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HeiifecSa© Bank.
f^esehäftsbericlit für das «ffaür 19©4.
Das fün fund dre 5ssigste Geschäftsjahr unserer Bank, über das ■wir berichten, war ein günstiges.
Nachdem allgemein die Uebarzeugung durehgadrungen war, dass der russisch -japanische Krieg auf den fernen Osten beschränkt bleiben würde, setzte der in den beiden Vorjahren begonnene Aufschwung der Geschäfte mit erneuter Kraft ein. Von den grossen deutschen Industrien wiu- namentlich die Elektrotechnik stark beschäftigt. Aber auch die Nontan-Industrie und die Meisten übrigen Branchen hatten genügend und im ganzen auch zu lohnenden Preisen Arbeit. Deutschlands Aussenhandel überschritt zum ersten Male die Zahl ron 12 Milliarden Mark. Trotz der grossen Trockenheit des Sommers war die Ernte im Durchschnitt über Mittel.
. Mit bemerkenswerter Elastizität haben die Vereinigten Staaten von Amerika die vorjährige Krisis überwunden, und, nachdem die Ernte und die Neuwahl des Präsidenten Koosevelt gesichert waren, wurde die Meinung allgemein, dass die nur auf kurze Zeit unterbrochene Prosperität des Landes von neuem aufsteige.
Ebenso wie in Amerika macht auch in Deutschland die Konzentrationsbewegung, welche auf bessere Organisation, einheitliche Leitung und vermehrte Wirkungskraft der geschäftlichen Betriebe gerichtet ist, weitere Fortschritte; mit dem Unterschiede jedoch, dass in Deutschland in den allermeisten Fällen die hier durchweg angewandte Form der Kapital-Assoziation zur Beteiligung immer weiterer Kreise, also einer steigenden Anzahl von Personen, führt, während in Amerika vielfach das Gegenteil der Fall ist. Namentlich auf dom Gebiete der chemischen Industrie haben sich die bedeutendsten deutschen Werke zu zwei grossen Gruppen zusammengeschlossen, und in der Montan-Industrip suchen sich Kohle und Eisern zu ergänzen, damit jedes grössere Unternehmen über diese beiden, zu seinem Betriebe unentbehrlichen Rohstoffe verfüge.
Die Aussichten für das neue Geschäftsjahr sind ebenfalls günstige, wenn auch das aus den grossen russischen Kriegsanleihen angesammelie Geld auf den Kapitalmärkten schwimmt und den Zinsfass unter das natürliche Niveau drückt. Die Industrie dürfte stark zu arbeiten haben, weil der Handel bemüht sein wird, vor dem 1. März 1906 eine möglichst grosse Warenmenge zu den alten Sätzen über die Zollgrenze zu bringen. Das Deutsche Reich als erster Industriestaat des Kontinents hätio wahrlich alles Interesso gehabt, das Beispiel zu einer Ermässigung der bestehenden .Zölle in allen Ländern zu geben. Statt dessen bat eine erhebliche Erhöhung der gegenseitigen Zollwälle stattgefunden. Wir können nur wünschen, aber kaum glauben, dass die dadurch herbeigeführte Benachteiligung der Industrie und des Handels auch bei einer nur massigen Verminderung der wirtschaftlichen Bewegung in der Welt nicht zu unheilvollen Folgen für unsere gesamte Volkswirtschaft führen wird.
