S-ri- s.
Dkettstas, 6. gtbvmv 1906*
Wiesbadener Tagblatt.
Abend-A«sgabe, 1. Klatt.
Mo. 61.
nal-Anthropologie" sprechen und damit einen praktisch hoch bedeutsamen Einfluß der engeren anthropologischen Forschungen laus die Krimtnaljnstiz behandeln. Jedenfalls verspricht dieser lBortrag sehr interessante Mitteilungen auf diesem neuen Ge- fbtete zu bring«». Zu demselben sind Gäste, auch Damen, freund- pichst eingeladen.
! — ReichshaUea-Theater. Die gestrigen Kämpfe waren sehr
!aufregend. Als erstes Paar traten sich Lang (Bauern) und !Gerigkoss (Rußlands gegenüber. 30 Minuten wird gekämpft und ikomrte kein Resultat erzielt werden. Der Kampf wird unentschieden abgebrochen und au einem der nächsten Abende zu erwer Entscheidung gebracht. Alsdann folgten Robcrti gegen Grammer. (Letzterer ivehrt sich verzweifelt, wird aber von Roberti in -4 Minuten durch durchdrücken der Brücke besiegt. Als letztes Paar (folgt der neu hinzugekommene Ruppiero (Italiens Segen 'Ehristiensen (Schweden). Ruppiero ringt sehr unfair »md wild; (er wird deshalb mehreremale ermahnt und ihm mit Disqualr- Mation gedroht. Nach 12 Minuten wird der Kampf abgebrochen, (da Christiensens alte Wunde stark zu bluten beginnt und deshalb nicht mehr weiter ringen kann. — Heute ringt Gcrigtoss (Rußlands gegen Pyllirisky (Rußlands, Roberti (-ralmatiens .gegen Christienfen (Schwedens, Ruppiero (Italiens gegen Grammer (Bayerns. Diorgen Mittwoch Entscherdungsrampf Roberti gegen Lang.
! — Kleine Notizen. Die S a a l g a s s e von der Webergasse
bis zur Nerostraße wird zwecks Herstellung einer Wüster- und Gasleitung auf die Dauer der Arbeit für den Fuhrvemehr polizeilich gesperrt. — Die Bersicher u n g hege n Beraubung von Angestellten, insbesondere Kasserrboten, ist, wie man uns mrtteilt, bei sämtlichen Berbanösgesellfchaften e»u- geführl. . ___
Theater- und Konzsrtustizen.
* Königliche Schauspiele. Herr Kammersänger Paul Malisch wird nach seinem kontraktlichen Urlaub, der in diesen Lagen abläuft, am kommenden Freitag zum ersten Male wieder auftreten. Der Künstler singt in Verdis „Othello' die Titelrolle.
-- Kurhaus, Der erste Baritonist der Königliche» Hof- »pex zu Berlin, Herr Baptist H o f f m a u n, bekanntlich der Solist des am Freitag stattfindenden 10. KurhauS- Zyklus-Konzertes, wird die Szene und Arm des öysiart aus „Enryanthe" von Weber, sowie Lieder von Beethoven, Schubert und Schumann zum Bortrage bringen. Durch has Kurorchester, welches bas Konzert mit der Ouvertüre zu .Die -Hebriden" von Mendelssohn eröffnet, kommen außerdem He SlNfome Nr. 5 in E-moli von Tschaikowsky und Rhapfodie str. 2 von Liszt zur Aufführung. — Morgen Mittwoch findet Operetten-Abend des Kurorchesters statt.
* Frankfurter Stadttheater. (Spielpl « n.) Opern
haus. Dienstag, den 6. Februar: „Die Afrikanerin". Mittwoch, den 7.: Mozart-Zyklus: Siebenter (letzter) Abend, neu ein- knüiert, in neuer Ausstattung: „Zosi fan tntte". Donnerstag, den 8.: „Titus". Freitag, den 6.: Geschlossen. Samstag, den 10., nachmittags i/„4 Uhr: „Prinzeß Tausendhändchen". Abends
/ Uhr: „Tannhäuser". Sonntag, den 11., nachmittags V 2 4 Uhr: .Prinzeß Taufendhändchen". Abends 7 Uhr, zum ersten Male: i)ie Schützenliesel". Montag, den 12.: Geschlossen. — Schauspielhaus. Dienstag,' den 6. Februar: „Die Räuber".
