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haben Sie wohl auch noch die Güte, mir Ihren Namen ! und Ihre Wohnung zu nennen. Ich mutz Sie nämlich auffchreiben, weil Sie vorhin auf dem Rasen herumliefen!" — — Unter Freundinnen. Anna: „Man sagt, die Marie sei sehr klug, aber ich habe nie etwas davon gemerkt/' — Berta: „Natürlich nicht. Sie macht ihre klugen Bemerkungen über dich immer, wenn du schon fort bist." — — Unter Kollegen. Erster Schauspieler: „Oft hat mein armer alter Vater nnch
instänüigst gebeten, kein Schauspieler zu werden. — Zweiter Schauspieler: „Gräme dich nicht, alter Kerl,
den Wunsch hast du ihm ja erfüllt, du bist wirklich keiner
geworden."-Ein Vorschlag. Frau (nach der
Scheidung zu ihrem Töchterchen): „Jetzt werde ich drr halt doch einen neuen Papa suchen müssend — Lieschen: „Ich meine, Mama, den nächsten nehmen wir uns aber
gleich für länger!"-Aus der Kinderstube.
Mama erzählt dem kleinen Fritzchen, um ihn vor Schulbeginn ein wenig in die biblische Geschichte einzusuhren, vom bösen Herobes unö öew von ihm inszenieren Knabenmorde. Fritzchen, das den politischen Gesprächen seiner Eltern nicht ohne Verständnis anzuwohnen pflegte, unterbricht sie entrüstet: „Hat sich denn da
Deutschland nicht reingelegt?"-® e r «. 9 a
Himmel. Klein Ellis Mama bekommt den Besuch einer Freundin. Die Dame wird in ein Zimmer geführt, in welchem sich nur Elli besindet. „Nun, Elli, was hast du da für ein schönes Buch?" — „Ich will drr s zeigen, Tante." — „Dann komm ans Fenster, der Himmel ist trübe." Klein Elli legt das BUberbum aus das Fensterbrett. Im selben Augenblick teilt die Sonne die Wolken und bescheint hell das Vrlderbuch. Elsi wendet ihr Köpfchen nach dem Himmel, liebenswurdrg nickend: „Danke, lieber Gott, ich kann schon sehen!
Kleine Ghrmük.
Eine schöne Weihnachtsspende. Für Errichtung eines Schwimmbades hat ein Gothaer Burger, der ungenarmt bleiben will, der Stadt eine Strstung von 30 000 M.
gemacht. uor j uräem Düsseldorfer Hof
garten aus Veranlassung des Verschönerungsvererns mU einem Kostenaufwand von 16 000 M. ausgestellte Blondat- brunnen ist in frevelhafter Weise zerstört worden. Den drei Kinderfiguren sind drei Schultern und eine /and durch Steinwürfe abgeschlagen. Der Dberbürgermelster hat eine Belohnung von 1000 M., der Verschönerungsverein t>00 M. für die Aussindigmachung de» Taters
ausgesetzt. , . .,,
Theater-Malhenr. Bei der Ausführung der Merster- singer in Trier erlosch durch Kurzschluß die Bühnenbeleuchtung und es trat vollständige Dunkelheit ein. Da der Tenor weiter sang, blieb eine gefährliche Panrk
verhütet. „ .
Feuer im Hostheater. Während der Vorstellung der Halevvschen Oper „Die Jüdin", im zweiten Akt, explodierte im Koburger Hoftheater eine Lampe und ergo;; ihren brennenden Inhalt auf die Bühne in gefährlicher Nähe der Kulissen. Mit Geistesgegenwart erstickte Hofopernsänger Bernhardt das Feuer. Das Publikum blreb ruhig, obwohl übelriechende Dämpfe bereits in den Zuschauerraum drangen. Die Vorstellung wurde ohne Unterbrechung fortgesetzt.
Der zurückgewieseue Schiller. Ern wohlhabender Bürger stiftete für die abgehenden Schüler und Schülerinnen der Volksschulen zu St. Johann (Saar) Schillers Gedichte und Dramen, Volksausgabe zur Jahrhundertfeier aus dem Verlage des schwäbischen Schillervereins. Der Rektor der katholischen Mädchenschulen, Valerius, brachte es fertig, die Schillerbücher, welche ihm zur Verteilung zngeschickt wurden, znrückzuweisen.