In dem Augenblick, in welchem dem Reichstag eine Novelle zum Börsengesetz vorliegt, welche einige der gröbsten. Treu und Glauben im Reich erschütternden Auswüchse des Gesetzes Beseitigen soll, können wir uns nicht versagen, die folgende Stelle aus unserem Bericht für das Jahr 1825 über den Entwurf des Börsengesetzes anzuführen, Welcher damals dom Reichstag verlegt „Zwar wird selbstverständlich keine der, Wirkungen eintreten, welche viele Befürworter des Gesetzes von demselben erwarten; international verbreitete Zustände lassen sich nicht durch nationale, auf ein verhältnismässig kleines Gebiet beschränkte Gesetze regeln. Weder wird die Spekulationslust des Publikums dadurch vermindeii;, dass man die Zahl der Spekulationsobjekto beschränkt oder die Form verändert, in welcher die Spekulationslust sich betätigt, noch wird durch die mit dem Verbot des Termingeschäftes verbundene Verringerung der Handlerzahl ein gleichmässigeres Preisniveau für die Produkte gesichert, noch wird die Qualität der zum Angebote gelangenden Schuldverschreibungen oder Aktien dadurch verändert, dass man deren Emission auf deutschem Gebiet erschwert oder gar verhindert. Durch derartige Massregeln würde höchstens die Bewegungsfreiheit der Industrie und des Handels im Innern, sowie der politische Einfluss Deutschlands im Auslande geschwächt werden. Aber unausbleiblich wird eine Einwirkung auf die innere Gestaltung der Börse eintreten, nämlich die, dass nur sehr kapitalkräftige Häuser den neu herantretenden Ansprüchen gewachsen sein werden, die schwächeren Häuser aber allmählich zurüoktroten.“
Was an dieser Stelle vor neun Jahren über die Spekulationslust des Publikums und die Wirkungen des Börsengesetzes gesagt war, gilt ebenso noch heute. Eine ernste politische Ueber- raschung würde die schlimmste Panik hervorrufeu, weil keine Händler mehr vorhanden sind, die das in solchen Momenten von dem spekulierenden Publikum auf den Markt geschüttete Effekten- material aufnehmen, wie ein das bebaute Land schützender Wald die Uoberschwemmungen mildert.
Auf di® einzelnen Zweige unserer Wirksamkeit eingehend, erwähnen wir folgendes;
Unser Gesamtumsatz betrag, wie aus der diesem Berichts beigegobenen Tabelle des näheren zu ersehen ist, 66,8 Milliarden Mark gegen 59,0 Milliarden Mark im Vorjahr«.
Velseraoelsclia« GrtencSiHft. Unser« Filialen in London lind Hamburg haben wiederum wobt befriedigend gearbeitet. Unser Londoner Aooept Wurde stark in Anspruch genommen. Auch di« Bremer Filiale hat sieb bewährt,
Di« Deutsche Ueberseoiaehe Bank errichtete eine Niederlassung in Barcelona in Spanien, welche bereits ein umfangreiches Geschäft macht und sich mit unserer Madrider Kommandite gut ergänzt. Gegen Ende des Jahres beschloss der Aufsiohtsrat, das Wirkungsfeld der Deutschen Uebersoeischen Bank durch Errichtung einer Niederlassung in Lima (Peru) auf ein neues Land auszudehnen; die Eröffnung dieser Filiale dürfte in kurzer Zeit erfolgen.
| Inlündlsches Ö<eac!säf?ä. Die Zahl unserer Kontokorrent-Verbindungen bei ,der Zentrale, einschliesslich der bei unseren Depositenkassen in Berlin und seinen Vororten eröffneten Rechnungen, betrug am Schlüsse das Berichtsjahres 86878 gegen 77 598 ira Vorjahre.
Die Zahl der überhaupt bei unserer Bank geführten Konten belief sieh am Jahresschluss ißuf 120 718 gegen 107 688 Ende 1903, also 18 080 Konten mehr,
Dia sichere Verwendung der grossen uns anvertrauten Kapitalien war im verflossenen Jahre nicht ganz leicht. Der durchschnittliche Reiohsbankdiskont von 4,22 */» ging zwar um rund */• % über den vorjährigen Satz hinaus, aber der Berliner Privatdiskont erhöhte sich nur uni ’/s °/o auf durchschnittlich 3,13 °/o gegen 1903, nnd dor durchschnittliche Satz auf die in Berlin in Effeklen- reports und Darlehen angelegten Kapitalien ging von 4,206 °/o im Vorjahre auf 4-,21 °/o zurück.
