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Donnerstag, 10. Dezember 1908. WikSbadkNer TagdLsM. Morgen-Ausgabe, 1. Matt. Nr. »77

Seite «.

Haben, mit ihren Wünschen und Beschwerden an uns Heranzutreten. Der Vorwurf, daß die Industrie gegen Sen ZeHnstunüentag agitiere, ist nicht berechtigt. Meine politischen Freunde werden dem Grundgedanken der Novelle, der verkürzten Arbeitszeit für Arbeiterinnen, zustiurmen. Wir bedauern, daß die von der Regierung vorgeschlagene Zahl von 60 Ausnahmetagen abgelehnt und dafür von der Kommission 40 eingesetzt worden sind. Wir hoffen, daß unser Vorschlag auf Zulassung von 6» Tagen angenommen werden wird.

Abg. StaLthageu (Soz.): Die Vorlage geht uns in bezug auf Verkürzung der Arbeitszeit und Ilrbeiter- schutzbeftimmungen noch lange nicht weit genug. Wir betrachten sie als eine ganz ungenügende Abschlags­zahlung. Es ist nicht zu bestreiten, daß die Industrie in verhetzender Weise gegen die Verkürzung der Arbeits­zeit agitieren wird.

Abg. Erzberger (Zentr.): Der Vorwurf des Abg. Vamp, daß die Beratung überstürzt wird, ist nicht gerecht­fertigt. In der Kommission war ausreichend Gelegen­heit, die Vertreter der Industrie zu hören. Bezüglich der Ausnahmetage stimmen wir der Resolution der zweiten Lesung zu.

Damit schließt die Generaldebatte.

In der Spezialdebatte wird zunächst eine Reihe von Bestimmungen ohne Debatte angenommen. § 87 enthält 11 Bestimmungen über die Arbeitsdauer. Nach dem Be­schluß der zweiten Lesung darf die Dauer der Beschäf­tigung von Arbeiterinnen an Vorabenden von Sonn- und Feiertagen 8 Stunden nicht überschreiten.

Abg. Manz (freis. Vpt.) warnt davor, die Arbeits­zeit an Vorabenden von Sonn- und Feiertagen noch weiter zu verkürzen.

Abg. Molkeubuhr (Soz.) befürwortet den Antrag keiner Partei, nach welchem die Arbeitszeit an Sams­tagen und an Tagen vor Festtagen auf 7 Stunden her­abgesetzt werden soll.

Hierauf wird 8 137 unter Ablehnung des sozialdemo­kratischen Antrags nach dem Beschluß der zweiten Lesung angenommen.

§ 187a enthält Bestimmungen übsr die Heim­arbeit. An den Tagen, an denen Arbeiterinnen in Be­trieben während der gesetzlich festgelegten Arbeitszeit beschäftigt sind, soll die Mitgabe von Heimarbeit unzu­lässig sein. Sie soll nur an solchen Tagen gestattet ?werden, wenn die Arbeiterinnen mit verkürzter Zeit in Len Betrieben beschäftigt werden.

Abg. Günther-Sachsen (freis. Volksp.) führt ans: Wir hätten gewünscht, daß dem Bundesrat Vollmacht erteilt worden wäre, unter gewissen Voraussetzungen Ausnahmen für die Überweisung von Heimarbeit festzusetzen.

Abg. Hanisch (Wirtsch. Ver.): Auch wir wünschen Ausnahmen für die Heimarbeit, besonders im Interesse der Weber.

Abg. Dr. Stresemanm (nat.-lib.): Wir werden für den £ 187a stimmen, wünschen aber dringend Ausnahmen derjenigen Betriebe, in denen eine Ausnutzung der Ar­beitskräfte durch Mitgabe von Arbeit nicht stattfindet.

Abg. Wagner (konf.): Wir halten die von den Vor­rednern geäußerten Wünsche hinsichtlich der Mitgabe von Heimarbeit durchaus für gerechtfertigt.

Abg. Molkenbuhr (Soz.): Uns geht dieser Paragraph noch nicht weit genug.

§ 187a wird hierauf nach den Beschlüssen der zweiten Lesung angenommen.

