M»»»r«s. r. Mar rsvs. Miesk-rdener TagdlaN.
Zskts 4-
.einmal kein« Spruö-elsitznng-en bringt. Wir Müßten Werner auch eine Zentralisierung Ler Kurgäste, besonders für die Abendstunden, herbeiführen, von denen Man so häufig Hort, daß man nicht wüßte, wie man sie aus- füllen soll. .Ich möchte sehr empfehlen, wenigstens für die Avendkonzerte im Kurhaus Restaurationsbetrieb einzurichten und in ihnen nur leichte Musik zum Bortrag gn bringen. Es ist nicht jedermanns Sache und selbst nicht Sache dessen, der gern gute Musik hört, zweimal täglich 1% Stunden steif und eng aneinander gepfercht basitzend, den Klängen der Musik zu lauschen, während gewiß die meisten Gäste sich abends ein Rendezvous zum Konzert geben würden, wenn sie wüßten, daß sie bei einem Glas Bier die Pausen in angenehmer Unterhaltung mit ihren Bekannten oder mit den Gästen, die sie auf diese Weise kennen lernen, verbringen könnten. Die Erfahrung lehrt, daß diese Konzerte besser besucht werden, und es muß uns doch schließlich hauptsächlich darauf ankommen, unseren Gästen eine ihnen angenehme Unterhaltung zu bieten. Der geringe Schaden, der vielleicht den Restaurationen auf diese Weise erwachsen könnte, Erde in dem regeren Besuche unserer Stadt sein Äquivalent finden. Aber alle die. vvrgeschlagencn Neuerungen würden ohne Erfolg bleiben, wenn wir nicht verstehen, der Mitwelt in geeigneter Weise die Vorzüge eines Winteraufenthaltes in Wiesbaden bekannt zu geben. Im Zeitalter der Reklame stehend, müssen wir in viel ausgedehnterer und auffälligerer Weise, als es bisher geschah, für die „Winterkur" Reklame machen. Fr: welcher Weise eine spezielle Reklame für die „Winterkur" am zweckmäßigsten gemacht werden könnte, 'ift eine Frage für sich. Auf alle Fälle kostet sie viel Geld, und es müßte hierzu an die Einsicht und Opferwilligkeit der interessierten Kreise appelliert werden, überhaupt tst es eine conditio sine qua non für die Schaffung einer „Winterkur", die beteiligten Kreise aus ihrer Interesselosigkeit und Tatenlosigkeit aufzurütteln und ein tatkräftiges Interesse wachzurufen. Daß dieses regsame stmeresie, das Neues zu schaffen imstande wäre, hier noch fehlt, tonnte Verfasser dieser Zeilen neulich in einer Sitzung des Kurvereins feststellen. Ich wollte das Leben und die Leistungsfähigkeit des Vereins - kennen lernen, aber «welch trostloser Anblick bot sich mir dar! Es waren kaum so viel Mitglieder än-wesend, als der Vorstand an Mitgliedern zählt. Es fehlten fast ganz die großen Kur- indnstricllen, die doch ein starkes Interesse an ö'cr Lebenskraft dieses Vereins haben sollten, un!d es fehlten ganz die maßgebende« Behörden. Ans welchem Grunde dies Fernbleiben der Behörden geschieht, vermag ich nicht zu beurteilen, man sollte aber meinen, daß hier für sie die Stätte märe, -Anregungen und Wünsche «der «Bürgerschaft in «der «Kurfrage entgegen zu nehmen und sie dann in ihrem Wirkungskreise zu verwerten.
«Möge doch jeder nach seinen Kräften zur Verwirklichung «der Idee, hier eine erfolgreiche Wintersaison zu schassen, beitragen!
„Denn aus der Kräfte schön vereintem Streben
Erhebt sich, wirkend, erst das wahre Leben."
