Seite 6* Dienstag, 26» November 1666.
spuren feststcllen konnte. Er gab, sich alle mögliche Mühe, Iben Dieb zu entlarven. Das gelang jedoch erst nach IMonaten. Inzwischen waren der Maschinist und der j3eid)tter einig geworden, sich Lurch Diebstähle bei dem iMetzger aus ihrer üblen Lage zu befreien. Nachdem der kältere Bruder seinen jüngeren Bruder instruiert Hatte, jseine Mütze auf dasGlasdach zu werfen, damit er, wenn er Pinmal dort erwischt werde, sagen könne, er habe nur diese Mütze Holen wollen, ging man eines Tages ans Werk. Der Zeichner stieg aus einen Abort, ließ sich von dort auf das Glasdach Herab und gelangte so ins Haus. Einen Lachsschinken, welchen er zunächst holte, gab er Iseinem Bruder. Der Raub wurde bei einem Wirt in !der Metzgergasse verbaust, und als die Sache so gut gegangen war, setzte man sie fort. Zuletzt stahl man sogar auf Vorrat. Was man eben nicht verwerten konnte, ver? steckte man in dem Holzkasten eines Aborts, und entnahm cs später, um es bei Wirten an den Mann zu bringen. iDer Hauptabnehmer war. ein bekannter Restaurateur. Der Maschinist, welchem allein der Verkauf oblag, erzählte dort, wie an allen anderen Absatzstellen, er beziehe seine Fleischwaren vom Westerwald. Während der Bcr- ikaufswert des Schinkens 1 M. 80 Pf. bis 2 M. war, erhielte er durchweg einen Preis von 1 M. 40 Pf. Monate- jlang hatte die Sache gedauert. Da wurde der bestohlene Metzger eines Tages benachrichtigt, daß die Gebrüder Z. die Diebe seien, und es gelang auch bald, sie zu entlarven. Heute standen sie vor der Strafkammer, wo der .jüngere Bruder ein rückhaltsloses Geständnis ablegte. Mährend der ältere zwar auch einige Diebstähle zugestand, aber Umschweife machte. Vom Anfang des Sommers bis in den Herbst hinein hat man das Geschäft betrieben, und dabei 30 bis 40 Lachsschinken und 10 bis 15 gekochte Räucherschinken erbeutet, die man bei etwa einen: Dutzend hiesiger Wirte an den Mann brachte. Dem Maschinisten werden außer diesen Diebstählen noch zwei Betrwgsfälle zur Last gelegt, deren er sich insofern schuldig gemacht hat, als er zwei seiner Schinkenkuudcn unter der falschen Vorspiegelung, er müsse Nachnahme . aus eine Fleischsendung bezahlen, zu veranlassen suchte, an einem Falle mit Erfolg, ihm kleine Darlehen zu geben. Das Gericht vesthängie über ihn 1 Jahr ,8 Monate Gefängnis abzüglich 1 Monat Untersuchungshaft, sowie Ehrverlust aus die Dauer von fünf Jahren, über seinen Bruder 4 Monate Ge- f ä u g n i s. ______
* Neustadt a d. H., 19. November. Nach zweitägiger Verhandlung vor dem Schöffengericht wurde Redakteur Meininger, der im „Weinblatt" den .früheren Reichstagsabgeordneten Sartorius einenWein- stabrikanten genannt hatte, von der Anklage der Vereidigung sreigesprochen, weil die Absicht der Beleidigung gefehlt Habe.
* Berlin, 19. November. Der zum Tod verurteilte Raubmörder H e n n i g hat durch seinen Verteidiger Rechtsanwalt Kennes-Potsdam das Wiederaufnahmeverfahren beantragt. Hennig hofft, daß er bei einer zweiten Verhandlung nicht mit dem Tode bestraft werben, sondern mit lebenslänglichem Zuchthause öavon- kommen wird. Über diese Beschwerde Hennigs ist beim Kcrmmergericht verhandelt worden, und dieses hat entschieden, daß die Strafvollstreckung bis zur Entscheidung über den Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens auszusetzen ist.
