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g»* 57. Morgen-Mnsgabe, 1. Blatt. Wiesbadener TaZbiatr.

zerev Arbeiten, bestehen soll, sowie die Herabsetzung des trittsalters ans 18 Jahre, Stimmrecht dcmegen erst nach , lendung der Volljährigkeit, durch die Versammlung ohne Einreden genehmigt. In der folgenden Neuwahl des Vor­landes wurden wiedergcwählL zum 1. Vorsitzenden Herr Gust. Victor, zun: Schriftführer Herr K. Eichhorn, »um

Leiter der Wegekommission Herr F. Wendler, zu dessen Bei­sitzer die Herren Ph. Kisfel, Gg. Hoos, Rob. Weber, zum 2. Schriftführer Herr Hch. Hack, zum Leiter der geselligen Kommission Herr Louis Fleinert, zum Beisitzer der Lite­rarischen Kommission Herr Karl Batz. Zu Rechnungsprüfern für das laufende Jahr wurden gewählt die Herren Born- gietzer, C. Fleischer, und A. Hatzbach. Nachdem noch der tzahresvoranschlag für 1903 durch den Rechner Herrn Becker verlesen und debattenlos genehmigt war, wurde zur Bildung der einzelnen Kommissionen geschritten, welche sich wie folgt zusammensetzen: Wegekommission: die Herren Borngießer,

Eichhorn, Erbe, Hatzbach, Heymann, Herrrnann, Kleber, Kempfe, Daupus, Pftcsch, Link. Mollath, Nagel, Ritzel, W. Crori, Schwenck, D. Wendler, Scheller und Tschernig; lite­rarische Kommission: die Herren Birck, Born, Bornäicßer, Laupus, ,Lücke, Mollath; gesellige Kommission: die .Herren Or. Fleischer, Gäbe, Engelmann, Hoßfeld, Mund, Lanzrath, Roßmann, Weiske. Deur Borstande dankte im Namen des Klubs Herr Laupus, und ireitdig stimmten alle Anwesenden n ein kräftiges Frisch auf! aus den Vorstand ein. L. K.

* Eine ergebnislose Hirschjagd fand kürzlich in Ober­stedten statt, wo 11 Schützen beit; Wild zur Strecke brach­ten.Es ist alle Tage Jagdtag aber kein Wildtag!"

" Jagdverpacht,n-gerr. In dieser Woche ist Termin für folgende Jagden: G. Februar RodHerm, 7. Februar Oberroßbach und 8. Februar Ober- und Niedereschbach.

Zügel. Der Kutscher wurde vorn Bock gerissen und furchtbar mißhandelt. Die Räuber schnitten dem Kut­scher dann die an seiner Schulter hängende Tasche ab, stahlen die Zügel und verschwanden dann eiligst. Die Räuber Haben indessen insofern eine Gnttäuscharng erlebt, als sich in der Tasche nicht ein Pfennig bares Geld be­fand, sondern nur Rechnungen. Bon den Tätern wurde bisher nichts ermittelt.

* Das australische Kaninchengehege. Nach fünf­jähriger harter Arbeit haben die australischen Regie- rungsrngenieure ein 2000 englische Meilen langes Kaninchengatter fertiggestellt, welches tief in den austra­lischen Kontinent hinein sich erstreckt. Die Kosten dieser Anlage belaufen sich auf 5 Millionen Mark. Bon fünf zu fünf Meilen befinden sich Fallen von großen Dimen­sionen, in welchen täglich Hunderte von Kaninchen sich fangen. Die Regierung und das ganze Land erwartet von diesem Fallensystem eine bedeutende Verringerung der Kaninchenplagc, welche schon so stark die Verhält­nisse der Landwirtschaft in Mitleidenschaft gezogen hat, daß die maßgebenden Behörden sich veranlaßt sahen, einen Preis von einer Million Mark für ein Mittel zu stiften, welches die Kaninchenplagc aus der Welt schaffen könnte. Praktische Köpfe haben schon den Plan gefaßt, die erbeuteten Kaninchen, deren Geschmack dem der Hasen nahe kornmi, in gefrorenem Zustande nach Europa zu transportieren, was vielleicht gar kein schlechter Ge­danke wäre, da das Fleisch zu sehr billigen Preisen ge­liefert als Volksnahrnngsnrittel dienen kann. ipc.