Vermißt. Seit nunmehr zwei Monaten wird der Oberstleutnant a. D. Wilhelm Roos von M.-Gladbach vermißt. Er hatte seinen Dienstboten mitgeteilt, daß er auf vier bis fünf Wochen verreise, seine Angehörigen blieben jedoch seit dieser Zeit vollständig ohne Nachricht von ihm, so daß befürchtet wird, daß ihm ein Unglück zugestoßen ist. ^ t
Ehetragödie. Am Sonntagabend versetzte der Tapezierer Hubert Weinert in Breslau seiner getrennt lebenden Ehefrau, die der Niederkunft entgegensieht, auf dem Rotzplatz mehrere voraussichtlich tödliche Stiche in den Unterleib und erstach sich dann selbst.
Von flüssigem Eise» verbrannt. Auf der Werft des Stettiner Vulkan ist infolge eines Bruchs eine eiserne Gießpfanne, in der sich 1ö 000 Kilogramm flüssiges Eisen befanden, umgekippt: der Inhalt überschüttete die Leute. Der SO Jahre alte Former Mertel ist seinen Verletzungen bereits erlegen: zwei andere Former wurden schwer verletzt nach dem Krankenhause gebracht.
Gießerei-Unglück. Auf dem Dillinger Panzerplattenwerke stürzte ein Behälter mit glühendem Eisen einem Arbeiter auf den Kopf und zerschmetterte diesen. Der Verunglückte war sofort tot.
Blutiger Wirtshausstreit. In Weitbruch bei Stratz- burg kam es in der „Sonne" zu einem Wortwechsel, wobei der Wirt Peter den Maurer Bähl erschoß.
Mordverdacht. Der Kalkarbeiter Ostie und dessen Ehefrau in Rübelanö wurden verhaftet, weil sie dringend verdächtig sind, an dem Elbingeroder Raubmorde beteiligt zu sein. Beide wurden in das Halberstädter Gefängnis etngeliefert.
Verurteilter Magnetopath. Einer Meldung aus Sinnig zufolge wurde der Magnetopath Karl Offermann vom dortigen Schöffengericht wegen schwerer fahrlässiger Körperverletzung zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Offermann hatte im Sommer dieses JahreS eine Frau auf Gallenstein derart behandelt, daß sie dem Tode nahe war. Nur durch das operative Eingreifen eines Arztes konnte die Frau gerettet werden.
Verurteilter Pfarrer. Der katholische Pfarrer Stephan Bilger von Balg (Bez.-Ämt Baden-Baden) wurde vorige Woche von der Strafkammer wegen Vor, gehens wider die Sittlichkeit im Sinne des 8 175 des Strafgesetzbuches zu 3 Wochen Gefängnis verurteilt, verbüßt durch die UntersnchnugShast.
Eine verdiente Zurechtweisung erhielt, nach den „Hamb. Nachr.", der Inhaber eines Hamburger Ladengeschäfts. Zwei japanische Offiziere betraten den Laden, um Einkäufe zu machen. Der Inhaber, der solche seltenen Kunden selber bedienen wollte, eilte hinzu und redete die Japaner an: „Do you speak english?" Daraus antworteten ihm die beiden Herren in fließendem Deutsch: „Wir sind in einem deutschen Geschäft und möchten Deutsch sprechen!"
Ein Toter, der Steuer zahlte, befand sich bis vor kurzem in einer Gemeinde des Kreises Tondern. Wie der Landrat in der letzten Kreistagssitzung mitteilte, war ein Lanümann, der 1884 starb, in jedem Jahr zur Kreissteuer veranlagt worden, und wunderbarerweise wurde dagegen niemals Widerspruch erhoben, sondern jedesmal die Steuer bezahlt. Die Zahlung erfolgte, wie sich bei Nachforschungen ergab, durch die Witwe des Verstorbenen, die jedoch dazu nicht verpflichtet war.
Mädchenhändler. Auf Veranlassung der Kemptener Polizei wurde der verheiratete Maler Ambros Fischer in Hamburg verhaftet, als er eben in Begleitung eines hübschen Mädchens aus dem Allgäu nach Amerika ab- reisen wollte. Er hat schon früher versucht, Mädchen mit nach Amerika zu locken. Es besteht der dringende Verdacht, daß er mit Mädchenhändlern in Verbindung stand.
