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H.etrs 4.

M«i«°ch, L«. Avril i» 05 . Wi-süad-n-r T-gbla«. W-Vg-V-Au-«»,.-. 1. _»»-.igg

Literatur und die sonstigen HMfsmittel für Re Veran­staltung und 'den weiteren Ausbau der Volksunterhal­tungsabende und öffentlichen Borträge sollen gemm'melt and an Interessenten versandt werben. Als Schillergabe dat die Gesellschaft 1788 Exemplare e'cner Mscheneaiw- gabe vomWallenstein" an wenig bemittelte Korperscha - ten.verteilt. Zur Begründung und weiteren Austtattung vM Volksbib-l-iothelen wurden vom >. Januar ms zum 31 März an 1286 Wb-lioOWen 18 ^758 Bältde abgegeben. Die Gesellschaft hat zurzeit 4294 körperschaftliche und 4281 persönliche Mitglieder.

o. Militärisches. Die 21. Feldartillerie- Brigade, aus den beiden nassaüischen Feldartillerie-Reglmentern No. 27 (Oranisn) und No. 68 (Frankfurt) bestehend, halt ihre diesjährige Schießübung nicht, wie sonst nnmer, rn Griesheim bei Darmstiaidt, sondern auf^deW TrMpen- übungsOatz Senne bei Paderborn ab. Die beiden Regimenter tröffen dort am 23. Juni eru und rucken dm 21. Juli wie'der ab. Es ist ihnen em einmaliger Eisenkbahntransport vom Standort nach dem Übungs­platz oder zurück gestattet. st

Das stürmische Wetter während der OstersSrtage war den geplanten Rheinsahrten aus den 'demselben trobestden Dampfern sowohl, wie im kleinen Sport- und BergNügungsboot wenig hold. Dm Personendämcher waren nur sehr mäßig besetzt, namentlich am zweiten Feiertag, und größere Ruderfahrten waren tnt Rhemgau überhaupt nicht wahrnehmbar. Auch die V-ergnügungs- voote im Dchiersteiner Häfen, die sonst zu Ostern von wunderten zu Wasserfährten benutzt wurden, lagen meist nnbeschäffti-gt still, und selbst von den wetterfesten Seg- lern Maten sich n>ur vereinizelte, von d-emn mehrere U n- fälle erlitten, die bei dem herrschenden Wetter übrigens vorauszuseihen waren. So wurde am Ostersonntag die kleine JachtSenta" von Mainz, gegenüber von Schier­stein, am hessischen Ufer, auf den Sartd getrieben, am Abend jedoch minder mit fr-emÄer Hülse angebracht, ohne Schäden erlitten zu hüben. Im Schiersteiner Hafen warf ein anderes Boot seine Besegelung nach Bruch derselben ab, und bei Mainz kenterte ein mit vier Personen be­setztes Boot im offenen Rhein. Ob letzteres einen schwe­reren Unfall nach sich zog, steht zur Stunde noch nicht fest.

Badischer Schmarzwaldvevein. Durch Beschluß des Hauptvorstandes wurde dem AuAunftsbnre-au des Bebkehrsvere'ins für Fveibnrg rat Breisgau und den Schwävzlwalö die AuskuUstserteilnng für den Badischen Schwarzwaldverein in allen Reise- und VerbeHrsange- legenheiten des Schwarzjwaldcs offiziell übertragen. Es empfiehlt sich daher im Interesse einer prompten Erlc-dl- qung sich mit Anfragen der oben genannten Art direkt an das AuskuUftsbnrean des Bevkehrsvereins in Frei­burg zu wen'den, von welchem jede gewünschte Anskunst kbsteNfrei erteilt wird.

Mt der Notlage der Zivilmusiker beschäftigte sich m Donnerstag in Berlin eine öffentliche VoLsver- sammlung, die sehr zahlreich besucht war. Der Referent Dchnetdt wies darauf hin, daß sticht weniger als W 690 Militärmusiker den 50 000 deutschen ZivilmüMern gegen- üLerständen. Dadurch werde den letzteren ohne weiteres der Erwerb ihres Lebensunterhaltes erschwert. Dazu kämen dann noch die übrigen bekannten Umstästde, die den Militärmnsikern die Konkurrenz erleichtern. Der Bustdesrat hübe eine Petition der Zwilmustker, deren Berücksichtigung der Reichstag beschlossen habe, einfach sticht beachtet. Im Anschluß hieran schilderte der Vor­sitzende Zimmer die Konkurrenz, die die Beamten den ^ilvrlmüsikevn wltlchöen. Nach Debatte, in ber dre Berechtigung der Klagen der Zivilmststker allgemein an­erkannt wurde, nahm die Versammlung MretzUch ein stiistrstig kolgestde Resolution an: ,/Jn Erwägung, daß die Staats- ustd städtischen Behörden nichts unternah­men, um die den Zivilmusikern äußerst drückende Kon- kurre'Nz der Militär- und Beamtenmststker auch nur tn

