwelte und durch den heftigen Wind zum Aus­bruch gekommen ist.

Die Hilfeleistung.

Im Aufträge der Königin begab sich gestern abend der Hofarzt Dr. Quirico nach Calabrien, um in den Gegenden an der Küste nl:d landeinwärts, wo bisher noch nicht ausreichende Hilfe geleistet worden war, Wäsche und Kleidungsstücke zu verteilen, die unter Leitung der Königin im Quiriual angesertigt wurden.

Die französische Kammer bewilligte für die Familien der Opfer des Erdbebens in Italien, soweit sie franzö­sischer Nationalität sind, einen Kredit von 100 000 Frank.

Die Hilsc Deutschlands.

Die Kaiserin, der Kronprinz und die Kronprinzessin, die Prinzessin Viktoria Luise sowie die Prinzen Fried­rich Leopold und Eitel Friedrich wohnten gestern abend in der Philharmonie dem unter dem Protektorate des Kronprinzen stattfinüenüen Konzerte für die Opfer in Messina bei. Professor Siegfried Ochs dirigierte unter Mitwirkung öcö Philharmonischen Chores und des Phil­harmonischen Orchesters. Die Altistin Schuhmann-Heinck, Frau Herzog, sowie die Bassisten van Eweyk und Brahms trugen ein deutsches Requiem, -SchubertsAllmacht" und anderes in vollendeter Ausführung vor. Der -Saal war überfüllt. Anwesend waren u. a. hohe Staats- und Hof- würdenträger sowie die Mitglieder des diplomatischen Korps. Die Kaiserin, der Kronprinz und die Kron­prinzessin sprachen dem Dirigenten und den Mitwirkcu- den ihre Anerkennung ans.

Neue Erdstöße.

In Reggio di Calabria wurden mehrere zum Teil starke Erdstöße verspürt. Nachts ist Schnee gefallen und hat die Berge bedeckt. Auch aus Messina wird Schneefall gemeldet. Spanische Marinemannschaften haben Messina und die benachbarten Dörfer besucht, um Hilfe zu bringen.

Der Rciseschriftstellcr Barzini klagt imCorriere della Sera" auch die jetzigen Behörden von Messina der Untätigkeit, Energielosigkeit und Pedanterie an.

Aus Stadt und Land.

Wiesbadener Nachrichten.

Wiesbaden, 20. Januar.

Gerichts-Personalien. , Gerichtsvollzieher Wagner zu Camberg wurde nach Eltville, Gerichtsvollzieher Wille zu Eltville nach Weilburg versetzt und Gerichtsvollzieher kr. A. Förster zu Herne zun: Gerrchtsböllzieher beim Amts­gericht Cambcrg ernannt.

Schloß Stolzenfels. DieFrankfurter Zeitung" fiatte. sich aus Coblenz melden lasten, es verlaute be- stimmt, daß Oberpräsident Freiherr v. Schorlemer- Lieser das Schloß Stolzenfels gekauft habe Dem­gegenüber erfährt dieRh.-Westf. Ztg." an zuständiger

Abend-Ausgabe, 1. Blatt. Nr. 32.

Stelle, daß der Oberpräsident das Schloß nicht gekauft hat und auch nicht die Absicht hat, es zu erwerben- Der Oberpräsident hat schon früher einer Abordnung aus Capellen erklärt, daß er seinen Einfluß geltend machen werde, uin einen Verkauf des Schlosses zu verhindern.