* Schwerin, 20. November. Der Gutsbesitzer Ewers aus Lübeck, der eine Zuchthausstrafe von anderthalb Jahren wegen Wechselsälschung verbüßte, wurde vom Schweriner Landgericht im Wiederaufnahmeverfahren
freigesprochen.
i * Kiel, 20. November. Der Matrose Weber vom l Linienschiff „Preußen", der dem Prinzen Adalbert au Bord des Schiffes einen kostbaren Diamantring cni- wendet hatte, wurde zu drei Monaten Gefängnis verurteilt und in die zweite Klasse des Solöatenstandes versetzt.. Der Prinz vermißt übrigens noch einen zweiten Diamantring.
Sport.
* Der Sportverein Wiesbaden, E. B., unternimmt morgen nachmittag eine Fußtour nach Laubenheim. Aüfahu 2 Uhr 8 Min. nach Mainz. Vorheriger Treffpunkt der Teilnehmer Ecke der Adolfsallce und des Kaiser Friedrich-Rings. Die vom Wettspiel in Frankfurt nach Mainz fahrenden Spiel- Iteilnehmer finden gegen 8 Uhr das Gros im „Heilig-Gnsk- iRestaurant".
' * Fußball. Mit vielen Ersatzleuten fährt die erste Mann
schaft des Sportvereins Wiesbaden am Mittwoch nach Frankfurt, um auf dem Neuen Sportplatz am Röderwald gegen den (Frankfurter Fußballklub Hermannia ein Wettspiel auszutragen. Abfahrt 12 Uhr 42 Min. Am gleichen Tage spielt auf dem Exerzierplatz die zweite gegen die dritte Mannschaft.
Kiews Chronik.
Während des Stnrm.es, der am Samstag Teile von Alabama, Mississippi und Tennessee heimgesucht hat, sind acht Personen ums Leben gekommen und eine große Anzahl verletzt worden. Viel Eigentum und viele Saaten Haben schweren Schäden gelitten, viele Häuser sind vom Erdboden verschwunden oder teilweise zerstört >woröen. Einige Teile des Landes sind überschwemmt, lund die Eisenbahn- und TelegraPhenverbindungen sind ^vielfach zerstört worden. Es ist wohl möglich, daß die "Zahl der Todesfälle sich später als noch größer heraus- lstellen wird.
Brand in der Knnstansstellung. Gestern vormittag brach in der Kunstausstellung Urania in Budapest ein Brand aus, durch welchen Bilder und sonstige wertvolle Kunstgegenstände im Werte von über 50 000 Kronen vernichtet wurden.
Ein armer Stndcnt. Vollständig entkräftet und in Kränrpfen sich windend wurde, so meldet der Polizei- ,bericht, in Berlin nachts auf dem Bürgersteig der Meglitzerstraße der wohnnngslose 19jährige Student der Technik Rudolf Heinste.dt aufgefunöen und nach der in 'derselben Straße befindlichen Wache des Verbandes für j «erste Hilfe gebracht. Von dort erfolgte die Überführung
KisSdsdeNeN Abend-Ausgabe, 1. Blatt. Nr. 543
des jungen Mannes nach der Charits. Nähere Aufklärung bleibt abzuwärten.
Der ungarische Schriftsteller und Jonrualist Edmund Gyiirky, der in klerikalen Kreisen als geschäftsführender Direktor des Landesverbandes christlicher Genossenschaften und als Redakteur klerikaler Zeitschriften eine große Rolle gespielt hat, ist seit einigen Tagen verschwunden und scheint Selbstmord begangen zu haben. Aus einem Briefe an einen seiner Freunde scheint hervorzugehen, daß ihn materielle Schwierigkeiten in öefl Tod getrieben haben. >
Ein gefährdeter Schnellzug. Am 10. November abends 8 Uhr waren zwischen Mechernich und Scheven mehrere Schüsse auf den Abenöschnellzug 154, ab 7,10 Cöln nach Trier, gefeuert worden. Eine Kugel drang in den Packwagen, glücklicherweise ohne jemand zu verletzen. Die Täter sind zwei junge Burschen aus Calenberg, die bei der sogenannten Hilligfeier am Vorabend einer Hochzeit ihre Schietzkünste erprobt hatten.
Dampferunglück. Der Dampfer „Dix" wurde im Puget Sound von dem Dampfer „Jennie" gerammt und zum Sinken gebracht. 41 Passagiere sind ertrunken.