etwas einzn'schränken, erklärt die Hente^ tagende Volks Versammlung den Zioilmiiftkern ihre Sympathien ustd erhebt hiermit energischen Protest gegen die den gesamten Zibilm'itstkerstand aufs schwerste ^ schädigende Kaniknrrenz der Militär-ustd Beamtenmustker. Die Behörden haben Lest berechtigten Beschwerden der Zivilmüsiker gegenüber nur ein bedauerliches Achselzucken. Die Versammlung appelliert gleichzeitig an das Gerechtigkeitsgefühl .der Mitbürger und ersucht diese, zu ihren Veranstaltungen nrrr ZivilmUsiker zu beschäftigen. Das elende Einkomwen der Zivilmüsiker darf unter keinen Umständen durch die erschreckende .Konkurrenz der Militär- ustd BeaMten- mnlftker geschmälert werden. Die Versammlung ersucht die maßgebenden Behörden, ihren unterstellten Beamten das gewerbliche Musizieren ein- für allemal zu unter­sagen. Dem Zivilmüsiker die Möglichkeit der Existenz, dem Soldaten Und Beamten seinen Dienst und nichts weiter. Recht verlangest die Zivilmststker, nichts als ihr Recht."

Ausbilduugskurse in der Fürsorgearbeit. Es ist

ein erst neuerdings befolgter Grundsatz, daß irr der Ge- nesendcnfürforge nicht stur die Tuberkulose, sondern ein­fach alle Krankheiten berücksichtigt werden müssen und daß es außerdem von größter Bedeutung ist, womöglich schon dem Ansbruch von Krankheiten überhaupt vorzu­beugen, also die Genesendenfürsorge in eine Fürsorge für Erholungsbedürftige austzubanen. Seit mehreren Jahren hat dieZentrale für private Fürsorge' rn Frankfurt a. M. diesem Gebiet eine erhöhte Aufmeiu- sanrikeit -zugewendet und war imstande, aus ihrer prak­tischen Tätigkeit den Teilnehmern ihrer alljährlichen Kurse in der Fürsorgearbeit reiche Erfahrung zu ver­mitteln. Der erste der diesjährigen /Kurse (vom 29. Mar bis 8. Junis wird sich speziell mit der Fürsorge für Er- holnngsbedürstige befassen; ein zweiter Kursus (vom 19. bis 28". Juni) hat das Thema Kinderfürsorge zum Gegen­stand. Die Kurse sind so organisiert, -daß alle e:n° schlägigenAnstalten von Frankfurt und Umgebung berück­sichtigt und ihre Arbeit und Einrichtung studiert werden. Die juristischen, organisatorischen und theoretischen Probleme finden durch Referate erfahrener Praktiker ihre Behandlung. Da diese Kurse Personen, die, ob frei­willig oder besoldet, in der Fürsorgesache tätig sind, 'will­kommene Gelegenheit zu sachgemäßer Schulung und Ausbildung bieten dürften, so seien solche besonders aas die genannte Veranstaltung derZentrale für prtvate Fürsorge", Frankfurt a. M., Börsenstraße 20, hra- gewiesen.

Eine beherzigenswerte Mahnung an die Eltern

enthält der Jahresbericht des Werner-Siemens-Reab gnmnasinms in Schöneberg. Es wird in ihm u. a. aus geführt: Dauernde Nachhülfestunden find stets vo-m

Übel, besonders schädlich aber bei schwächlichen, nervösen, blutarmen Kindern. Diese bedürfen nach der Anstrengung der Schule -durchaus der Ruhe, wenn ihre Kräfte nicht vorzeitig erschöpft werden sollen. Solche Schüler gehören nach der Anstrengung vom Vormittage ins Bett, aber nicht in die Privaistunde. Man lasse sie nach 'dem Mittag­essen auf dem Sofa oder im Bette sich -mindestens eine halbe Stunde ansruhen: sie werden zunächst behaupten, nicht schlafen zu können: wenn ihnen aber sticht gestattet wird, auszustehen, so- werden sie sehr bald in erquickenden Schlaf verfallen. Sie werden so geistig frischer und reger, können irr -der Schule besser folgen und machen bessere Fortschritte als vorher bei den Privatstunden. Anch sorge man dafür, 'daß die Schüler nie sofort nach dem Vormittagsunterricht oder dem Mittagessen die Schul­arbeiten machen, und daß sie abends zur rechten Zeit zu Bett kommen. Mit Zerstreuungen fei man sehr vorsichtig und sparsam: die durchschnittlich schlechtere Leistungs­

