Einzelbild herunterladen
 

Seite <3. MMmsch, S6. Aprtt 1SVL. WiSSdüdSNSV TügblE«. Mö^gM-ANSgaSs, L. AlE. _ As. 19L.«

Mm ersten Mal-e angewandt sein rrenlöen, ist a'ws der Mepft von HarwnH und Wofff in Belfast gWckNch vow -Stapel gelaufen. Dem Stapellwus wvhnten Her Chef- Wretär für Irland, der Attorncpgeneral von EwgPanH, der Marguls of Londoniderry und andere hervorragende PeEörDchkeiten bei. -

Verunglückter Arbeiter. Einen schrecklichen^ Tod er­litt -am Freitag ein Walzmeister auf der Westfälischen Drahtindustrre in Hamm. Im Begriff, ein Stück Eisen Zwischen den Walzen Herauszuholen, geriet er mit der Hand in -das Getriebe, der Körper wurde nachgezogen und dreitgegnetscht. Ein Mitarbeiter setzte die Walzen schleunigst still, doch zu spat. Der Verletzte starb nach kurzer Zeit.

Verbrannt. Die 23jährige -Tochter eines Wrrtes tn Witten beschäftigte sich in der Küche, als plötzlich ihre Kleider durch glühende Kohlen, die im Kohlenkasten lagen, entzündet Wurden. Das Mädchen trug, da Hülfe nicht gleich zur Stelle war, so schwere Brandwunden da­von, das; -es alsbald starb.

Verhafteter RiSter. Nach der „Schles. Ztg/ rst der Sandg-erichtsrat Blumenberg in -Beuchen auf Anordnung der !GtaatsanwalWast in Untersuchungshaft genommen worden, weil er unter der Anklage des Betruges und des Arrestbruches steht.

J-amilientragMe. Der Arbeiter Danmer in Plößeneck geriet, nachdem er zuvor -ans der Sparkasse eine größere Summe Geld erhoben und dnrchgebracht hatte, beim Znrückkehren in feine Wohnung mit seiner Sfyrnit, die ein Kind auf dem Arme hatte, in heftigen Streit. Er zog einen Revolver und feuerte mehrere Male auf Kau und Mld. wobei die erstere schwer verletzt wurde. Dänmer rvuröe kurz daraus verhaftet.

Reiches Vermächtnis. Der Mitte vorigen Monats in Wiesbaden verstorbene, in Döbel» i. S., seiner Vater­stadt, beerdigte Bankdirektor Adam Ebert hat für Ae dortigen Armen 60 000 M. letztwillig vermacht.

Eigenartiger SchiilcrselSstmord. Ein 17 Jahre alter Schüler eines Berliner Realgymnasiums, Ludwig V. aus Charlottenb-nrg, tötete sich, weil -er nicht versetzt Kar, in einem KvemderllMWOr eines OasthoW durchs Cyan- kali- -und Sublimatdämpfe, die er in dazu mitgebrächten

Retorten entwickelte. .

Mörderbands. In Budapest wurden ern Fenster- oeiniger namens Franz Boni und seine Frau auf Ver­anlassung der Polizei in Theresiopol verhaftet; es wurde loffm, stellt, daß Boni das Haupt einer Mördervarwe ist, welche sieben Raubmorde und zwölf Raubmordversruhe «erröte. In Hem Hause, -wo Boni wohnte, wurden viele Gewehre rrnd 8000 Patronen gefunden. I» Wattzcn wurden -zwei Personen -als Mitschuldig« Borns verhaftet.

Die Schiffahrt auf der Newa hat wieder begonnen. Der -Hafenkommandant durchfuhr am Sonntag den Fluß, während die Batterien die -übliche Salve abgaben. — Es herrscht starkes Schneegestöber. , .

Großfürstin Melitta und Großfürst Kyr,«. In «uta rpen» Aorker Zeitschrift behauptet -ein mit den Verhält­nissen "des Zarenhofes anscheinend gut vertrauter ameri- kanifcher Schriftsteller, die geschiodene Gattin des Grvß- hereogs von Hessen, Viktoria Melitta, und der russische Großfürst Kyrill seien bereits vor einigen Mo-naten heim­lich getraut 'worden. An maßgebender Stelle in Koburg ist von dieser Heirat „nichts bekannt". ,

Im Dom m Mailand erschoß sich am Karfreitag wah­rend des Göttcsd-ienstes die Marquise Palavizini-Biscontt aus Trient. Die Marauife war 1871 in Frankfurt a. 0>. als Töcbter des Kammerherrn Terzago und der Baronin Thienen-AdFrslycht geboren. Der Dom wurde Samstag

früh neu geweiht.

