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No. 349

Avend-Ausgave, 1. Matt.

Wiesbadener TagblatL.

Montag, 30. Juli 1906.

Seite 3»

von vielen Polizisten überwacht würbe. Trotzdem erfuhr die Polizei den Vorfall erst, nachdem die Bewaffneten spurlos verschwunden waren.

In den letzten Tagen fanden in Petersburg und vielen anderen Städten zahlreiche Verhaftungen und Haussuchungen infolge der Beschlagnahme wichtiger Dokumente in der Redaktion des „Myhl" statt. Man fand den Plan eines Aufstandes in ganz Rußland und ein genaues Verzeichnis aller Beteiligten. Darunter sind viele Personen, die eine hervorragende Stellung leinnehrncn. Quittungen über bedeutende Summen für !die Propaganda wurden gefunden.

lid. Moskau, 29. Juli. Die liberale Gruppe der ge­wühlten Mitglieder des Reichsrats, hauptsächlich Ver­treter der Universitäten und Semstwos, welche als Protest gegen die Auflösung der Duma ihre Mandate picdcrgclegt haben, erlichen eine Kollektiverklärung an ihre Wähler über die Motive ihres Schrittes. Diese Erklärung ist in sehr scharfen Worten gehalten.

Wie eine Londoner Telegraphen-Agentur aus Petersburg meldet, habe der Marincminister den Kom­mandanten der russischen Panzerschiffe, die sich in aus­ländischen Häfen befinden, Befehl gegeben, nicht nach Kronstadt zurückzukehren wegen der dort unter den Matrosen herrschenden Unzufriedenheit.

In der vorvergangencn Nacht m c u t e r t c in P o l - tawa ein Teil des Sewskij-Regiments und marschierte ^bewaffnet aus der Kaserne. Eine große Menge schloß sich den Soldaten auf den Straßen an. Diese wandten sich zum Artillerie-Lager, überrumpelten die erste Battc- jrie, bespannten die Kanonen und zogen gegen das Ge- ffängnis, um die politischen Gefangenen zu befreien. Der Kommandierende rückte mit einer Abteilung Maschinengewehre gegen die Menge und feuerte aus die Meuterer, als diese eben in das Gefängnis einzudringen begannen. Die Meuterer ergriffen die Flucht und ließen 2 Tote und 11 Verwundete zurück. Die Entflohenen meldeten sich dann reuig in der Kaserne. Bald nach Mitternacht war die Stadt vollkommen ruhig.

Der Petersburger Korrespondent des „Daily Chronicle" telegraphiert,^ daß unter den Truppen in P o k r v w s k v j e im Gouvernement Samara eine Meuterei ausgebrochen ist. Als die Truppen der dortigen kleinen Garnison ausgefordcrt wurden, eine revolutio­näre Versammlung zu sprengen, lehnten sie es ab, irgendwelche Schritte gegen das Volk zu unternehmen. Die Offiziere waren hülfloS. Die Soldaten sangen revo­lutionäre Lieder.

Im Kreise Gori, Gouvernement Tiflis, nimmt die revolutionäre Bewegung zu. In mehreren Gemeinden Mußten die Behörden ihre Ämter nrcderlegen. Die Bauern verweigern die Bezahlung der Abgaben. Ab­teilungen der sogenannten „Roten Hundert" verjagen jdie Erntcarbcitcr von den Feldern der Gutsbesitzer. Die Bevölkerung wird mit einer besonderen Steuer zu­gunsten der revolutionären Organisation belegt. In Stadt und Kreis. Nucha, Gouvernement Jclisawetpol, herrscht völlige Anarchie. Die gesamte Gegend wimmelt von Räubern, welche am hellen Tage Überfälle aus- sührcn, Schutzleute entwaffnen und die Einwohner terrorisieren.

Eine von vielen Tausenden von Bergarbeitern in Jnsowska abgehaltene Versammlung hat wegen der Auflösung der Reichsduma beschlossen, die Arbeit in allen Hüttenwerken einzustcllen. Infolgedessen sind Dragoner nach Jnsowska abkommandicrt worden.