fähigkeit der Schüler am Montag hängt sicher zum Teil damit zusammen, -daß hierin noch viel gefehlt wird. Alkoholische Getränke, starken Kaffee und Tee halte man möglichst lange von den Kindern fern. Des weiteren macht der Jahresbericht auf eine ziemlich häufige Quelle von mangelhafter Leistungsfähigkeit aufmerksam: es ist

dies die durch Schleimhantschwellungen oder Polypen hervorgerufene Besiedelung der Rachenatmuug, die un- gemein lähmend auf die Göhirntütigkeit -einwirkt. Bei Anzeichen solcher Störungen, z. B. Atmen mit offenem Munde, führe man die Kinder möglichst bald zn-m Arzt.

Ein großes Defizit hat das im Juli v. I. auf dem Rochnsberge abge'tzaltene Schützen sc st des Miüelrheinisch» PfäNfch>en Schützemverbandes und Badischen Land-es- ischützenvereins gebracht. Der Anssch- hat beschlossen, Prozent des hohen Garantieso-nds zu erheben.

Wem gehört die Retonrmarke? Bei Offerten kommt es bekanntlich sehr oft vor, daß der Ilösend-er für die Fraukierustg des Antiwvrffchreibens eine Retour- Marke beilegt. In der Frage, wüm nun diese Retonr- mabke gehört, ist, wie dieTägl. Rnstdsch." mitteilt, jetzt ein interessantes Urteil ergangen. In der beirefsertdcu Klagesache war jemand, der eine ZwanMpsenstigmarO, die einem Bewerbungsschreiben für FranKernn-g eines Antwortschreibens beigesügt war, nicht für diesen Zweck benutzt, sondern für sich verwendet hatte, wegen Unter­schlagung zu drei Tagen Gesängnis verurteilt worden. Die Berstfungsinstan-z w-ar aber anderer Ansicht, rstdem sie best Angeklagten kostenlos von dem ihm zur Last ge­legten Vergehen freisprach ustd dem Kläger anh-eimstellte, auf dem Wege der Schadenersatzklage ein Recht zu er­streiten.

Eine lustige Eppelweingeschichte bringt dasHöchst. Kreisblatt" wie folgt:Becher 'craus! Unter diesem Alarm ruf schreibt uns ein Leser:KoMm ich da stm Sonntag nach Soden und bestell mir e S-chöpp-che Eppekwein. Er w>ar gut, also trink ich noch eins: danst kstm 'n Bekannte, also bleib ich sitze und trink noch> e paar,- wie's so geht. Wie ich bezahle will, leg ich e Mark aüs d' Tisch und sag: so stimmt's grad.Nee", fegt der Kellner,'so stimMts nit, 10 Schöppcher koste 1,20!" Ei, sag ich seit wann dann? Kennese danit nit rechene? Zehe mo zehe is hnnn-ert, un kaast Trinkgeld gew' ich nit. Da sogt mir dann der Mensch» e' Schöppche öhät zwölf Penning koste! Ich denk: mich trifft der Schlag! Zwölf Penning sor e Whöppchs Eppekwein? Ei is dann sowas erlaabt? Bei dere Eppelmeng im Herbst un dene schlechte Zeite! Un bei dene jetzige Obstaussichten! Die BäüM henke oollet Blütepro-tze, un kaau MÄikäwer zu hörn und kaanek zu sehn! Die Rastwenester und des anner Oosozeug is all versticht't, seit Jahr und Dag laase die Bauern im Feld erstm mit der Rauwescheer un dem Leim'drppe, un do soll's kaaü Eppel gewe? Ei fni Deiwel! UN nach grstd jetzt noch mit döm Uslschlag zu komme, vor de' Feierdäg, wo wer ohnehin die viele Urvoste hot, n>» wv auch jetzt der Eppelwein grad so gut is! No, ick Hab's 'm gesteckt, dem Kerl in se'i'm Frack, awer genutzt hats nix: ich mußt' berappe! Voller Rooches Hin ich fort in e anner Wertshaus und dann noch i« eins, awer iwerall hsoese 12 Penning verlangt! Ja, es is mir sogar voneme ganze anftästdige fremde Mann verzählt wor'n, er hält in Nied gleichfalls 12 Penning sor's Schöppche bezahle müsse! Berjer' Solle mir uns sowas gefalle lasse? Ausl Versammelt» organistert ustd konstituwiert Euch! Haiti Protostver- sÄmWAlstge ab, macht Eingaw-e an die Behörde und trinkt liewer Selzerwasier rder Buttermilch, eh' ihr dort «an Troppe Evpelwein vevkostsumiert, wo er mehr als bisher koste soll -(oder wv er nix daucht). No« doderdorch könne m'r siege, nor doderdorch nnstv Leibgetränk vor 'ere himmelschreiende Berdonerung schütze!