Rittwoch, den 7., nachmittags 2i/ 2 Uhr: „Wilhelm Tell". Abends i Uhr: „Die zärtlichen Verwandten^-. Donnerstag, den 8.: „Der Helfer". Freitag, den 9.: „Hamlet". Samstag, den 10., zum :rsten Male: „Sein Alibi". Lustspiel in 3 Akten von Wilhelm Volters. Sonntag, den 11., nachmittags N/ 2 Uhr: „Der Kauspann von Venedig". Abends 7 Uhr: „Sein Alibi". Montag, en 12.: „Mamsell Tonrbillon".
> Ms. Cassel, 3. Februar. (L a n d e s m u s e u m.s Die hiesigen läütischen Behörden haben beschlossen, anläßlich der Silberhochzeit deö K a i f e r p a a r e s ein städtisches Grundstück, !Nd zwar das, auf welchem jetzt das Stadtbauamt am Wilhelms- söher Tor steht, zwecks Errichtung eines Landesmuse ums ch stiften. Das Grundstück ist 300 (WO M. wert.
R.-M.-K. Darmstad(, 6. Februar. Der etwa SO Jahre alte Pferdehändler Jonas B e n d h e i m in Auerbach st nach Unterschlagungen und Wechsslfülschuugen in Höhe von nehreren 100 000 M., um die hauptsächlich Bensheimer und varmstädter Bankiers geschädigt sind, flüchtig gegangen. 8. hat auch einen erwachsenen Sohn mitgenommen.
* Ans der Umgebung. In Lorchhausen wird der,Bau »er projektierten Eisenbahnstation in aller Kürze in Angriff ge- chmmen werden. Die Haltestelle soll bereits im Monat Mai Äefcs Jahres dem Verkehr übergehen werden.
Die Restauration im Kurhaus zu L a n g e n s ch »v a l b a ch Ä vom 1. Mai 1906 ab Restaurateur Thomae von Hausen Übertragen worden. Der Pachtpreis beträgt 2750 M.
In H u n g c n wurde iw Walde der Landwirt W. Enders Erhängt aufgefunden.
: In Mainz soll das 75jährige Bestehen der dortigen Real-
ichule festlich begangen werden.
; In Becheln habe»» in dem Stalle des Fuhrmanns Anton ißdlf rohe Bnbenhände eine Kuh fest an die Krippe gebirnden und stit einem Strick dem Tiere fast den halben Schwanz auIgerissen. glücklicher Wesse wurde der Vorfall früh genug entdeckt, ehe das k(ier erstickt »var.
. Am 3. Februar feierten die Eheleute Georg Wilhelm Haxel st Singhofen ihre goldene Hochzeit. Der Jubilar steht im (6., die Jubilarin, im 71. Lebensjahre.
In Die z beschlossen die Stadtverordrreten auf Antrag des kchüffen Pfeiffer die Errichtung eines Kurhotcls in der Nähe der Trinkhalle. Auch ist die Errichtung eines städtischen Kranken- sauscs geplant, die Militärverioaltung will einen Beitrag leisten. ! In O b e r st ein erregt großes Aufsehen der Selbst,nord es Hoteliers Karl Loch, der sich in einer Wirtschaft in Nachbollen- jach erschossen hat. Loch, der in Konkurs geraten war, hatte sich »or kurzem aus Oberstein entfernt und war kürzlich dahin zurück- jekehrt.
* Mainz, 6. Februar. Rhein pegel: 87 cm gegen >8 cm am gestrigen Vormittag.
Grrichtsserak.
* Berlin, 5. Februar. Lehrer Nickel, der in dem Trakehner kchnlprozeffe wegen Beleidigung des Landstallineisters von öetttngen zu 200 M. Geldstrafe verurteilt worden war, wurde ieute im Wiederaufnahmeverfahren von der siebenten Straf- «nrmer des Landgerichts I freigesprochcu.
* Görlitz, 5. Februar. Die Strafkaminer verurteilte den Schuhmacher Schöne aus Weihwasser wegen Majestätsbe- /eidigung zu 4 Jahren Gefängnis. Schöne ist chon dreimal wegen Biajestätsbeleidigung vorbestraft.
* Flensburg, 6. Februar. Das Landgericht hat gegen die Kerbreiter der sozialdemokratischen Flugblätter Strafverfolgung hegen Aufreizung zum Klassenhaß eingeleitet.
Kleine Chronik.
Müuzeu-Diebstahl. Aus dem stadtgeschichtlichen Ktuseum in Mannheim sind vorletzte Nacht alte Münzen im Werte von 10 000 M. gestohlen worden. Die Diebe sind noch nicht ermittelt.
Der Geheime Kommerzienrat Engen Weißflog in Gera, Inhaber der großen Textilfabrik E. F. Weißflog, Gründer eines Waisenhanses und verschiedener anderer gemeinnütziger Anstalten, ist gestorben. Die Stadt Gera verliert in ihm einen ihrer mildtätigsten Bürger.