— Tägliche Erinnerungen, fl. Mai.) 1218: Rudolf von Häbsburg, geb. 1700: John Dryden, «englischer Dichter, ch iLondon). 1726: Zachariä, Dichter, geb. lFran«ken«hc:':rs-en).- 1806: Konrad Pffcffel, Fabeldichter, t lKokmar t. E.j. 1062: M. PrSvvst, >anzösischer Schrist- ßleller, geb. (Paris). 1873: Livin-gsstone, Msrikarrisender, f ftBangwevlofee). 1000: M. Munlkacsy, Maler, f Wndenich). 1004: A. Dvorak, Komponist, ß (Prag).
ue. Die Witterung im Mai. Otto Falb stellt für das rrst« Drittel des Mai kühles, trübes Wetter in Aussicht. Dann soll es einige Tage heiter und trocken, darauf -aber wieder feucht -und unfreundlich werden, während für das letzte Drittel des Monats im großen und ganzen gutes Wetter zu erwarten sein dürfte. «Den 18. Mai bezeichnet Falb als einen kritischen Dermin erster, den 4. als einen solchen dritter Ordnung.
Die beliebtesten «Gestalten aus Schillers Dramen — dar- hrstellt von Herren und Damen der Wiesbadener Bürgerschaft. — Ein stolzer Marquis Posa — eine rührende s,«Maria Stuart" mit ihren «Frauen — eine heroisch schöne „Jungfrau von Orleans" — Wachtmeister, (Kin-assier und Jäger aus „Wallenstein" — «Max und Thekla in frisMr Jugendlichkeit und ein gigantischer «„Dell" mit seinem Knaben. Die „Jungfrau von Orleans" und „Teil" trugen «den größten Beisallsfpreis da>von. Znm Schluß vereinigte sich der Reigen der -Gestalten mit anderen Huldigenden zu einer Apotheose vor Schillers Kolossaibü-ste. Auch da — reichlich nach Mittern-ach — klang der Beifall noch unvermindert.
Man wird nicht anders sagen können, «der Sprudel, aber auch sein Publikum haben zu Ehren Schillers aufopfernd alles mögliche getan. A
Ans Kunst und Leben.
* Röntgen-Kongreß. Der von der Berliner Röntgen- Dereinwung veranstaltete Röntgen-Kongreß in Berlin wurde gestern mittag in «der Ressource eröffnet. Professor Eberlein, der Vorsitzende des Organisationskomitees, hielt die Begrüßungsrede und führte ans: Im Dezember 4908 werden es 10 Jahre, «daß Röntgen «die Entdeckung der wunderbaren «Strahlen machte un-d anfing, sie für Medizin und Technik nutzbar zu machen. Schon nach wenigen Jahren war daraus eine große Wissenschaft entstanden. Man wandte diese Strahlen aus das erfolgreichste in der Chirurgie, zur Heilung von Hautkrankheit:» üsw. an. Zur Würdigung dieser großen Wissenschaft beschloß die Röntgen-Bereinigung, einen Kongreß in Berlin avzuhalten und «damit gleichzeitig eine Huldigung für Professor Röntgen zu verbinden. An den heute abwefcnlden Ge-h-eimrat Röntgen wurde ein Hnl- Dignngstelegramm gesandt, ebenso an den Ehrenvorsitzenden -Exzellenz Bergmann, den Krankheit am Erscheinen verhindert. Professor Eberlein «begrüßt sodann die aus- iläudi'schen und inländischen Gäste aus allen Weltteilen, darunter D-ean-e Bntcher von «der „British Roentgen »So eie tu "-«London, Charles Leonard-Philadelphia, Reib von «der „British Electrotherapeutic S-ociety"-London, Wertheitn-S-alomonspn - Amsterdam, Kroenlein - Zürich -ufw. Nach der Begrüßung erklärte Redner den Röntgen- Äopgreb für eröffnet. -Darauf entschuldigte Unterstaats
— Der Wonnemonat ist mit einer Regenflüt einge- zog-en, die heute Nacht hernie'derging und auch heute morgen noch «««hielt. «Die Hvs«snung, daß «die letzten schönen Apriltage die BorlÄu-fer für einen „wunderschönen" Mat sein würden, ist dadurch wieder et>;v«as« Herabgestim-mr worden.