Während des Berichtsjahres gingen bei der Zentrale an Wechseln ein und ans: 2 209 705 Stück 4m Gesamtbeträge von M. 10768 784712. 53; mithin betrug ein Abschnitt durchschnittlich M. 4873. 27 gc-gcn M, 4 925.75 im Vorjahre. In diese Durchschnittsbereohnung haben wir nicht aufgenommen die kurzfristigen, zinslosen Roichsschatz an Weisungen, in denen wir zur Anlage unserer flüssigen Mittel sehr bedeutende Beträge investierten.
Die Frankfurter Filiale hat wiederum bei einer Anzahl von Emmissionsgesehäften mitgewirkt; sie wird demnächst ihr neues Bankgebäudo am Kaiserplatz beziehen nnd alsdann ihre Bristossenden alten Geschäftsräume umbauen können.
Die Bayerische Filiale konnte sich weiter kräftigen.
Unsere jüngsten Filialen in Dresden und Leipzig haben sich in befriedigender Weise weiter entwickelt. Die Dresdner Filiale wird im Laufe dieses Jahres, ihren Neubau beziehen.
Noch während des Betriebsjahres haben wir die erforderlichen Vorbereitungen getroffen, um in allernächster Zeit eine Filiale in Nürnberg zu eröffnen.
Die Zahl unserer Beamten ist abermals erheblich gestiegen, nämlich von 2912 im Vorjahre auf 3174 End« 1904.
Das unaufhaltsame Anwachsen unserer Geschäft« wie unseres Personals zwang uns, abermals zu einer Vergrösaerung unserer Berliner Bankgebäude zu schreiten. Nach Erwägung aller Möglichkeiten entschlossen wir uns au dem Erwerb des grössten Teils des unserem Stamm-
E undstüok benachbarten, von der Französischen, Mauer-, Jäger- und Kanonier-Strasse begrenzten äusarbteeks. Wir bezahlten für die erworbenen Grundstücke im Umfang« v. 291,10 QR. (4 129 qm) ijrand 4580000 M. Die auf diesen Grundstücken stehenden Häuser sind für unsere Zwecke ungeeignet, s® dass wir si« successiva »kreisen und durch Gebäude ersetzen müssen, die einem Bankbetrieb« dienen können. Da indessen volle zwei Jahre verstreichen werden, eha das neue, in erster Linie für unsere Haupt-Depoettenkasso bestimmte Bankgebäude beziehbar wird, während unser Bedarf nach neuen Arbeitsräumen ein dringlicher ist und bereits durch Mieten benachbarter ‘Wohnungen befriedigt werden musste, so haben wir die sich uns bietende Gelegenheit ergriffen nnd kurz vor Abfassung dieses Berichtes das in dom gleichen Block belogene Haus der Commerz- und Disconto-Bank erworben. Hierüber werden wir der Generalversammlung im nächsten Jahr zu belichten haben.
In Anbetracht dieser bevorstehenden und anderer bereits entstandenen Ausgaben hielten wir es für erforderlich, aus dem Erträgnis des Berichtsjahres den Betrag von M. 1389 531. 22 auf Immobilien-Konto abzuschreiben.
Die Ausgaben auf Mobilien-Konto haben wir wiederum ganz abgezohrieben.
Für Steuern, Abgaben und Stempel hatten wir M. 2110818. 98 zu erlegen.
Der Ertrag unserer Dauernden Beteiligungen und Kommanditen enthält die Dividenden für'1903 aus unserem Besitz von Aktien der Belgisch Märkischen Bank (8°/o), des Schlesischen Bank-Vereins (6 1 /-2°/o), der Deutschen Treuhand-Gesellschaft (15 %), der Deutschen Ueborseeischen Bank (8 °/o), der Hannoverschen Bank (6 !, /o), der Duisburg-Ruhrorter Bank (5 °/o), des Essener Bank-Vereins (6 °/o), der Essener Credit-Anstalt (8%) nnd der’ Oberrheinischen Bank (l‘/j °/o).
