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S-tts 0. Dirnstag .18. Ittlr 1905 . Miesdade«er Tagvlatt.

Danuion nachw plötzlich erklangen, war er schnell zur >S;telle, und es gelang ihm noch, die bereits flüchtigen Diebe zu-erkennen.

Von dem Erstickungstod durch Gas gerettet wurde in Duisburg mit knapper Not eine ganze Familie. Ein -vierjähriges Kind ist gestorben. Das Unglück ist auf falsche Handhabung eines GaDochapParates zujrückzu- sühren.

Unter dem Verdacht des Gattenmordes wurde vor einigen Wochen ein praktischer Arzt verhaftet. Er soll seine ihm vor Jahresfrist angetrante dritte Frau durch Gift, nach anderer Behauptung durch einen von ihm herbeigeführten Sturz aus der Equipage zu töten ver- . sucht haben. Er wurde in einem Hotel in München von der -Kriminalip-otizei verhaftet und nach dem zuständigen Laudgerichtsgesüngnis abgeliesert.

Eigenartiger Diebstahl. In der Nähe von Wien stahlen nachts unbekannte Täter mehrere hundert Meter Telephondraht. Infolgedessen war der Fernsprechver­kehr nach Deutschland gestört.

Ein nicht alltägliches Vorkommnis spielte sich vor dem Standesamt zu Mannheim ab. Friseur P. wollte sich zum drittenmal« verehelichen, nachdem er schon zweimal geschieden war. Die Braut scheint indessen Ungünstiges von ihrem Bräutigam gehört zu haben. Auf .die Frage «des Standesbeamten antwortete Me Braut mit einem kräftigenNein!" So wurde aus der Ehe nichts.

Ein Schützenfest ohne Vier gab es am Sonntag in Brandenburg a. H. Bei Hem Altstädtischen Schützenfest. Den Besitzern der Bierzelte war das ihnen von der Schützengilde abverlangte Standgeld zu hoch. Sie sollten für Mn laufenden Meter 7 Mark zahlen, während früher nur 5.25 M. erhoben wurden. Für einzelne Bierzelt- besitzer bedeutete dies eine Ausgabe von 60 bis 70 M., die sie nicht -crschwin-gon zu können glaub>ten. Da nun eine Einigung nicht zu erzielen war, stroi-kten am Sonn­tag sämtliche Biexzeltbesitzer, so -daß es kein Bier auf dem Schützenplatz gab.

Die ausgetrocknete Donau. Infolge der großen Hitze der letzten Tage tritt wieder die vollständige Aus­trocknung des Donaubettes zwischen Möhringen und ^Tuttlingen ein. Schon zu Anfang der letzten Woche würde der direkte Zufluß des Wassers zwischen Möhringen und iden BevsickerungKstelle« am Brühl durch.die hohen Kies- bänke, die inmitten des Flußbettes lagern und die von Jahr zu Jahr größer werden, mehrfach unterbrochen. Rings um den BersickerungstriHter ist noch weniges Wasser vorhanden, und hier hat sich das gesamte Tier- 'leben des Wasserbeckens zusammengedrängt. Je nrehr der 'Wasserstaud finkt, um so unruhiger werden die hartbc- drängten Tiere. Nach kurzer Zeit sind die letzten Wasser­weste verschwunden; den Goden, der rasch! trocknet, be­decken, eng lzuAmtnengcörängt, Tausende von Fisch-- kadavern.

Schiffszusammenstoß. Der von Hela kommende voll- befetzte DampferVin-eta" der Aktiengesellschaft Weichsel ist in dichtem Nebel aus der Weichsel mit dem leer nach Westerplatte fahrenden DampferSchwan" -derselben Gesellschaft znsancmen'gestoßen. Menschen find nicht ver­unglückt. Der Sachschaden ist bedeutend.