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fdfk Nachrichten.

hd. Berlin, 9. Dezember. Der Ge s n n d b e i t 8- 8 u st and des K aisers ist tu keiner Weise besorg- .niserregend. Er hat sich vielmehr von dem lebten Un­wohlsein. das durch Erkältung verursacht war, wieder vollkommen erholt und unternimmt jetzt täglich Spazierfahrten und Spazierritte.

bä. Berlin, 9. Dezember. Die Nachricht, das Kultus- ministertum beabsichtige, den außerordentlichen Professor Dr. Rade in Marburg an die königliche Akademie nach Posen zu berufen, entspricht den von der „Kreuzzeitung" an maßgobender Stelle eingezogenen Erkundigungen zufolge nicht den Tatsachen, Überhaupt bestehe nicht die Absicht., eine Professur für Religionsgeschichte und Religions-Wissen­schaften ' zu begründen.

Mannheim, 9. Dezember. (Eigener Drahtbericht.) Die heurige Generalversammlung des Deutschen Lust- f 1 0 t t e n Vereins beschloß, ihre nächste Generalver­sammlung in Leipzig abzuhalten.

Wien, 9. Dezember. (Eigener Drahtbericht.) (Abge­ordnetenhaus.) In der fortgesetzten Beratung des Bndgetprovisorinms sprach der Ministerpräsident unter anhaltendem Lärm und fortdauerndem Pfeifen der Tschechisch-Radikalen seine große Genug­tuung darüber aus, daß das Haus mit Recht die von ge­wisser einzelner Seite geäußerten Zweifel an seiner Leistungsfähigkeit glänzend widerlegt habe. Nachdem tn die Verhandlung eingetretcn worden war, besprach der Ministerpräsident zunächst die Verhängung des Stand- rechts über Prag und betonte, daß die Regierung nur nach gewissenhafter Prüfung der Sachlage zu dem gesetz­lichen Abwehrniiitcl erst dann gegriffen habe, als der staatliche Notstand offenkundig geworden war und als ausgesprochen staatsfeindliche Tendenzen schärfer zutage traten. (Lebhafte Zustimmung: Zwischenrufe bei den Tschechisch-Radikalen.) Die Verhängung des Stanörechts richtet sich weder gegen eine Nationalität noch gegen eine Partei, sondern vielmehr gegen jene, welche die nationale Verblendung und Leidenschaft in offenkundiger Absicht entfacht haben, um gerade in dem gegenwärtigen ernsten Augenblick die Aktionskraft Österreichs zu schwächen. Aber der Staat, der in den schwersten Stürmen, öle Europa heimsuchten, sich kraftvoll zu behaupten wußte, ein Staat von Österreichs politischer, militärischer sowie wirtschaftlicher Stärke, wird weder vor Stratzenexzessen gewisser gesetzloser Elemente aböanken noch vor der Wühlarbeit gewisser Staatsfeinde, die vor ganz Europa «die Ohnmacht unserer öffentlichen Gewalt affichteren "rächten. (Lebhafter Beifall; anhaltende Zwischenrufe.)

Wien, 9. Dezember. (Eigener Drahtbericht.) Heute waren hier wieder Gerüchte verbreitet, daß serbische Banden tn Bosnien eingefallen seien. Die Ge­rüchte sind, wie die „N. Fr. Pr." von authentischer Seite erfährt, vollständig unbegründet. Erst gestern wurde von kompetenter Seite aus Sarajewo der Kriegs- verwaltung die amtliche Mitteilung erstattet, daß sowohl im Innern Bosniens als auch an der Grerrze voll­kommene Ruhe sei. Übrigens ist hier auch bekannt, daß die serbischen Banden, welche an der Grenze verteilt wurden, nach den Schritten der Gesandten in Belgrad den Auftrag erhielten, sich bis auf weiteres ruhig zu ver­halten und die Grenze nicht zu überschreiten. Auch von einem überfall montenegrinischer Banden ist an hiesigen informierten Stellen nichts bekannt. Die „N. Fr. Pr." Hatte in den letzten Tagen neuerdings Mel­dungen verbreitet, daß militärische Ausgleiche tu Ungarn vorbereitet werden sollen. Demgegenüber verlautet von informierter Seite, daß nach Erledigung der U n i o u s f r a g e und der Bankfrage an öle Perfektierung des militärischen Ausgleichs geschritten wird. Nichtsdestoweniger finden zurzeit unverbind­liche Besprechungen über militärische Fragen statt. Auch in der gestrigen Besprechung des ungarischen Ministerpräsidenten mit dem Rcichskricgs- minister dürfte diese Frage gestreift worden sein.

