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Nr. 543. Morgen-Ausgabe, 1. Blair.

inicht m ehr in die 'Sitzung zurück. Nicht lange vorher hatte sich Herr v. Schelling einer eigenartigen Aufmerksamkeit des Kaisers zu erfreuen ge­habt: er erhielt nämlich das Bild des Monarchen mit der Unterschrift: Nßrao impune me lacessit (Keiner reizt mich ungestraft). Herrn v. Schelling ist bei seiner Ent­lassung n i ch t, wie es sonst vielfach üblich ist, der N a n g eines Staatsministcrs belassen worden.

* Die vergessenen Mittelschnllehrcr. Wie derHann. Kur." erfährt, wird die nationalliberale Partei in der Kommission einen Antrag einbringen, das an den Mittel­schullehrern Versäumte nachzuholen, und man hat den bestesi Grund zu der Annahme, daß die Regierung dem Anträge stattgeben wird.

* Für die Neichstagswahl in Siegen stellten die Rationalliberalen als Gegenkandidaten gegen den Berg- tzauptmann Vogel in Cöl» den Berghauptmann Karl Schneider ans.

/X ZurPfändungsgrenze" der Arbeitereinkommen. Wie

oerlautet, wird eine völlige Gleichstellung der Privatbeamten init den öffentlichen Beamten, die im Gutachten desBundes der Industriellen" für die Pfändungsgrenze gefordert wurde, nicht in. Frage kommen. Daaggen erscheint es als wahr­scheinlich, daß die Grenze des p r a n b f x e i e n Einkommens für Beamte und Arbeiter gleichmäßig erhöht werden wird. Das Lohnbeschlagnahmegesetz vom Jahre 1869 hatte in der neueren Fassung als Pfändnngsqrenze des Einkommens der Beamten und Arbeiter die Summe von 1800 Mark fest­gesetzt. Es ist au maßgebender Stelle anerkannt worden, das; sich seit dieser Zeit die wirtschaftlichen Verhältnisse, die für Beamte und Arbeiter in Frage kommen, wesentlich verändert haben, sodaß die Höhe des psandfreien Einkommens von 1800 Mark als zu gering angesehen wird. In diesem Punkte wird darum die Forderung des Bundes der Industriellen er­füllt werden können, trotzdem man nicht verkennt, Laß die Er­höhung der PfändungSarenze auch wieder ihre Nachteile har, die sich gegen sozial nicht viel besser Gestellte wenden können. Die wirtschaftliche Lage des kleinen Kaufmannes ist oft nicht besser und weniger sicher, wie die der obengenannten Kate­gorien. Es liegt aber vie Befürchtung vor, daß gerade seitens der Kansleute und Handwerker durch eine Erhöhung der Pfändungsgrenze des öfteren vergebliche Versuche gemacht jveüden dürften, ihre berechtigten Forderungen gegen Arbeiter und Beamte geltend zu machen. Es singen sich hierbei also zwei wirtschaftlich ziemlich gleichgestellte Bcvölkcrungsrlaisen gegenüber, von denen keine benachteiligt werden soll. Man erwartet aber, daß sich diese Schwierigkeiten einer alle Teile befriedigenden Lösung werden entgegenführen lassen.

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Die Interpellation über das Grubenunglück. Wäh­rend die Interpellation über das Grubenunglück auf der Zeche Raöboö tin Abgeorönetenhanse bereits Ende der Woche verhandelt wird, dürfte die gleichartige Inter­pellation im Reichstag wohl erst nach der ersten Lesung der Finanzreformvorlage erfolgen.

Herv »ttrd Ftstte.

