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Worgsrr-Anssadr, t Klatt. Wres!mhsrreV (TrtflMtttt.

Gesäß und eine Quetschung des Brustkorbes ertitteu hatte und vier Wochen in der Klinik untergebracht wer­den mußte. Gleich bei seiner Einlieferung zeigte sich ein starker Nervenchok bei dem Verletzten. Sein ner­vöser Zustand nahm noch zu, so daß der Sachverständige befürchtete, es könnte sich eine traumatische Neurose ent­wickeln. Eine vor kurzem vorgenommene wiederholte Untersuchung ergab aber, daß sich der Zustand des Ver­letzten inzwischen erheblich gebessert hat, wenn er auch infolge eines nervösen Händezitterns noch nicht nt der Lage ist, zu arbeiten. Im Sinne des amtsanwaltichaft- lichen Antrages wurde Rath wegen fahrlässiger Körperverletzung zu sechs Monaten Gesa n g tt'» verurteilt, von denen zwei Monate als durch die Unter­suchungshast verbüßt erklärt wurden.

* Wucherer. Gegen zwei Dresdener Wucherer, die Kaufleute Wilhelm Wolf und Hermann Heinrich Louis Kampmann, wurde vor dem Dresdener Landgericht ver­handelt. Wolf unterhielt eine Zigarrenvertretung nur zu dem Zwecke, um unter diesem Aushängeschild Wucher­geschäfte zu treiben. Seine Kunden waren Kaufleute, Gastwirte, Beamte, Handwerker usw. Selbst notleidende Damen wandten sich an ihn. Wolf wurde zu 10 Mona­ten Gefängnis, 500 M. Geldstrafe oder weiteren SO Tagen Gefängnis und 3 Jahren Ehrverlust, Kampmann als Agent und Gehülfe Wolfs zu 1 Monat Gefängnis und 100 M. Geldstrafe oder weiteren 10 Tagen Gefängnis verurteilt.

Kleine Chronik.

Das Geschenk der Königin Wilhelmina von Holland, das diese dem deutschen Kaiserpaar znm Silberfest über­reichen ließ, besteht, wie dieDeutsche Wochenztg. f. d. Niederlande" schreibt, aus einem nach den eigenen Ent- roürfen der Königin angefertigten Ofenschirm. Vier der bedeutendsten niederländischen Künstler: Willy Mar-, tens, Professor van der Waaij, Klinkenberg und Hoynck van Papendrecht, haben die Entwürfe in höchst künstle­rischer Weise ausgeführt. Das durch Martens gemalte Fach stellt den Eintritt des Großen Großfürsten in den Sitzungssaal der Mitglieder der Generalstaaten vor, welche er um die Hand von Prinzessin Henriette, Toch­ter des Prinzen Friedrich, bittet. Klinkenberg malre: Der Besuch des Kurfürsten im Valkhof zu Nijmegen, Hoynk v. Papendrecht:Der Besuch des Kurfürsten im Lager von Breda". Der vierte Entwurf, den Prof, van der Waaij aussührte, behandelt die Fahrt des Kurfürsten mit einer Segelschiffflotte vom Haag nach Amsterdam.

Prüderie. Man schreibt aus Aachen: Bei der aus Anlaß der silbernen Hochzeit des Kaiserpaares von der städtischen höheren Mädchenschule St. Leonhard veran­stalteten Feier wurde zu einem Reigen auch das alte schöne Volkslied:O Straßburg, o Straßbnrg, du wun­derschöne Stadt" gesungen. Der sittlich höchst anstößige Vers:Wenngleich sein schwarzbraun' Mädchen so bitter um ihn weint" war aber beseitigt, statt dessen erklang eS ebenso poetisch wie schwungvoll:Wenngleich seine alte Mutter so bitter um ihn weint". Zum Schluß hieß es entsprechend anstatt:Gut' Nacht, mein herziges Schätz­chen" jetzt:Gut' Nacht, mein lieber Junge". Und die Sittlichkeit war wieder mal gerettet.

Der begnadigte Bischof. Der wegen der Taufe einer Muhammedanerin bestrafte Erzbischof von Sarajewo wurde vom Kaiser begnadigt. . ^ .

Kirchturmeinstnrz. In Sauseoins rn Frankreich stürzte Samstag während der Messe der Kirchturm ein. Eine große Anzahl Andächtiger wurde unter den Trümmern verschüttet.

