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Hifsbatowr Tsgblsü

S4. Jahrgang.

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Me Arbeitslose-Nerßtzrmg i« ArslMbe.

Durch die umfassende Denkschrift des Kaiserlichen -.Statistischen Amtes über die bestehenden Einrichtungen zur Versicherung gegen die Folgen der Arbertslvstg ei, die, vom Regierungsrat vr. Leo bearbeitet, re er­schöpfendste Darstellung über die Frage der Arbertslosen- oersichernng überhaupt darftellt, ist das Interesse an der Arbeitslosenversicherung überhaupt wieder iebenörg ge- morden. Dies um so mehr, weil für dre deutsche Gesetz­gebung diese Materie mit der Veröfsentlrchung dre,er .Publikation vorläufig abgeschlossen sein soll. Es ent­steht dem gegenüber die Frage, wie weit man im Aus­lände Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit bisher ge­troffen hat.

Irgend eine Form staatlicher Arbertslosenverstche- cung besteht bisher in Grvtz-Britannien nicht, die Arbeitslosenunterstützung ist hier ausschließlich im Wege der Selbsthülfe zur Durchführung gelangt. Die führende Rolle in der Organisation der Arbeitslosen­unterstützung kommt dabei ausschließlich den Gewerk­vereinen (Trade miions), neben ihnen jedoch nur rn ge­ringem Umfange den freien Hülfskassen (Rnen y iooietie 3 i zu. In den Gewerkverernen sind 1902 208 Personen organisiert. Arbeitslosenunterstützung zahlten 202 Gewerkvcreine mit 682 025 Mitgliedern, und -war belief sich der Betrag der Unterstützung un Jahre 1903 ans rund 10 Millionen Mark, wobei die Metall-, Maschinen- und Schiffsbauindustrie, sowie das Buch- druckgewerbe den Schwerpunkt der Arbertslosenunter-

^''^Jn^ der ^Schweiz sind bekanntlich zuerst Versuche ltaatticherseits zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ge­macht worden. ^ Schon iw Winter 1879/80 richtete Genf sogenannte Nativn alwcrkstätten ein, in denen ausschlleß-

KeirLll§rorr.

^Nachdruck «krdoten.)

Indische «eisebriefe.

Von Hcrmione von Prenschen.

V.

Schritte vom Weg in Andren.

Ich möchte sie niemand raten, denn sie sind fürchter­lich - and ich habe sic auch schon bitter bereut - elnev- teUsl Auf der anderen Seite gibt es kaum ern Mlttck, Land und Leute gründlicher und ohne allen Europa- sirnis kennen zu lernen.

Aber es ist eine Pferdekur, Nicht leder kann ftc

^^^Auch ich komme nur mit blauem Auge davon.

Erst in Conjeeveram, demBenares Südindrens, so nennt es Murray. Der hat also diesen kleinen Uuv- flug auf dem Gewiffen.

' Ich kam 10 Uhr abends von Madras dort an. gij^gc Möglichkeit, im allgemeinen Wartezimmer zu

""^Doch die Ruhebank war von einem dicken alten Herrn belegt, dessen Toilette über den ganzen Raum verstreut war. Die Bank hatte er nach draußen gebracht er

""'?amn^hchte ich mich auf dem einzigen Sessel in dem

höllenglutatmenden Raum ahnungslos niedergelaffen als Legionen von Moskitos wie crne schwarze Wolke

über^mich^ stürzten. ^ fürchterlich. Bon Zeit zu Zeit

icklick ich in den Nebenraum, meine Füße in dem sehr zweifelhaften Badewasser zu kühlen. Am anderen ^Morgen, zerschlagen, zerstochen, eine Tasse Tee ver­engend, hörte ich, daß, da die Statwn keinen Refres^ ment-room habe, auch kein Tee zu bekommen ser. Sechs Meikpu entfernt aber ici ein ttor; RuuMclcuv.

_ Srsmstsgz den 9 Irmi.

lich Erdarbeiten verrichtet wurden. Bern und Zürich folgten in den nächsten Jahren diesem Beispiel, während in verschiedenen weiteren Städten, so Winterthur, St. Gallen, Lausanne ähnliche Versuche gemacht wurden. Die Arbeitslosenunterstützung durch Selbsthülfe der Gewerkschaften befindet sich in der Schweiz überall noch in den ersten Anfängen, da die gesamte Gewerkschafts­bewegung noch jungen Datums ist. Nur 8 Verbände mit rund 9000 Mitgliedern zahlten im Jahre 1902 Arbeits­losenunterstützung, hiervon in etwas größerem Matze auch nur die Buchdruckerverbände. Als ein Mittelding zwischen Selbsthülse und kommunalen Kassen ist die Arbeitslosenkasse des Arberterbunües in Basel anzu­sehen, die sich aber in ganz bescheidenem Rahmen bewegt und im Jahre nicht viel mehr als 150 Personen unter­stützt und rund 5300 Frank an Unterstützung verausgabt.