* Derlandwirtschaftliche Unterricht im Heer". Die Bestimmungen über den landwirtschaftlichen Unterricht in der Armee werden nicht, wie cs hieß, nach Ge­nehmigung durch den Kaiser als obersten Kriegsherrn imArmeeverordnnngsblatt" demnächst bekannt gegeben werden, sondern der Reichstag wird Gelegenheit haben, die Bestimmungen zur Kenntnis zu nehmen und über sie zn debattieren. Die entsprechenden Vorschläge, die im Kriegsministerium nach Vereinbarung mit dem Landwirtschaftsministerium ansgearbeitet wurden, sind im ch sten M ilitär etat enthalten. Bekanntlich hat auch der Reichstag die Anregung zu der Einführung eines solchen Unterrichts, der zunächst nur versuchs­weise eingcführt werden soll, gegeben.

S. M. S. Posen". Das neue Schlachtschiff Ersatz Baden", das nach einer Bestimmung des Kaisers von der Fürstin Radolin getauft wird, wie die ,/Kieler N. Nachr." erfahren, wird am 12. Dezember auf der Germania-Werft vom Stapel gelassen und erhält den NamenPosen".

Koüsirüs».

8 König Manga Bell st. Im vorigen Monat starb in Kamerun der König Manga Bell, der einflußreichste Häuptling der Dualas. In England erzogen, war er

WssbadsrrsN SaahUM»

anfangs deutschfeindlich gesinnt, wurde deshalb nach Togo verbannt, ist aber schließlich eine wichtige und getreue Stütze des Gouvernements geworden. Auch den Missionen war er ein ehrlicher Freund, ohne aber zum Christentum übergetreten zn sein. Unter deutscher Herr­schaft und Ordnung blühte sein Handel so außerordent­lich, daß er sich bald einen ganz herrlichen Palast bauen konnte, der fein bürgerlich eingerichtet war. Zwischen seinen Stammesgenoffen und der Kolonialverwaltung hat er oft den erfolgreichen Vermittler gespielt, so daß sein Tod schmerzlich empfunden worden ist. Alle Beamte, Offiziere und viele Missionare des Schutzgebietes nahmen an seiner Beerdigung teil. Sein Nachfolger ist sein Sohn Rudolf Bell, der in Deutschland erzogen wurde und sich ebenfalls eines guten Rufes erfreut.

Eine mene Zeitung in Krmrtschon. Eine neue Wochenschrift, dieK i a n t s ch o n - P o st", erscheint seit Anfang Oktober in Tsingtau. Sie bezeichnet sich als un­parteiisches Wochenblatt für die Deutschen in Tsingtau und in der Provinz Schantung. Herausgeber ist H. v. Kropff, Tsingtau. Die erste Nummer bringt unter anderemEin Urteil über Kiantschou" aus der Feder Br. Paul Rohrba ch s.

Ausland.

HRsrrisich-MNgaLM

Das Salzburger Zollamt beschlagnahmte 79 Kisten, die unter falscher Deklaration in Paris für Serbien aufgegeben waren und Armecrevolver mit Munition enthielten.

** Italien.

Es heißt, der Papst sei infolge der Anstrengungen der letzten Tage ertrankt.

R«ßlattD.

Die Festung Libau wird aufgelassen. Ihre Be­satzung geht znm Teil nach Wladiwostok. Die Flotten­station bleibt aber nur für kleine Fahrzeuge.

An Lodz wurden wieder 4 Personen hingerichtet.

Lvarrdreickk.

Pariser Blättern wird aus Brest gemeldet, daß dort ein etwa 25 Jahre alter Deutscher, der sich für einen Referendar aus Berlin und Artillerie-Reserveoffizier namens v. Braun ausgab, wegen Spionage» er­dacht es verhaftet wurde.

Zu den gemeldeten U n ruhe n auf Martinique ist dem Kolonialminister vom Gouverneur von St.Picrre de Miquelon telegraphisch bestätigt worden, daß Straßenkundgebungen zugunsten der von Klerikalen gegründeten Privatschulen stattgefunden haben, doch fehlt in der Depesche die Mitteilung, daß die Manifestanten die amerikanische Flagge auf dem Palais des Gouverneurs gehißt hätten. DerEclair" schreibt über diese Vorgänge: Nicht genug damit, daß man die An­siedler von St. Pierre de Miquelon durch das französisch- englische Abkommen zugrunde gerichtet und den Eng­ländern preisgegeben hat, man tyrannisiert sie auch in ihren religiösen Gefühlen durch die Anwendung der kirchenseindlichcn Gesetze. Die dadurch hervorge- rufene, verzweifelte Stimmung der Bevölkerung scheint zu einer separatistischen Bewegung geführt zu haben. Der radikale Deputierte Gnernier teilte dem .Kolonial- minister mit, daß er ihn heute Freitag über die Vor­gänge in St. Pierre de Miquelon interpellieren werde.

