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Nr. 7.

Morgeu-Ausgabe, 1. Blatt

Nmnmer äuge geben zu werden, und das lange Suchen

üloichlantenden Namen fällt fort. Diejenigen Wahrer, welche keine Benachrichtigenig erhalten, Hallen Mdurch die Gewißheit, daß sie nicht in die Liste einge- t:agen sind und können ihren diesbezüglichen Einspruch illorzeiten geltend machen, anderenfalls fie ihres Wahl­rechtes verlustig gehen. Die Karten gelten auch für eine eventuelle Stichwahl. In Wiesbaden hat man diese .«praktische Neuerung noch nicht eingeführt.

. Wiesbadener Karneval trrillt alljährlich eine

^rner volielltesten Blüten in derWiesbadener Brüh- llrnnne-, Kreppel-, Kasseemühl- und Warme Brööchcr- Zeitnng", hcrausgegellon von unserem beliebten hei­mischen Karnevalisten Herrn I. Ehr. Glücklich. Auch M diesem Fasching soll sie Nicht fehlen, und da dem sin- Mgen Humoristen der Stoffheuer massenweise sich bietet, so darf ans eine Glanz-Nummer gerechnet werden^ jedenfalls gibt die in der vorliegenden Tagblatt- Klusgabe enthaltene Anzeige über das demnächstige Er­scheinen der .Jkrcppclzeiinug" einen ungefähren Be­griff von dem ulkigen Inhalt derselben. Daß der Er- ?trag des karnevalistischen Unternehmens zum Teil auch den Armen zugute kommt, ist bekannt.

Duell. Gestern sr-üh fand in der Nähe von Mainz zwischen einem in der Lcbewelt früher sehr bekannten Herrn und einem auswärtigen Herrn ein Pistolen- dnell statt, wobei letzterer beim zweiten Kugelwechsel lebensgefährlich verwundet wurde. Ursache: Cherche.s Ja komme.

Verhaftet und zum Polizeirevier am Michelsbcrg gebracht wurde gestern nachmittag ein junger, etwas verkommen anssehenöer Mensch, von dem ein ungefähr 12 bis 13 Jahre altes Mädchen behauptete, er habe es in unsittlicher Weise belästigt. Der Bursche leugnete, das Kind aber blieb bei seiner Bekundung.

Pfiffikusse. Bei der EiSernte am Schloßteich tn Hotnburg v. ö. H. standen zwei die Zeit dazu Hatten, und freuten sich an dein Fleitze der Eisbrecher. Da meinte der eine:So e schwer Erwet, de ganze Drg im Nasse und Kahle zu steh un Eis ze säge!"Ja!" meinte der andere:Der, wo obe sägt, hat's noch gut. Awcr der, wo u n e an de Eissäg zieht?"Du Olwel! meinte der andere:Der krieht nach doppelte

L pH n u n g!"

Zur Steuerveranlagung.Was muß ein preußi- jschcr Staatsbürger wissen, um ferne Veranlagung zu den direkten Staatssteuern (Einkommensteuer und Ergän­zungssteuer) prüfen zu können?" ist der Titel einer (Schrift, welche im Verlage der Hahnschen Buchhandlung sin Hannover und Leipzig erschienen ist und in der von dem Verfasser, Stadtrevisor H. Wese m a n n in Hanno- per, kurz und dabei doch erschöpfend das zusammenge- stellt ist, was ein Steuerzahler zur Beurteilung seiner durch die Gcsetzesnovclle vom 19. Juni 1906 veränder­en Steuerpflicht absolut wissen muß. Die Schrift kostet öll Pf. und ist in allen Buchhandlungen zu haben.

WrrsLmdsMrr Tagblstt.

Samstag, 5. Januar 1907,

Gießelmann- Hadamar, Adolf D i t h m a n - Cassel, Real- Dr. rirnefcndj S p enz - Frankfurt, Klingerschule, ^ ^ äs e r - Cassel, Oberrealschule, Dr. Karl ° Höchst a. M., Dr. Oskar Werner-Frankfurt- Sgchsenhausen, Karl Pagen st echer - Wiesbaden, Oberrear- ? c ' Dr. Frrsorrch G r o ß m a n n - Frankfurt. Klinger- Marxhanfeii - Fulda, Gymnasium, Dr. Georg Worgitzkh - Frankfurt-Sachsenhausen.