Die relativ beruhigte Bevölkerung in Odessa er­wartet wenigstens für die nächsten Tage keine Pogrome. Zwei Leiborgane des Generals Kaulbars entwickeln eine unerhörte Judenheherei und fordern eine gründliche Ausrottung des jüdischen Volkes. Die Bevölkerung bereitete ein feierliches Begräbnis von drei Opfern des letzten Pogroms vor, nachts kam jedoch Polizei in daS jüdische Hospital und entführte die Leichen. Am Kirch­hof wollten Revolutionäre der Polizei die Leichen ab­ringen, wurden aber zerstreut. Gegen hundert Revo­lutionäre wurden ins Gefängnis gesteckt, viele von ihnen mit Kautschuk-Knuten gepeitscht. Als die Soldaten ver­nahmen, daß Kaulbars zu den jüdischen Deputationen gesagt habe, die Soldaten seien empört über die revo­lutionären Bestrebungen der Juden, gaben sie ihm zu verstehen, daß er ein Verleumder sei. Die Soldaten be­absichtigen, diese Worte Kaulbars in einer speziellen Proklamation abzuleugnen.

wb. Warschau, 30. Juli. (Von einem Spezialkorre- spondenten.) ES heißt, daß bei ddm Überfall auf den Personcnzug Alexanörowo-Warschau den Tätern über 100 000 Rubel und ein ausländisches Wertpaket in die Hände gefallen sei. Die genaue Summe ist nicht festge- stcllt, da die betreffenden Dokumente mit verschwunden sind. — Die ganze Besatzung des Wcichseldampfcrs „Kurier" wurde hier verhaftet, da der Verdacht besteht, !daß der Dampfer von der Bande, die am Donnerstag leinen Zug der Weichselbahn ausraubte, benutzt wor­den ist.

Eine Baude, die Freitagabend den Personcnzug Alcxandrowo-Warschau bei Prutzkow anhielt, zählte 60 Mann. Sie beraubte den Postwagen. Es fielen ihr 75000 Rubel Staatsgclder in die Hände. Niemand wurde verletzt.

Eine der in der Angelegenheit des am 27. Mai ver­übten Bombenanschlags gegen den Festungskomman­danten General Nepljujew in Sewastopol verhafteten Personen namens Sawenkow ist gestern unter Veihülfe von Freiwilligen aus der Hauptwache entflohen. Die Freiwilligen sind ebenfalls geflüchtet.

Einem Ausfrager öeS „Matin" erklärte General Kaulbars in Odessa, daß die Polizisten sich über den Ernst der Lage, sowie über ihre Pflichten leider nicht genügende Rechenschaft ablegen. Er für sein Teil werde das Unmögliche versuchen, Metzeleien hintanzuhaltcn. Die Duma habe gelogen, als sic die Behörden beschul­digte, die Pogrome angezettelt und unterstützt zu haben. Run sei glücklicherweise diele Quelle der Lügen und

Verleumdungen verstopft. Die Armee ist neutral und parteilos, der Wille des Zaren heilig. General Kaul­bars scheint schlecht unterrichtet zu sein.

Zwischen Armeniern und Tataren ist cs nach Mel­dungen aus Schuscha erneut zu offenen Feindselig­keiten gekommen, während deren die Stadt Schuscha zwei Tage lang aus 21 Geschützen beschossen und tn Brand gesetzt wurde. Jetzt haben nach einem dem Ltatt- haltcr zugcgangenen Telegramm die kämpfenden Par­teien die Feindseligkeiten eingestellt und je fünf Bcr- trauensmänner gewählt, von denen die Bedingungen für einen dauerhaften Frieden sestgestcllt werden sollen.

ück. Bukarest, 20. Juli. Eine Revolte in Ismail wurde durch Kosaken unterdrückt. — Russische Flücht­linge kündigen den Ausbruch einer Revolution für den 10. August an. — Zwei Kriegsschiffe der Schwarzen Meer-Flotte mußten wegen einer unter der Mannschaft ausgcbrochenen Meuterei dcsarmiert werden.