In Frankreich sind nach Schätzung des franzö­sischen Arbeitsamtes im Jahre rund 400 000 Personen arbeitslos. Von seiten der Fachverbände hat die Organi­sation der Selbsthülfe durch Schaffung besonderer Ar­beitskassen erst verhältnisurützig spät und in geringem Umfange eingesetzt: sie sind wirklich durchgebildct nur im Buchdrnckgewerbe vorhanden. Nach einer Enquete des französischen Arbeitsamtes bestanden im Jahre 1902 in Frankreich 310 Arbeitslosenkafsen, von denen allem 162 auf die einzelnen Sektionen des Buchdruckerverban­des entfielen. Sie zählen insgesamt 30 297 Mitglieder, die Ausgaben für Arbeitslosenunterstützung _ betrugen rund 200 000 Frank. Eine städtische Unterstützung ge­währten im Jahre 1902 zwei Städte, Dijon und Limoges, ferner wurden in den Jahren 1903 bis 1905 in Lyon, Reims, Amiens und Tarbes Kredite zur Unterstützung Arbeitsloser gewährt. Die Regierung hat zur Arbeits­losenversicherung insofern Stellung genommen, als im ^abre 1905 erstmalig ein Kredit von 100 900 Frank als

ficn Etat eingestellt wurde.

Fn den Niederlanden zeigte sich dre erste Be­schäftigung mit der Unterstützung gegen Arbeitslosigkert zu Beginn der 90er Jahre des vorigen Jahrhundert». In Amsterdam wurden verschiedentlich Versuche gemacht, ohne allerdings zu einem praktischen Ergebnis zu fuhren, ein erster praktischer Versuch in kleinem Maßstab wurde im Jahre 1901 in Leyden gemacht, wo die LeydenerGe­sellschaft zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit eine Arbeitslosenkasse einrichtete. Sie unterstützte im Minier 190^/03 21 Mitglieder mit 2 bis 5 Gulden pro Woche. Zusammenfassend ist festznstellen, daß ein Eingreifen des Staates in den Niederlanden für das erste nrcht rn Aus- sickt steht, daß die Betätigung der Gemeinden sich noch im Stadium der Vorbereitung oder der Erwägung bestndct.

In Italien gliedert sich die Organisation der Arbeiter in vier Gruppen, den Verband der Industrie­arbeiter, den Verband der Landarbeiter, dre Arbeit»

Fernsprecher sür die Redaktion No. 52. Nnszeit vo« 81 u. 87 Uhr.

1906*

kammern und die katholischen Verufsvereine. Insgesamt J 'inö in Industrie und Landwirtschaft rund 490 000 Ar- heiter organisiert. Umfassende Statistiken über die Ein­richtungen der Arbeiter zur Versicherung gegen Arbeits­losigkeit bestehen nicht. Nur für Mailand liegt eine Aufstellung vor. Hier bestanden im Jahre 1905 32 Ver­bände, die Arbeitslosenunterstützung eingeführt hatten. Von staatlicher und gemeindlicher Seite bestehen bisher in Italien keine Versuche zur Sicherstellung der Arbeiter gegen Arbeitslosigkeit. Über die Selbsthülfe der Arbeiter hinaus sind nur drei solcher, durchweg aus privater Initiative hervorgegangener Versuche die Arbeitslosen­kassen in Bologna und Venedig, sowie die von der Societa Umanitaria in Mailand nach dem Genter System ins Leben gerufene Kaffe zu erwähnen.

Überall handell es sich in den genannten Staaten um Versuche der Selbsthülfe oder ans privater Initiative entsprungenen Bestrebungen. Auf die gemein c lichen Unternehmen in Belgien, sowie die Versuche in ernigen anderen Staaten wird in einem zweiten Aufsatz ernzu- geheu sein. _ k ' ' '

Sllfo kroch ich gerädert und zerstochen mit leerem

Magen in die schütternde Jutta.

Aber die Tempel lagen am Wege. So mutzte ich sie vorherabmachen". Die vier Haupttempcl: Wlshnn, Shiva und und zwei weiblichen Gottheiten geweiht, sind überraschend groß, alt, wundervoll! Dre Tanwnd- säulenhalle in einem, wo fast wde Säule ein prachtvoll skulptiertes Pferd mit Reiter zeigt, öftg j en . Tr 1 ~ cr zwingt ist schöner wie die berühmtere Pserdehalle von Trichinvpolis Aber - ich hielt mich ja kaum aufrecht!

Endlich durch lange Palmenrethen »nd reizende Landschaft kamen wir ans vag- Ern innger Mann tra

*»«

'""kl Ä inunedintely', »

Where is your servant", fragte er.