Vermischtes.

* Der Appetit Kaiser Wilhelms I. In dem soeben erschienenenCentury Magazine" finden sich einige äußerst interessante Briefe der Lady Randolph Churchill, respektive ihres Mannes, des früheren englischen Ministers. Gelegentlich ihrer Anwesenheit in Bad Gastein im Jahre 1883 schreibt Ladu Churchill an eine Verwandte: Es ist mir unverständlich, wieso der Appetit des deutschen Kaisers seinem Organismus nicht großen Schaden zufügt. Obgleich der Kaiser eine Kur gebraucht, itzt er schon zum Tee mehrere wcichgesottenc Eier, ge­bratenes Fleisch und verschiedene spezifisch deutsche Ge­richte. Hierzu trinkt er mehrere Tassen starken Tee. Er beendet sein Frühstück mit Erdbeeren, Eis und süßem Champagner. Trotzdem findet der alte Herr während des Esiens noch Gelegenheit, sich mit mir liebenswürdig zu unterhalten. ipc.

* Ein großer Schwindel. Große Sensation erregen in Ungarn Enthüllungen über die Petroleumgesellschast Aldor u. Ko. Die Firma wußte glaubhaft zu machen, Latz auf einer ihrer Besitzungen in Oberungarn Petro­leum gefunden worden sei. Durch die Vermittelung von Abgeordneten gelang es ihr, unter der früheren Regierung 50 060 Kronen und unter der gegenwärtigen Regierung 100 000 Kronen als letzte Rate vor einigen Tagen als Staatsunterstützung zu erhalten. Die Ge­sellschaft wußte die Erfolglosigkeit der Petroleumgrabun­gen zu verheimlichen und tauschte ihr Gut gegen eine Besitzung in der Nähe von Budapest ein. Als der Eigen­tümer der Besitzung von der Irreführung erfuhr, er­stattete er Strafanzeige, und es nmrdc über die Gesell­schaft die gerichtliche Sperre verhängt. Die Gesellschaft hat außerdem aus das wertlose Besitztum für 106 000 Kronen Anteilscheine ansgegeben und weiterhin von dem Fabrikanten Vrueger in Berlingen 80 000 Kronen in bar und 120 060 Kronen in Wechsel erhalten.

i* Ei« schwerer Raubüderfall wurde zwischen Oranien­burg und Borgsdorf verübt. Als der Kutscher der Firma Römer-Berlin um diese Zeit mit seinem Fuhrwerk die Kreuzung der Chaussee nach Oranienburg und Halte­stelle Borgsdors passierte, sprangen plötzlich 'drei Kerle ans dem Dunkel hervor und fielen den Pferden in die

»es Interessanten, Unerwarteten, Aufregenden finde ich. Das Wetter ist wundervoll. WaS für falsche Ideen hat man über die Sahara, dieses malerische Land! Und wie gut nimmt man mich aus! Eben hab-e ich acht Tage in dem Lager des Königs der Hoggars verbracht, ganz allein mit meinem Bedienten, der erste Europäer, dem die Tuaregs so intime Gastfreundschaft gewähren. Fetzt gehe ich auf vierzehn Tage nach einer abgelegenen, sehr alten Stelle, wo ich römische Altertumsfunde zu machen gedenke, nachdem ich schon Denkmäler und In­schriften aus anderen Kulturen gosuuden habe. Das sind sensationelle Entdeckungen: von ihnen hat mir der Pater de Foucau-ld erzählt, eine Art St. Augustin, der gerade hier als Eremit lebt." Dubois hat die Sahara von Norden nach Süden ganz durchquert und im unbekannten Land mehr als 2000 Kilometer z-urttckgelegt.

Theater und Literatur.

Das Erscheinen des zweiten Bandes von C. A. Bcrno ullis BuchOverbeck und Nietzsche" ist durch eine Verfügung des Weimarer Landgerichts vorläufig inhibiert. Peter Gast, der Leiter de Nietzsche-Archivs, hat gegen die Veröffentlichung dieses Bandes Einspruch erhoben, weil er annimmt, daß er rhu kompromittierende Briefe enthalte.