Bahuunfall. Aus Konstanz wird gemeldet: Der Nachtschnellzug Nr. 48 fuhr bei Gengenbach, wo eine Barriere nicht geschlossen war, auf ein Fuhrwerk. Der Fuhrmann des Wagens ist gestorben. Die Züge erlitten zwei Stunden Verspätung.
Vom Henwagen tödlich abgestürzt ist ein Gutsbesitzer in Wainsöorf (Sachsen). Er erlitt dabei einen Schädelbruch und starb kurz darauf.
Spielerei mit der Schictzwaffe. Ein Hotel-Laufbursche in Breslau spielte mit einem amerikanischen Revolver, steckte dessen Lauf, um zu beweisen, daß er gehörig gesichert sei, in den Mund Und drückte los. Da der junge Mensch aber das eigenartige Sicherungssystem nicht richtig behandelt hatte, krachte ein Schuß, und mit zerschmettertem Kopfe brach der junge Mensch tot zusammen.
In sechs Jahren über 808 Schnle« besucht haben die Kinder des Artisten M . . . aus Wolfenbüttel. Der Künstler zieht mit seiner Familie in den Provinzen Schleswig-Holstein, Hannover und den beiden Großherzogtümern Mecklenburg von einem Ort zum andern: daher kommt es, daß seine Kinder seit dem Jahre 1899 mehr als 300 Schulen besuchten, natürlich haben sie meistens nur auf einen oder zwei Tage in die Schule „hineingeguckt". — Nicht viele Menschenkinder können von sich sagen, daß sie von über dreihundert Lehrern unterrichtet worden sind.
Ermordet und beraubt wurde am Tage vor dem hl. Abend auf dem Bahnhofgelände Aue-Adorf (Leipzig) ein Mjähriger tschechischer Arbeiter. Der Unglückliche wollte abends nach seiner Heimat znrückkehren.
Ein schweres Azetylen-Unglück hat sich in Höchftadt an der Donau ereignet. Dort explodierte der zur Erzeugung des Acetylenlichts dienende Apparat, wodurch ein 17jähriger Branerbursche sofort getötet wurde, während der Brauereibesitzer Glatt und zwei Dienstmädchen schwere Brandwunden erlitten.
Brndermord. In Dommeldingen (Luxemburg) erstach der Hüttenarbeiter Bausch nach kurzem Wortwechsel seinen eigenen Bruder auf offener Straße.
Der ehemalige russische Priester Gapon befindet sich augenblicklich in Monte Carlo als Gast einer russischen Familie, die daselbst eine Villa besitzt. Gapon tritt unter anderem Namen auf.
Ans Rügen ist von winterlicher Kälte bisher noch recht wenig zu spüren gewesen. Aus Sellin wird als ein Zeichen von gelinder Witterung mitgeteilt, daß dort tu einem Garten noch Rosen blühen und sogar frische Knospen treiben. Da das Seewasser immer noch einige Grad warm ist, so wirkt die offene Wasserfläche gewissermaßen als ein natürlicher Ofen, der die über ihm hinstreichende Luft anwärmt: das kommt bei länger andauernden Seewinden auch dem benachbarten Lande zugute, und darum sind die Winter auf Rügen in der Regel um einige Grad milder als auf dem Festlanbe.
Millionensege» in Papier. In dem ersten Viertel des neuen Jahres werden wir uns eines neuen Millionensegens erfreuen können. Nicht weniger als 20 Millionen Marik werden in Fünfmarkscheinen ausgegeben werden. Die dringend notwendigen Zehnmarkscheine werdeu indessen vorläufig nicht zur Einführung gelangen.
Resolution esthnischer Dienstmägde. Dem „Revaler Beobachter" wird von kompetenter Seite ein Beschluß der Dienstmägde in Weitzenstein (Esthlanö) mttgeteilt. Unter anderem wurde zu Protokoll genommen: Jede über 40 Jahre alte und noch unverheiratete Dicnstmagö habe das Recht, sich einen Bräutigam auszusuchen und ihn in Anspruch zu nehmen. Der also Beglückte sei verpflichtet, dem ehrenhaften Rufe Folge zu leisten, widrigenfalls usw.