EmWenn^Si/ kchnen Diener und keinen Tee bei sich haben, können Sie auch kernen trinken. Hrer grbt

£g Jch.^Avl7umG°üeswillen, ich kann doch nicht den ganzen Tag bei den Strapazen ohne Nahrung senr." Ich will meine Mutter fragen, ob \ic etwa» für

giC lf r öer Ingenieur des Wasserwerks. Seine gute Mutter hat mich dann, mit allerdings fürchterlrcher Kost, vom Hungertod gerettet und er selber ging mit mir in tötendes Sonnenglut durch ein endlos breite. Flußbett dreiviertel Stunden im Sand watend, nach einem uralten kleinen Tempel in einem Palmenwald- chen Es war ein Juwel an malerischer Stimmung, aber ich konnte cs nicht recht genießen. - t

Nach diesen Erfahrungen gab ich das an meinem Weg nach Tntticorin liegende Chidambaran zu besich­tigen auf cs hätte zwei Nächte im Ei,enbas)nzimmer (kein Damenraum) erfordert und beschloß, direkt nach dem Ziel meiner.Sehnsucht,, nach Raunsieram, zu sichren.

KMNMljleimW UerWmjse in unseren hessen-nüMifchen MdlkreW.

Seit dem Bestehen des Kommnnalabgabengcsetzed wird dieser Materie und überhaupt allen Fragen aus diesem Gebiete mich ans Kreisen, die demselben bis da­hin ferner standen, ein erhöhtes Interesse zugeivand^- Alljährlich spielen sich bei der Etatsberatung der stadtu schen Vertretungen die Debatten über die Zerteilung der kommunalen Fehlbeträge auf die Zuschläge zu den Personal- und den Realsteuern ab, und alljährlich haben bann auch die Oberbehörden das Recht, in diesen Zwerg der städtischen Verwaltungen tiefer htneinznblickcn nn» in demselben ihre Machtbefugnisse geltend zu machen. Es weiß ja jeder, der in der Kommnnalverwaltung steht wie unangenehm cs ist, wenn der Schriftwechsel über du gegenseitige Höhe der Bemessung der Zuschläge ans di« Einkommensteuer einer- und ans die einzelnen .h ecu steuern andererseits zwischen der Stadt und dem Regr« rungsprästdenten hin- und hcrgeht und darüber der Etat nicht fertig werden kann, bis man endlich eins wrrd. Iw 29 Provinzial-Landtage der Provinz Ostpreußen sin« diese Verhältnisse zum letztenmal vor der breiterer Öffentlichkeit erörtert worden. Wir entnehmen den uursangreichcn Material, welches dazu vorlag, folgender

kurzen Auszug: . , .

Was zunächst die in den einzelnen Provinzen der preußischen Staats erhobenen Provinz i a l abgabei! nach ihrer Höhe, bezw. in Hundertteilen der ihrer Ber, teilung zugrunde gelegten direkten Staatssteuern anbo langt, so steht Heffen-Naffau mit 1292 000 M., von dener 445 090 M. auf den Regierungsbezirk Caffel und 847 tXii

EinHiiz Heincr Umweg". Es waren auch ivirklich

nur 5 Stunden von Madnra nach Mandapam. Dort begannen neue Leiden. Das Warten im Zug, das Warten auf der steam launch, die zum Ersticken gestillt war mit Pilarimmen und Perlfischern. Wilde Ge-

^ Fast eine Stunde fuhren wir nach der kleinen Insel Pamban, nördlich von Ceylon, die eines der größten Heiligtümer der Hindu birgt Ramifferam! Wenrge. Europäer haben es gesehen.

Der Hindu-Pestdirektvr auf der steam launch, ganz in golddurchwirktem weißen Musselin, erzählte mir aber, von Pamban sei es noch über acht Meilen nnf fürchterlichem Weg bis Ramifferam.

Und die Jutka-Kntschcr verlangten während dieses, ganzen Festes unerhörte Preise.

Die Sonne war im Sinken. Mir grauste.,Aber das Dag Bungalow ist doch dicht dabei?"Dag Bungalow gibt cs überhaupt nicht, weder in Pamban noch Ramifferam. Außer dem Hafenosftzier überhaupt keine Europäer."

,Ja, um Gotteswillen, was fang' rch an?"Den Hasenofstzier um Rat fragen." - Aber er war diesmal nicht am ^>afcn. So nervös war ich, es begann schon zu dämmern, daß ich jetzt schon zu heulen ansing. Dann aber rief ich einen Kuli und wanderte mrt mecuem Ge­päck durch den tiefen Sand nach einem fernen, weißen Bungalow, der Wohnung des Herrn. Es dirnkelü schon, als ich dort ankam. Ich konnte nicht mehr sprechen, rch

^ Wo um Gotteswillen kommen Sie deim her und wo wollen Sic hier Unterkommen, es ist nichts da, mt haben keinen Raum für Sie ^ur Verfügung. Nahrun« kaufen können Sie hier auch nicht. Vrellercht aber weiß

meine Frau Rat." . . .

Sie wußte ihn denn auch, und rch ward rn dem leer, stehenden, unmöblierten Missionshaus, in dem Scharen von Fledermäusen nisteten, untergebracht. Ans meme