.Tagblattt-Sammlungen. DemTaäblatt"-Verlag

gingen zu: Für Kohlen für Arme: von v. Clemens 5 M., von Frau Kamm erd rrektor Keller 3 M. Für die Augen­heilanstalt für Arme: von v. Clemens 2 1 ü

M ..Ti. Probe- und Wettschreiben. An dem letzten großen Wettschreiben in den verschiedenen Abteilungen der Steno- graphieichule, sowie den Probeschreiben in Anfängerkursen beterliÄen sich über 100 Personen. Es haben sich bei den

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Schul-Nllchrichten. Unter dem 18. v. M. verlieh der Herr Minister der geistlichen und Unterrichtsangelegenheiten (folgenden Oberlehrern der Provinz Hessen-Nassau den Charakter als Professor: Magnus M e i st er - Diez,

Dr. Elias Fink-Frankfurt, israelitische Realschule, Dr. 'Julius H e u s e n - Cassel, Realschule, Heinrich Weiß- Arankfurt, Goetheghmnasium, Dr. Heinrich G r e o e - Frank- surt-Bockenheim, Robert Fei st körn - Ems, Ernst T h i c m e- Hcmau, Gymnasium, Dr. Adolf Kitze -Wiesbaden, Oberrcat- schule, Ludwig Schwarz- Riiitcln, Adolf S ch I i t t - Lahn­stein, Dr. Ferdinand Kühl- Frankfurt a. M., Adlerflhcht- schule, Friedrich Engelhardt- Marburg, Gvmnasium, Heinrich D e h n h a r d't - Hersfeld, Paul Gully - Cassel, Oberroalschule, Ernst D i e h I - Frankfurt a. M., Klingerschule, Or. Friedrich Rudolph-Homburg v. d. H., Dr. Hugo H and w e r ck - Marburg, Gymnasium, Dr. Adolf Colli­schon - Frankfurt, Adterslhchtschule, Hermann Siegel- Cassel, Oberrealschule, Dr. Otto A n k e l - Hanau, Oberrcai- schule, Franz Unverzagt - Wiesbaden, Gymnasium, Herrn.

Probesthrelben durch gute Aroerten ausgezeichnet von der Biucherichule: W. Brech, W. Huth, O. Pühlhöfer; Lchrstraßc- sZule: K. Delp, A. Leinen, E. Hahn und F. Sinzr Castcll- fchule: Wanda Fritz; Gutenbergschule: K. Gottschalk, Minna Schauß und K. Lauer; Bleichstraße: M. Marschall; Schul- berg: K. Ott; aus der höheren Mädchenschule: Schwarze, Gruel Sturm, Rohr, M. Jäger und Kämpfer. Von den letztiahrigen Besuchern der Stenographieschule, bezw. den Mitgliedern des Stolze,chen Stenographen-Vereins sind in den, einzelnen Abteilungen lobend zu erwähnen, bezw. sind den,clben Diplome oder Anerkennungen zugedacht worden: 1. im Anfangerkursus: von der Mittelschule A. Hahne W Gopsert, G. Schäfer; Volksschule an der Lehrstraße ^.Diefen­bach; ferner Irl E. Jäger, L. Wille, Krebs, I. Fachs und V^rrn Thoma; 2. Fortbildungskursus: K. Grebert, Mittel- schule, A. Pmter, Volksschule an der Castellstraße, Frl. Nickel, Zm. Iortbrldnngs,chnle; 3. Diktatabteilungcn, 90 Silben: S Beiter und Wich. Krombach, 120 Silben: Frl. Bernhardt n b <r$ 1 Christen, 150 Silben: die Herren W. Handel und E. Wagner. Das nächste Wettschreiben findet Ende des Wintersemesters statt.