Achte Nachrichten.

rvb. Eßlingen, 25. April. Laut „Schwab. Merkur" ist der frühere Rcichsgerichtsrat v. G e ß, seit 1895 Land- tagsabgeordueter für das Oberamt Eßlingen, Führer der württe'ntberglschen Nationalliberalert im Landtag und früherer Reichstagsäbgeo^dneter für den sechsten miürtteln- Hevgkfchen Wahlkreis, im Alter von 76 Jahren gestorben.

wb. London, 25. April. Der Sekretär des britischen Komitees für das Studium fremdläu- difcher Kvui'm u ua l ein ri chtu ug en , das an Pfingsten Berlin besucht, erklärt in einer Zuschrift au die Morning-iPöst": Lediglich deshalb unterbleibe fiir dieses Jahr der geplante Besuch einer britischen koistmer- ziellen Aboödnnng 5 er Londoner Internationalen Association in Berlin, weil eine Anzahl der Mitglieder feines Komitees zugleich Mitglieder der Londoner Inter­nationalen Association seien und weil es unangebrachi erschien, Mi gleich-artige Besuche in Berlin kurz hlntcr- einander zu machen.

yvb. Madrid, 25. April. Der Minister des Ans- Märtigen teilte dem diplomatischen Korps mit, die spanische Rogierun-g würde es freudig begrüßen, wenn verlschiedone Nationen Mvbönnng-en zur Cerv-antes- H-eier schickten.

vb. Eislcbc», 25. April. Amtlich wirb bekanntgcgeben, daß bie Nachricht, in dem Nachbarorte Helbra fei die Genick - starre ausgebrochen und ein Fall sei tödliq verlaufen, stch nicht bestätigt.

wb Pößneck i. Thür., 25. April. Durch ein äußerst schnell- fahrendes Ä u t o m o b i l wurden gestern nachmittag gegen 8 Uhr in dem benachbarten Köstritz zwei K i n d e r im Alter von 8 und S Jahren überfahren. Das erste der Kinder wurde sehr schwer verletzt, so daß an seinem Sbr,kommen gezweifelt wird, das andere war aus der Stelle t o t. Das Auto­mobil fuhr schleunigst davon. «Wahrlich, cs ist an der Zeit, daß dem greulichen Automobilunfug endlich gründlich zu Leibe ge­gangen wird. Die Red.s

Zillsrudungen aus dem Leserkreise.

Wuf Rüliicndung oder Aiiibewnbrung der uns für diele Rubrir „lgehende», »ich« »ciwenKie» Einiendunacn rann tick, die Reduktiv!- »ich« eiiilaiken.)

« In Ihrem Leitartikel „Deutschland und England zur See" Haben Sie einige Zahlen betreffs des Stärkeverhältnisses der beiden Flotten angegeben, welche leicht eine irrige Ansicht Hervor­rufen können. Zuerst, was „Linienschiffe" anbelangt, so handelt es sich nur um Schiffe, welche in der Schlachtlinie Verwendung finden können. Ausgeschlossen find ältere Fahrzeuge und Küsten- Panzer, welche die See nicht lange halten können. Wenn man dagegen als „Linienschiffe" nur Panzer von mindestens 10 000 Tonnengehalt, welche seil 1880 vom Stapel gelaufen sind, au- nimwt. so hat England 52 und Deutschland 24 Linienschiffe. Die

im Bau begriffenen Schiffe sind mit eingerechnet. Biel un­günstiger aber stellt sich das Verhältnis der Panzerkreuzer, von denen gerade England in den letzten Jahren eine beträchtliche Anzahl gebaut hat. Diefe können auch in der Schlachtlinie liegen und sind älteren Panzern (z. V. Brandenburg-Klasscs zum min- besten gewachsen. Von dieser Schiffsart besitzt England 40, welche sämtlich seit 1886 gebaut und über 22 Knoten laufen. Diesen hat Deutschland nur 7 entgegenzustellen und sind sie leider auch alle langsamer wie die englischen. In beiden Fällen sind die im Bau begriffenen mit eingerechnet. Die englische Kampflinie stellt sich also auf 92, die deutsche auf 81 Einheiten. Die großen Krcuzermassen, welche England sonst noch besitzt, dienen lediglich als Späherschisse, zum größten Teil aber zum Schutze des Handels. Hier ist auch ein Vergleich mit Deutschland nicht zweck- gemäß. An Unterseebooten, wie sie heute existieren, kann Eng­land, in Anbetracht seiner ausgedehnten Küstenliuie und seinen vielen Häsen, viel mehr brauchen als wir. Bisher hat sich das Unterseeboot noch nicht als Offensivwaffe erwiesen. A. V.