Räuberischer überfall. In Schuscha im Kaukasus iWerfielen gestern .am hellen Tage im Zentrum der Stadt Einbrecher den Renteibeamten Ad-rif, der gerade bei !der Post 43 000 Rubel erhoben hatte und iVn ihn beglei­tenden Gendarmen. Die Einbrecher schlugen ans Me beiden so lange ein, bis sie bewußtlos zu Boden fielen, .raubten dann den Beutel mit den 34 000 Rubel und ver- .schwanderc in einer Seitengasse, wo sie schon ein Wagen erwartete. Der Renteibeamte mußte nach dein Spital Äranichp-o-rriert .werden, wo er alsbald verstarb. Die Jntersuchnng blieb bisher erfolglos.

Der Großfürst. Großfürst Nikolaus Konstantinowitsch, jder seit 20 Jahren -wegen eines Brillanten-Diebstahls bei einer Halbweltdame ans 'Petersburg verbannt war, ist nun ans Befehl des Zaren nach Stawropol im Kau­kasus verschickt worden und dort gestern unter Eskorte einer von einem Oberst kommandierten Gendarmerie- Abtcilunig eingetroffen. Der Großfürst bewohnt «cm besonders für ihn hergerichtetes Palais und wird Tag und Nacht von Gendarmen bewacht. Seine ganze Privat- Korrespondenz geht durch die Hände des Gendarmerie- oberst. Wie verlautet, darf der Großfürst Nikolaus iKonstantiü'o witsch so lange er lebt, sein Palais nicht ver­lassen. In Stawropol zirkuliert .das Gerücht, daß der Großfürst infolge der rohen Behandlung -der Gendarmen schon irrsinnig geworden sei.

Die Pest im Persischen Golf. Auf einigen Inseln im Persischen Golf ist die indische Pest ausgetreten. Der .Dampferoerkehr zwischen Wuschir-Bahrein ist einge­stellt und die Quarantäne angeordnet worden.

Ketzt§ Nachrichten.

Telegramm desW tesbadener Tagblatts".

Dnrmstndt, 18. Juli. Nach Mitteilung aus eiwge- weihten Kreisen sieht man in der g r o ß h e r z o g l i ch e n Familie für Ende dieses Jahres einem freudigen Ereignis entgegen.

K-,«ttnent»I-Tel«araphen-Kom»aant».

Berlin, 18. Juli. Der Kronprinz wird während »er tz»ge»w«rttgen Herbstmanöver de» Garde-Korp« nicht feine Kom- pagnie führen, sondern an dem Kaisermanöver teilnehmen, das zwischen dem 8. und 18. Korps stattfindet.

Berlin, 18. Juli. De» langjährige Präsident des deutschen Handelstages, Geheimer Kommerzienrat Mols Frentzel, Mitglied des preußischen Herrenhauses, ist gestern abend im Sana, torium zu Schlachtensee nach längerem Leiden einem Schlagansaüe erlegen

Gotha, 18. Juli. DemGothaischen Tagb-Iatt" zu­folge reichte Prinz Philipp von Sachsen-Koburg-Gotha soeben die Ehescheidungsklage gegen die Prinzessin Luise bei dem Landgerichr in Gotha ein.

Hamburg, 17. Juli. Zu der Meldung eines auswärtigen Wlattes über den Ankauf von K o h l e n f e I 6 e r it bet 'Whitwort in Wales durch ein deutsches Syndikat unter Ham­burger Beteiligung wird derNeuen Hamb. Börsenhalle" mit­geteilt. daß cs zu einem Abschlüsse noch nicht gekommen und das Projekt noch im Stadium der Vorverhandlungen sei. Die An­gabe, daß der Kaufpreis 5 Millionen Mark betrage lei nnzu- -tressend.

Herno«fand, 18. Juli. Kaiser Wilhelm verblieb gestern den ganzen Tag auf seiner JachtHohenzollern".