Riesiger Waldbrand. In Norüitalien, der Gotthardbahn entlang, wütet ein großer Waldbrand, der durch Funken aus einer vorbetfahrenden Lokomotive verur
sacht wurde. Der Brand hat eine Ausdehnung von 30 Kilometern. Biele Gebäude sind niedergebrannt, darunter eine Kirche. Die Bevölkerung flüchtet.
Letzte Nachrichten.
Kontinental-TelegrapheniKompagnie.
Lirdwigshafen a. Rh.. 6. Februar. Die Kohlenarbeiter der Badischen Anlin- uird Sodafabrik, die gestern abermals m den Ausstanö getreten waren, haben zum größten Teil die Arbeit heute früh bedingungslos wieder ausgenommen.
Paris, 6. Februar. Dem „Figaro" zufolge bestellte das Kriegsministerium bei den Brüdern Lebaudy drer Luftschiffe, darunter eines, welches vollständig wie das lenkbare Lebaudy I ausgestattet sein soll, welches von den Brüdern Lebaudy der Armeeverwaltung zur Verteidigung von Toni zur Verfügung gestellt wurde. Der Lebaudy II soll in 10 Monaten fertiggestellt sein.
Paris, 6. Februar. Unter den Studenten der Rechte an der Pariser Universität hat sich eine Liga zur Verteidigung der Kirche gebildet.
Nancy, 6. Februar. In Neuvemaison entstand zwischen Ausständigen und Arbeitswilligen eine Rauferei. Ein Gendarmerierittmeister, welcher mit seinen Leuten eirtgriff, wurde durch einen Messerstich am Schenkel verwundet. Die Ausständigen wurden verhaftet. „ ^ ,
London, 6. Februar. Die „Times" melden aus x. o £ t o: In der Budgetkommission des Parlaments erklärten die _ Re- gierungskommissare, Japan könne jetzt Schlachtschiffe in jeder Größe auf den eigenen Werften Herstellen und brauche dazu nichts außer Messtngröhren und gewisse HülfSmaschinen aus dem Auslände zu beziehen.
Washington, 6. Februar. Haudelssekretär Metcolf hat dem Bericht des Sonderausschusses zugestiinint, welcher die vollständige Umgestaltung der bestehende» Bestimmungen über die Einwanderung von Chinesen nach den Bereinigten Staaten und ihren Aufenthalt daselbst vorschlägt. Die Vorschläge der Kommission gehen dahin, daß die Einwanderung den Chinesen ohne Verzug gestattet werde und die Anwendung des Bertillonschcn Systems nntcrbleilxn solle, ferner, daß den Chinesen, welche bas Land verlassen, die für eine etwaige Wiedereinwanderung in Betracht kommenden Bestimmungen bekannt gegeben werden. Die 24 Artikel der bestehenden Bestimmungen sollen dem Vorschlag zufolge, abgeänbert oder außer Kraft gesetzt »verden.
Depesche nbureau Herold.
Berlin, 6. Februar. Die „National-Zeitung" bezeichnet die Meldung, daß mit dem Abgeordneten Pansche in den letzten 6 Tagen wegen Übernahme des Postens eines Untcrstaatssekretärs im zukünftigen Kolonialamt verhandelt worden sei, nach Erkundigung an maßgebender Stelle als unrichtig.
Berlin, 6. Februar. Nach dem „Vorwärts" wuröe der österreichische Sozialdemokrat Essenberg vom Amtsgericht in Mors wegen Flugblattverteilung zu 5 M. Geldstrafe verurteilt. Dann wurde er zur Polizei vorgeladen, wo ihm die Ausweisung mitgeteilt wurde, da er sich lästig gemacht habe.
Berlin, 6. Februar. Der „Vorwärts" veröffentlicht eine längere Zuschrift des Abgeordneten Cr am er aus Darmstadt von 4. Februar, in welcher dieser seinen Besuch beim Großherzog zu entschuldigen sucht und sich hauptsächlich gegen die Angriffe, welche das „Offenbacher Abendblatt" deshalb erhoben hatte, wendet. Der „Vorwärts" bemerkt zu dieser Erklärung' Die Befreiung der Arbeiterklasse werde nur das Werk der Arbeiter selbst sein und die Beseitigung von öffentlichen Mißständen das Werk des aufgeklärten Volkes. Gegen das Geldsack-Protzentum der Bourgeoisie ruft die Sozialdemokratie nicht die Macht der Souveräne an, sondern sie wecke durch Schilderung der Mißwirtschaft den Unmut der Massen. Entweder sei auch in Hessen die Sozialdemokratie ein notwendiges Produkt der ökm nomischen Entwickelung und der einzige Hebel des Proletariats, um die Tür zur politischen und ökonomischen Freiheit zu öffnen, dann bedürfe man des Grotzherzogs nicht, oder aber in Hessen regle der Großherzog alles zum Besten, dann brauche es keine Sozialdemokratie.