ne. Bauernregeln vom Mai. Kühles, regnerisches Wetter wünscht sich der Landmann für den Wonnemond, denn: „Kühler Mai, 'ne alte Regel, — Bringt viel Arbeit für Keller und Flegel" und .Maienregen auf die Saaten — Dann regnet es Dukaten". „Regen im Mai — Gibt Brot und Heu". „Maimonat kühl und windig — Macht die Scheunen voll und findig". Auch Gewitter sin«d im Mai willkommen, heißt es doch: „Viel Gsw-itter im Mai — Schreit der Bauer Juchhei!" „Donner und Blitz im Mai — Bringt viel Segen herb«ei". Auf das Regiment der -Eisheiligen wei«st -der Spruch hin: „Der Mai ist
selten so gut — Er setzt dem -Zaunspfahl noch aus einen Hut". „Mätenfröste, unnütze Gäste". Dagegen: „Maien- tan — Macht grüne Au". Auf einzeln« Tage des Wonnemonds Haben folgende Reimsprüche Bezug: 1.: Philippus und Jakobi — Das sind zwei Grobi. 11.—19.: Mamerz, Pankraz, S-ervazi, — Das sind erst drei Lnmpazi. 12.—13.: Pankraz und -Servaz —- Die stöhlen wie die Spatz'. 13.: Bor Nachtfrost bist du -sicher nicht — Bis daß herein Servatius -bricht. 25.: «Wenn Urban kein gut «Wetter -hält — «Das Weinfaß in die Pfütze fällt, — St. Urbanstag ohne Regen — Verspricht dem Winzer Segen. Nachdem St. Urban pflegt zu sein — Wird- -gut oder schlecht der Wein. Im übrigen heißt es vom Mai: Mai- käfer-jahr — Ein gutes Jahr. Gibt's der Eichenblüte viel — «Füllt sich auch des -Kornes Stiel. Bienenschiwärme rm -Mai — Bringen uns viel Heu. Weht im Mai «der Wind aus «Süden — Ist uns Regen bald beschießen. Auf nassen Mai -kommt trockener Juni herbei.
— Bolksbilditngsoerein. («S ch i l l e r f-e i e r.) «Tvnn- ta-gnachmittag vereinigten sich «der ,-wisfenscHMche" und „vo'lksilü'mkich-e Vortragszyklus" ,zü einer ge'm-cinfame«» literarischen Schillerfeier. Die -große Turnhalle in der Hellmnndstraße war fast bis in den letzten W'inkel gefüllt von einem andüchtt-gen Publikum, welches den Lockungen der Frühlingssonne und des grünenden Waldes widerstanden hatte, .um seinem Liöülingsdichter «seine Huldigung öavzuib ringen. Der Bolksbildungsverein hatte den Teilnehmern an dieser Feier -eine besondere Freude durch eine .Festgabe «bereitet. -Sie beständ in dem Schiller'hest der „Wiesbadener Volksbücher", «welches jedem Teilnehmer überreicht -würde: Ein -stattliches Bündchen von 160 Seiten, «welches von dem bekannten «Literarhistoriker Professor Hermann Fischer- «Tübingen -iw Auftrag des hiesigen Wolksbild-ungsvereins zussämmen-gestellt und init einer eingehenden «Einleitung versehen worden ist. Es ist geschmückt «mit einer vorzüglichen Reproduktion des Schill-er->Goethe--Denkmals in Weimar. Es- trägt die Wiidmnnlg: „«Dem «Andenken des Mitbegründers und Förderers «der «Wiesbadener «BolMücher, Philipp Abegg". Mit disser Ehrung erfüllte der Bolksbildungs- vere«iü eine Ehrenpflicht gegenüber un«'ere«m lciber so fr'üh gestorbenen kunstsinnigen »nid Meüschenfreunölichcn Mitbürger' Abegg..— D-ie Feier wurde eingeleiiet durch einen etwa Halbstündigen Vortrag unseres Schülinspük- tors Müller. In freier, formvollendeter RÄH>r schilderte er «das Werden und Wirken unseres volkstiknilich- flen Dichters, das Reine, Edle, Erhabene, das feilt ganzes D«äsein durch-stlü-hte. Mit gespannter Aufmer'kssämkeit folgten alle Anw«c«s-en!den den Worten d'ie«ses so beliebten Redners, der den rechten Ton zu fin'den wußte, welcher der «Weihe der Feier entsprach. -Der Beifall «wollte kein Ende nehmen. — Es folgten sodann Vorträge Schillcr- scher Dichtungen durch die Mitglieder des K-önigl. H-oss- theakers, die Herren Ballentin und Sollt». Letzterer hatte sich noch im letzten Augenblick in liebens-w«ür- diyster Weise bereit finden lassen, an Stelle des plötzlich erkvanikten Fräuleins S-anten miitzüwirke'n. Das Pro-