* Mit Unbehagen denke ich daran, Laß man als Hintergrund

für das neue S ch i l l e r d e n k m a l die sehr wenig dekorative Tür in der Hinterfront des Theaters, sowie die entsetzlichen MUch- glasfenster in ihrem jetzigen Zustande bestehen lassen könnte. Kann man in dieser Hinsicht beruhigt sein? U. A. w. g. — Noch eins! Wenn im Sommer Sonntagsmittags einmal ein öffentliches M i l i t ä r k o n z e r t auf dem Warmen Darum stattfindct, so ist auf dem Wege vor dem Musiktempel ein arges Gedränge. Dem ließe sich leicht abhelfcn, indem man den Weg hinter den Bäumen her nach dem Weiher z» buchtartig er­weiterte. Das wäre mit wenig Mühe und Kosten zu machen und gäbe auch sonst ein ganz nettes Plätzchen. Lpeciator.

* Sehr geehrter Herr Redakteur! Gestatten Sie mir, an

dieser Stelle auf einen Mitzstanö hinzuweisen, für dessen Auf­hebung sich die P o st b e h ö r ö e den Dank vieler Einwohner erwerben würde. Mancher weiß beim Durchwandern der Straßen einzelner Stadtteile nicht, daß er sich auf Landgebiet befindet und wird erst als Mieter beim Empfange von Postsendungen gewahr, welche Nachteile mit dem Bewohnen von Straßen verbunden sind, die mit Wiesbaden-Land bezeichnet werden. Ganz abgesehen da­von, daß die Verteilung der Postsendungen stark begrenzt ist, mutz ma„ für jedes Paket ustv. erhöhte Empfangsgebnhrcn zahlen. Unter andern, zahlt man z. B. für ein Telegramm 30 Pf. Bestell­geld, während der Nachbar, weil er dem Stadtzentrum einige Meter näher wohnt, dasselbe umsonst erhält. Das gibt jährlich einen netten Posten Extrasteuer für die Glücklichen in Wies­baden-Land. In einem Punkte wirb sogar Wiesbaden-Land von seiten der Post stiefmütterlicher behandelt wie das geringste Gebirgsdorf, das ist an hohen Feiertagen, an welchen keine Sen­dungen zur Verteilung gelangen. Entbehrt man schon ungern die gewohnte, durch die Post übermittelte Zeitung, so führt das Ausbleiben von Mitteilungen oft zu Unannehmlichkeiten, da gerade an solchen Tagen häufig Besuche angekündigt werden. Die Postbehördc, welche sich sonst in anerkennenswerter Weise bemüht, allen Anforderungen von seiten des Publikums gerecht zu wer­den, wird auch in diefem Falle den passenden Weg finden, um einem Ubclstande aözuhclfen, der einer im Werben begriffenen Großstadt wie Wiesbaden unwürdig ist. Dies hoffen mit Zuver­sicht Mehrere Anwohner von Wiesbaden-Land.

* Als ich am 2, Ostertag die Ringkirche besuchte, fand ich diese gefüllt von einer gewaltigen Menge, so daß ich nur noch mit großer Mühe ein Plätzchen fand. Während der heiligen Feier wurde ich plötzlich durch fortwährendes Ausspringen vieler Be­sucher sehr gestört, Wenn auch diese, wie ich annahm, ihren Sohn ober Tochter, die konfirmiert wurden, bemerkten, so finde ich doch keine Veranlassung dazu, denn alle müssen doch bedenken, daß sie sich in der Kirche, dem geheiligten Orte Gottes, befinden. Aber noch schlimmer war eS mit vielen kleinen Kindern, die sowohl bei der Predigt des Geistlichen und der Weihe der Konfirmanden sich nicht nur erhoben, sondern sich auf die Bänke stellten, dann wieder absprangen und sich über dies und jenes nicht gerade leise unterhielten. Daß dadurch die Ktrchenbesucher und Konfirman­den in außerordentlicher Weise gestört wurden, versteht stch wohl von selbst. Ich möchte doch aber die Eltern dringend bitten, Kinder, die noch nichts von dem Gottesdienste verstehen, lieber zu Hause zu lassen. Die Besucher aber, die nur gekommen sind, um ihren Sohn oder Tochter oder Bekannten zu sehen, wie er in seinem neuen Anzug ausschaut, sollten dieses lieber nach der feierlichen Handlung besorgen, damit auch diese nicht durch Neu­gierde mancher Personen die Feierlichkeit dieser ernsten Stunde verliert.

