Mks 2. 29. Atz-M 1905. WLesösdZrrLV T-rgNM. Ms^ge»r-Äir«««k-, r. KIM. s». 10Z.
ganze Insel Haiti, die namentlich nach Vollendung des WWrmakanüls auch in strategischer Hinsicht von ungeheurer Bedeutung ist, in die Hände ' Uncle Sams gelangen Und gerade, weil diese Insel von höchstem strategischen Werte ist, müssen namentlich England und DeutschMnd schon jetzt-einer Einverleibung in die Union Mit allen Kräften entgegenwirken.
Volitrsche Mrrflcht.
Der EbenbürtigkcitHZypf.
Nachdem zwei der hervorragendsten wissenschaftlichen Autoritäten auf dem Gebiete des modernen Fürstenrechtes, die Professoren vr. Tetzuer in Wien und Dr. Rehm in StrahbüW i. E., jeder mit einer umfangreichen Schrift für die Berechtigung der Ansprüche des Grafen Alexander von Welsburg, als oldenburgischer Arinz anerkannt zu werden, eingetreten sind, ist nunmehr, wie das „B. T." schreibt, auch der beklagten Partei, dem VroWerzog von Oldenburg, airs HW jWaev der Wissenschaft Hülfe gekommen.. Professor I)r. Walter Schücking in Marburg, tvohl der jüngste, kaum 30jährige deutsche Staatsrechtsle-Hrer, veröffentlicht als Heft 2 der von ihm herausgegebenen Arbeiten des juristisch-staats- wissenischastlichen Seminars der Universität Marburg eine von ihm selbst verfaßte Whandlung unter den: Titel „.Tie MchÄgkeff der Thronansprüche des Grafen Alexander v. Welsburg in Oldenburg". Wie Professor Schücking in seinem Vorworte selbst -nntteilt, ist die Anregung zu dieser Broschüre von dem Prozeßvertreter des großherzoglichen Hauses, dem Rechtsanwalt Lohse, au rhn ergangen. Schücking gibt sich hier als ein über- Mlgter Anhänger des E-benbrirtigkeitSprinzips zu erkennen, insofern wenigstens, als inan in seiner Schrift vergeblich nach dem kleinsten Hinweise Lmnuf suchen würde, daß der oldenburgische Streitfall von u-eu-e-n: zeigt, wie unzeitgemäß die Anwendung dieses PriuzipeS heutzutage erscheinen mutz, von dem sogar R-eh-m gesagt hat, daß es „einen für das Ehrgefühl des Volkes beschämenden. Widerspruch" bedeute. Sehr charakteristisch ist im übrigen auch, daß Schücking nicht zu einer klaren Definierung des Begriffes der Ebenbürtigkeit überhaupt gelangt, sondern bekennen mutz, daß die Gelehrten selbst untereinander, nicht einig sind, wie er zu begrenzen sei. Der nächste Termin des in mancher Beziehung so interessanten Prozesses Welsburg contra Oldenburg ist auf den 8. Mai festgesetzt IvprdW, und es wird an diesem Tage nicht nur weiter verhandelt, sondern voraussichtlich auch schon das Urteil verkündet werden. — Inzwischen hat Graf Welsburg sich vor einigen Tagen in Nervi mit Dev Gräfin Salbung Hahn-Basedow vermählt. Man hat behauptet, da die nmlsnehrige Gräfin -Welsburg einer Familie des niederen Adels entstamme, so könne, selbst wenn die Ansprüche ihres Gatten als gerechtfertigt Anerkannt würden, der ganze Streit analog wie int Kipp eschen Falle eventuell später für ihre Kinder wieder aufleben. Diese Meinung muß als eine irrige bezeichnet werden, denn der Graf Welsburg stützt seine Klage ja gerade auf die Behauptung, daß -Ehen mit iriedrigadligen Frauen im Hause Holstein tue als uuebenbürttg. behandelt warden seien und demnach auch die seiner Eltern, Des Herzogs Elimar von Oldenburg und der Freiin Natalie boit Friesenhof, als eine standesgemäße angesehen werden müsse.