Bergsturz. Der untere Teil der Ortschaft Taverrrola am Jfeo-See wurde durch einen Bergsturz fast völlig zerstört und es scheint, daß die noch stehen gebliebenen Häuser niedergeriffen werden müssen. Die große Villa Grasellt ist völlig zerstört. Die Apotheke des Ortes ver­schwand spurlos in dem See, ebenso das Postamt, wäh­rend der Kirchturm, das Kloster und viele Häuser barsten. Tie Einbruchstrecke ist 700 Meter lang. Die Panik unter der Bevölkerung ist unbeschreiblich.

Die schwimmenden Minen. Aus Vietoria in Vritifch- Kvlumbien wird gemeldet, daß der englische Dampfer Expreß Ostindia" Nachricht von einem Schiffsunglück im Stillen Ozean überbrachte. Bor zwei Wochen wurde der japanische Dampfer ,Fvbe" von einer schwimmenden russischen Mine auf hoher See getroffen. Das Schiff ging in einigen Minuten unter. 21 Personen ertranken.

Und noch eine schwimmende Mine. Der deutsche DanrpferServia" soll außerhalb des Hafens von Wladiwostok auf eine schwimmende Mine gestoßen sein. Ein gewaltiges Leck wurde in den Schiffsrumpf gerissen und unmittelbar nach der Explosion ging das Schiff mit 10V Mann unter.

Elf Boote vermißt. Auf der Inselgruppe Gjaeslin- gerne bei Drontheim werde,: noch 11 Boote mit ins­gesamt 33 Mann vermißt.

Der Turmsteiger Adelmeier, der den Petriturm er­kletterte und an dessen Spitze eine Fahne befestigt hatte, bestieg Samstagnachmittag in der zweiten Stunde von neuem den Turm und holte die Fahne aus der Höhe herunter. Dem aufregenden Schauspiel, das einen glück­lichen Verlauf nahm, sah eine große Menschenmenge zu.

Über die Entfestigung von Cöln-Dentz beschloß eine stark besuchte öffentliche Bürgerversammlung, alsbald eine Eingabe an den Kaiser zu richten, er möge der Ent­festigungsfrage Unterstützung und Förderung angedeihen lassen. Auch an die Cölner Städtvertretung sowie an die Landtags- und Reichstagsabgeordneten wird die Ein­gabe gerichtet, baldigst die Entfestigung des rechtsrheini­schen Stadtteils herbeizuführen oder dahin vorsteL^ wer­den, daß die gesamte Festung geschleift werde.

Gegen die Karnevalszote. Auch in Krefeld hat man, um den zweideutigen und zotigen Liedern wirksam ent- gegenzntreten, einen - ^scheidenden Schritt getan. Un­gefähr drei Wochen vor Fastnacht gab das Karnevals­zugskomitee ein sogenanntes Nationallied in sangbarer Melodie heraus, das in vielen tausenden Exemplaren verteilt wurde. In allen Kneipen fand man es auf den

Tischen liegen. Bei karnevalistischen Veranstaltungen wurde eifrig für Verbreitung gesorgt. Das Lehrpersonal der Schulen machte die Jugend auf dieses Lied aufmerk­sam. Tatsächlich war ein Abflauen der zotigen Lieder zu bemerken. Wo solche noch hier und da laut wurden, schritt die Polizei ein, die auch einige Verhaftungen vor­nahm.

Eine Lawiue zerstörte, so meldet dasB. T. aus Davos, die Parsennhütte am Mittelgrat. Ein Skifahrer wird vermißt.

Selbstmord eines Theaterdirektors. Der Theater- öirektorMayerhof in Weitzenfels erschoß sich aus Notlage.

Bei dem Zusammenbruch einer Schwefelmine tu Quatterfinale sind sechs Arbeiter verschüttet worden.

Ein Vatermörder. Das Osnabrücker Schwurgerrcht verurteilte den Landwirt Atzmann aus Jeggen, der seinen Vater fortgesetzt so schwer körperlich mißhandelt hatte, daß der Tod eintrat, zu 6 Jahren Zuchthaus.