Dresden, 6. Februar. In Sachen der Wahlrechtsreform sind die Parteien darin einig, das geheime und direkte Wahlrecht einzuführen. Über die Abstufung und den Modus desselben herrschen aber starke Differenzen. Die freie Wahlrechts-Kommission dürfte der Regierung schließlich Vorscklläge machen, die nähere Aus- arbeitung aber dieser überlassen.
Budapest. 6. Februar. Der Minister des Innern, Christofs!, der bekanntlich die Wahl re form alvgcregt hat. wird aus dein Ministerium scheiden, weil er zu den strengen Maßnahmen, die gegenüber den Munizivien in Aussicht stehen, seine Ein- williairng verweigert. — Das Geschworenengericht sprach gestern den Journalisten Fenyes frei. Er »var der Majestäts-Beleidigung angeklaqt, da er den König des Eidbruches baichuldigt batte, »veil am i. Januar 1905 der Reichstag im Ex-Iex - Zustande aukaelöst wurde. Die Geschworenen nahmen den Eid- bruch als Tatsache an. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.
Ro»n, 6. Februar. Sonnino stößt bei der Kabinettsbildung auf große Schwierigkeiten. Die Radikalen wollen nur dann ins Kabinett eintreten, wenn eine strenge Durchführung des Gesetzes gegen die Religions-Gemeinschaften und Verstaatlichung und Verweltlichung des gesamten Volksschul-Unterrichts zuge- sichert wird. Das kann aber Sonnino nicht bewilligen, weil er dadurch zahlreiche Freunde verlieren würde.
Athen 6. Februar. Nachdem die kretensische Regierung die Forderung der Italiener für die in Kumban getöteten Italiener- Soldaten erfüllt hat, haben die Italiener die von ihnen besetzten Zollämter wieder frei gegeben.
hd. Dortmund. 6. Februar. In Annen erschoß ein Bergmann einen 70jährigen Berginvaliden mit einem Revolver.
M Oels i. Schl.. 6. Februar. In Steine bei Neumitiel- walde wurde der Gasthausbesitzer Hoffman«, der Vater von acht Kindern ist. von einem Arbeiter erstochen, »veil Hoffmann ibn auiforderte, sein« Zeche zu bezahlen. Der Täter wurde
verhaftet. ‘ _ r . .
hd. Lauban. 6. Februar. Der ?e»t 8 Tagen verschwundene Werkmeister Bothe in Marklisia wurde im Stadtwalde erichosien aufgesunden. Neben ihm lag die Witlve Schulz, noch lebend mit durchs» offenen Augen und erfroren en Gliedern. Es bürste sich also um den Abschluß eines Liebes- bräwas handeln.' < « - „
hd. Dresden, 6. Februar. Ein Rekrut des Grotzenharner H»harerr-Regiments durckicknitt sich die Pulsader»
und die Kehle. Der Beweggrund zur Tat ist noch unbekannt.
wb. Marie - aux - Cheues, 6. Februar. Die Verhaftung eiues Italieners erregte Lessen Landsleute derartig, daß sie, 50 N!«r»n stark, vier französische Regierungsbeamte angriffen. Diese flüchteten und schossen ans einer Deckung und verletzten eilte größere Anzahl der Arbeiter: einer »vurde tödlich verivundet.
wb. Toulon, 6. Februar. Bei einem Angriffs- Manöver stieß das Unterseeboot „Ontitc" infolge eine! falschen Distanzberechnung so heftig gegen den Kiel des Panzerschiffes „Jena", daß fein Vorderteil teilweise zertrümmert wurde. Doch gelang es dem Unterseeboot dank seiner unversehrt gebliebenen wasserdichten Abteilungen, ohne weiteres Unglück an die Oberfläche zr g elangen. _
NoiksrmrtschaMches.
Marktberichte.