M. Paris, 9. Dezember. Der Korrespondent des „Petit Parisien" meldet aus Berlin: Wie ich erfahre, bemüht sich Deutschland, das um jeden Preis einen Krieg vermeiden möchte, auf Österreich einzuwirken, um es von etwaigen nicht wieder gut zu machenden Schritten energisch abzuhalten. ^Gleichzeitig bemühe sich Deutschland in ähnlichem Sinne als Friedens- Vermittler in Petersburg und Konstantinopel zu inter­venieren.

Petersburg, 9. Dezember. (Eigener Drahtbericht.) Den Morgendlättern zufolge sind gestern in Rußland 37 Todesurteile gefällt und 17 Hinrichtun­gen Vollzogen worden.

hd. Teheran, 9. Dezember. Den letzten Meldun­gen zufolge wird die revolutionäre Be­wegung iiu geheimen v o n den I u n g t ü r k e n geleitet. Die Revolutionäre empfangen unge­hindert Waffen und Munition über Täbris. Der weit­aus größte Teil des Landes mit Ausnahme von Teheran befindet sich in offenem Aufruhr. In einigen Wochen werden sich die Provinzen längs der türkischen Grenze für unabhängig erklären. 12 Notablen werden als Delegierte nach Europa reisen, um Me Parlamente und Zeitungen für die Revolution zu gewinnen. Auch an die Führer der Opposition in der russischen Duma will man einen Aufruf senden.

hd. New Pork, 8. Dezember. Hier sind Telegramms aus Carracas, der Hauptstadt von Venezuela, einge- troffen, denen zufolge in Venezuela ein Au f - stand ausgebrochen ist, der sich gegen den nach Europa unterwegs befindlichen Präsi­denten Castro richtet.

Trier, 9. Dezember. (Eigener Drahibericht.) Der mutmaßliche Mörder des Versicherungsbeamten Regen wurde in der Person des hiesigen Sta-dtbau- technikers Franz Jakob Maagh ermittelt. Beide waren seit Jahren befreundet. Der Verhaftete leug­net die Tat und gibt an, Regen habe durch Selbstmord geendet. Bei der Leiche wurde Uhr und Kette, sowie 6 Mark in bar gefunden.

wt). Breslau, 9. Dezember. Gestern abend drangen zwei Burschen in ein Abteil zweiter Klasse des Personenzuges 420 Breslau-Liegnitz. Von den beiden Damen, die sich im Innern des Abteils befanden, hatte eine die Geistesgegen­wart, die Notleine zu ziehen. Die Burschen rissen die Handtaschen an sich und entkamen. Die sofort auf­genommene Verfolgung verlief erfolglos. Der Überfall war zwischen Breslau und Kleinmochborn unternommen ivordcn.

Eckernsörde, 9. Dezember. (Eigener Drahibericht.) Der große Gntshof F i ch t e I wurde heute nacht von einer großen F e u e r s b r u n st heimgesucht. Die Kuhstallung mit 76 Kühen und eine Scheune fielen dem Feuer zum Opfer.

wb. Kempten, 9. Dezember. Gestern abend brach, dem „Kemptener Tag- und Anzeigeblatt" zufolge, zwischen organi­sierten und Nichtorganisierten Brauerei! der Stiftsbrauerei eine Rauferei aus, während welcher der Brauer Albert Röhrl aus Kötztiug erstochen wurde: ferner wurden der

Brauer Pagenzer und der Nachtwächter Hartmann durch Messerstiche schwer verletzt. Die anderen Beteiligten wurden leichter verletzt.

bä. Toulon, 9. Dezember. In Lalande ist gestern gegen ein Privathaus eine DynaMitbo m b c geschleudert wor­den, während die Einwohner schliefen. Das Haus wurde zum Teil zerstört und einige Einwohner erlitten Verletzungen. Es ist dies innerhalb zweier Jahre das viertemal, daß gegen das elbc Haus ein derartiger Anschlag verübt wird. Das Gebäude ist meist von italienischen Grubenarbeitern be­wohnt. ....

£efgtg Sartdeisnachrüchrsn.

Berliner Börse.