Matte».

Der vatikanische Korrespondent der „JnöLpenöance bclge" berichtet, daß die Ernennung des neuen Jesuiten- Generals erst im September erfolgen werde. Die meisten Aussichten habe ein Deutscher, jedenfalls werde keur Franzose gewählt werden. Die Jesuiten w u r d tn sich alle Mühe geben, die Gunst des deut­sch c n K a i s c r s z n c r r i u g e n. An den Beratungen werden etwa 80 Delegierte teilnchmen. Die Gesamtzahl der Jesuiten beträgt gegenwärtig 15 614. Davon ent­fallen 1420 auf Deutschland, 8088 auf Frankreich, ->414 auf Spanien, Portugal und Amerika, 1922 auf Italien, ■.<•->4 auf England, Schottland und Irland und der Rest. an; Österreich-Ungarn, Holland und Polen. Derselbe

Korrespondent berichtet, daß sich verschiedene Siamen über die Zulassung eines päpstlichen Vertreters auf der Haager Konferenz besprochen haben. Der einzige Staat, der gegen die Zulassung Einspruch erhoben habe, sei Frankreich, die französische Regierung behaupte logischer- weise, da der Papst weder territorialen Besitz noch enie Armee habe, so habe er sich nicht in die Fragen der Kon- fercnz zu mischen. Die italienische Regierung dürfte sich diesem Einspruch anschließen.

Wie Mailänder Blätter aus Venedig melden, hat dort eine Mobilisierungsprobe stattgefunden. Das Manöverthema lautete, die Stadt werde plötzlich ans der Seescite von einer feindlichen Flotte angegriffen, die vom Lido aus gesichtet worden sei und müsse augen­blicklich in vollen Verteidigungszustand gebracht werden. Das interesiante Experiment, daS der Vizeadmiral Bcttolo leitete, wird als vollkommen gelungen bezeichnet.

Rttsiland.

Nicholas Lwow hat die Übernahme eines Ministcr- portefeuilles unter Stolypin abgelehnt und dadurch die Schwierigkeiten für Stolypin vermehrt. Die Vorbe­reitungen für einen Generalstreik werden in Peters­burg eifrig betrieben. . „ ,

Die Unterhandlungen Stolypius in der Ange­legenheit der Kabinettsbildung scheinen tatsächlich zu scheitern Gntschkow sowohl wie Nikolai Lwow lehnen die angebotenen Portefeuilles ab. Die Hanptbedingung der Männer aus der Gesellschaft iit: sofortige Einführung liberaler Reformen. Stolypin hingegen will erst Ord­nung und Ruhe schaffen. .. ....

Die diesjährige Messe in Nrshmj Nowgorod ,st er­öffnet Sic ist im allgemeinen nicht schlechter besticht als im Vorjahre. Die Kleinhändler sind besser, die Groß­händler schwächer vertreten. Die Zufuhr von Waren ans Sibirien ist in diesem Jahre geringer

Frankreich.

Eine für die Entwickelung der französischen Kultus- anqelegenheiten bedeutsame Erklärung gab der Erz­bischof 8 e e o t ab. „Wir Katholiken , sagte er, „erblicken in dem Kultusminister Briand als dem eigentlichen Schöpfer des Separationsgesetzes trotz aller bcgreislichen Gegnerschaft doch einen zielbcwützten Regierungsmann. Darum sind wir überzeugt, daß Briand niis entgegen- kommen werde, um die Begründung der neuen Kult- genosscnschaftcn zu erleichtern, welche bis Jahresende sich vollzogen haben könnte. Wir wünschen ganz aufrichtig, daß Briand so lange Minister bleibe, denn er wird schon aus Autorstolz sein Werk, das Separationsgesetz, nicht völlig preisgeben und datum den Bruch mit uns