Frnchtpreise, mitgeteilt von der Preisnotierungsstelle der LandwirtsHaftskammer für den Regierungsbezirk Wiesbaden Fruchtlnarkt zu Frankfurt «. M. Montag, den 5. Februar. Per 100 Kilogramm gute, marktfähige Ware: Weizen: hiesiger 18 M. 75 Pf., Roggen, hiesiger 17 M. 25 Pf. bis'17 M. 85 Pf-, Gerste, Ried- und Pfälzer 17 M. 50 Pf. bis 18 M., Gerste, Wetterauer 17 M. 50 Pf. bis 18 M., Hafer, hiesiger 16 M. 50 Pi bis 17 M. 75 Pf., Mais 13 M. 25 Pf., Mais, La-Plata 13 M 80 Pf. bis 13 M. 85 Pf.
Viehmarkt z« Frankfurt a. M. vorn 5. Februar. Zum Verkaufe standen: 463 Ochsen, 47 Bullen, 840 Kühe, Rinder urw Stiere, 302 Kälber, 288 Schafe und Hammel, 1818 Schweine, 2 Schaflämmer. Bezahlt »vurde für 100 Pfund: Ochsen: a) vollfleischige ausgemästete Höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren (Schlachtgewicht) 75—77 M., b) junge, fleischige nicht ausgemästete und ältere ausgeurästete 69—72 M., cs müßig genäl»rte junge, gut genährte ältere 65—67 M. Bullen: a) vollfleifchige höchsten Schlachtwertes 65—67 M., b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 61—63 M. Kühe und Färsen (Stiere und Rinder):' a) vollfleischige, ausgemästete Färsen (Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes 68—69 M., b) vollfleischige aus" gemästete Kühe Höchsten Schlachtivertes bis zu 7 Jahre»» 62 bis 64 M,, cs ältere ausgemästete Kühe und lvcnig gut eirtwickelte jüngere Kühe und Färsen (Stiere »lud Rinder) 45—46 M-- d) mäßig genährte Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) 41 bis 43 M. Bezahlt »vurde für 1 Pfund: a) feinste Mast- (Bollm-- Masts und beste Saugkälber (Schlachtgewicht) 86—90 Pf., (Lebendgewichts 52—54 Pf., b) mittlere Mast- und gute Saugkälber (Schlachtgewicht) 81—86 Pf., (Lebendgewichts 48—51 Pf., c) Ö.f ringe Saugkälber (Schlachtgewicht) 60—65 Pf. Schafe: a) M«st- lämmer und jüngere Masthämmel (Schlachtgewicht) 74—76 Pl-- b) ältere Masthämmel (Schlachtgeivichts 68—70 Pf. Schweine: a) vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuzungen »m Alter bis zu V-U Jahren (Schlachtgewicht) 79 Pf., (Lebendgewicht/ 614,/. Pf., bl fleischige (Schlachtgewicht) 78 Pf., (Lebendgewicht! 61 Pf., cs gering entwickelte, sowie Sauen und Eber (Schlachtgewicht) 71—73 Pf.
Geldmarkt.
Frankfurter Börse, 6. Februar, mittags 12Vj Uhr. Kredit- Mien 212, Diskonto-Kom»uaridit 190.30, Deutsche Bank 242.60- Dresdener Bank 167.80, Staatsbahn 143.20, Lombarden 25.50, Paketfahrt 165.50, Nordb. Lloyd 127.50, Baltimore 115..0, Bochumer 251.20, Gelsenktrchener 232.30, Harpener 218, Türkenlose 148. Tendenz: Montan fest.
Wiener Bö-rse. 6. Februar. Osterr. Kredit-Aktien 673, Staatsbahn-Aktien 669.25, Lombarden 128.50, Marknoten 117.38. Tendenz: matt.
Wetterdienst
oer Landwirtsch asts schule zu Weilburg.
Voraussichtliche Witterung t»*
Mittwoch, den 7. Februar 1906:
Trübe und zeitweise windig, milder, Niederschläge (oor^ wiegend Regens, doch meist nur geringe.
Genaueres durch die Weilburger Wetterkartell (monatlich 80 Pf.), welche an der Plakattafel des Tagblatt- Hauses, Langgasse 27, täglich angeschlagen werden. ^
Geschäftliches.
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Vertr. d. Bert. Weißvier-Brauerc»
v. Sil. EeäiIlgrri*I*e!, Berlin»
Die Abe«- A«sgave umfaßt 12 Setter»^
Leirung: W. Schulte vom Brühl-
Wer»nt»»°rt>icher Redakteur für Politika W. Schulte vemBcüt,» in lür das steuiklrlou: I Ka i sle r; für den übrigen redaktionelle» Teil: C, RbllN r 1 für bie Anzeigen und Rekl-meu: H. Tornaus, sümtlich in Wiesbudeiu Truck und Verla« der L. Schclleuher«»chca Hof-Buchdruckerci >»