Wie«, 18. Juli. Die diplomatischen Vertreter Deutschlands und Frankreichs im Auslande haben, derPolitischen Korrespon­denz" zufolge, jetzt die Weisung erhalten, den Regierungen, bet welchen sie beglaubigt sind, Mitteilung von dem zwischen den Kabinetten von Paris und Berlin erzielten Abkommen über die Marokko-Konferenz zu machen. Die Be­teiligung aller in Betracht kommenden Mächte unterliegt keinem Znmifc!. Ort und Zeit des Zusammentritts werden in kürzester Frist festgestellt sein. Die Einladungen zur Konferenz sollen vom Sultan von Marokko erlassen werden.

Paris, 18. Juli. Die royalistischen Vereine des Seine- DcpartementS veranstalteten gestern abend zu Ehren -ihrer zu­rück g e k e h r t e n Führer Buffet und Graf Luv-de Salucuse eine von etwa 1000 Personen besuchte Versammlung. Die beiden Genannten erklärten, daß sie den Kampf gegen die Republik mir aller Schärfe fortsetzen werden und brachten sodann dem in der Verbannnn-g lebenden Herzog von Orleans ihre Huldigung dar. Schließlich wurde eine Resolution angenommen, in welcher das Königtum als die unerläßliche Grundlage des nationalen Lebens Frankreichs bezeichnet wird. Nach der Versammlung wurde der Obmann einer royalistischen Gruppe, der auf der Straße wieder­holt Hochrufe auf den König ausgebracht hatte, verhaftet. Der Verbannte Jules Guerin kehrte gestern abend aus Belgien zu­rück. Seine Ankunft blieb vollständig unbemerkt. Einer seiner Freunde erklärte, man werde bald von ihm hören.

Paris, 18. Juli. Daö Programm für den Besuch des fran­zösischen Nord-Geschwaders in England ist nunmehr festgestellt. Das Geschwader trifft am 7. August in Cowes ein, wo ihm zu Ehren verschiedene Festlichkeiten statr- finden. Sodann wird der französische Admiral mit.80 Offizieren und einer Anzahl Matrosen London, Portsmouth und Windsor besuchen. Die Abfahrt ist auf den 14. August anbevaumt.

Paris, 18. Juli. Unter den Arbeitern und Arbeiterinnen der Sardinenfabriken von Douarnenez ist eine Streik­bewegung ausgebrochen. Um Ruhestörungen vorzubeugeu, sollen Truppen nach Douarnenez entsendet werden.

London, 17. Juli. (Unterhaus.) Bei der Beratung her Fremdendill bringt die Regierung einen Antrag ein, nach welchem der Mangel an Mitteln zum Lebenisuniter- halt kein Grund sein soll, den Fremden -auszuschließen, -der nach England nur einwandern will, um zu ver- - meiden-, daß er aus religiös-en o-der politischen -Gründen oder wegen politischer Angriffe -verfolgt und bestraft wird,, oder -der Berfül-gung wegen religiöser Überzeugun­gen zu entgehen. Der Antrag wird angenommen, nach­dem alle Redner dafür eingetreten find, daß für dieFlücht- linge, die -aus politischen -oder religiösen Gründen in England Zuflucht suchen, das Asylrecht aufrechterhalten bleibe.

London. 18. Juli. .Premierminister Balfour berief eine Ver­sa ra m l u n g der k o n s e r v a ti v e n Partei ein. In Aen Wandelgängen des Unterhauses herrscht die Meinung, baß die Versammlung, deren Besuch, wie geglaubt wird, ein sehr starker sein wird- die Herbeiführung einer frühzeitigen Auflösung des Hauses bezwecken soll, oder andeute, daß eine Herbstversamm- lung cinberufen wird, um die Vorschläge, betreffend die Neu- einteilung der Wahlkreise, abzulehnen.

London, 18. Juli. DerStandard" meldet aus S h a n g - h a i Auf Befehl des Kaisers begibt sich Prinz Trai-Tsu mit sechs Vizepräsidenten verschiedener Behörden in das Ausland, um fremde politische Systeme zu studieren.