Eine wirklich schöne Weihnachtsfeier haben die Stamm- 9ast?des Herrn Hoteltiesitzers I. Stuben rauch im Hotel ,,Pfälzer Hof am 1. Januar 1907 arrangiert. Ein großer Baum mit Güls,chmuck, Süßigkeiten und last not least von emem Teilnehmer in freigiebiger Weise gestifteten Frank- furter Würstchen ufw. behängen, erglänzte nn vollen Lachter- schmuck. Zur Verlosung hat jeder Teilnehmer sein Scherf- lein beigetragen, weshalb auch nur wirklich praktische Geaen.- stande bei derselben zur Verteilung kamen. Das Quartett des MannerMsangvereinSFriede" verherrlichte die Feier durch wirklich schone Gesänge und>Soli. Diesen Herren ge­bührt, ebenso wle dem Arrangeur) der ganzen Feier Herrn Dekorateur Rtepert, lebhafte Anerkennung. Auch Herr und Frau Stubenrauch hatten keine Zeit und Mühe gescheut um etwas Schönes zu schaffen. Kütze und KellerfaufS lieferten nur Vorzügliches. Der Andrang zu der gelungenen Fercr war sehr groß. Kein Mißton störte dieselbe.

Theater, Kunst, Vorträge.

*Sherlock Holmes" im Walhalla-Theater. Morgen yckangt die interessante englische Detektivckomodie sowohl nachmittags als auch abends zur Aufffihruna unü zwar findet die NachmittagsvorstellLng bei ^ermäßigt"» Preisen statt. Die ,m Walhalla-Theater zur Darstellung ae- Bearbeitung ist durchaus verschieden^ von anderen Bearbeitungen, welche hier schon gegeben ivurdcn.

Kunstsalon Banger (Luisenstraße 91. Weg»n Neu- arrangement bleillt heute Samstag der Oberlichtsaal ge­öffnet werden, ^nntag wird btc Karlsruher Ausstellun/er-

Vereins-Nachrichten.

Der Männevgesang-BereinCäcili a" begeht seine Weihnachtsfeier mit Konzert, Christbauinverlosung und Ball ^ountag. den 6. Januar, abends 8 Uhr beginnend, in derWartburg , tm neuen Pereinshetin des Männeraefana- Verems Schwalbacherstraße 35. Als Mitwirkende sind ge- wcnncn. brl. A. Schräder aus Frankfurt a. M. (Sovran'

.3- Eornely (Violine) und Herr Max Weirischenk (Klavier), beide aus Mainz. Die Leituiig liegt irr iVn des Bereinsdirigenten Herrn Gesanglehrer I Burkhard. Dem Konzert folgt Ball, wozu dunkler Anzun vorgeschrieben ist, unter Leitung des Tanzlehrers Serrn^ B-er. Nichtmitgliedcrn ist die Teilnahme gegen 1^iw trittsgeld, wobei eine Dame frei, gestattet.

Vereins-Feste.

ILufnahme frei bis zu 20 Seiten.)

Die vom GesangvereinWiesbadener Männer- ^lub am Neumhrstage abgehaltene Weihnachtsfeier nahm schonen und würdigen Verlauf. Dieselbe war über Erwarten gut besucht, vermochte doch der prächtige Kaisersaäl

wenig Lust, sich Sen Regeuströmen auszusetzen, cr zwang sie über, und sie waren in wenigen Minuten bis ans die Knochen durchweicht.

Derartige charakteristische Erlebmsse sind im Tage­buch fast unter jedem Tag verzeichnet. Stunde für Stunde wurde Napoleons Benehmen notiert; noch wartet das Material auf einen wirklichen Historiographen es handelt sich eben nicht mehr um Schlachten, sondern Mm Tischgespräche.

Aus Kunst und Kbrn.