Dr. L ndwig Weber, der Dramaturg der Ber­einigten Stadttheater zu Leipzig, der vor einigen Monaten mit einer guten Faustbearbeitung eine beach­tenswerte Arbeit veröffentlichte, hat nunmehr auch eine Bühne neinrichtung von GoethesGötz von Berlichingen" hcrausgegeben, der er den llafsischen Text von 1773 zugrunde legte.

In Hamburg soll ein neuesStaöttheater aus Staatskosten erbaut werden. Die Eröffnung wird voraussichtlich im Jahre 1811 stattsinden.

In Paris starb, weit über achtzig Jahre alt, der dänische S ch r i f t st e l l e r I u l es Hansen, der bei Abschluß der französisch-russischen Allianz eine gewisse Rolle gespielt hat.

Bildende Kunst und Musik,

In Dresden trat das Preisgericht zusammen, um die Entwürfe > zu,t Reichs-Münze» und Raichs-B rrafu-arken zu prüfen, die ,znnr

Kleine Chronik.

Die Ermordung des Müggelseeförsters Schwartzen- stein bleibt nach wie vor der Gegenstand eifrigster krimi­neller Nachforschungen. Wie demB. T." mitgetcilt wird, hat Willi Schwartzenftein, der unter dem Verdacht steht, seinen Vater erschossen zu haben, bisher entgegen der Meldung einer Korrespondenz im Moabiter Unter­suchungsgefängnis kein Geständnis abgelegt. Trotz aller ihn schwer belastenden Beweise leugnet Willi Schwartzcn- stein sode Schuld an der Ermordung seines Vaters.

Vergifteter Wein. Eine schlimme Katastrophe wurde in Gerstwitz bei Wcißensels durch die Erkrankung eines Gutsbesitzers und zweier Gäste abgewawdt. Die drei Herren hatten von Wein getrunken, der mit Arsenik vergiftet worden war. Glücklicherweise hatte sich das Arsenik nicht völlig gelöst, so daß das Gift nicht seine volle Wirkung üben konnte. Der Wein, von dem die drei Herren getrunken Hatten, war für eine Hochzeits­gesellschaft bestimmt, so daß unermeßliches Unglück hätte entstehen können, wenn die Gefahr nicht noch rechtzeitig entdeckt worden wäre. Der Staatsanwalt Hat sich der mysteriösen Angelegenheit sofort angenommen.

Landesverrat. In Kaiserberg wurde der 25jährige Brauereiangestellte Joseph Eggersberger ans Gebweiler auf Grund beschlagnahmter Briefe unter dem Verdacht des Landesverrats verhaftet.

Gasvergiftung. In Posen wurde der Fabrikbesitzer Jan Sobocki in seinem Kontor tot aufgesunöen; er war an Gasvergiftung gestorben. Sämtliche Gashähne in seinem Arbeitszimmer waren ansgedreht. Es ist noch nicht festgestellt, ob Selbstmord vorliegt, doch ist dies sehr wahrscheinlich.

Aussperrung. Die Direktion der deutschen Wassen- und Munitionsfabrik in Berlin, die etwa die Hälfte der Arbeiter ausgesperrt hatte, hat nun die Aussperrung auch auf die übrigen Arbeiter ausgedehnt, so daß der ganze Betrieb ruht und etwa 2500 Mann betroffen sind.

Eine ganze Familie ermordet. In einer Entfernung von 130 Werst von Chabarowsk wurde in einem Waldcs- dickicht der Ortsälteste mit seiner Familie und seinen Verwandten, zusammen fünf Männer, sieben Frauen und fünf Kinder, ermordet. 18000 Rubel in Gold und Wertpapieren wurden geraubt.

Wettbewerb des Dürer-Bundes eingegangcn waren. Preise erhielten für Münzen: Professor

Maximilian Dasio (München) 1500 M., Friedrich Lom- mel (München) 500 M., Felix Pfeifer (Dresden) und Friedrich Hörnlein (Dresden) je 250 M., Hans Reisner (Hanau) und Aurich (Dresden) je 150 M. Für Brief­marken: Alfred Rother (Berlin) 300 M., Georg

Schiller (Leipzig), Paul Waldraff (Berlin), Ivo Pu- honny (Baden-Baden) je 150 M. Zusammen an Preisen 8550 M. auf Kosten des Dürer-Bundes.