Hundert Jahre Rycinschiffahrt. Zn der Hnndert- iahrfeier der am ganzen Rhein bekannten Reederfirma Matthias Stinnes schreibt der MainzerNeuest. An­zeiger": Zu Beginn des 19.Jahrhunderts waren die poli- iischen Verhältnisse der Ruhr- und Rheinnserstaatcn manchem schwerem Wechsel unterworfen. Die Napv- leonische Herrschaft erhob u. a. Mülheim a. d. Ruhr zur Stadt. Durch die derzeit herrschende Rheinsperre lagen Handel, und Industrie im Mülheimer Lande sehr dar­nieder. Unter diesen schwierigen Verhältnissen gelang es aber doch der Tatkraft eines Mannes in verhältnis­mäßig kurzer Zeit geschäftlich bedeutende Erfolge zu er­zielen. Dieser Mann war Matthias Stinnes. Am 16. Januar 1808 machte sich Stinnes als einfacher Ruhr- schiffer im 18. Lebensjahre selbständig. Im Jahre 1809 legte er den Grundstein zu einem noch heute an der Spitze der Schiffahrt marschierenden schifsahrt- und berg­baulichen Unternehmen: er begann mit einem Kohlen­nachen auf der Ruhr die Schisfahrt. Am 1. Dezember 1810 konnte er sich bereits einen sogenannten Kohlenhock kaufen. 1817 errichtete Stinnes mit 9 Schiffen die Linie Cöln-Arnheim: für die preußische Regierung übernahm er 1818 die Kohlentransporte der König!. Salzerzeug­nisse von Wesel und Ruhrort. Im Jahre 1819 betrieb er schon in erheblichem Maße die Oberrheinschiffahrt: cs betrug der Kohlentransport nach dem Oberrhein in die­sem Jahre bereits 2 650 000 Zentner. Im Jahre 1870 be­schäftigte Matth. Stinnes bereits 66 Schisse auf Rhein und Ruhr. Bereits im Jahre 1848 konnte Matthias Stinnes von sich sagen:Dem Staat Preußen jährlich 80 000 Taler zu bezahlen." 1870 baute Stinnes die Schiffbrücke zu Coblenz. Es zeigt dies den Unterneh­mungsgeist des hervorragenden MäNnes, dessen Bild aus dem Denkmal Friedrich Wilhelms IIT. in Cöln neben Kemphausen und Hantel Platz fand. Der wichtigste Zweig des Geschäfts bildet die Schiffahrt, die nament­lich nach Einführung der Dämpfschiffahrt ans dem Rhein einen ungeahnten Aufschwung nahm. Die Firma Stinnes darf zudem für sich die Priorität der Rheindampsschlepp- schiffahrt mittels eigens zu diesem Zweck gebauter Dampfer und Schleppkähne in Anspruch nehmen. Eines dieser Dampfschleppboote erhielt den NamenMatthias Stinnes I.": es hat 35 Jahre Dienste getan, bis es am 26. September 1879 oberhalb der Hvchfelöer Eiscnbahu- brücke unterging. Im Volksmund hieß das Schiff am ganzen Rhein nicht anders als deralte Mattes". Aus Pietät gegen den alten Herrn Matthias wurden später sämtliche Schleppdampfer der Firma mit dem Namen Matthias Stinnes"" mit angefügter laufender Nummer bezeichnet. Im Jahre 1890 zählte die Schleppdampfer- flotte bereits 6 Boote: 1902 tratMatthias Stinnes IX." in Dienst, der nun mit seinen vier beladenen Anhan.z- fchiffen 70 000 Zentner schleppte, 1006 kaufte Stinnes die Aktiengesellschaft für Handel und Schiffahrt H. 'A. Disch auf, deren Sitz früher in Mainz war, und brachte dadurch sein Schleppdampfermaterial auf 20 Schiffe. In diesem Jnbilünmsjahr 1909 verfügt das Haus Stinnes über 21 Schleppdampfer und 85 eiserne Schleppkähne und steht damit an der Spitze aller Schleppdampfergesellschaften des Rheins. Gegenwärtig befindet sich noch einMatthias Stinnes XXII." im Ban, der nach seiner Fertigstellung der größte Radschleppdampfer des Rheins sein wird. Be­sonders hervorgehoben sei noch in diesen Tagen des hun­dertjährigen Jubiläums, daß die Firma Matthias Stinnes in den letztverflossenen 20 Jahren kein Dampf­schiff mehr auf fremden Werften hat bancn lasten, und daß sie damit auch dem deutschen Schiffbau erhebliche Dienste geleistet hat.

Damensitzung derWiesbadener Karnevalgesell­schaft". DieWiesbadener Kariievalgesellschaft" hatte am Montagabend ihre erste Damensitzung imHotel Römer" in der Büdingenstraße. Etwa um %9 Uhr zog derkleine Rat" bei dichtbesetztemHause" ein. Die Führung lag in den Händen des bekannten Virreche und Bize L. Becker, da der 1. Präsident Stahl am Erscheinen verhindert war. Nach einem Willkommengruß des Vize und einem Hoch auf den rheinischen Karneval stieg das gemeinschaftliche Lied Nr. 1:Hoch die Fassenacht". Nach demselben bestieg der kleine Kanzler Lehmann die Bütt. Er brachte in humorvoller Weise die Entstehung und Weiterentwicklung §er Gesellschaft und streifte alsdann in weiteren gutpointierten Versen die Vorkommnisse des Jahres 1908. Reicher Beifall lohnte ihn. Als Aner­kennung erhielt er den Zwillingsoröcn. Nach dem Kassenbericht des Kassierers Bing folgte eine Reihe von Solisten, n. a. die Narren Max Brandt vom Walhalla- Theater (Paukenverse), Klein vom Bolkstheater (als Uhrmacher und Bettelbua), Enders (genannt Mucki), Rücker und Knapp (Couplets), und Lehmann mit seinem überall :::it großem Beifall aufgenommenen Vortrag: Im lenkbaren Luftballon" und MelodramaRitter Kuno". Als Lumpenmaler zeigte sich Herr Egenols. Sämtliche Darbietungen wurden mit großem Beifall anf- genpmmen. Nicht unerwähnt sei das auf lokale Vcr-. hältnisse zugespitzte Zwiegespräch eines Berliner Reisen­den und eines Wiesbadener Dienstmanns (Narren Becker und Lehmann), ebenso der urwüchsige Büttcn- vortraz des Virreche Becker. Weiter wurde ein Schrei­ben des Kreppelmanns I. Ehr. Glücklich verlesen, in wel­chem derselbe der Gesellschaft die besten Glückwünsche darbringt. Als Liederdichter entpuppten sich die Herren Bode, Rühl und Becker. Die zweite Damensitzung findet Montag, den 1. Februar, ebenfalls imRömer", statt.

Ern großer Überfluß an jnngcn Postbeamten

(Postgehilfen) :st zurzeit im Frankfurter Oberpostdirck- tivnsbezirk vorhanden und macht sich für die jungen Leute und ihre Eltern recht unangenehm bemerkbar. In dem genannten Bezirk kann der Bedarf an Postgehilsen ans dem Bezirk selbst nicht gedeckt werden, und deshalb hat man seit Jahren Anwärter aus Bayern übernom­men. Zu Hunderten sind Bayern jetzt Hier als junge