Das tötende Gewissen. In einer Baseler Schulklasse war ein Markenbuch entwendet worden. Der Lehrer stellte deshalb unter den Schülern eine Untersuchung an. Als er an einen der Knaben kam, fing dieser plötzlich zu zittern an und fiel leblos zu Boden. Der Arzt konstatierte Herzschlag. Der Knabe war im Besitze des entwendeten Gegenstandes gewesen.
Der Vogel ohne Kopf — das ist die neueste — Ente, die in der amerikanischen Presse aufgeflogen ist. Die „New York World" berichtet mit ehrbarster Miene, daß in Balston in der Provinz New Aork ein Vogel zu finden wäre, der noch lebe, obwohl er schon vor 28 Tagen enthauptet wurde. Diesen außerordentlichen Vogel behauptet der Korrespondent des Blattes sogar mit eigenen Augen gesehen zu haben. Der Vogel ohne Kops „ist noch so lebendig, daß er umherspaziert, allerdings ein wenig Zickzack und mit Unterstützung durch die Flügel. Der Besitzer, der sich erst des Vogels entledigen wollte, interessiert sich jetzt so für ihn, daß er ihm Nahrung durch den Schlund einführt, um zu sehen, wie lauge er noch leben wird" ...
Haredlelsteli
Von der Börse. Die letzte Börse vor den Feiertagen verkehrte in einer recht zuversichtlichen Stimmung. Man stützte sich dabei hauptsächlich darauf, daß in bezug auf Rußland etwas mehr Vertrauen herrscht, was die Zukunft anlangt. Der Generalstreik in Petersburg wurde an der Börse als mißlungen angesehen und man wollte auch Anzeichen davon bemerkt haben, daß die russische Regierung etwas mehr Energie zeige, wie seither. Infolgedessen gingen auch die russischen Werte ziemlich in die Höhe und mit ihnen die heimischen Papiere, besonders Industrieaktien. Die Depeschen, die am Samstagabend und am Sonntag einliefen, lauteten aber wieder so unerquicklich, daß, wenn am Sonntag Börse gewesen wäre, man von einer Zuversicht ganz sicher nichts mehr gesehen hätte. Namentlich die Nachrichten aus Riga lauteten sehr bedenklich. Wenn sie sich bewahrh eiten, so muß es zu einem diplomatischen Eingriff der Reichsregierurig bei der russischen kommen. Noch ist zu bemerken, daß besonders eine wesentliche Besserung der Montanaktien stattgefunden hat, die hier speziell genannt zu werden verdient. Es stiegen Laurahütte von 236 bis 239, Harpener 2.70 Proz. bis 209, Bochumer von 239 bis 242.20, Gelsenkirchener von 221.90 bis 225, Lauschhämmer von 163 bis 165 Proz. usw.
Zur wirtschaftlichen Lage Deutschlands. Daß die wirtschaftliche Lage Deutschlands besser als die anderer Länder Europas, geht z. B. daraus hervor, daß bei uns in diesem Jahre fast alle Industrien fortgesetzt und zum Teil sehr gut beschäftigt waren, und nach den veröffentlichten Geschäftsberichten vieler großen Unternehmungen auch, wenn nicht ganz außergewöhnliche Ereignisse eintreten, im neuen Jahre beschäftigt: sein werden. Hingegen herrscht in England Arbeitslosigkeit und gerade in der letzten Zeit ist es in London wiederholt zu großen Arbeitslosendemonstrationen gekommen. Wie es in Rußland aussieht, Weiß jedermann, auch in Italien ist es nicht gut möglich, daß alles so aussieht, wie es von Regierungskreiseni hingestellt wird, sonst könnte die Auswanderung nicht so außergewöhnlich groß sein. In der ersten Hälfte 1905 sind nicht weniger als 436 000 Personen aus Italien ausgewandert und im ganzen laufenden Jahre dürften es hiernach 7- bis 800 000 Personen werden. Wenn in Italien so sehr behagliche Zustände herrschten, würde es sicher nicht zu einer so bedeutenden Auswanderung kommen.
Nene schwedische Anleihe. Einer Stockholmer Meldung zufolge ist eine 4proz. Obligationenanleihe im Betrage von JO Millionen Frank zwischen der Stockholms Intschnings Garant! Actie-Bolag und einem Konsortium abgeschlossen worden, bestehend aus der Stockholmer Handelsbank, der Kommerz- und Diskonto-Bank, der Norddeutschen Bank, M. M. Warburg u. Ko. in Hamburg, sowie aus einigen Schweizer Banken.