Berlin, 9. Dezember. (Eigener Drahibericht.) Die günstige Wertung der Rede Büloms, sowie die anfäng­liche Erholung New Jorks wurde stark beeinträchtigt durch schwächeres Wien auf Gerüchte über Vorgänge an der österreichisch-serbischen Grenze. Immerhin aber gab sich eine entschiedene Widerstandsfähigkeit gegen Rück­gänge in der Kursbewegung zu erkennen. Außer einer im Einklang mit niedrigen Wiener Notierungen er­folgten Abschwächung der österreichischen Werte gaben nur Banken ganz unbedeutend nach. Ferner waren Russische Anleihe von 1902 und Türkische Lose nicht voll behauptet. Im übrigen jedoch zeigte das Kursniveau bei Beginn Besserungen. So waren Amerikanische Bahnen auf New Jork höher. Auch einzelne Hütten­werke zogen an, was mit vorhandenen Dccknngsbedürs- nissen erklärt wurde. Das Geschäft beschränkte sich aber nur auf ganz vereinzelte Umsätze. Auf dem Moutan- markte blieben die anfänglichen Besserungen späterhin nicht erhalten. Phönix-Aktien gingen noch unter den gestrigen Schlußstand zurück. Von österreichischen Werten verloren Kreditaktien 0,6o Prozent, Franzosen 0,60 Pro­

zent, Lombarden 0,80 Prozent. Die westlichen Börsen boten keine Anregung; aus London wurde Verstimmung wegen werterer Rückgänge der Diamantaktien gemeldet. Tägliches Geld war zu 3 Prozent angeboteu. In dritter Böosenstunde war die Haltung träge, die Kurse neigten zum Nachgeben. Jndustriewerte des Kassamarktes vor- wre'gewö schwächer. Privatdiskont 2 % Prozent.

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Kuxcu-Markt.

Preise ermittelt auf Grund von Geboten und Offerten der Deutschen Effekten- und Wechselbank, Frankfurt a. M.

Steinkohle: Alte Haase Nachfrage 1725, Angebot 1760. Auguste Viktoria Nachfrage 2825, Angebot 2925, Konstantin der Große Nachfrage 37 800, Deutschland b. Haßlingh Ange­bot 5100, Dorstfeld Nachfrage 12 750, Angebot 13 000, Ein­tracht Tiefbau Nachfrage 5600, Angebot 5950, Ewald Angebot 54 000, Fr. Vogel und Unverh. Angebot 2325, Graf Schwerin Nachfrage 8950, Angebot 9100, Heinrich Nachfrage 4200, Helene, Amalie Nachfrage 17 000, Angebot 18 000, Hermann 1—3 Nachfrage 2925, Angebot 2975, König Ludwig Nachfrage 29 500, Angebot 30 500, Königin Elisabeth Nachfrage 20 700, Angebot 21 400, Lothringen Nachfrage 28 400, Angebot 29 400, Mont-Cenis Nachfrage 14 900, Angebot 15 000, Ospel Nach­frage 1950, Angebot 2000, Schürb. Charlottenb. Nachfrage 1480, Angebot 1525, Trappe Angebot 3250, Tremonia Nach­frage 8850, Angebot 3400, Trier Nachfrage 4900, Angebot 4950, Viktor Nachfrage 13 500, Angebot 15 500. Braunkohle: Bollerhammer Angebot 3425, Donatus Angebot 1500, Hum­boldt Nachfrage 1550, Angebot 1585, Rheingold Nachfrage 1350, Angebot 1450, Schallmauer Nachfrage 4000, Angebot 4025. Kali: Alexandershall Nachfrage 6250, Angebot 6350, Beienrode Nachfrage 4175, Angebot 4300, Burbach Nachfrage 10 850, Angebot 11 000, Carlsfund Nachfrage 5350, Angebot 5450, Deutschland Justenbera Nachfrage 3025, Angebot 3100, Glückauf Sondershausen Nachfrage 1520, Angebot 1800, Groß. Herzog von Sachsen Angebot 5800, Günthershall Nachfrage 3800, Angebot 3875, Heldrungen Angebot 925, Hohenfels Nachfrage 5250, Angebot 5400, Höhenzollern Angebot 3400, Johannäshall Nachfrage 3125, Angebot 3200, Kaiseroda An­gebot 6350, Neustatzfurt Angebot 10 200, Rothenburg. Hedwigsburg Nachfrage 1400, Angebot 1425, Wilhelmshall Nachfrage 8950, Angebot 9200, Wintershall Nachfrage 10 900, Angebot 11500. Erz: Apfelbaumerzug Nachfrage 400, Ange­bot 430, Bautenberg Nachfrage 1825. Angebot 1900, Ferme Angebot 3100, Henriette Angebot 1350, Möserweide Angebot 510, Viktoria bei Littfeld Nachfrage 1375, Angebot 1400, Wildberg Angebot 60.