Diegelb Gefahr", die sin m'r los,

Die hört zum alte Krempel,

Jedoch '» Schreck« riesegrotz Erwächst im blaue Bembel!

Un legt m'r jetzt kaau Veto ein Un steit der Preis vom Eppclwein,

Hoch sträuwe sich mein Borschte

Dann müsse mer verdorschte!

urteilt Haeckel etwas obenhin, lösen sich zumeist m Mythen und Legenden ans, ohne einen wtssenschastuch greifbaren Inhalt. Doch fügt er hinzu: Die Sagen uno Märchen des Christentu-ms haben sehr wemg zu trm mit den schönen Lehren, die das Christentum predigt von der Nächstenliebe, die schon lange vor Christus bekannt war und geübt wurde von trefflichen Menschen m allerlei Religionen. Zu nicht ganz auf -der Höhe setner ubrrgen Ausführungen stehenden Glossen über dre Gebete der religiösen Menschheit übergehend, bemerkt Habckel, er habe auf seinen Reisen Gebetsmnhlen -gesehen, die den Akt ganz mechanisch ableisteten. In Berlin habe er sich dieser Dag-e den neuen Dom angesehen, den er aüerdmgs erst für eine katholische Kirch-e gehalten habe Er «mp- wble für dieses wqenannte evangelrsche Gotteshaus me Einführung von Gebetsautomaten, Er erklärt -durch die sch-allende Heiterkeit des Auditoriums angeregt: Dre orth-o-doxe Presse Berlins hat nnch in diesen Tagen tmt r 0 öieleu Freundlichkeiten bedacht und sich bemüht, nnch ihren Lesern und meinen Hörern rn emem 'Nwgtrch r schlechten Lichte zu zeigen, daß ich diesen Gegensatz recht scharf betonen mutz. Was ich- Ihnen nach memein Men Wissen und Gewisser! als dre reine wissenschaftliche Wahr­heit vorgetragen, hat man als Erfindung, Entstellung und Unw-ahrheit hingestelltWu Natur f o rscher haben von Wahrheit allerdings- einen etwas and eren B egriff, als er tn (t ch e n Kreisen b e l i e b t i st." (Tosender Beifall.) Alle Wisserrschaften und Leberrsgebrete erobert sich' der Ent-wickölungsg-e-danke. Auch diefossilen Vorstellungen die vielfach in unseren Juristenkreisen noch herrschen cvfobora D-uncan dreht sich verständnisinnig zur «eite, denkt an ihre Verurteilung wegen der Tänze mit dem Gerichtsvollzieher'., werden durch andere Vor­stellungen ersetzt werden. Viele unserer besten De-utsche.i mußten nach Amerika -auswandern, weil ste -vernünftige Ansichten hatten; jetzt helfen sie die Tüchtigkeit der Re- o-ublik darstellen, während zum Teil die schwächlicheren Kräfte bei uns zurückblieben und eine weniger erfreu­liche Nachkommenschaft gezüchtet haben. ^Aber Me inter nationalen Verkehrswege der Neuzeit fordern die Ent Wickelung der Menschheit^ und es wird werden« was

Goethe i-nrPrometheus" und imFaust" so herrlich ge­

schaut: -die natürliche Entwickelung der Menschheit w-ird ihr mächtigster Besitz sein! . .

Ernst Haeckels Vorträge rn Berlin werden tiefe Spuren zurücklassen. Seine Gedanken waren uns ver­traut aus seinen Werken, er konnte ihnen naturgemäß wenig Neues hinzufügen. Das Wichtige und Neue war der erhebende Eindruck seiner ehrfurch-tgebietenden Per­sönlichkeit Die ihn -aehört und gesehen haben, werden das nicht' vergessen. Den anderen- aber wird, der Ber­liner Cyklus Haeckels im Druck sehr bald zugänglich- ge­macht werden. _

Aus Kunst und Leben.