Gewissenlose Agenten. Zwei Agenten führten, tvte derL.-A." mitteilt, makedonische Auswanderer bis Innsbruck und ließen die 45 Leute dort im Stich, wo sie hungernd einige Tage am Bahnhof verbrachten, bis die Polizei für die Verpflegung und den Rücktransport der Verlassenen sorgte.

Der Pserdejunge als Abenteurer. In der Nacht vom 28. zum 29. April vor. Jahres wurden dem Kutscher des Hotels Husemaun in Arnsberg von dem dort beschäftig­ten Pferdejungen Karl Stein aus Berlin 600 M. gestoh­len, mit welchen er dann mit noch einem Anstreicher­lehrling verduftete. Die Bürschchen besuchten Kairo, Alexandrien und andere Orte. Als ihnen das Geld aus­ging, stellte sich Stein freiwillig der Staatsanwaltschaft, während sich der Anstreicherlehrling noch in Griechen­land befinden soll. Gegen ersteren hat das Gericht jetzt auf 1 Jahr 6 Monate Gefängnis und 3 Jahre Ehrverlust erkannt.

Die großen Herinstszügc sind in den letzten Tagen an der Ostküste Schleswig-Holsteins eingetroffem In der Apenrader Föhrde wurden in einer Nacht gegen 100 000 Wall Heringe gefangen. Die Freude über den so plötz­lich eingetretenen Verdienst, auf den die Fischer schon seit Monaten gewartet haben, ist groß.

Ern Polizist erschossen. In dem luxemburgischen Marktflecken Bienden wurde ein Polizist meuchlings er­schossen. Zwei Italiener wurden als Täter verhaftet.

Der neue Hiob. Von einer Reihe schwerer Umglücks- fälle ist, wie gemeldet wird, der in Stanislau in Gali­zien wohnende Kaufmann Weißhaus betroffen worden. Er hat schnell nacheinander von vier erwachsenen Kin­dern drei verloren, und ein viertes nur durch Zufall behalten. Vor 14 Tagen starb in der schönsten Jugend­blüte ein Sohn, der Hochschüler war. Sieben Tage später auf dem Wege znm Friedhof erreichte den Vater die telegraphische Mitteilung, sein ältester Sohn, ein Stabsarzt, habe einen bedenklichen Sturz getan und liege schwer darnieder. Nun machten sich die beiden letz­ten Kinder auf den Weg, um ihren Vater zu trösten. Die Tochter wohnte auf dem Lande. Sie und ihr Bru­der, der erst vor kurzem Diplomingenieur wurde, reisten zusammen. Während sich der Wagen mitten auf dem Eise des Dnfester befand, brach die kristallene Decke und alle: Kutscher, Pferd, Wagen und Insassen verschwanden in der Flut. Mit vieler Mühe vermochte man die Leichen zu bergen.

Sonderbarer Geschmack. Eine eigenartige und dieser Art bisher wohl einzig dastehende Reklame leistet sich ein größeres Geschäft in Metz. Es stellt vier Bilder ans und macht in einer beiliegenden Tafel in großer Schrift darauf aufmerksam, daß diese von dem des Raub­mordes angeklagten Schellhaas gemalt worden sind.

Ein Gasthofdiebstahl neuester Art wird aus Mon­treux gemeldet. In einem der ersten dortigen Gasthöfe erschienen drei feingekleidete Herren, um eine Wohnung auszuwählen. Dabei schlich sich einer von ihnen in ein Zimmer ein und entwendete einen ganzen Schatz von Schmucksachen im Werte von ungefähr 8000 Frank. Nach Besichtigung der Zimmer versprachen sie am Abend wiederznkommen, frühstückten darauf in einer vorneh­men Wirtschaft zn Territat und sind seitdem ver­schwunden. 1

überfahren und getötet wurden an demselben Tage in M.-Gladbach ein Eisenbahnarbeiter, in Duisburg ein Rangierer und in Solingen ein Werkmeister. In Ohligs lief ein angetrunkener 50jähriger Mann gegea einen elektrischen Motorwagen. Er geriet unter die Räder und war sofort tot.

Grnbennnglück. Auf der schlesischenHedwig-Wunsch- Grube" wurden zwei Grubenarbeiter, imMavran- schachte" einer durch herabstürzende Kohlen getötet.