Petersburg, 18. Juli. Zur Ableistung der Wehr- Pflicht werden in diesem Jahre 475 246 Mann einberufen.

Depeschenbureau Herold

Berlin, 18. Juli. Die gestern in der Tonhalle abgehaltene Pückler-Versammlung, in welcher Graf P ü ck l e r gegen die Groß-Basare sprach, nahm einen stürmischen Verlauf, als ein Christlich-Sozialer erklärte, Graf Pückler Hätte besser getan, wenn er in Klein-Tschirne geblieben wäre. Es wurde versucht, den Redner von der Tribüne zu reißen. Bei dem furchtbaren Lärm schloß der Versammlungsleiter die Versammlung. Polizei wies daun die Teilnehmer aus dem Saal.

München, 18. Juli. Die gestern vovgenoinmenen bayrischen Abgeordnetenwahlen brachten idem Zentrum 102 Mandate in der Kammer anstatt der bisherigen 84.

München, 18. Juli. Die Abgeordnetenwahlen fanden gestern ohne große Teilnahme des Publikums statt und ohne das Resultat vom 10. Juli irgendwie weseittltch zu ändern. In Banreiith wurde Dr. Casselmattu, in S-peycr und Lubwigshafen die Sozia­listen Erhardt und Segitz, in Kandel (Pfalz) Spinbler und Klee- Haus (Zentrums und Körner (Soz.) gewählt, letzterer durch die Nationalliberalen und den Bund der Landwirte. In Nürnberg sind drei Liberale und ein Demokrat anstatt der bisherigen vier Sozialisten gewählt worden.

Budapest., 18. Juki. Der leitende Ausschuß der ber­einigten Linken hielt gestern 'dis angekündigte Konferenz ab. Eötvös beantragte, die Konferenz soll entweder ganz geheim oder ganz öffentlich sein. Der Ausschuß beschloß, daß die Konferenz geheim bleiben soll. Ferner wurde beschlossen, über die gegenwärtige politische Lage eine ausführliche Erklärung zu verfassen, in der auch der Standpunkt der Munizipien gegenüber -den Parlamentari­schen Forderungen präziisiert wird. Die Erklärung wird von -Apponyi, Andrassy und Polonyi verfaßt und soll -Heute einer neuen Kvnfereilz vorgelegt werden.

Paris, 18. Juli.Echo de Paris" meldet aus Rom, im Vatikan spreche man von der bev-orstebenden Grün­dung von Nuntiaturen in Berlin und Konstantinopel. Eine Bestätigung bleibt abzuwarten.

London, 18. Juli. Die Morgenblätter äußern sich weiter sehr erregt, über die Erwerbung einer englischen Kohlengrube durch eine deutsche Gesellschaft. Der Gl-obe" erklärt, Deutschland- suche die Oberhand zur See zu erlangen, um die -englische Flotte zu ruinieren. Daher sei es Torheit, einem -deutschen Syndikat zu ge- statten, ein« Grube zu erwerben,, da der Gsbrauch von Kohlen aus dieser Grube den deutschen Kriegsschiffen eine Überlegenheit gogenWer den englischen Schiffen geben würde. Dieselbe Ansicht äußerst -di«Pall-Mall Gazette".

Re«, 18. Juli. Man erwartet anläßlich der neuen Debatte im Parlament Über die Eisen hahnfrage eine äußerst heftige Sitzung. Wie verlautet, ist der Kabinettschef Fortis keineswegs beruhigt über das Schicksal des Kabinetts.

Belgrad, 18. Juli. Der türkische Konsul in Prestina meldet, daß der allgemeine Aufstand- der Albanesen gegen die Christen aus-gebrochen ist.