rl. Eine nene Lösnng des Rolandrätsels. Die alten Nolanöisänlen, die den Markt so mancher mittelatier- lichen Stadt schmückten und die man auch neuerdings bisweilen wieder aufrichtet, bieten hinsichtlich ihres Ur­sprungs und ihrer Bedentnng der Wissenschaft Pro­bleme dar, die trotz vielfacher Forschungen bisher noch nicht gelöst sind. Die räffelhafte Verbindung dieser Reckst und Gericht symbolisierenden Gestalt mit dem sagenhaften Roland aus dem Paladinenkreise Karls des Großen mochte nicht recht einlenchten und die gewag­testen Versuche wurden gemacht, beide Figuren zu­sammenzubringen. So behauptete Jostes in seiner Lösung des Rolandrütsels"Roland in Schimpf uird Ernst", daß aus dem Friesenschild, den die komisch- plumpe Figur des Roland in dem Bremer Rcitersprel trug, durch eine Urkundenfälschung des Bremer Bürger­meisters Hemeling ein Frciheitssymbol gemacht worden sei und daß erst durch diesen Kaiserschild aus der an und ftir sich gleichgiltigen Figur des Breiner Rolands das ehrwürdige Wahrzeichen der Stadt entstanden sei. Diese Ansicht wird jedoch durch die Tatsache widerlegt, daß die Fälschungen des Bürgermeisters Hemeling erst mehrere Jahre nach der Errichtung der Rolanösstatue vorge­nommen sind, also nichts damit zu tun haben können. In einer Kritik des Jostesschen Buches trägt nun der Breslauer Professor Franz Kampers in derDeutschen Literakurzcitung" eine sehr plausible nene Lösung der Frage vor. Er trennt den Namen der Rolandsäulen nberhaupt von dem Helden der Karlssage und leitet ihn vonrodeland, rotland, roland", ö. h. von derRoten Erde" her, welche die Stätte des altdeutschen Gerichts

bildete. Auf derroten Erde" tagte auch das heimliche Oerrcht HerFeme", unö die Freigrafen o-der Vorsitzen­den dieser Gerichte hatten Siegel, auf denen die Rolands- ftguren, lange bevor sie alsstumme Steinriesen" an der ^Stätte des Gerichts ansgestellt wurden, sich schon vorfanden. Dadurch ist bewiesest, daß die Rolandfignren und das Femgericht den gleichen Ursprung haben und eng zusammengehören und daß diese hochaufgerichtete Heldengestalt mit dem bloßen Schwert in der Hand nur dierote Erde", die Stätte des Gerichts bezeichnen soll.

* Die bekannte rührende Geschichte vonPaul und Virgrnle" hatte einen reichen französischen Rentier der- matzen begeistert, daß er in seinem Testament der fran­zösischen Negierung 80 000 Frank zur Errichtung eines Bernarüin de Saint-Pierre-Denkmals vermachte. Aus Paris wird nun berichtet, daß die Stakue des berühmten Schriftstellers, den Ludwig XVI. zum Oberauffeher des Jardin des plantes" ernannt hatte, ans einem Rasen­platze vor dem Museum errichtet werden soll Die Statue ist ein Werk deö Bildhauers Holweck, der Bernardin de Saint-Pierre auf einem Hügel sitzend und dem Gesang der Vögel lauschend dargestellt hat In der linken Hand hält er nachlässig ein HaM geöffnetes Buch, vim Sockel befindet sich als Hantreltes eineGrnvp", die Paul und Birginie als Kinder üarstellt.

' Zarathustra. Alan spricht in unserer Zeit viel von Z-arathiustra- Frivdrich Nietzsche hat den Namen berühmt gemacht. Man weiß, daß Zarathustra oder Zoroaster im siebenten Jahrhundert v. Ehr. in Persien lebte, die damalige persisthe Religion, die ein in Korrup­tion und Aberglauben ausgearteter Natnrknltns war reformierte und seinem Volke die ethische Bedeutung des ln Ormuzd und Ahriman personifizierten guwn und bösen Prinzips beibrachtc. Die höchste Moralvor­schrift seiner Religion lautete:Gut denken, gut reden gut handeln!" Ganz unverfälscht herrscht Zarathustras Glaubenslehre jetzt nur noch in einem kleinen Kreise- sie hat kaum viel mehr als 10 000 Anhänger, von denen 8000 in der Stadt Jesd, in einer Art Wüste, leben. Ein Engländer, Professor Jackson, der vor einiger Zeit dieses zarathustrianische Völkchen besucht hat, erzählt im ..Eentury Magazine", daß derKalantar", das Ober-