Hotelbrand. In dem Hotelrestaurant „Zum Ratskeller" in Cöln brach Feuer aus, wobei ein Amerikaner namens Matthias Gildenbach derartige Brandwunden erlitt, daß er alsbald verstarb. Die zahlreichen übrigen Hotelinsassen wurden durch die sofort ausgenommenen Rettungsarbeiten der Cölner Feuerwehr vor Schaden bewahrt.
Verduftet. Unter Hinterlassung von 200 000 M. Passiva verschwand der Viehhändler Bküller aus Finstingen bei Straßburg i. Elf. Der Staatsanwalt verfolgt ihn, sowie seinen Sohn, den Gerichtsreferenüar Paul Müller, steckbrieflich wegen Betruges und Unrer- schlagung.
Äther - Explosion. Im Krankenhause von Czen- stochau explodierten 3600 Gramm Äther im Operationssaal, der stark beschädigt wurde. Die Wände drohen einzustürzen. Zwei Hospitalarbeiter haben schwere Brandwunden erlitten, ein Hospitalarzt hat eine Gehirnerschütterung üavongetragen.
Ein IKfähriger Muttermörder. Bei Weiz in Steiermark hat ein löjähriger Bauernbursche seine Mutter erschlagen, um das Geld für ein Fahrrad rauben zu können.
z§tzr§ Nachrichten.
Konti neiital-Telearapbeü-Kompagnie.
Paris, 20. November. General Bazaine Kaytre, Kommandeur des 14. Armeekorps, hat verfügt, daß die Mitglieder der Regimentsmusik in ihren freien Stunden alsKrankenwärter verwendet werden sollend
Paris, 20. November. In den Departements Lozere und Puy de Dome werden heute in zahlreichen Gemeinden die Kircheninventare ausgenommen. Die Regierung hat aus diesem Anlaß große militärische Maßnahmen getroffen. Die Soldaten werden, wie der „Eclair" meldet, mit Melinitkapseln und Werkzeugen ausgerüstet, um die Kirchentüren, . falls diese verrammelt sein sollten, sprengen zu können. Nach dem Bezirke Röchefort, wo man auf besonders lebhaften Widerstand gefaßt ist, sind drei Sonderzüge mit starken Abteilungen Gendarmerie, Reiterei und Futz- truppen abgegangen.
Anläßlich der, Inventaraufnahmen verständigte der Kriegsminister auf. telegraphischem Wege die Korpskommandeure, daß das Recht der Zivilbehörden, betreffend die Truppenrequirierung von dem Augenblick an, wo das Verlangen gestellt wurde, unverzüglich anerkannt werden müsse, daß bei den zur Verwendung kommenden Truppenabteilungen keine Offiziere und Mannschaften sich befinden sollen, welche Familienbeziehungen in den Ortschaften, wo die Jnventurauf- nahme unter militärischem Beistände vorgenommen wird, haben, und daß die Truppen stets nur ihre reglementmäßigen Waffen tragen und besonders die Dragoner niemals mit Lanzen ausgerüstet werden sollen.
Cettinje, 19. November. Der Fürst hat der Skupschtina airheimgestellt, ihm aus der Majorität des Hauses neun Ministerkandidaten anstelle des demissio-- nierenden Kabinetts vorzuschlagen. Vierzehn wegen Majestätsbeleidigung angeklagt gewesene, vom hiesigen Gerichte jüngst freigesprochene Studenten veranstalteten mit der Jugend Kundgebungen in den Straßen, die sich gegen die zurückgetretenen Minister richteten. Sie brachten dem Fürsten und dem Erbprinzen Huldigungen dar. Der Fürst trat unter die Menge und dankte für die Huldigung.
Cettinje, 20. November. Die Fürstin Milena ist erkrankt und seit vierzehn Tagen bettlägerig.
zu erstatten. Der Papst hat die Kardinale ersucht, ihren Besuch in Rom, zu vertagen, um zu verhindern, daß sie in dieser Frage der deutschen Regierung gegenüber Stellung nehmen müßten.