Der zweite Preis des von derW o ch e" veran­stalteten Balladen- Wettbewerbes im Betrage von 2000 M. ist dem Lehrer und Organisten Heinrich E ck l in Tirschenreuth für die Vertonung der Otto Ernstschen BalladeDie Geister von Änglistal" zuer- kannt worden, während der erste und dritte Preis an die Komponisten Hans Hermann und Gustav Lazarus in Berlin verteilt wurden.

Wissenschaft und Technik.

Dem Lehrer für Photographie am archäologischen Institut der Universität Heidelberg Vr.-Jng. L. Günther ist die Einrichtung und Leitung eines reprodnktionstechnischcn Instituts an der dortigen Uni­versitätsbibliothek übertragen worden.

Ans der internationalen k u n st g e w e r b l i ch en Ausstellung in St. Petersburg im September und Oktober 1808 wird auch eine deutsche Abtei­lung eingerichtet werden. Die künstlerische Durch­führung dieser Abteilung ivird in den Händen von Professor Möhring liegen. Anfragen und Anmeldungen sind spätestens bis zum 15. Februar an die hierzu be­auftragte ständige Ausstellungskommission für die deut­sche Industrie, Berlin W, Linkstratze 25 I, zu rächten.

An der technischen Abteilung der königlichen land­wirtschaftlichen Hochschule zu Berlin ist ein staatliches Diplomexamen für Brennerei- Ingenieure durch den Minister für Landwirtschaft eingerichtet worden; eine gleiche Einrichtung für Brauerei-Ingenieure besteht seit 1904 und hat sich gut bewährt.

Die Kommission der russischen Hauptingenieur- vernvaltung hat ein Projekt eines l(? »kbar en Luft­schiffes ausgearbeitetz

Dienstag, 4. Februar 1SV8. Seite 3.

Gestrandet. Der von Hamburg kommende Dampfer «Mty of Dortmund" ist bei Tonne I) ans dem SchaaHör» bei Cuxhaven gestrandet. Der Dampfer wurde mit Hilfe von sechs Schleppdampfern abgeschleppt und in den Hafen von Cuxhaven geschleppt.

E?n englischer Königspalast ans Ksrfn. Wie aus Athen gemeldet wird, Hat jetzt nach dem Beispiel Kaiser Wilhelms auch die englische Königin Alexandra ein gro­ßes Besitztum auf der Insel Korfu, genannt Poleka, er­worben. Sie will sich dort einen Palast bauen lassen. Peleka ist eine kleine Stadt der Insel, 1% Stunde Wegs von der Stadt Korfu entfernt.

Mrüscher Reichstag.

Telegramm desWiesbadener Tagblatts".

ssß Berlin, 3. Februar.

Am Bundesrakstifch: v. Schön, v. Arnim.

Bor Eintritt in die Tagesordnung gibt Präsident Graf Stolberg eine Erklärung ab, in der er der Ent­rüstung und dem Abscheu Ausdruck gibt über die iv Lissabon am Samstag verübte, in der Geschichte beispiel- los-eDatz welche zwei blühende Menschenleben dahtnrasft-r und ein uns befreundetes Volk in tiefste Trauer ver­setzt. (Lebhafter Beifall.) Der Präsident konstatiert, das; durch Erheben von den Sitzen der a:rfrichtigen Teil­nahme und gerechten Entrüstung Ausdruck gegeben wurde. (Allseitige Zustimmung.) Die Sozialdemokraten hatten den Saal verlassen.

Hierauf folgte die Beratung des MikitärctaiL.

Präsident Graf StslSerg teilt mit, daß der Kriegs- Minister sein Bedauern auSspvecheu lasse, daß es ihm durch Erkrankung unmöglich sei, seine» Etat hier selbst zu vertreten.