sekretär Weber die «Abwesenheit des Kultusministers, begrüßte in dessen Namen -d-ie Anwesenden und gedachte des Entdeckers Röntgen, «den nur bescheidene Zurückhaltung am -heutigen Erscheinen verhindert hätte. Er preist die «Rontgenstrahlen nicht nur als Pfadfinder der Leiden, sondern auch als großen Heilfaktor un-d beglückwünscht die Röntgen-Bereinigung zu den errungenen Erfolgen und schließt mit dem Wunsche, daß aus ihrem Zusa-mlm-en- arbeiten der Wissenschaft und «durch sie der Menschheit reicher Segen erwachsen wöge. Leonard-Philadelphia -darrkt dann im Namen der -Ausländer für den Empfang und erklärt, kein Name fei besser in «der Welt bekannt, als der Name Röntgens. Schriftführer Dr. Jmmelman-n- Berlin hält darauf einen längeren ProjekiiouAv-ortrag, in dem er d-ie Wichtigkeit der Röntgenstrahlen für Chirurgie und- innere Medizin nachweist. Schließlich folgte -die B-esichtigung der -großartigen Röntgen-Ausstellung unter Führung von Dr. -Cowe-Berlin.
* Die Conrschleppe der künftigen Kronprinzessin
war, wie bereits gemeldet, bis zum 30. April im Kunstgswevbemüsöum ausgestellt. Der Andrang zur BEchtigjung «der Schleppe war am Donnerstag namentlich von seiten der Damen außerordentlich stark. Die Co'uvschleppe liegt in einem hohen Glaskästen ansgebreitet da. Zwei Beamte m«ußten den Zug der Bc- trachteüden regeln. Ans der nicht weniger als 4 Meter langen, 2 Meter breiten S-chleppenbahn aus eigenS gswebtem Samt von köstlich zarter, pfir«fichsar«bcner Dönnng blüht es und sprießt es hervor in w«under- oollen Silberstickereien, nicht überwuchernd in über- läüeüe-m Prunk, son«dern kün'stlerisch geordnet unid abgewogen im feinsten Stil der Blu'men- un«d Perlgchüngc h la Louis XVI. Als Mittelstück glänzt eine größere, kelch-artige Blüte vor, von welcher Ranken und flatternde Bänder, von schaukelnden Perlenschnüren durchflochten, nach beid-en Ssiten hinWerziehen. Den äußeren Rand nmischließt eine bre«ite Borde ver«ketteter Blumen, die aus einem reickMrschlungenen Lanbgewinde hervvr- strählen. ll'ber die ganze übrige Bahn sind entzücken«? duftige, kleine Silbevblnmen verstreut, auch hier nicht im Mer-maß, sondern in stilvoll, an-mutiger Verteilung. Dki-se künstlerisch vornehmen Gebilde sind nach einem Entwürfe Prof. Doeplers im Atelier der Frau v. We-öel in fast vierteljä'hr-ige.r Arbeit von 20 Damen aysge- führr wprden.
Adsttd-ArrsKÄll»-. i ♦ Klstt. Ds. SV»,
gram«m hatten die beide» Kiünstler mit großem Geschick Zufammengestellt. «Zunächst zwei -Szenen aus „Teil". Der „Teil" ist und bleibt «mit Recht unser volkslümlichstcA «Drama. Hier wurden -die erhäbe'nsten Szenen in einer «künstlerisch vollendeten Form dargöboten. Sic wirkten noch unmittelbarer und eindringlicher wie von der Bühne aus. Das Publikum spendete begeisterten Beifall. Es folgten dann eine Reihe bekannter, «Iie!L-geLv-or«de- ner und auch weniger bekannter Gedichte. Herr Zollin trug «u. a. „«Die Schlacht" vor. Hier kam das voMlingeüde un«d wvhltönende Organ des Künstlers w>ie auch schon vorher bei der Rütli-Rede so recht zur -Ge«l'tung. Auch Herrn Vallentins „Bürgschaft" war eine Musterlerstung üie«ses so vielseitigen -Künstlers, fein a'b>gew>og-en in den Einzelheiten und wahrhaft poetisch nachempfunden! Bon den übrigen züm Bortrag gelangten -Gedichten seien noch „Teilung der Erde", „Dr«ei -Worte", „Die J«deale" und „Der Handschuh" er«w-ä«hnt, welche mit zahlreichen an-de- ren stets erneuten Beifall «hervorriefen. — «So hat denn alles zusam«mengelwir«kt, n«m diese «Feier zu einer w«ürdi. ge» und «weihevollen zu gestälten, deren sich die Tci«lncü wer «w«ohl stets gerne erinnern «werden.