* Die Kabellegung hat vielen Geschäftsleuten großen Schaden gebracht, besonders fühlbar war dies in der Woche vor Ostern. Der Ostersamstag ist fast ein ebenso guter Geschäststag wie der Heil. Abend vor Weihnachten und an diesem Tage hätte doch wahrlich die betreffende Behörde die Arbeiten sistieren können. Vor meinem Geschäftslokal wurde gerade an diesem Tage tüchtig gegraben und zementiert, so daß vormittags während der Hauptgeschäftszeit nur wenige Kunden mit ItberlMrdnng größerer Hindernisse zu mir in den Laden gelangen konnten. Die Besichtigung der Schaufenster war überhaupt ausgeschlossen. Ich kann Nachweisen, daß mir dadurch ein Schaden von mehreren Hundert Mark entstanden ist. Wen kann ich nun für diesen Ver­lust haftbar machen? Die Unkosten des Geschäftsmannes werden durch neue Steuern (Kanalgebühron usw.) stets vergrößert, aber man nimmt in anderen Fällen auf ihn keine Rücksicht! Hier müßte doch endlich Remedur geschaffen werden und Handelskammer, so­wie Stadtverordnete sollten da hülfeüringend den Geschäftsleuten beistehen, um sie gegen solches rücksichtsloses Vorgehen einer Baubehörde zu schützen. Ein Geschäftsinhaber der Marktstrabe.

* Das alte Bahnhofsterrain würde am besten ganz tn Anlagen umgcwandelt. Ich bin überzeugt, daß der Eisenbahnfiskus, wenn er von einer derartigen Verwendung des ihm gehörigen Geländes überzeugt ist, dasselbe gerne zu einem billigen Preise der Stadt Wiesbaden überläßt, s? Die Red.)

Ovis.

Ifaiiifeisfeiüis

Haipener Beigbau-Gssellsclsalt. Ein rheinisches Blatt will wissen, daß bei der geplanten Fusion der Harpshcr Bergbau- Gesellschaft mit einem Hüttenwerk es sich um den Hörder Bergwerks- und Hüttenverein handelt. — Bestätigung dieser Meldung bleibt abzuwarten.

Phönix, AUtieaEjesellschaJt für Bergbau und HütieEbsliieb in Laar bci Ruhrorf. Die Gesellschaft geht mit der Absicht um, ihren nassatlisehen Grubenblock en bloc zu verkaufen. Als Interessenten kommen die Firmen Krupp, Buderussche Eisen­werke und die Goncordiahütte in Frage. Seitens Vertreter dieser Finnen haben bereits Befahrungen der Phönixschen Gruben stattgefunden.

Hagener Gußstahlwerke. Die Aktien dieser Werke sind in den letzten Wochen recht erheblich gestiegen auf die Be­hauptung hin, daß für das ablaufende Geschäftsjahr eine Divi­dende in Aussicht steht. Es ergibt sich hier wieder, wie leicht­sinnig manchesmal die Kurse in die Höhe gesetzt werden, denn obwohl die Werke im ganzen gut gearbeitet haben, sind sie doch nicht in der Lage, eine Dividende verteilen zu können. Es müssen Verpflichtungen aus älterer Zeit vollständig ausge­glichen werden.

Rassische KriegsbesleÜungen. Es bestätigt sich, daß Ruß­land bei der Hirtenberger Patronenfabrik Bestellungen auf Patronen gemacht hat, die in die Millionen gehen. Der Preis wird desto höher sein, je rascher die Lieferung erfolgt.