Zum Handelsverträge mit Portugal schreibt der Handelsvertrags-Verein: Das Gerücht von Handelsvertragsverhandlungen zwischen Deutschland und Portugal, das im Anschlüsse an den Besuch unseres Kaisers in Lissabon vor einigen Tagen .durch die Presse ging, dürfte den Tatsachen etwas vorauseilen. -Allerdings hat der portugiesische Minister am 16. April im Parlamente Äußerungen getan, die auf eine Geneigtheit der portugiesischen Regierung zum Abschlüsse eines Handelsvertrages mit Deutschland schließen lassen. Die
Verhandlungen feE&.ft werden aber erst in einiger Zeit beginnen können, da Portugal noch mit der Aufstellung eines neuen autonomen Zolltarifes beschäftigt ist. Der im vorigen Wahre von der Regierung eingebrachte E:tt> wurf ist nicht zur Erledigung gekommen, weil die Deputiertenkämmsr aufgelöst wurde. Wahrscheinlich wird er mit einigen Abänderungen in den nächsten Tagen wieder vorgelegt werden. Da die junge portugiesische Industrie ein vollständiges Prohibitivsystem anstrebt und sie sowohl bei der Regierung wie in der Presse Einfluß hat, wird der neue. Entwurf ebenso wie der vorjährige stark hochschutzzöllnerisch sein. Es liegt daher im Interesse der deutschen Industrie, die deutsche Regierung aus diejenigen. Zollpositimren aufmerksam zu machen, bei denen eine, Erhöhung wichtige Exportinteressen benachteiligt, oder bei denen' eine Herabsetzung des Zolles einen lohnenden Export möglich umchen kann. Die Stellungnahme unserer Interessenten ist leider dadurch erschwert, daß der vorjährige portugiesische Tarifentwurf nicht im Buchhandel erschienen und auch sonst nicht zu beschaffen ist. Der Handelsvertrags- Verein, der eine Denkschrift vorbereitet, hat Sorge getragen, daß er sofort nach dem Erscheinen des neuen Entwurfes in der Lage ist, seinen Mitgliedern und sonstigen Interessenten Auskunft über die Zollsätze zu erteile».
Zur Krisis in Ungarn.
t. B u d a p e st, 23, April.
Zwischen der Krone und der Opposition sind neue Verhandlungen auf .der Basis der Szellschen Vorschläge eingeleitet worden. Letztere gipfeln bekanntlich hmrpt- sächlich darin, daß der ungarischen Nationalität größere Zugeständnisse in der diplomatischen Vertretung der Dual-monarchie im Auslande gemacht werden sollen, wogegen die Komnuandosprache in der gemeinschastlichen Annes ausschließlich deutsch bleibt. Man hofft um so mehr, daß dieses Mal eine Einigung erzielt wird, als das Haupthindernis einer solchen in der Person Franz Kossuths liegt, dessen Gesultdh-eits-zustan-d ein derartiger ist, daß er sich für einige Zeit vollständig vom politischen- Leben zurückziehen muß. Es wird also an' sein-e Stelle ein anderer Parteileiter gewählt werden müssen und als Diesen bezeichnet man Koloman Dhaly. der jetzt Ehrenpräsident der Un'äbhängigkeitspartei ist und ent- schieden mehr zu einer allgemeinen Versöhnung neig: -als Kosjuth, welcher cs seinem Namen schuldig zst sein glaubt, sich der Regierung gegenüber stets auf die Hinterfüße zu. stellen.
Russische Finanzen.
, 8- Petersburg, 34 . April.
Die vom Finanzministerium angekündigten Ergän- zungsstenern in der Höhe von 64 Millionen Rubel sollen, wie ich von unterrichteter Seite erfahre, in erster Linie zur Bezahlung der Zinsen der aufgeiwmmenen Kriegsanleihen verwendet werden. Die offiziöse Presse nimmt den Anlaß ivahr, um abermals die Finanzlage des Landes zu erörtern und dem Auslande zu beweisen, daß der Kredit des. Landes auch noch durch eine Reihe weiterer Anleihen- nicht geschwächt zu werden brauchte. Es .wird in Metern Zusammenhang aus die Erträge hingewiesen, die bei rationeller Bewirtschaftung aus den Krongütern gezogen werden könnten, wobei die Offiziöse», mir die Kleinigkeit vergessen, daß diese „rationelle Bewirtschaftung" im besten Fall ein Zukunftstraum ist.
Deutsches Reich.