- — Die Rheinfahrten der Kurdirektion. Aus Rüdes,
heim, 29. «April, wird uns geschrieben: «Den Bestrsbunger des rührigen Vorstandes unseres „«Berkc'hrsvereins" i«st es gelungen, «mit der Kurverwaltung in Wiesbäden ein !l«berein!kowuten zu treffen, daß die Boote bei 'den von der letzteren unternommenen Rheinsährten -z«u«m Besuche d«es N-ationalden«kmals von jetzt an äbw-echselnd hier un«ü in «Aßmannshänsen -a«nle«gen. «Seither «wurden dic«ie Fahrten «so ausgeführt, «daß d«as «Schiff in «Aßwannshansen anlegte, die Teilnehmer «dort Aufenthalt nähmen, dann «mit «der Zahnradbahn «den Nie'derwa«ld bchluchten und schließlich abwärts nach RWesheim fuhren, u«m sich sofort zur Heimreise aiif «das bereikliegenide Schiff zu begeben. «Uriser «Städtchen würde «däbei säst u«icht berührt. Es ist klar, daß die Neuerung für »ns von größter Bedeutung ist und «kann der „Verkehrsverein" des Dankes der ganze«» Büvgerschast «für «dieses Z!ustan«de«§o«m«men sicher sein.
— „Tagblatt"-Fahrplan. In «dem der gestrigen Nnm-> stn'er beige«legten „«Tag'blatt"-«Fahrplan ist Nc«u au«fgenom- men ö-ie Strecke MüUster a. St.-Ho«nt«SurglDaarbrücken aus Sdite 50, ferner sind vervollständi-gt die seither nur gekürzt gebrachten Fahrpläne der Dampfschi'ffahrt Rüdes- heim-Vingen-tBingerbrück aus Seite 16 und Binger'brück- Müüster a. St. mit Anschlüssen Saarbrücken und Metz aus den Seiten 28 un«d 27. Sädann ist aus den Seiten 70 und 71 d«as Verzeichnis der durch«gehenden Wägen von rtud nach Wiesb«äden neu aufgenourmen, woraus wir unsere Leser bäsonlders aü'smerksaw machen möchten. — Wie «seit der NeUbearbeiliing und inhaltreicheren Ge«staltü»g des Fahrplans im vorigen Sommer, beträgt auch dies- Mal der Preis für den Eiuzelverkäiff wieder 15 Pf. «Die Fahrpläne sind an unsere» „«Dagblatt"->Dch-altern zu haben. — Zu der Notiz aus Me«brich in d-er Freitag- Abeitö-Ausgäb-e ist bericktigend zu bemerken, daß der ab 1. Jitn-i neu eingelegte Schnell«' ug 180» nicht TvnntagA, «sondern Samstags zwischen Niederlahnstein und Wies«üäden-«Main!z verkehrt, und M«r ab Niod-erl-ahnstei» 8 Ubr 32 Min., an Wiesbaden. T-aunnsbähnhof, 5 Uhr 18 Min., an Mainz 5 Uhr 39 Min., wie auch in un'serew „Tag«bl«att"-Fa'hrplan zu ersehen.
<1. Der Hungerknnstlcr Sacco «stieg am Samstagabend gegen V$tO Uhr in seine Gruft aus Gips und Glas, um 22 «Tage «zu fassten. «Seine Gruft oder vielmehr -seine Hun'-getkuruW-Vh-uistube «steht im Rcst-auratiönskokäl der „Walhalla", von dem übrigen Raum durch-einen Vorhang getrennt, der sich selbstverständlich jedem lüftet, der das geringe -Eintrittsgeld -bezahlt. «Sacco ist nicht etwa mit Backsteinen eitigemaueri, wie man «nach dem landlänfigeu Begriff des Wortes „eingemanert" vielleicht aunelnuen
Msm BSchrrttsch.