vermeiüeil wollen." , ,

Aus Anlaß der Rehabilitierung Dreyfus' ver­anstaltete die Liga der Menschenrechte in Lyon ein Ban­kett Verschiedene Redner gaben der Befriedigung Aus­druck, daß endlich das Recht gesiegt habe und bedauerten, daß Scheurcr-Kestner und Zola diesen Sieg nicht mehr erlebt hätten Den Mitgliedern der russischen Duma und dem russischen Volke wurde die Sympathie der Liga ausgesprochen. Von einem Redner wurde die Hoffnung ausqedrückt, die französische Regierung möchte dem Be,- spiel Campbell Bannermans folgen und eine Kundgebung zugunsten der Duma veranstalten. Die Versammlung ging mit einem Hoch auf die Gerechtigkeit auseinander.

Der Kriegsmintster Etienne wird sich Mit dem Marineminister T h o m s c n nach Marseille begeben »m an Bord des Panzers „Brennus" dem Angriff der Flotte

auf die Stadt beizuwohnen. ,

Das Unterseeboot „Cigogne" erlitt im Mittel­meer eine schwere Havarie, so daß cs an den weiteren Manövern nicht teilnehmen kann.

Briand erklärte, daß er nunmehr, nachdem der Ordcnsrat der Ehrenlegion seinen Vorschlag betreffend die Verleihung des Kreuzes der Ehrenlegion an Sarah Bernhardt abqelehnt habe, die Angelegenheit dem nächsten Ministerrat in Rambouillet unterbreiten werde.

Ein Vertreter der französischen Schiffahrtsgesellschaft hat sich nach Serbien begeben, um zu prüfen, auf welche Weise serbisches F l eis ch nach Frankreich einge­führt werden könne.

England.

Freitagabend fand eine Riesendemonstration der konservativen Partei in der Albert-Halle in London statt. Es waren mehr als 7000 Personen anwesend. Der frühere Ministerpräsident Balfour hielt eine Rede, in der er ausführte, daß die liberale Regierung im Be­griffe sei, ein schweres Verbrechen in Südafrika zu be­gehen. Die Gewährung vollständiger Autonomie au die Kolonien Transvaal und Oranje wäre ein Anschlag gegen die Sicherheit des britischen Reiches. Vor kurzer Zeit seien die Buren die Feinde des Landes in einem blutigen Kriege gewesen und jetzt wollten die liberalen Theoretiker ihnen weitgehende Autonomie gewahrem Käme dies zustande, so würden die Liberalen das eng­lische Besitztum in Südafrika ansS Spiel setzen. Sie wür­den alles opfern, wofür die Engländer im Vurenkrieg kämpften und bluteten. Balfour warnte die Regierung davor, diesen schwerwiegenden Fehler zu begehen. An­dere hervorragende Mitglieder der konservativen Oppo­sition hielten Reden in ähnlichem Sinne. . Die Ver­sammlung nahm eine Resolution an, worin die süd­afrikanische Politik der liberalen Regierung in scharfen Ausdrücken getadelt wurde.

Obwohl die Regierung sich bei der Freitag angckün- üigten Reduktion des diesjährigen Flottenbau- p r o g r a m m s auf den Verzicht auf das Allerüber­flüssigste beschränkt hat, obwohl diese Reduktionen zwei­tens im einhelligen Einverständnis mit den Marinc- männern der Admiralität erfolgt ist, und obwohl sie drittens nur provisorischen Charakter trägt, insofern sie je nach dem Ausfall, der Haager Konferenz eventuell wie­der wett gemacht werden soll, so erhebt fast die gesamte oppositionelle Presse gegen die Regierung den Vorwurf, daß sie die für die Machtstellung Englands nncntbchr- lichc maritime Suprematie leichtfertig aufs Spiel setze und den Bestand des Reiches gefährde. Dies geschieht natürlich lediglich aus Gründen parteipolitischer Agita­tion. Ähnlich zu beurteilen sind die in den Blättern bei­der Parteien enthaltenen Andeutungen, das; cs jetzt, wo Großbritannien die Initiative zur Einschränkung maritimer Rüstungen ergriffen habe, an den übrigen Großmächten sei, seinem Beispiel zu folgen und ihre Schiffbauprogrammc ebenfalls zu reduzieren. Die mate­riell geringfügige britische Reduktion ist nur mit Rück­sicht darauf erfolgt, daß die englische Kriegsflotte schon in ihrem heutigen Bestände nicht bloß jeder einzelnen fremden ungeheuer überlegen, sondern auch jeder im Bereich der politischen Wahrscheinlichkeit liegenden Flottcnkoalition gegen England mehr als gewachsen ist. Der Abstrich von etwa 25 Prozent der trotzdem geplanten Schiffsnenbautcn darf also keineswegs als englisches Beispiel einer positiven Rüstungscinschränkung hinge- stcllt werden.