ri e J^ el J0 e der Besucher kaum zu fassen. Na Nvechenden Weihnachtschor hieß der Präsident srünberg die enden. un Namen des Vorstandes herzlich willkommen uno übermittelte die besten Wünsche zum neuen Jahre. Eine Dame, Fräulein Ninni Loewenstein, sang einige Hub,che Lieder, womit sie reichen Beifall erntete; das gleiche erzielten zwei junge Mädchen, Emilie Krcmer und Auguste aroif, mit ihrer drolligen Plauderei, wobei sie die Anwesen- *5^ ® tc .heiterste Stimmung versetzten. Einige Chorlicder und Quartette unter der bewährten Direktion des Herrn Zehrer Grinrin wurden epalt vorgetragen. Außer einigen humoristischen Darbietungen kamen noch die SpieleSie wollen geschieden sein" undAm Weihnachtsabend" zur Auf­führung. Leider läßt der uns zur Verfügung stehende Raum eine ausführliche Schilderung nicht zu, wir müssen nnS darauf beichranken zu erwähnen, daß sich alle Mittmrkcnden rn teoer Beziehung um eine glänzende Darstellung verdient gemacht haben. Es sind dies die Damen Fräulein Barbo, Frail Beißengroll und Frau Reis, ferner die Herren Beißen- Kroll, Dette, Kremer^Reis, Zinscr und Zwerenz. Bevor die Vcrtoiung begann, überreichte der Vorsitzende dem Dir>- genten m, einer zündenden Ansprache ein photographisches Gruppenbrlid der aktwen Mitglieder des Vereins aus Anlaß dessen vor turzern stattgesunoencn Vermählung, wofür der Dirigent tresempfundene Dankesworte an die Sänger richtete. Hieran schloß sich die Christbauinverlosung und Ball. F 481

N. Biebrich, 3. Januar. Der M a g i st r a t hat in seiner u. a. 1. das Gesuch des Herrn Dr. Karl CIbel, betr. Errichtung eines Landhauses auf seinem Grund- Wernbergstraße, 2. das Bangcsuch der Firma Dyckerhoff und Sohne, betr. Errichtung eines Anbaues bei ^«rat Mühlweg, Errichtung einer Arbeiter­in Herstellung einer Einfriedigung, und 3. des

Architekten Herrn Hubert Himmes, betr. Herstellung einer Einfriedigung auf seinem Bangrundstück an der Straße 3, auf Genehmigung begutachtet.

m t Dotzheim, 3. Januar. Zu dem Bericht über das Neufahrskonzert desG efangvercins Dotzhei m" sei Mstchtraglich erwähnt, daß bei dieser Gelegenheit den drei Mitgliedern Friedr. Belz, Hrch. Schmelzer und Will,. Fischer für uiinnterbrochene 2c>iahrige Mitgliedschaft voii dem Vor- llfhudm entsprechende Ehrenurkunden überreicht wurden. Wie schr die Preise für Grund und Boden in hiesiger Gemarkung steigen, das zeigte sich wieder bei einer größeren Versteigerung, die dieser Tage ans hiesiger Bürger- ^Ä«^°"fand. Dieselbe war sehr zahlreich besucht und es wurden recht hohe Prci,e erzielt, mitunter mehr als das dreifache der Taxe. Namentlich waren auch viele Liebhaber Wiesbaden erschienen. Im ganzen kamen 2g Grundstücke zur Versteigerung, wofür die Summe von 53 190 M. erzielt ^um ersten Male sind an hiesigein Orte die Neu- E..^?r^^sch-Ablo,nngskarten eingeführt worden, deren Erlös vollständig zu wohltätigen Zwecken Verwendung findet. Wenn auch in diesem Jahre noch wenig Gebrauch davon gemacht wurde, so wird sich dies in Zukunft steigern, wenn dies erst mehr bekannt ist. Der hiesigeSanitäts- " n hat den Vertrag mit Herrn Dr. Hellwig vom l' r an Ät uni b - ,c Behandlung der Kranken Anstellung eines zweiten Arztes Herrn l^r. Schultz übertragen. - Beim hiesigen Stau besamte wurden tm Jahre 1906 angemeldet: 240 Geburten (123 männ- ä 117 weibliche), 47 Verehelichungen und 93 Sterbe- männliche, 40 weibliche und 3 Totgeburten). Im ^ahrr 1905 betrug die Zahl der Geburten 267, der Trau- uligcn 39 und der Stcrbcfalle 97. Von der Wahlbe- K,^Ku n g hat inan bis jetzt noch wenig hier verspürt. Eine ^Ä^itlEmlung,wurde von der sozialdemokratischen Partei abgcheckten, wobei der Reichstagskcmdidat Lehmann ans Mannheim ilber die Reichstagsauslüsung, sowie über die Auf- Lfben des neuen Reichstages usw. sprach. Die Bersmumlung war gut besucht. Der iieugcgrundete Berschöncrunas- Kürzlich seine 1 Mitgliederversammlung ab. Dabei S"gte es sich, daß in der kurzen Zeit, seitdem der Verein besteht, schon 60 Mitglieder ausgenommen wurden, ein Beweis, welche günstige Aufnahme der Verein bei der hiestaen Einwohner,chast findet. Zugleich wurde auch beschlossen, daß r rr 1 ammlungen in Zukunft Vorträge gelEen