Abg. v. Elern (kons.) berichtet über die Kom> missionsberatung und bedauert, daß der Kriegsunnister seinen Etat nicht selbst vertreten könne. Er hoffe, daß er bald gesund fein werde, um mit voller Kraft feines Amtes zu walten. (Beifall.)

Abg. ». Vyern (kons.) schließt sich diesem Wunsche an und führt dann ans: Der kaiserliche Erlaß, durch den die Offiziere zur Sparsamkeit und Einfachheit ermahnt wurden, werde vielleicht gute Früchte tragen. Seine Partei wünsche, daß den Kompagnie-, Eskadrvns- und Batteriechefs die bisherige Selbständigkeit gelassen werde. Für die Ausbildung der Mannschaften sei das von größter Bedeutung. Den Antrag Albrecht, den Reichskanzlcr zu ersuchen, die Öffentlichkeit des Militär- g er ich tsv erfahr ens zn sichern, lehne seine Partei ab. Den Antrag ans freie Urlaubssahrt ö.er Mannschaften emp­fehle er. Die Dienstzeit zu beschränken, halte er für sehr gefährlich.

Abg. Häusler (Zentr.) erklärt, durch die länger Dienstzeit der Kavallerie und Artillerie werde nament­lich die ländliche Bevölkerung, deren Söhne für diese Truppen ganz besonders in Frage kommen, hart ge­troffen. Die einjährige Dienstzeit sei namentlich bei bei Kavallerie undenkbar. Seine Partei wolle keine beritten« Infanterie, sondern gute Kavallerie behalten. Zur Hebung des Unteroffrzierstandes sei seine Partei bereit.

Prsntzischsr Landtag.

Abgeordnetenhaus.

Telegramm desWiesbadener TagbtattS".

= Berlin, 8. Februar.

Präsident Kracher eröffnete die Sitzung mit folgen­den Worten: Sie stehen alle unter dem erschüttern­den Eindruck /welchen die Ereignisse in Portugal ans uns gemacht Haben. Ich ersuche Sie, den Präsiden­ten zu ermächtigen, daß er der portugiesischen Gesandt­schaft den Ausdruck der Teilnahme des Hauses aus- spricht. Die Mitglieder, die sich inzwischen erhoben hatten, stimmten zu.

Bei der fortgesetzten Beratung über derr Handelsetat

begrüßt Frhr. v. Zedlitz (freikons.) die Anweisung reich­licher Mittel zur Förderung des gewerblichen Unter­richtswesens. Gleichwohl müsse alles nicht unbedingt Notwendige aus dem Etat Herausgelaffen werden nuö namentlich für Verminderung des Schreibwesens ge­sorgt werden.

Minister v. Delbrück gibt eine entgegenkommende Antwort.

Abg. Metzer (natl.) tritt für Besserstellung der Lotsen ein.

Abg. Dr. Säst ater (natl.) bemängelt, daß bei der Aufstellung der Normatrvbestimrnungen für die Über­wachung der elektrischen Betriebe die rheinisch-west­fälische Industrie nicht genügend gehört worden sei.

Hanöelsminister v. Delbrück erwidert, diese Be­stimmungen sollten nochmals geprüft werden. Staats- zufchüsie für Lotsen werde er befürworten.

Aus Antrag Schmettiug (natl.) wird der Titel Navigationsschule" an die Budgetkommiffion verwiesen.

Abg. Müller-Berlin (freist Bpt.) hält eme bessere kaufmännische Ausbildung der Baugewerkschüler für nötig.

Minister Br. Delbrück verspricht eine Verbesserung des Lehrplans dieser Schulen.

Abg. Funck (freist Vpt.) beantragt Mittel für dir Errichtung einer Maschinenbaufchnle in Frankfurt am Main.

* Der KönMMLrü in Kfflckmr.

wb. Lissabon, 3. Februar. (Wegen Telegramm Verstümmelung wiederholt.) In einem unter dem Vor­sitz des Königs abgehaltenen Staatsrate boten die Führer der monarchistischen Parteien, Frcnrco, Lueianv Castro und Vilhene, dem'König ihre Unterstützung für eine Politik der monarchistischen Konzentration an; der König hat dieses Anerbieten angcnonrmen. Das gesamte