Bukarest, 18. Juli. Die russische Grenze wurde nunmehr für alle jüdischen Reisende gesperrt. Nur solche Juden, die im Besitz russischer Pässe sind, dürfen nach Rußland kommen.

Tanger, 18. Juli. Aus F e z wird mitgeteilt, daß i-m Einvernehmen mit den verschiedenen Mächten der Sultan, um der öffentlichen Meinung Genugtuung zu geben, welche ihn beschuldigt, den europäischen Einflüssen 0U Viel Gehör zu schenken, seine Minister -ihrer Ämter

Abcrrd-Arrsgnkr, 1. Matt. U s. 830*

entheben werde, und zwar fofort nachdem die fremden Vertreter Fez verlassen haben werden. Es handelt sich um die Minister des Auswärtigen, des Krieges und Lee Finanzen. Andererseits befürchtet man. wie es scheint, einen allgemeinen Aufstand in der Provinz Raons.

. Köln, 18. Juli. Am Oberrbein ist ein Un­wetter niedergegangen, das besonders die Distrikte Andernach, Neuwied und Linz- heimsuchte. Mehrere Schwemmstein-F-abriken stürzten ein und zahlreiche Scheunen wurden vom Wasser unterspült. -Die Ein» wahner retteten sich an den gefährdeten Stellen durch schleunige Flucht. Mehrere kleine Brücken sind zusammen, gebrochen. Der angerichtete Schaden ist unberechenbar. Die Weinberge zeigen metertiefe Furchen. Manche Berge sind des Bodens und der Weinstöcke völlig be­raubt.

wb. Berlin, 18. Juli. Der Berliner Schriftsteller Knrr Grvttewitz, bekannt durch seine naturwissenschaftlichen Arbeiten, ist int Alter von 40 Jahren am Sonnta-g im Langensee bei Grünau beim Baden ertrunken. DieMorgenblätter" aus Duisburg melden: Der frühere Fabrikbesitzer Gerhard

Terlinden, der. im Herbst 1008 wegen eines Konkursver» brechcns zu 6 Jahren Zuchthaus verurteilt -worden -war. wurde von der Strafanstalt in Münster, wo er die Strafe verbüßt, nach «tner Irrenanstalt überführt, da Zweifel über seine geistige Ge­sundheit entstanden sind.

bci. Greifswald, 18. Juli. Bei einem Säbeldueil verletzte ein Ungar im Falschkampf den Studenten Faber tödlich, indem er ihm einen Lungenstich beibrachte.

wb. Reichenberg t. Böhmen, 18. Juli. In den Kellerräumen der Gürtlerei Huebner in Gablonz er­eignete sich gestern eine Benzinexplofion, bei welcher Fra» Huebner und ein Dienstniä-dchen schwer verletzt wurden. Während der Löscharbeiten der Feuerwehr er­folgte eine zweite Explosion, durch -welche 28 Feuerwehr- leut« furchtbare, zum Teil tödliche Br-cm-dwunden erlitten.

hd. Paris, 18. Juli. Nach übereinstimmenden Berichten be­stätigt es sich, daß A r t o n , welcher auf sehr großem Fuß gelebt und in letzter Zeit beträchtliche Börsenvcrluste erlitten Hat, wegen­finanzieller Schwierigkeiten den Selbstmord begangen hat.

Nachtrag zum Frankfurter Kursbericht

vom 13. Juli 19US.

Neuere Zulassungen.

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1/1.05, Sao Paulo E.-B. 98.20

Nojksmirtsch östliches.

Marktberichte.

Fruchtpreifc. mitgeteilt von der Preisnotierungsstelle der LandwirtschaftSkammer für den Regierungsbezirk Wiesbaden am Fruchtmarkt zu Frankfurt a. M. Montag, den 17. Juli. Per 100 Kilogramm gute, marktfähige Ware: Weizen: hiesiger 18 M. 75 Pf., Roggen, hiesiger 15 M. 50 Pf., Hafer, hiesiger 15 M. bis 16 M., Mais, Laplata 14 M. biS 14 M. 25 Pf.