* Ban der hierorts bekannten Tonkünstlerin Julie von P f,e i l s ch i f t e r liegen zwei neue Lieder vor: „Komin zu mir" ist für Mezzosopran oder Bariton komponiert und „Frau Anna Goldbach in Verehrung" gewidmet,' und „Der verliebte KutscheV ist als „ein lustig Liedlein" der gefeierten Künstlerin Frau Hedwig Roßbach-Schacko in Verehrung gewidmet. Beide Lieder erschienen in hübscher Ausstattung im Verlag von Karl Ebling- Maing. „Der verliebte Kutscher" ist von unserer beliebten Hoi-- opernsängcrin Maria Cordes bereits mit Beifall öffentlich vor- getragen worden.
* „Handbuch der gesamten L a n d w i r t s ch a f t*.
Bearbeitet von hervorragenden Fachmännern. Herausgegebcn von Dr. Georg Probst. 8°. (XII, 812 $.} Rcgensburg 1906, Verlagsanstalt vorm. G. I. Mauz. Einzelpreis brosch. 2 M. In vorliegendem Buch findet sich auf 312 Seiten die ganze Quint, efsenz der modernen Landwirtscha-ftslehre, einschließlich eines i-lb- risses der Landwirtschaftsgeschichte und einer Darstellung der öffentlichen Mittel zur Förderung der Landwirtschaft. Die ein- zelnen Kapitel sind ausnahmslos von Autoren verfaßt, welche in den einschlägigen Gebieten als Kenner in der landwirtschaftlichen Welt rühmlichst bekannt sind. Unter vielen anderen seien nur genannt: Okonomierat Dr. Böhme, Oberforstrat Dr. v. Fürst, Professor Fruwirth, Professor Dr. Giseviusf Dr. Georg Heim, Geh. Okonomierat Professor Dr. Heinrich. Direktor Dr. Hiltner, Professor Dr. Holdesleiß, Professor Dr. «S. v. Nathusius, RegierungSrat Professor Dr. Röhrig, Okonomierat Stirn,, Pro- scssor Dr. Strecker nsw. usw. Wer weiß, wie gerade der Mangel am theoretischen Wissen mit der wichtigste Grund der ungenügenden Rentabilität der Landwirtschaft ist, wer weiß, wie viele Millionen an Nationalvermögen alljährlich dadurch verloren gehen, daß sie wegen der mangelhaften Technik in den bäuerlichen Wirtschaften eben nicht genützt werden, der wird dem « Herausgeber dieses Handbuches dahin recht geben, daß das aller- bedeutsamste Mittel zur Förderung der Landwirtschaft eine tunlichst rasche und allgemeine Hebung der Fachbildung in den laud. wirtschaftlichen Kreisen sein muß. Der Herausgeber fordert daher eine geeignete Berücksichtigung dcS späteren Berufes schon im Lehrplane der ländlichen Volksschulen und die obligatorische Einführung ländlicher Fortbildungsschulen an Stelle der Sonntags, schulen. Für solche Schulen und für landwirtschaftliche Fach, schulen überhaupt ist das vorliegende Handbuch geschrieben. Aber nicht nur für Schulen wäre das Buch geeignet, sonde«?n auch für strebsame Land-ivirte und alle jene, welche sich über bestimmte Kapitel der Landwirtschaft unterrichten wollen. Der außerordent- lich billige Preis, die knappe, leichtfaßlichc Darstellung und die Vollständigkeit des Inhaltes ermöglichen eine so allgemeine Vor- breitung des Buches, wie sie im Interesse der Förderung de» ganzen Bauernstandes dringend erwünscht ist. Das Buch ist ein Samenkorn, das sich zu einem kräftigen Baume entwickeln mag. Jedensalls wäre ihm mit Rücksicht aus die genannten Vorzüge ein« möglichst große Verbreitung zu wünschen. Trotz des überaus billigen Preises ist die Ausstattung des stattlichen Buches eine ganz vorzügliche» , ~