Zwecke» sL^mN--?«»EÄLW

Plenarsitzung" der^ ,Sandciskmnmer»»vurdcn» KommerzwmÄ

Götz-Rigaud und Kommerzleu! Anlaß des 2 5 i 6Tr nten wiedergewählt. Aus

rats Karl ^r ? H. 111 1 * )c§ Kommerzicn-

fanb im 6mrfr + Mitglied der Handelskammer

I' ^Hau,e des Präsidenten ein Diner statt, an welck>?n> me Mit^ieder der Haiidelskammcr und der Staatslommniar Andren dessen Vertreter teilnahmcn. Präsident

Andreae überreichte namens der Dtitglieder der Sand--ls' ksmmer eme künstlerisch ausgestattete Adresse und hob die Verdienste hervor, die der Jubilar in der langen Periode

zarathnstrianischen Gemeinde, ihn in außer- sr a,tfr i U T IiCÖer 38eil, ' e aufnahm. Während Tür^um^biT f v ÖC1 "Kälantar" demütig an der mn ihn zu bedienen. Für die Anhänger Zara- thustras ist die größte Befleckung die aus der Be- richrinig mit irgend einem toten Körper Herrührende

darstelltTr-nntph Ahrimans üverOrmuzö nTTT' ^^>oncn, die durch eine derartige Berührnna

wÄbwnTE" Essen sich neun Nächte mit gc- wechtem Wasser mapyen. Die Zarathnstriancr von JeÄö kennen auch noch die alte Sitte, die Toten auf oen Dathman oder -vurm des Schweigens zu bringen, um ste von den Geiern ausfressen zu lassen. ' "

Krrvxs MrttrttrrnZe».

.... ® ie frnuländrsche Negierung Tjüt in ihr Budget einen ständigen Posten von 26 000 sinnt. M. für Reisestipendien ausgenommen, dre Künstler erhalten sollen. Für Ton- ?°00 5^- ansgeworsen worden, cbensiovlek für Maler und Bildhauer, für Schauspieler 4000 M. und der Rest von 5000 M. soll als Reservefonds dienen und zur Schaffung von außerordentlichen Rciisestipcndien oder zur Erhöhung von Stipendien dienen. Die Reiic- Itwen-dlen betragen 2000 und 8000 M. Für Tonkünstler gWt es auch Stlpeuöien von 1500 M.

Rudolf ^ Rittner, von allen Hauptmann-Darstellern der getreueste Interpret des Dichters, hat es, wie aus Berlru gemeldet wird, abgelehnt, im neuen Drama Hauptmanns eine Rolle zu übernehmen. Das Stück das ursprünglichDie fröhlichen Jungfrauelt von Bischofsberg" hieß, hat den Titel bekommen: .Aus

Freierssüßen in Biischossberg." ' '

Die Frcgneuzziffcr des' Simploutunnels ist in den ersten sechs Mvttaten nicht ffo hoch gewesen, wie man allgemein erwartet hatte. 150000 Reisende haben den Tunnel durchquert; jedoch hat die Zahl der tüalicki Durchpassierenden beständig zugenommen, so daß man für den nächsten Sommer ein günstigeres Resultat' er­wartet. '

Pique Dame", Tschaikowskys Oper, die schon vor längerer Zeit von der Gcneralintendantnr zur Auf- snhming angenommen wurde, gelangt Mitte Februar rm Konigl. Opernhause in Berlin zur ersten Aufführung