Türkei.

Das Mitglied der Zivilbcamtcnkommission Konstan­tin Karathcvdory wurde zum Fürsten von Samos, er­nannt.

Marokko.

Londoner Blättern zufolge haben die Truppen des Sultans von Marokko den Rebellen eine empfindliche Niederlage beigcbracht. Die Nebelten zogen sich in voller Unordnung zurück. Nach dem Kampfe durchzogen die Sieger mit den Köpfen der Rebellen an den Bajonetten die Gegend. Die Niederlage der Truppen des Präten­denten ist eine vollständige. Mehrere Stämme haben sich bereits dem Sultan unterworfen, cs stehen aber neue Kämpfe bevor. v

Norm.

Präsident Pardv stellt in seiner Botschaft den wirr- schaftlichen Fortschritt Perus fest. Die Botschaft versichert, die Peruanische Politik sei vom Bestreben beseelt, die internationalen Streitfragen zu beenden, und spricht die zuversichtliche Hoffnung aus, daß der panamerikanische Kongreß zur Anfrechterhaltung der Harmonie unter den Staaten Südamerikas beitragen werde. Weiter wird in der Botschaft die gute finanzielle und wirtschaftliche Lage des Landes betont und ein Kredit non 8 Millionen Pfund für den Ban von Eisenbahnen angcsoröcrt.

Ans Stttdt Nttd Land.

Wiesbaden, 80. Juli.

Airs dem Landcsausschntz.

In der letzten Sitzung des Landesansschnsscs wur­den folgende Beschlüsse von allgemeinem Interesse ge­faßt: Dem Beschluß der Lanöesbankdircktivn, den Zins­fuß für Darlehen au Kornmunalverbände zwecks Förde­rung des Baues billiger und gesunder Wohnungen für gering bemittelte Personen bis auf weiteres aus 3% Prozent und den Gesamtbetrag der zu diesem niedrigen Zinsfuß zu bewilligenden Darlehen vorläufig, auf 500 000 M. festzusetzen, wird die Zustimmung erteilt. Das Bauprogramm für die bei Herborn zu errichtende neue Bezirksirrenanstalt wird festgestellt und beschlossen, wegen der Anfertigung der Baupläne der Anstalt mit der Firma Schmieden und Boethkc zu Berlin einen Vertrag abzuschließen. Der Landeshauptmann wird er­mächtigt, im Interesse des Verkehrs aus den Straßen die Aufstellung der für erforderlich erachteten Warnungstafeln für den Antomobilverkehr an Vczirks- straßen und Vizinalwcgen durch Verhandlungen mit dem Deutschen Automobilklub herbcizuführen. Die schon längere Jahre bestehenden Vertrüge wegen der in die Unterhaltung des Vezirksverbandes übernommenen Bizinalwcge sind einer Durchsicht bezüglich der Bcitrags- leistung der Gemeinden unterzogen worden, und werden darnach die Beitrüge anderweit in der gleichen Weise festgesetzt, wie sic in den neuerdings abgeschlossenen Ver­trügen vorgesehen sind. Es wird Mitteilung davon ge­macht, daß die beabsichtigte Herausgabe eines historischen Kartenwerks über Hessen-Nassau und benachbarte Ge­biete nicht zustande gekommen ist, und daher die hierfür seit einigen Jahren vorgesehene Beihülfe des Bezirks-