* ttbcr die Einführung der neuen Feldnniform schreibt man der „Boss. Ztg." aus militärischen Kreisen: Die in allen Kreisen viel besprochene Frage, betreffend die Einführung einer neue»', den modernen Kampfmitteln besser entsprechenden Uniform, hat in ihrer Entwicklung einen bedeutenden Opvim-g vorwärts gemacht. Bei 'drei Infanterie-Bataillonen ib-er Armee ist zunächst versuchs'-weifc eine graue Uniform eingeführt 'worden,
Zahl. der roten Blutkörperchen wird wenig verändert, die der weißen stets vermHrt. Daß die geistige Tätigkeit bei einer solchen Erkrankung schwer leiden muß, versteht sich von selbst. Für allgemeinen ist auch- die Aussicht auf Genesung gering, jedoch ist die 'Sterblichkeit, die man namentlich bei den zahlreichen Epidemien in Amerika fest-gestellt hat, recht verschieden und schwankt zwischen 20 und 70 v. H. der Erkrankungen. Immerhin sind auch unter den günstigsten Umständen die Folgen noch recht bedenklich, weil selbst nach der Hebung der eigentlichen Krankheit oft schwere Schäden zurück- bleiben. Auch von -der Behandlung ist -wenig zu hoffen. Ein spezielles Heilmittel gegen die Genickstarre ist nicht bekannt. -In Zukunft mag es gelingen, ein Antitoxin wach Art der verschiedenen bei Diphtherie, Typhus usw. izur Impfung angewandten -Mittel aus der Züchtung des Diplococcus .intracellularis zu gewinnen, aber eS läßt sich schon jetzt einigermaßen- voraussehen, daß ein solches Gegengift bestenfalls mehr eine vorbeugende als eine heilende Kraft besitzen, würde. Da die Krankheit zu den ansteckenden, und übertragbaren gehört, so besteht das beste Mittel zu ihrer Bekämpfung darin, die Kranken- zu isolieren und auf eine Desinfektion der .Ausscheidungen aus Nase, Ohren und Lungen hinzu- wirken. Auch sollten die Patienten unter die günstigsten Mgienifchen Verhältnisse gebracht werden. Bei kräftigen iLeütcn kann man es mit einem Aderlaß versuchen, auch können Blutegel zur Erleichterung der Kopfschmerzen hinter dem. Ohr angesetzt werden, wodurch vielleicht auch der Entzündungsvorgang innerhalb des Schädels günstig beeinflußt wird. Daß sich die Anwendung von Eis oder von beständig fließendem Wasser zur Whlung des -Kopfes und Rückens empfiehlt, ist selbstverständlich. Zur Beruhigung -mögen Betäubungsmittel, am besten Morphium, verwandt werden. Findet eine Neigung zur Starre statt, so ist die Verabreichung von Reizmitteln wie Kampfer, Moschus, Baldrian, Äther, Wein, Champagner und Kaffee -angezeigt. Für den wirksamsten ärztlichen Eingriff wird von manchen Sachverständigen
die sogenannte Lumbalpunktur gehalten, eine Anzapfung der Rückenmarksflüssigkeit in der -Gegend der Lendenwirbel. Doch stimmen die Urteile über den Vorzug dieser Behandlung nicht überein. -Alles i,r allein wird man vorläufig hairptsächl-ich darauf angewiesen sein, die besten Mittel anzuwenden, die gegen- die Mertragrmg einer ansteckenden Krankheit im allgemeinen zur Verfügung stehen.
Aus Kunst mch Leben.
Bon der Krinoline.