Die russisch-polnische Eisen-Industrie. Einem schlesischen Blatte zufolge sind die Hütten des russisch-polnischen Industrie­reviers wieder in vollem Betrieb und haben überreichlich zu tun. Auch haben sich die Preise wesentlich erholt. Die Industrie würde sogar einen wesentlichen Aufschwung zu er­warten haben, wenn die Befürchtungen vor neuen Unruhen im Mai nicht wären.

Kur Preisbildung. Trotz der regen Tätigkeit am dem Ge^ biete der Eisen-, Maschinen- und Elektrizitätsindustrie, fernes auf dem der meisten Branchen der Textilindustrie wollen die versuche, die Preise aufzubessern, nicht recht vorwärts gehen; die Syndikate sind in dieser Beziehung sehr vorsichtig ge­worden. Darin unterscheidet sich die jetzige Konjunktur sehr von derjenigen ausgangs des Jahres 1899, Damals wurden die Fertigfabrikate entsprechend den erhöhten Materialpreisen be­ständig heraufgesetzt. Jetzt geht man nur ungern an die Revi­sion der Preise heran, obwohl sie vielfach durch die erhöhten Rohstoff preise dringend geboten erscheint. Man fürchtet die Konkurrenz. Wenn auch die Gesamtwirtschaftslage durchaus erfreulich ist, so sollte man sich bei dieser Sachlage doch vor übertriebenen Erwartungen, hüten. Die- gute Konjunktur muß schon sehr lange währen und durch parallele Bewegungen im Ausstand unterstützt werden, wenn sie all das' soll nachholen können, was in den Kursen ausgedrückt erscheint. Haben doch in dieser Woche wiederum eine Anzahl Industrie*,verte be­deutende Steigerungen erfahren. Wir erwähnen nur: Bösperde Neuwalzwerk 11.40 Proz., Düsseldorfer Eisenhütte 9 Proz., Eisengießerei Velbert 9 Proz., Hagener Gußstahl 11.85 Proz., Orenstein u. Koppel 13.50 Proz., Osnabrücker Kupfer 9.65 Proz., R. W. Dinnendahl 5.10 Proz., Metallwaren Haller 9.S0 Proz. usw.

Kakao-Industrie. Infolge der im deutsch-österreichischen Handelsvertrag unverändert beibehaltenen Bestimmungen des neuen autonomen Zolltarifs, nach dem der Zoll auf Kakao­pulver und Kakaonüsse auf 200 Kronen per 100 Kilogramm er­höht wurde, hat sich eine der ersten holländischen Firmen entschlossen, in Österreich bei St. Pölten eine Kakaofabrik zu errichten.

Kali-iadnstne. Seit der Neubildung des Kali-Syndikats ist diese Industrie der Sorge um ihre Zukunft einstweilen über­hoben. Aber auch die Spekulation und das Unterneiimerkapital hat sich erneut auf die Kali-Industrie- geworfen. Gründungen und Projekte aller Art sind im Werks. Neben 30 Schächten, in Förderung sind 15 neue in Bau gekommen. Im ganzen liegen 23 neue Gründungen vor, welche allen die reichen Gewinne des Kalibergbaues vorschweben. Einstweilen freilich setzt jetzt das Kali-Syndikat — und das mit Recht — dem Vorwärtsstürmen der Heißsporne einen Dämpfer auf, indem es in einer direkten Erklärung die überreizten Erwartungen der Spekulation be­treffs des diesjährigen Geschäftes auf das wahre Maß redu­ziert. Darnach ist statt der vorschnell verheißenen 12 Millionen einstweilen nur auf 5 Millionen Mark Zuwachs zu rechnen, und auch dies nur unter Fortbleiben aller Störungen. Zu der kolossalen Kurstreiberei in Kalikursen bildet dies eine 'zeitge­mäße Warnung.

Deutsche Bampiscbiffahrls-GeseEschaft „Hansa“, Bremen.

Wir haben schon wiederholt darauf hingewiesen, daß diese Gesellschaft mit den englischen Linien im ernsten Konkurrenz­kampf liegt. Neuesten« zeigt die „Hansa“ an, das sie eine regelmäßige Linie von London nach Colombo, Madras und Kalkutta eingerichtet hat. Der erste Dampfer wird bereits am 3, Juni abgehen. Die Raten sollen wesentlich niedriger sein als die augenblicklichen, die Expedition wenigstens monatlich erfolgen.