Müem-N'k.

Ans Kopenhagen wird derDaily Mail" gemeldet, daß die Kaiserin-Witwe von Rußland die mit ihren Schwestern gemeinschaftlich bewohnte Villa verlassen werde) weil die dänische Polizei erklärt hat, daß russische Anarchisten den Aufenthalt dvrtselbst gefährlich machen. -Es kam bereits zn einem Zusammenstoß zwischen

Freitag, 2V. November 4908, Seite

Anarchisten und Polizisten, wobei von letzteren drei ver­wundet wurden. Doch gelang es der Polizei, einen Anarchisten festznnehmen.

Schwer?.

Ein angeblicher Arbeiter Walther Grsywinski, der sich in Zürich in -den polnischen Verein aufnehmen lassen wollte, aber Verdacht erregte, wurde, weil er für Preußen Polizeispionage getrieben haben soll, ver­haftet. Man fand bet ihm das Konzept einer Depesche an den Polizeikommissar Hermann in Berlin.

Niederlande.

Königin Wilhelmine wird einer Meldung des Reutcr- schen Bureaus zufolge im kommenden Winter keine Privataudienzen erteilen, sondern sich für den Empfang von Damen durch die Königin-Mutter, von Herren durch den Prinzen Heinrich der Niederlande vertreten lassen.

Spauied.

Echo de Paris" meldet neuerdings wieder aus Madrid, Don Carlos werde feierlich auf den spanischen Thron verzichten und sich vom politischen Leben zurück- zich-en. Sein Sohn werde die fetzige Dynastie aner­kennen und zum Jnfanten ernannt werden.

Marokko.

Wie ein Londoner Blatt aus Tanger meldet, ist zwischen Mnlcy Hafid und Abö ul Asis eine Verstän­digung dahingehend erzielt worden, daß Abd nl Asis sein Privateigentum znrückerhält, ihm eine Pension von 7090 Pfö. Sterl. zugebilligt und ihm als Wohnsitz Tanger angewiesen ist.

<Prm«.

Znm Thronwechsel.

Daily Telegraph" meldet aus Tokio, daß sich die Mächte zwecks Aufrechterhaltung des Ltatus quo in China verständigt hätten.

DasPetit Journal" berichtet ans London, Pekinger Meldungen versicherten, daß der Kaiser nicht an Neurasthenie gestorben, sondern von den kaiserlichen Eunuchen e r ö r o s? e l t worden sei.

Nereiirigte Mauren.