Der Papst empfing den Kardinal Couills, sowi« die Erzbischöfe von Rennes und Verdun. Bei dieser Unterredung haben die Genannten den Eindruck gewonnen, daß der Papst, obwohl er den lebhaften Wunsch hat, eine Versöhnung herbeizuführen, sich energisch weigert, das Trennungsgesetz anzuwenöen, so lange es nicht die nötigen gesetzlichen Garantien für den Schutz der Kirche biete.
Madrid, 20. November. Eine antiklerikale Kundgebung fand gestern in Valencia statt. Es kam hierbei zu schweren Zusammenstößen, denen die Polizei ohnmächtig gegenüberstand. Erst Militär konnte die Ruhe wieder Herstellen. Zahlreiche Verhaftungen wurden, vorgenommen.
hd. Ostende, 20. November. Das ’ Fischerboot 89 brachte den Dampfer „Elisabeth" gestern hier im Schlepptau ein. Das Boot hatte den Dampfer unterwegs verlassen aufgefunöen.
hd. Klagenfurt, 20. November. Die berühmte, rm Jahre 1144 erbaute Wallfahrtskirche in Mariarain ist größtenteils durch Feuer zerstört worden.
hd. Fiume, 20. November. Ein orkanartiger Sturm richtete hier großen Schaden an. Die Schifffahrt mußte eingestellt werden.
wb. Nizza, 20. November. Die Gräfin Lagrange, die seinerzeit unter dem Theaternamen Lea d'Asec eine in Paris sehr bekannte Persönlichkeit war, ist infolge eines Rcvolverschusses gestorben. Vorläufig ist nicht festgestellt, ob es sich um einen Unfall oder um einen Selbstmord handelt.
lld. London, 20. November. Gegenüber der Erklärung des Sekretärs der Marconi-Gesellschaft, er wisse nichts von der durch den Prospekt angekündigten Verschmelzung dieser Gesellschaft mit der Deforest Company, erklärte der Vorsitzende der AmalgamisierungS- Gesellfchaft, er besitze 53 Proz. der Marconi-Aktien und Sie Verschmelzung sei eine Tatsache.
lld. Neapel, 20. November. Der Anarchist Dr. Lagano, welcher den Professor Rosst auf offener Straße ermordete, ist gestern verhaftet worden.
lld. New York, 20. November. Die Frau, welche die Anklage gegen den Tenoristen Caruso erhoben hat. ist aufgefnnden worden und vor Gericht erschienen. Auch die übrigen Zeugen des Zwischenfalles sind vernommen worden.
VÄlkswirlschaftLLches.
Marktberichte.
Fruchtpreise, mitgeteilt von der Preisnotierungssielle der Landwrrtichaftskammer für den Regierungsbezirk Wiesbaden bu Frank fu t a. M. Montag, den IS. November. Per 100 Kilogramm gute, marktfähige Ware: Weizen, hiesiger 18 M. bis 18 M. 25 Pf., Roggen, hieiia-r
16 M. 05 Pf. bis 16 M. 75 Pf.. Gerste, Ried- und Mlhr M brs 18 M. 75 Pf., Gerste, Wetterauer 18 M. bis 18 M. Jo Pf., Hafer, hiesiger neuer 17 M. bis 17 M. 6b Pf., Raps, hiesiger 88 M., Mais, La Plata 13 M. 80 Pf. bis 14 M Vichmartt zu Frankfurt a. M. vom 19. November, ium Verkaufe standen: 368 Ochsen, 37 Bullen. 806 Kühe, Rinder und Stiere, 234 Kälber, 505 Schafe und Hammel, 1575 Schweine. Bezahlt wurde für 100 Pfund: Ochsen: a) voll- fleischige ausgemästete höchsten Schlachtwcrtes bis zu 6 Ja:, een (Schlachtgewicht) 87—90 M., b) junge, fleischige nicht aus- gemastete und ältere ausgemästete 78—82 M., c) mäß'g oe- nahrte junge, gut genährte ältere 68—72 M. Bullen: a) voll-' fleischig höchsten Schlachtwertes 76—78 M„ d) mäßig genährte lungere und gut genährte ältere 72—74 M. Kühe und Färsen (Stiere und'Rinder): a) vollfleischige, ausgemästete Färsen (Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes 77—80 M., b) vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Fahren 70—75 M-, c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färien (Stiere und Rinder) 58—63 M. Bezahlt wurde für 1 Psunv: Kälber:
a) feinste Mast- (Vollm.-Mast) und beste Saugkälber (Schlachtgewicht) 100—105 Pf., (Lebendgewicht) 60—62 Pf.,
b) mittlere Mast- und gute Saugkälber (Schlachtgewicht) 90—95 Pf., (Lebendgewicht) 52—55 Pf., c) geringe Saugkälber (Schlachtgewicht) 70—75. Pf. Schafe: a) Mastlämm-r und jüngere Masthämmel (Schlachtgewicht) 78—80 Pf., b) ältereMasthämmel (Schlachtgewicht) 68—70 Pf. Schweine: a) vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1Z4 Jahren (Schlachtgewicht) 70 Pf., (Lebendgewichts 56 Pf., b) fleischige (Schlachtgewicht) 68—69 Pf., (Lebendgewicht) 54—55 Pf., c) gering entwickelte, sowie Sauen und Eber (Schlachtgewicht) 60—63 Pf.