EmserrhungM aus dem Leserkreise.

(Auf Rücksendung oder Aufbewahrung der nnS für diese Rubrik zugedenden, ru& verwendeten Linienduuaen kann fick die Redaktion nicht einlaüen.)

* Straßenzustand. Die Nebel- und Regenzeit hat den Boden aufgeweicht. Die Straße nach Bierstadt, ins­besondere das Trottorr, welches nicht gestattet, daß zwei Per­sonen neben einander gehen, sind mit einem Schlammbelag versehen, daß es sich empfiehlt, lange Stiefel zu tragen, fzsi den ausgetretenen Vertiefungen bilden sich beim Regen kleine Wasserpfützen. Wie schön hingegen sind die Straßen und Fußsteige nach Sonnenberg, dem Ncrotal, nach Biebrich und der Platter Straße nebst Leichtweishöhle. Da hat die Stadt für guten Zustand gesorgt. . Nun liegen zwar seit Monaten an der Straßenseite nach Bierstadt große Kieshaufen ausgespeichert, aber vergebens harren sie ihrer Verwendung. Es mutet auch geradezu wunderlich an, vaf; von der Bieustadtcr Grenze an, also im Dorfbcreich, di« Straße und das breitere Trottoir tadellos begangen werden können: auf dieser Seite zur Freude, auf der anderen zurrr Leidwesen der täglich mindestens 2000 Passanten, Kinder und Greise, Arbeiter und Arbeiterinnen und auch vieler Luft­schnapper aus Wiesbaden. Civis.

. .. ... . .

Brirfknsten.

<Die Redaktion des „Wiesbadener Taablatts" beantwortet schriftliche Anfragen 'Briefkasten, wenn die letzte Bezugsquittung beiliegr. Rechtsverdmdlcche Gewähr wird nicht zugesicherr)

91. V. Die Kündigung ist nur für den Schluß des Kalendermonats zulässig; sie hat spätestens am 15. des Monats zu erfolgen, kann aber auch früher erfolgen. Dies entspricht ver gesetzlichen Vorschrift und gilt siir den Fall, daß keine anderweitigen Abmachungen getroffen sind.

N. N., Philippsbergstraße. Es ist unzulässig und wird von den Hausbesitzern in der Regel auch nicht geduldet, daß fremde Personen einen Schlüssel des betreffenden Hauses inr Besitz haben. Sie müssen dem Besitzer des Hauses Mitteilung von der Sachlage machen.

M. Gewöhnlich hört bei dem Untergang der Sachen die Versicherung auf. Wahrscheinlich wird etwas Derartiges auch in der Police stehen.

A. L. Der Ehevertrag erlangt Gültigkeit mit dem Ein­trag im Güterrechtsrsgister, hat aber keine rückwirkende Kraft.

T. R. P., Moritzstraße. Es sind uns Gerichtsentscheidun­gen bekannt, wonach Mahnungen ans o ffetten Karten als Be­leidigungen erachtet und bestraft wurden. Die Klage kann auch hier am Wohnorte des Beleidigten erhoben werden.

Mehrere Theaterbesucherinnen. Ohne Namensnennung für die Redaktion ist die Aufnahme des „Eingesandts" nicht möglich.

Geschäftliches.

Die Morgen-Aue Mde nrnfaM 22 §eitat

und die VerLagstieilage „Der Roman".

Leitung: W. Schulte vom Brühl.

Verantwortlicher Redakteur irr Politik und Handel: A. Hegerhorst: für Feuilleton, Sport und unterh. Teil: I. Kaisler; für Wiesbadener Nachrichten- C Rötherdt: für Nasjauijche Nachrichten. Aus der Umgebung und «eri&isi faal: H. Diefenbach; für vie Anzeigen und Reklamen: H. Dorna ui- sämtlich in Wiesbaven.

Druck und Verlag der L. Schellend erg scheu Hof-Buchdruckerei tn Wiesbaden