Schlaalawine. Am unteren Grindelwaldgletscher wurde das derzeit unbewohnte HotelBäregg" von einer Schlaglawine fast vollständig zerstört. Das alte Gebäude mit sämtlichem Mobiliar ist gänzlich weggefegt,' vom neuen steht noch ein Seitenflügel. Das Hotel war Ge­meindeeigentum und den Sommer über jeweilig ver­pachtet.

Bon Indianern ermordet. Der in Sonora tu Mexiko von Indianern ermordete Alfred v. Steiger ist ein Frankfurter und der 48jährige Bruder des bekann­ten BankdirektorS Baron Louis v. Steiger. Er lebte seit 20 Jahren als Farmer in Amerika und befand sich bei seiner Ermordutrg auf einer mexikanischen Reise.

Ein bedeutender GemäldeSiebstshl ist bei einem Kunstmaler zu Devant-leS-Ponts bei Metz verübt wor­den. Die Gemälde stellen dar:Mariä Verkündigung" Igez. Mnrillo) 10 000 M. wert,Heilige Familie" (gez. Thulden), zwei Panzerkämpfer mit Hirsch (gez. Frank), Waldpartien, einen jungen Mann, ein junges Mädchen.

Wirbelstnrm. Der in San Francisco angekommene DampferMariposa" berichtet, am 7. und 8. Februar seien die Gesellschaftsinseln von einem Wirbelsturur heimgesucht worden, der schweren Schaden angerichtet habe. Die Küstenstadt Papeete auf Tahiti sei über­schwemmt und 75 Häuser zerstört, darunter das ameri­kanische Konsulat und die französischen Negierungs­gebäude. Man fürchtet, daß viele Menschen umgekom­men sind) auch andere Inseln und die Schiffahrt haben

Di-ttstag, 6. Marr 1906.S-ttr 5,

schwer gelitten. Über den Wirbelstnrm berichten üte

Offiziere des in San Francisco emgetrof^ne» DampfersMariposa" noch, daß dem Sturme schwere Seen vorangingen, welche ganze Dörfer wegschwenmr» ten. Die Schiffe, die im Hafen von Papekte auf TahEÜ lagen, vermochten sich zn retten. Der französische Goa- verneur und der englische Konsul wandten sich au ihre Regierungen um Unterstützung für Hunderte von ob­dachlosen Personen. Einem Blatte in San Francisco, wird gemeldet, es seien mehrere Inseln versthwnuden und an 10 000 Personen Wngekonmreu. Diese We l dnn q ist jedoch unbestätigt.

Lehre Uachrichren.

Telegramme des ^ ierbad« ne r La ab l*t -ME» Deutscher Reichstag.

Berlin, 5. März.

Am Bnnöesratstifch: Staatssekretäre Graf v. Pofa» üowsky und I)r. Nieberding.

Präsident Graf Batlestrem eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 20 Min.

Der Regierungs-Entwurf, betr. Überleitung von Hypotheken des früheren Rechts, wird in dritter Lesung debattelos und endgültig angenonrmen.

Es folgt die Interpellation Gothetu, Semler und vr. Mnller-Sagan, betr. Zollabfertigung der Ausfuhrgüter an der russischen Grenze.

Staatssekretär Graf v. Posadowsky erklärt stch zur sofortigen Beantwortung bereit.

Abg. Gothei« (freis. Verein.) begründet die Inter­pellation und spricht namens der am Export beteiligten Kreise der deutschen Verwaltung Dank aus für das von ihr bewiesene Entgegenkommen und schildert dann ein­gehend die Verhältnisse in Wtrballen, die die Veran­lassung zur Interpellation gegeben haben und spricht sich scharf gegen das Verhalten der russischen Bureaukra- tie aus.

Staatssekretär Graf v. Posadowsky: Eine Meinungs­verschiedenheit, wenn sie in dieser Frage besteht, mutz natürlich mit großer Sachlichkeit und Ruhe, wenn auch mit der nötigen Festigkeit behandelt werden. Der Unter­schied in den Grundsätzen bei Anwendung der neuen Zollgesetze zwischen dem Deutschen Reich und Rußland bestehe darin, daß für die Anwendung neuer Sätze in Deutschland der Zeitpunkt maßgebend ist, wo die Ware zur Zollabfertigung angemeldet ist: während in Ruß­land maßgebend ist die Beendigung der Zollrevision Die russische Negierung hätte sich bereit erklärt, nach dem 28. Februar alle Gesuche zu prüfen, die durch den Aus­nahmezustand begründet würden.