Geldmarkt.
Frankfurter Börse. 20. November, mittags 12% Uhr. Kredit-Aktien 212.85, Diskonto-Kommandit 182.75, Deutsche Bank 239.20, Stoatsbahn 144.50, Lombarden 34.30, Bochumer 238.50, Gelsenkirchener 224.75, Harpen er 215, Nordd. Llood 128.80.
Öffentlicher weLLeröienst.
Depeschenbureau Herold.
Berlin 20. November. Von gut unterrichteter Seite hört die „Deutsche Tageszeitung", daß Exzellenz Dern- b u r g bei Gelegenheit der ersten Beratung des Nachtrags-Etats für Süöwestafrika davon absehcu wird, ein allgemeines kolonialpolitisches Programm vor dem Reichstage zu. entwickeln. Vielmehr gedenkt er ein Programm, das sich nur mit dem Aufstande und der wirtschaftlichen Entwicklung Südwestafrikas beschäftigen soll, zu erörtern. Reichskanzler Fürst Bülow wird den neuen Leiter der Kolonialabteilung im Reichstage selbst einführen
Berlin, 20. November. Wie die „Tägl. Runösch." aus zuverlässiger Quölle erfährt, soll der russische Bor- schafter in Paris Neliöow demnächst seinen Posten verlassen. . Als sein Nachfolger wird der Botschafter in Rom Gras M u r a w i e m bezeichnet.
Bern, 20. November. Die deutsche Regierung hat die Auslieferung des Italieners L u g a r i, welcher sich nach Verübung eines Sprengstoffvcrbrechens in Zürich nach Walöshut geflüchtet hatte, bewilligt.
Rom, 20. November. Die Kardinäle Ko pp und Fischer haben den Plan aufgegeben, persönlich dem Papst über die Lage der Polen in Deutschland Bericht.
.Dienststelle Weilbnrg lLandwirtschaftsschule).
Voraussichtliche Witterung für die Zeit vom Abend des 20. November bis zum nächsten Abend:
Mäßige westliche Winde, meist trübe, Niederschläge, etwas kälter.
Genaueres durch die Weilburger Wetterkarten (monatlich 60 Pf.), welche an den Plakattafeln des „Tagblatt"-Hauses, Langgasse 27, und an der Haupt- Agentur des Wiesbadener Tagblatts, Wilhelmstratze 6, täglich angeschlagen werden.
Geschäftliches.
Fooäard-SeMe « Pr ..»
—Zollfrei! — Muster an Jedermann ! — F 132
Seidenfabrikt. Memseberg', Zürich.
Me Atzeud-Arrsga de mnfstlft 12 Seiten.
Leitung: W, Schulte vom Brühl
Verantwortlicher Redakteur für Politik: W, Schulte vom Brülil in S»-,r»enherg. für düsz-euillelou: I. Kaisler; für den übrigen reüÄkiiyuellen Teil: C. R ^therdt' für die «Anzeigen und Reklamen: H. Dornauf: sämtlich in Wre-eoven.
Druck und Beriug der L. EcheUeuderglchcn tzos-BuLdruckerci in Wiesdud«,