Die Pension des PrLfid

Allem Anschein nach wird Präsident Roosevelt der letzte Präsident der Vereinigten Staaten sein, der nach abgelaufener Amtszeit das Weiße Haus verläßt, ohne vom Staat ein Ruhegehalt zu empfangen. Die öffent­liche Meinung Amerikas beschäftigt sich jetzt lebhaft mit der Frage einer gesetzlich geregelten Präsidenten- p e n s i o n, und alle Politiker sind sich darüber einig, daß es sich mit dem Ansehen eines großen Staates nicht verträgt, wenn der Präsident später eine Anstellung an- nimmt, um sich zn ernähren, womöglich gar in Kreisen, die er während seiner Amtszeit bekämpfen mußte. Wenn auch bei Roosevelt das nicht gerade der Fall ist, so glaubt man doch solchen Möglichkeiten Vorbeugen zu sollen, und man erinnert an den Fall des Präsidenten Cleveland, der seinerzeit genötigt war, von seinen politischen Feinden eine Stellung anznuehmen. Die Zeitungen verlangen die Aussetzung eines Ruhegehaltes von Mindestens 100 000 M., während andere dafür plädieren, gewesene Präsidenten zu außerordentlichen Mitgliedern des Senats zu ernennen. Insbesondere von Roosevelt hätte man einen günstigen Einfluß auf den Senat er­wartet, den er als Präsident so oft bekämpft hat und ln dem viele Amerikaner nur ein Werkzeug der großen Flnanzkorporatiowen sehen. Als Senator von New Uork würde er ein Gehalt von 80000 Mark im Jahre beziehen. Wenn der Staat nicht eingreift, ist es nicht ausgeschlossen, daß eine Anzahl reicher Amerikaner sich znsammenfchlicßt und einen Fonds aufbringt, aus dem künftig allen gewesenen Präsidenten ein Ruhegehalt ausbezahlt werden soll. C. K

dieses Blütenwunder auf. Daneben als Antipode A.,Oberländer mit einer Kellerszene, die Figuren in der bekannten scharfen und doch so tief humorvollen Charakteristik. Rich. Kaiser mit einerSommerland­schaft" in ihrer glänzenden Raumgestaltung, ein H. W. M e sd a g der stärkeren Klasse, und n. a. noch eine Arbeit von Jul. A da m voll des bekannten Charmes und dies­mal auch koloristisch noch besonders interessant. -I. K.

* Die Strafarbeiten der Kinder. DasB. T." hat an zuständigen Stellen wertvolle Gutachten über die Stellungnahme zu den Strafarbeiten der Schulkinder eingeholt, denen einige wichtige Mitteilungen entnom­men werden sollen. Aus dem preußischen Kultusministe­rium kommt der Bericht, daß Strafarbeiten, durch die den Schulkindern eine ungebührliche ü'berbürdung auf- eladen wird, von der Schulverwaltung aufs entschie- enste mißbilligt werden. Die Behörde kann nur jene Arbeiten als berechtigt anerkennen, durch die das Kind seine Fehler verbessert, wobei allerdings wiederholtes Niederschreiben der richtigen Form in geringer Zahl als Gedüchtnisn'.ittel angewandet werden kann. Die Ar­beiten sollen Kvrrekturarbeiten, nicht Strafarbeiten sein. Biel schärfer äußert sich der Berliner Stadtschulrat Dr. Michaelis, der überzeugt ist, daß Strafarbeiten ein vollkommen untaugliches Erziehungsmittel, ein elendes Überbleibsel ans einer überwundenen Zeit sind. Das Ziel des Pädagogen muß sein, den Schülern die Über­zeugung einzuimpfen, daß Arbeit nicht eine Strafe, sondern ein Genuß ist. Auch gegen das Nachsitzen wen­det er sich. Diese Ansicht teilt auch ein anderer Berliner Stadtschulrat, der auch darauf hinweist, wie sehr das mechanische Abschreiben eines Wortes oder Satzes den Zweck verfehlt,' denn die mechanische Tätigkeit lullt ein, macht schlaff und müde, schädigt den Charakter des Kin­des. Schuldirektor Eduard Hauser saßt seine Überzeu­gung in dem Schlußsatz zusammen:Die vornehmste Arbeit des Lehrers mutz in der Verhinderung von Aus'- schreitungen, Unregelmäßigkeiten und Unordentlichkeiten besteben. Er muß in den Schulkindern das lebendige

Interesse am Unterricht wecken, damit der Zwang, in die Schule zu gehen und etwas Brauchbares zn lernen, von dem Kinde nicht als eine Hemmung empfunden werde. Nicht der Lehrer ist der beste, der mit Maß zu strafen weiß, sondern der, der überhaupt nicht strafen mutz."