(Schluß in der Abend-AuSgabez

Preußischer Landtag.

Abgeordnetenhaus.

Berlin, 5. März.

Am Ministertisch: Minister des Innern v. Beth- mann-Hollweg.

Die Vorlage, betr. die Erweiterung des Stadtkreises Aachen, wird auf Antrag des Abg. Plettenberg (kons.), welchen die Abgg.Kla«tzeuer (Zentr.) und Schröder (nat.-lib.) unterstützen, an die um 7 Mit­glieder verstärkte Gemeinöekommission verwiesen

Es folgt die Fortsetzung der Beratung des Knl- tnsetats.

Bei dem Kapitel: Technisches Unterrichts­wesen Wünscht Abg. Wichmann (nat.-lib.) eine Auf­besserung der Assistenten und wissenschaftlichen Hülss­arbeiter.

Abg. Ziesche (Zentr.) regt die Errichtung erner tech­nischen Hochschule in Breslau an.

Abg. Wagner (freikons.) wünscht die Gründung einer Handelshochschule in Breslau, die dort notwendiger sei als eine technische Hochschule.

Abg. Prietze (nat.-lib.) fragt an, ob die Erwägun­gen über anderweitige Regelung des Verteilungsmatz- stabes des Kollegiengeldes zwischen den Dozenten und der Regiernng bereits zum Abschluß gelangt seien. Der Redner tritt dann für die Petition der Assistenten des

Material-Prüfungsamtes ein.

Abg. Marco (nat.-lib.) betont die Notwendigkeit der Ausgestaltung des Prüfungsamtes.

Abg. Rosenow (freis. Ver.) empfiehlt Berücksichti­gung der Petitionen. Die gegenwärtigen Zustände ent­sprächen nicht der Bedeutung des Instituts.

(Schluß in der Abend-AuSgabN.

Volkswirtschaftliches.

Handel und Industrie.

H K Kvgnakbestenernng. Der Verband der Deutschen koanakbrennereien hat an das Reichs!chatzamt die Bitte ge- ichtct 8 36 der Brannüveinlagerordmmg dahiu zu ergänzen, ab cS den Inhabern von Branntwctnprivatlager» gestattet sein löac bereits versteuerte oder verzollte wertvolle alte Destillate, owie' Repasien die durch Abdestillierung von Industrie-Sprit nit der abgebrannten Weinjchlempe gewonnen werden, au, Urivatlaqer zn bringen, ohne daß für diese Mengen nochmals ic Branntweinsteuer entrichtet zu werden braucht. § 36, der lranntweinlagerordnung gestattet schon, daß der am ein Prwat- agcr aujgenommene Branntwein mit Fruchtsal-en, Wein, iiickcrauslösnnaen, Abkochungen und Auszügen von Fnichten sw und zur Aromatisierung dienenden Stoffen oder rmt ^.rink- ranntwein des freien Verkehrs weiterverarbeltet werden kann, dabei kann angeordnct werden, daß der (Äigerbesitzer über den fugang an vvrbezcichneten Stoffen und Abgang von

Fabrikaten, sowie über die Verarbeitung des ^ ranntwerns und er Fruchtsäfte oder sonstigen Znapstosse Buch zu fuhren hat. der E den Fruchteten und d-rgleichnr vermischte B«mnt- icin darf nur zur Ausfuhr oder zur Berstencrung ans dem agcr abgeferttqt werden. Wird hierbei eine größere Alkohol- renae als angeschrieben ist, festgestellt, so ist diese Mehrmenge u dem Verbrauchsabgabcnsatze von 0.c0 M. und dem Zuschläge on 0"g M im Lagcrbuche anznschreiben und dementsprccyend -i der Abfertigung ans dem Lager zn behandeln. Desgleichen rächten 'wir die Doppelbesteuerung der Repassen, welche auf irivatlager gebracht werden, um mit Weinüesttllat vermischt ein anacS Lager durchzumachsn, für einen Nachteil, den die deutsche pgnakindustrie gegenüber der französischen zu tragen hat. Es ,are erwünscht, wenn derselbe ebenfalls durch die gewünschte lbändernng des § 86 der Lagerordrmng beseitigt würde.