* Ein Wunder des blauen Lichts. Keine Errnngeü- schäst der modernen Meöi-zin ist so böwnn'dernswert als diejenige, die es dem Ar'zt ermöglicht, dre jchw-ersten Operationen d'urchtzuführen, ohne d- der Kranke aull) nur im geringsten unter einer Schmer'zümpfin'dung zu leiden Hütte. Mit der Entdeckung der stchmerzaniheb>en- den, sogenannten anästhetischen Mittel ist für die chirur­gische Medizin ein neues Zeitalter hereingobrochen: der- Operationssa-al ist jetzt ein wahrer Ort wohltätiger Wunder Aber die herrlickie Unersättlichkeit der Wr)sen- schgst ist -dabei nicht stehen geblieben: man hat beobachtet, daß der Ehloro'sorm'schl-äfer mit tiefem Unbehagen er- ivacht, daß die üblen Nachwivkungen oft noch stundenlang mbalten 'Professor C. Rcdard in Gens hat seit 3 Jahren eine Entdeckung erprobt und unlängst in Lausanne auf dem Schweizer Zahnheilkund-e-K-ongretz bekairnt gemacht. Er bat gesunden, daß blaues Licht aus das nervöse Zen­trum beruhigewd und schmerzausheben'd wirkt. Er ver- w-endet dabei eine 16 Kerzen starke Lampe, einen .cickel- vlattenresle-ktvr und zwei blaue Schleier, von denen einer die Lampe umhüllt, während der andere um die Augen ö-es Patienten gelegt wird. Die Lämpe wird 5 bis 6 Zoll vor dem Gesicht des Patienten gehalten, und »ach o bis 3 Minuten könneir schmerzlose Zahnvperatio- nen vorgenom'm-en werden. Der Patient befindet sich in einem Zustand von BeWußtlosigkeit, der sofort aushört, wenn nach Beendigung der Operationen die bläuen Schleier von Gesicht und Lampe entfernt werben.

* Ein Denkmal für Nikolaus Lenan wird öemnäc iil des Dichters Geburtsort zn Ez-atäd in Ungarn erriav tet werden. Die Anregung ist bekanntlich längst vo« Deutschland ansgegangen und die ungarischen Patrioten fürchteten schon, daß dem toten Dichter von fremder Seu die Ehrung zuteil werden wübde. So ging man den in geschlossenen Reihen vor, und es wurde ein-frw erlassen, der noch die letzten fehlenden (Helder hevo^ schaffen soll, mitNikolaus NiemVsch Edlen von Strehte nan" eiche Statue zn setzen, ihm, demrühmlichst be'ka»'' te» Dichter, der seine Lieder -zwar in deutscher Spra« schrieb, dessen Schassen Wer ungarisches Gefühl, usisau sches»en und ungarischen Pairiotismns atmete". Bo Se'm Ge'meindehaufe zu Ezatäd, in dem von Bür-gei gesti-ftetßn Bolkspavk, soll sich die Statue Lenaus erhc'bew ein Werk des ungarischen BiWhäuers Albert RadnäU

Verschiedene Mitteilungen. Einer der ältestw Berliner Künstler, der Bildhaner Professor Ton den .j ist am Karfreitag gestorben. Tondeur stand ^ 76. Lebensjahre. Ein geborener Berliner, hatte er ü nächst in dem Atelier des RauchSchülers Bläser, san^ in Wien und -Paris seine Ausbildung gesucht. In 60er -und 70er Jahren, -als- Berlin größere plästiRst Ausgaben für den -Schmuck des Privathaufes stellte» « er viele anmutige Werke dieser Art geschaffen (Bori Villa -Ravens). Er blieb seiner Art auch später tie Dan-c-ben war er ein beliebter Porträtist. *

Die Jntend-anz -der Münchener Hostbeater eickla jetzt, die Berufung eines Hofkapellmeisters für Rei che- b e r g e r sei ausgeschlossen, da diesem das Recht » Slückkehr auf zwei Jahre gesichert -sei. ,

Die Regierung hat die Klassikers ü h n e ^ -Lanch'städt zu einer Schiller-Feier für -I 7. Mai nachmittags 4 Uhr freigegeben. Hallcsche ««« svieler -werden mit historischen D-ekorationen und tichale und Liebe" aufführen. Wildenbruch- hat Fcftprolog gesandt. Es stehen nur 400 Plätze zur - fügung. . Li t

Bom 28. bis 31. August -wird in Gens der dri» . internationale Kongreß für liberal^ Christentum äbgehalten. Teilnehmer »us Fr»' reich, England, Amerika, Ungarn, Jial«» Belg- Ho'land, Deutschland, Indien, Japan und- Au, trau w-Men dazu erwartet.