Sollten Wirklich die „maje-stätif-chen" KrinoRnvn unserer Mütter, die der Stolz der Frauen waren, als der Hof der Tuilerie» tonangHnö für die Mdde war, ihre Auferstehung feiern? Won ver-schiiMnen Seiten wird dies versichert. Die Mode, bi-e iSner wi-üder än'f frühere znvüHomwt, soll von neuem ans diese seltsame Laune verfallen sein. Um zu erfahren, wie Frauen darüber deniken, Hie noch in ihrer Jugeüd selbst die Krinoline tyugen, hat ein Mitarbeiter des „Mali::" Sarah Bernhardt und Cäkin-e Charmant interviewt: die Ansicht der moidern-en Schönen hat er dagegen bei Mlle. Sorel, der in Mod-efr-agen tonangebenden Schauspielerin, erkundet. Er erzählt nun: ,,'Miif den Kamin gestützt, sich aufr'ich- ten'd in ihre-m schweren Hexmclinll'eid, empfing wich Sarah Bernhardt in ihrer Bi-ö-l-iothek. Ringsum Bkümen, Bücher, Tische. Zu ihren Füßen lagerte nach- lchfig eiir großer Windhund. Es schien Mir, als ob ich vor dieser FrM mit der ivun-derbaren Haltung das häßliche Wort Krinoline nicht anKspvechen dürfte, -aber ich geliHn-n es doch über mich: ein Lächeln erhellte -ihr ewig jugeüdlich-es Gesicht. „Ja, ja, die KriNoline", sagte sie. „W- habe diese schäiMtche Einrichtung gelannt: denn das ist es. Ich wübde mich jedenfalls der Mbde nicht nnterimerfen, wenn diese barocke Ersindung nkcder zu Ehren käme". „Sie haben aber doch- diesen Aufputz auch g-etra-ge-n?" „Ja, Meine Mutter zwang mich dazu. AVer sobald ich konnte, habe ich mich davon befreit, und
und zwar bei je einem Jnfanterie-Gataillon im Zentrum, im Osten und Westen des -Reiches. -Es sind dies das aus- allen Truppenteilen der Infanterie (Bayern, ansge- nomm-en) gebildete -Lehr-Jnfanterie-Bataillon in Potsdam und je ein Infanterie-Bataillon der Königsbergcr urrd Metzer Garnison. Die Uniform hat eine hellgraue Farve, Me der Farbe der grauen Unisormmäntel und dem Grau der Uniform unserer -Schutztruppen entspricht. Bon der graugrünen Farbe, wie sie bei den Uniformen der Jäger zu 'Pferde und Maschinengewehrabt-eilunge-n bereits zur Einführung gelangt ist, hat man keinen Gebrauch gemacht. Vermutlich hat sich diese Farbe bezüglich ihrer Sichtbarkeit -im Gelände nicht so gut bewährt, wie die vielfach- erprobte graue Farbe. Bezüglich des WhnitteK der Uniform hat man mit ganz geringen IlSweichungeu den bisherigen kleidsamen. Schnitt twn Hos-e und Rock bei- vehalten. D-ie Abweichamg-en b-Lsteh-en darin, daß im vorderen Rockschotz, ähnlich wie bei den Litewken, Taschen- angebrach-t sind und daß die Taill-e des Rockes mit eineW innen angebrachten einfachen Schnürb-and-e mrf-ehen -und enger wie weiter zu machen ist. -Diese Einrichtung, -die sich -auch schon bei den -Litewken vorfindet, ermöglicht, daß die Rlannschasten starkes, warmes Unterzeug oder -eine Drillichjacke bei ungünstigem Wetter unter dem- Uniformrock av-zreh-en können, ohne daß ihnen dieser zu eng wird. Di-e bisherigen roter: Kragen und Aufschläge mit den darair b-efinDichen Dienstgrad-abzeichen sind heibehaltcn, nur ist -der Kragen etwas niedriger geworden. An der Taille sind -mehrere Haken angebrach-t, -die bas Tragen der am Koppel befindlichen Laster:, wie Patronentaschen, Schanzzeug, Brotbeutel und -Seitengowehr, :r: vorteilhafter Weise erleichtern. Ter bei jeder Witterung^ als zweckmäßig -erprobte Jnfantertehelm und auch die kleinen blanker: Knöpfe sind beibehalterr worden.
* Die Gcsamtkosten des Berliner UrmenweseAs sind in den letzten Jahren rrnunterbrochen gestiegen. Im Jahre 1895 betrugen sie 14% Mill. M. und fünf Jahre später -schon 18% Mill. M. Sie sind also um 27 % Proz. gesti-egeir, wührend die Bevölkerung in dem gleichen Zeitraum rrnr -um 12 % Proz. gewachsen ist. Inzwischen -sind die Esi-saui-tkost-er: aus über 26 Mill. M. veranschlagt. 1893 entfielen von sämtlichen Kosten 8% M. auf den Kopf der Bevölkerung, 1800 schon 10 M. Am stärksten sind die Ausgaben für die Irrenanstalten und für die Hospitäler gestiegen. Di-e Zunahme belief sich auf 45 1 ; und 58% Proz. innerhalb fünf Jahren.