Goldfelder in Deufsch-Osiafrika. Daß an dieser Sache wirk­lich etwas ist, und daß sie mit aller Vor- und Umsicht in die Wege geleitet zu werden scheint, geht aus einer Zuschrift des Herrn Hauptmann Scbloifer hervor, in der mitgeteilt wird, daß er Anfragen darüber erhielt, ob die im Gebiet der Zentral- Afrikanischen Seengesell3chaft gemachten Goldfunde bereits Gegenstand amtlicher Untersuchungen gewesen seien. In dem ausgegebenen Prospekt sei über die Resultate nichts enthalten. Wahrheitsgemäß konstatiert nun Hauptmann Schleifer, daß allerdings aus den fraglichen Goid’apirstätten entnommene Proben von der Königlich Chemisch-technischen 1 ersuchsan- stalt zu Berlin auf ihren (Joldgehalt hin untersucht vordm sind, daß aber der Gesellschaftsau.sschuß vorgmogen hat, diese über alles Erwarten günstigen Resultate nicht zu veroüentüclien, um jeden Schein einer Beeinflussung des Publikums, welches zur Zeichnung der Anteilscheins aufgefordert worden ist, zu vermeiden,

Wirtschaftslage ia den Vereinigten Staaten. Die letzten

New Yorker Meldungen lauten wieder sehr rosig. Es ist gegen­wärtig von einer glänzenden industriellen Lage zu melden. Ferner von einem vorzüglichen Stand dar Wintersaaten, dann von bemerkenswerten März-Eisenstatisliken und schließlich von der zusehends wachsenden Ausfuhr von Rohbaumwolle und Baumwolhvaren. Also können ja die Aktien an der New Yorker Börse wieder steigen, bis dann ganz unerwartet, ohne Angabe von Gründen, neuerdings ein Rückschlag kommt, bei dem die Spekulanten ihr Geld verlieren.

Kleine Finanzchrenik. Die Arbeiter der Siemens- und Schuekertwerke beabsichtigen, wie aus Nürnberg gemeldet wird, mit dem t. Mai in einen Streik einzutreten, falls bis dahin ihre Forderungen nicht bewilligt sind. — Der Aufsichtsrat der Büsseldorf-Ratinger Röhrenfabrik hat beschlossen, der am 20. Mai stattfindenden Generalversammlung eine Dividende von 3 Proz. (i. V. 8 Proz.) vorzuschlagen. — Die Wikingsche Porü.and-Zement- und Wasserkalk-Werke zu Recklinghausen erzielten einen Reingewinn von 271836 M, gegen 16 050 M; Verlust in 1908 und wollen 5 Proz. Dividende zahlen gegen 0 Proz. im Vorjahr. — Die Chemische Fabrik vorm. Meiler ter Meer in Uerdingen schlägt 8 Proz. Dividende wie im Vorjahr vor.

wb. Milwaukee, 21. April. Der Präsident der First National* Bank, Bigelow, wurde der Unterschlagung von 1200 000 Doll, angeklagt, aber auf freiem Fuß belassen. Der Verwaltungsrat der Bank brachte 1 633 000 Dollar auf, um die Stellung der Bank zu festigen. Ferner wurden 1 500 000 Dollar vor. Bankiers aus Chicago gesandt, die ihre uneingeschränkte Unterstützung zugesagt haben. Die Besitzer von kleinen Bankeinlagen be­stürmen die Bank.

I

h

3 Z

_- ______ J

Stablüst „ÖSobe-Trotter“ Koffer

Bind unlilM*r«reffll«l» in Qualität, Eleganz u. Leichtigkeit.

3 Jahre (Jaraatie für die Platte.

Alleinverkauf Wilhelmgtrasse 24

bei Joh. B’cril. Führer. 745

äpezialgesohäft für solide Reise-Artikel u. feine Lederwaaren.

Zi< mitfaj* 28 Seiten . _

Leitung: W. Schulte vom Brühl.

Ee schMliches.

Alpenmilch Nestle

unentbehrlich,säßsrh nicht sfels gebrauchsfertig als Sahna f.Kaffea&Tee, als Milch f. Kakao,ChoaaL& Speisen,

wörtlicher Slebalieui: für Den gesamten rednirionelle» Teil: E. iröthkrbt; Ir dir Anreizen und «eklamen: tz. Dsrnnui; beite m Wietbaben.