Österreichische Finanzen. Die Verstaatlichungsrente für die Kaiser Ferdinands-Nordbahn, Hauptbahnnetz, wird mit dem steuerpflichtigen Betrag von 34 Millionen Kronen beziffert. Es heißt, daß die Aktionäre annähernd den gegenwärtigen Kurswert erhalten. — Der österreichische Finanzminister wird im April und Mai n. J. eine Anleihe begeben. Der Bedarf beträgt 125 bis 150 Millionen Kronen.
Vereinigte Deutsche Petroleumwerke, Aktiengesellschaft, Feine. Der diesjährige Betriebsgewinn wird sich gegen den vorjährigen etwas günstiger stellen, aber die Dividende wird jedenfalls auf der gleichen Höhe wie im Vorjahr bleiben und ea werden 4 1 /s Proz. ausgerichtet werden können.
Fahrrad-Industrie. In einer längeren -Besprechung über die augenblickliche Lage der Industrie wird gesagt, daß dis große Konkurrenz es immer noch verhindere, die Verkaufspreise in die Höhe zu bringen, doch würden die niedrigen Preise im allgemeinen einigermaßen durch eine erhöhte Produktion, ausgeglichen, deren Absatz auch in das Jahr 1906 hinein be-> reits zu den alten Preisen zum großen Teil abgegeben ist. Dia Aussichten werden durchweg trotzdem als günstig geschildert; so daß auf eine Einschränkung der Produktion, durch die allein die Preislage gebessert werden könnte, noch nicht zu denken ist Berücksichtigt man aber, daß die erhöhten Preise der Rohmaterialien die Gestehungskosten verteuern, so kann man nicht umhin, einer verminderten Produktion das Wort zu reden, um wieder lohnendere Preise für die Fertigfabrikate zu erzielen.
Seeverkehr. Die Deutsche Levante-Linie hat mit der Ant- werpener Reedereifirma Adolph Deppe ein Übereinkommen getroffen, daß die Spedition beider Reedereien nach Antwerpen zukünftig nach einem gemeinsamen Fahrplan geregelt wird; Es ist z. B. die Einrichtung getroffen worden, daß nach Alexandria ein wöchentlicher und nach Syrien ein vierzehntägiger Dienst zustande kommt. Der seit (U/s Jahren bestehende Konkurrenzkampf der Levante-Linie mit der Sphinx-Linie geht seinem Ende entgegen; sie schließt sich ab 1. Januar 1906 der, Kombination der Levante-Linie mit der Reederei Deppe an.' Dasselbe ist von der Atlas-Linie in Bremen bezüglich des Verkehrs von den Rheinhäfen zu erwarten.
Keine Finanzckronik. Die Versammlung der deutschen Mühlenbesitzer in Leipzig beschloß die Bildung örtlich begrenzter Verkaufsgenossenschaften für Mühlenerzeugnisse zur Beseitigung des Schleuderwettbewerbs. — Über den Geschäftsgang der Gesellschaft für elektrische Beleuchtung in Petersburg, wird in Anschluß an die Ausstandsbewegung gemeldet, daß die Lage der Moskauer Werke unverändert sei und daß in Petersburg Betriebsstörungen nicht stattgefunden hätten, noch zu befürchten seien. Die Arbeiter hätten mit nur geringen Ausnahmen beschlossen, die Arbeit nicht niederzulegen.
Geschäftliches«
wichtig für Ghrenleidende
ist eine ganz neue, gesetzlich geschützte Erfindung. Näheres darüber enthält das Buch von Bär. Totsnns:
ii. ita Heilung.
’» Verlag, Leipzig.
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D ie Movgcn-Attsgckve umfaßt 16 Seiten.
Leitungi W. Schulte vom Brühl.
Politik und Handel: A. MoegNch; für rafc r den übrigen Teil: C. Röthrrdt; flit die : Sb. Dornauf; jümtlich in Wiesbaden. Ileudergjchca Hof-Buchdruckerei in Wirsdad«.
Verantwortlicher Redakteur sür Feuilleton: I Katrler; fih Anzeigen und Reklamen Druck und «erlag der L- Sche