* Einen bedentenden Erfolg hat die C hirnrgie an einem Mann aus Brannschwcig errungen, der in der chirurgischen Klinik zn Güttingen einem größeren Auditorium von Medizinern vorgcstellt wurde. Der Mann hatte das Rückgrat gebrochen und wäre dadurch dem Tode verfallen gewesen, wenn nicht die Kunst der Ärzte ihn vor diesem Schicksal bewahrt hätte. Der Schwerverletzte mutzte auf Anordnung der Ärzte 4% Monate lang ständig im Wasser liegen. Die gebrochenen Nückgratknochen sind durch Aluminium miteinander ver­bunden worden. Nach der Heilung mutz nun der Ver­letzte seinen Oberkörper in einem vollständigen Metall­verband tragen, der ihn in aufrechter Stellung erhält. Der Patient kann sich hiermit bewegen und herumgehen und erfreut sich den Umständen nach des besten Wohl­seins.

Theater und Literatur.

Von Suzanne Desprss, der trefflichen französi­schen Schauspielerin, erhielt dasB. T." folgendes Tele­gramm:Wenn irgend eine Veranstaltung zugun­sten der Opfer des Unglücks in dem westf8li- schen Bergwerk geplant werden sollte, so bin ich mit Vergnügen bereit, nach Berlin zu kommen und hier­bei mitzuwirken.

Der Herzog von Sachsen-Meiningen erklärte neuerdings, die 1% Millionen Mark betragenden Bau­kosten für das neue Meininger H o f t h e a t c r aus seiner P r i v a t s ch a t u l l e bestreiten zu wollen­er lehnte daher anderweitige Spenden dafür ab. Won den 11/2 Millionen gehen allerdings die Bersicherungs- gelöer ab.

Das SchauspielE r d e" von Karl S ch ö n h e r r, dem Schiller-Preisempfünger, wird noch in dieser Saison in Paris z-ur Aufführung gelangen. Mit der Über­

setzung des Stückes ist Edmond R 0 st and beschäftigt, der den Schauplatz der Handlung in die Bretagne ver­legt hat.

Ein nach dem Kotzebueschen Lustspiel gearbeitetes S i n g s p i e lS ch n e i d e r F i p s" von Hans von W e n tz e l, Musik von Viktor Holländer, hatte bei seiner dienstägigen Uraufführung im Weimarer Ho'ftheater hübschen Erfolg.

Bildende Kunst und Musik.

Wie aus M ü n ch c n mitgeteilt wird, beabsichtigt dir Sezession" in diesem Winter nach Weihnachten eine M a r s e s - A u s st e l l u n g im Knnstaussiellungsge- b'äudr am Königsplatz zn veranstalten. Die Schleißheimer Galerie wird sich mit ihren Bildern Marses an dieser Ausstellung beteiligen.

Als erstes Sonderheft derArchitektur d c 8 2 0. I a h r h u n >d e r t s" (Verlag von Ernst Wasmuth, A.-G., Berlin) ist soeben erschienen: Friedrich von Thiers ch,D a s K u r h a n S z- n W i e s b a d e n".

Wie dieSüdwestdeutsche Korrespondenz" mitteilt, übersiedelt der bekannte Geigenkünstler Willy B u r m e st e r im März von Darmstaöt nach Wien.

Wissenschaft und Technik.

Der verstorbene frühere Verlagsbuchhändler und Kommerzienrat Dr. K. I. Trüb n er hat der Wissen­schaftlichen Gesellschaft zu Straßburg 28 0 00 0 M. ver­macht.

Wie dieFranks. Ztg." erfährt, wird der Nobel­preis für Medizin zwischen Professor Jljia M etsch ni k 0 w-Paris und Professor Paul Ehrlich- Fmnkfurt a. M. geteilt werden.

Ans Paris wird gemeldet: In der Dienstagsitznng der Akademie der Wissenschaften legte der Professor der Mineralogie, L a c r 0 i x, eine Anzahl künstlicher Saphire vor, die von dem Chemiker Louis Paris im dortigen Pasteurinstitut mittels einer Verbindung von Aluminium, Kobaltoxyd, Kalk und Magnesia erzeugt worden sind.