Biehmarkt zu Frankfnrt a. M. vom 17. Juli. Zum Ver­kaufe standen: 373 Ochsen, 18 Bullen, 684 Kühe, Rinder und Stiere, 212 Kälber, 176 Schafe und Hümmel, 1872 Schweine. Be­zahlt wurde für 100 Pfund: Ochsen: a) vollfleischige, ausgcniästcte höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren (-Schlachtgewicht) 74 bis 76 M., ds junge, fleischige nicht ausgemästete und ältere ansge- mästete 6971 M., cj mäßig genährte, junge, gut genährte ältere 6567 M. Bullen: a) vollfleifchige höchsten Schlachtmertes 61 bis 6-1 M., bj mäßig genährte jüngere und -gut genährte ältere 6i bis 63 M. Kühe und Färsen (Stiere und Rinder): a) vollfleifchige, ausgemästete Färsen (Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes 6971 M., b> vollfleifchige ausgemästete Kühe höchsten Schlacht, wertes bis zu 7 Jahren 6365 M., c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) 5052 M., d) mäßig genährte Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) 4345 M. Bezahlt wurde für 1 Pfund: Kälber:

a) feinste Mast- (Bollm.-Mast) und beste Saugkälber (Schlacht­gewicht) 8287 Pf., (Lebendgewicht) 1852 Pf., c) geringe Saug­kälber (Schlachtgewicht) 6068 Pf. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Btasthämmel (Schlachtgewicht) 7274 Pf., t>) ältere Mast. Hammel (Schlachtgewicht) 6466 Pf. Schweine: a) vollfleischtge der feineren Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1% Jahren (Schlachtgewicht) 7071 Pf., (Lebendgewicht) 56 P>

b) fleischige (Schlachtgewicht) 69 Pf., (Lebendgewicht) 55 Pf.,

c) gering entwickelte, sowie Sauen und Eber (Schiachtgewicht, 6465 Pf.

Geldmarkt.

Frankfurter Börse. 18. Juli, mittags 127? Uhr. Kredit. Aktien 207, Diskonto-Kommandit 189.20, Deutsche Bank 239, Dresdener Bank 157, Staatsbähn 143.80, Lombarden 18.36, Laurahüttc 261.50, Bochumer 250, Gelfenkirchcner 232.70, Harpener 219.56. Tendenz: fest.

Wetterdienst

der Landwirtschaftsschule zu Wcilburg.

Voraussichtliche Witterung für Mittwoch, den 19. Juli 1905:

Zeitweise windig, vorübergehend wolkig, Temperatur wenig verändert. .

G e n a u eres durch die Weltbürger Wetterkarten » (monatlich 80 Pf.j, welche an der Plakattafel des Tagblatt- Hauses, Langgasse 27, täglich angeschlagen werden.

Geschüftliches.

Auf der Weltausstellung in St. Louis erhielt Apollinaris den Grand Prix. Ton den deutschen Tafelwlssern ist der Apollinaris - Brunnen der einzige, dem diese hSohste Auszeichnung zuerkannt wurde. F 584

Der Brunnen ist im Jahre 1852 entdeckt worden.

Die Bedeutung des Unternehmens erhellt aus der Thatsache, dass jährlich 30,000,000 Flaschen und Krüge nach allen Teilen der Welt versandt werden.

Dir AberrL-Airss«l»r «Ntfaßi 10 Kritr«.

Leitung: W. Schulte vom Brühl.

Berantwortlicher Redakteur für Politik und Feuilleton - m. Schulte vom Brühl in Sonncuberg; iür den übrigen redaktionellen Teil: C. Rötherdt; für die Anzeigen und Reklamen: J.V.: Chr Cron: beide in Wiesbaden.

Druck und Berlag der L- Scheltc»berg;chen Hof-Buchüruckerei in Wiesbaden.