* Fideikommisse in Preußen. An: Ende des Jahres 1802 bestanden in Preußen 1146 FideWommisie mir einem -Gösamtünffange von 2 206 874,3 Hektar, d. i. 6,3 v. H- der Maatsfläche, darunter 1V2-6 402,2 Hektar Fideikom« mitzwakdungen — 2,9 v. H. der Gesamt-, b-c-zjw. 12,4 v. H- der Wäldsläche des Staates und 46,5 v. H. ker Ge'iämt- Fi-beUo'mmitzfläche: zirsämin-en hatten die Fi-öei'ko-'m-misse einen GrnnWeuer-Reinertrag von 27 223 667,72 M. oder 6,1 Hund erttsilen desjenigen der ge'fämien Staatsfläche. Jur Jahre 1903 wurden 11 neue Fidäikontmisse, nämlich 3 in Schlesien, je 2 in Ostpreußen und Posen und je 1 in Westprouße». Brandenburg, Schleswig-iHolstein und Hannover mit einer Gesamtfläche von 14 234,8 Hektar und einem Grun'dstM-er-Reinertrage von 170 488,19 Ni. errichtet, -wa'von 4587,9 Hektar, beGw. 98 297,04 M. Rern- ertrag aus Schlesien entfielen ; dazu kom-men 68 Erweiterungen bestehender FideKömmisse in allen Provinzen, so ;&a^ sich ein gesamter Zugang von 16 930,4 Hektar, darunter W58,7 W-aDfläche, mit 197 544,44 M. Grundsteuer- Reinertrag ergibt. DemgegenWer ist die Auflösung von 8 Födei-koMmisfen, nämlich 2 in Brandenburg ::nd je 1 in Sachsen, Hannover und Hesse-n-rNassgu ütit zusammen 6585,0 Hektar Fläche und 71880,74 M. Gruüdsteuer-,Re'lN- ertrag, süchie eine BerK-einerirng bei 74 FideikoukMisfen in sämtlichen Provinzen, außer Ostpreußen und Sch-les- Mig-'H'okst-ein, W verzeichnen, wo-mit sich der GesamEö- gang aüf 25 689,2 Hektar, darunter 19 056,-1 Hektar Waldfläche, Mit 129 692,48 M. GruniM-euerMelnertrag beläuft. Hiernach beträgt der MehrMbgang an F-ide'i- kommißfläche überhaupt im Staate 9798,8 Hektar, -an Fideflo-MMiß-W-älLs-l-äche dagegen 12387,4 Hektar, wäh- re-nld die Zahl der Fi-deikoMmiffe um 6 und der Grund- steircr-Reinertrag um 67 851,96 M. gewachsen ist. Den
ich rvill nichts mehr davon hören. Wv'zn diese Bor-liebe für MitzbflöüNgen? Hüitenwül-ste und Krinoline» sind ein Berbrechen gegen die Schönheit, eine Torheit". „Sicherlich ist die jetzige WÄbliche Toilette, die die Form herv-ortreten läßt, an: vernünsti-gst-en . . . MsHSu-Ml ist dagegen die Männerkleidürrgl" Dabei sah sie mich mit einesir Blick an, der nichts weniger als Bewu-nderung verriet. „Wie groiesk ist doch dieser Hut", rief sie, u:id wi-es mit einer drohenden Geste aus meine „i-ln-gströhve", die ich, -gar nicht stolz, in der Hand hielt, „und doch! halten sie alle wie Wessen an dieser Kopsbedeckung seist- Und wenn es nur der Hut Wäre!" Mir wurde unbehaglich, und ich zog diskret me»e Beine unter m'e-inen Sitz. Aber schon wies Sarah Bernhardt mit dem Zei-gefing-er streng aus meine Wäö-en und sagte noch entrüsteter: „D-ie H-ose, die überschreitet noch die Greüze ö-e^ ABsHeulicheii. Warum tragen S^i-c keine kurzen Hosen? Das ist die Synthese der Münner'kleid-ung: drei Röhren, eine auf dein Kopf und, zwei an den Beinen!" Die Lage wutzde unhaltbar, ich erhob- mich also und g-owttnn die Tür, und ich dachte -mit einiger Bitterkeit daran, -daß ich zu der Tragöd-in gekommen war, um mit ihr über die Krinoline zu spr-echen . . . Mw:. «Mn« Wanmont, die die heroischen Zeiten der Krinoline kennt, sprach ein wenig melanch'Msch von Sen früheren Zeiten; sie vermißte vieles von damals aber die Krinoline vermißt sie nicht. -Sie möchte nicht, daß man durch unnütz« Kunstgriffe der weiblichen Anmut Ge'walt antue. Di« Krinoline schadet nach- ihrer Meinung nicht nu-r der Schönheit, sie war auch eine „Zerstörerin" des geselligen Leibens. -Es gab keine friMichen Spazi-evgän-g-e, lein« Vergnügtheit nrchr. Ilöerall, auf den Trottoirs, in ö«n- Eafös, in dem O-mnibns herrschte die gewaltsame Köinv- lin-e nünmfchrün-lt. Wer das Wagnis unternahm, öin«n> Wagen zu benutzen, bereute es bald sehr; er mußte sich un'bcjweglich und kläglich aus den Wogen der Röcke halten, und war dabei vor den tückischen Stichen der Feder» nicht sicher. Aber auch unschicklich ist die Krinoline: der Untepkleiidung der Damen müßte man b-efondere Sorgfalt zAwenden, um der Indiskretion der KöinMne ent-