Diese letztere Beteiligung ist inzwischen in eine solche an dem Aktienkapital der .Rheinischen Or«d11bank in Mannheim umgewandelt worden. Gegen Schluss des Berichtsjahres wurde uns nämlioh zu unserer besonderen Freude angetragen, durch Fusion der Oberrheinischen Bank mit dem genannten, seinem Gesehäftsumfarg und Kapital nach ersten badischen Bankinstitut in intime Beziehungen zu treten. Wir versprechen uns aus dieser Annäherung für die beiden Banken dauernde Vorteile und werden unseren Besitz an Aktien der Rheinischen Croditbank unter unsere .Dauernden Beteiligungen“ aufnehmen.
Gemeinsam mit der Rheinischen Creditbank Übernahmen wir 4 Millionen Mark, also auf unsern Anteil 2 Millionen Mark neue Aktien mit 25°/n Einzahlung der Süddeutschen Bank in Mannheim. Die auf unsere Hälfte entfallenden Stücke werden in der Bilanz des laufenden Jahres erscheinen.
Ferner übernahmen wir im Berichtsjahre kleinere Beträge von Aktien der Em der Bank Act.-Ges. und der Old en burgis chen Spar- und Leihbank, deren Erträgnis erst dem lautenden Jahre zugute kommen wird.
Wir hoffen zuversichtlich, dass die auf diese Weise enger geknüpften Beziehungen zu den verschiedenen genannten Instituten sich zu ebenso angenehmen gestalten werden, wie die zu unseren älteren Alliierten.
Die Deutsche Treuhand-Gesellschaft hat die von ihr vor 2 Jahren aufgenommenc Revisionstätigkeit mit Erfolg fortgesetzt und zählt bereits eine beträchtliche Anzahl angesehener Gesellschaften zu ihren regelmässigen Kunden.
Die Verkehrsentwickehing der Gesellschaft für elektrische Hoch- und Untergrundbahnen ist auch im verflossenen Jahre befriedigend gewesen; die Verkehrszunahme beträgt ca. 8°/°* Die Gesellschaft wird voraussichtlich eine höhere Dividende zur Verteilung bringen können.
Zur Emission der in unserem vorjährigen Berichte erwähnten Aktien der Neu-West end- Aktien-Gesellschaft für Grundstücksverwertung schritten wir unmittelbar, nachdem die durch den russisch-japanischen Krieg hervorgerufene Erschütterung der Märkte sich gelegt hatte. Sowohl im ersten als im zweiten Geschäftsjahr der Gesellschaft sind namhafte Verkäufe von Grundstücken zustande gekommen, und die günstige Ansicht des Publikums über dieses Unternehmen drückt sich in der seit der Emission eingetretenen Kurssteigerung von 30 a Jo aus.
Die Pr e u ssis ch e Hy p o thek en - A c t ien-B ank „ist zu Anfang des Berichtsjahres mit ihrer ersten Pfandbrief-Emission von 20 Millionen Mark an die Öffentlichkeit getreten; unter unserer Führung nahmen fast alle namhaften hiesigen Banken und mehrere der ersten Berliner Bankhäuser daran teil. Der Erfolg ist trotz der zeitweisen Ungunst des Geldmarktes ein durchaus befriedigender gewesen. Die Bank hat mit Eifer die hypothekarischen Beleihungen wieder ausgenommen und dürfte für das verflossene Jahr bei reichlichen Reservestellungen eine Dividende von 5°/o zur Verteilung bringen.
Die Gesellschaft A. Goerz & Go., Limited, erhöhte mit Rücksicht auf die Vermehrung ihrer Geschäfte im Transvaal ihr Aktienkapital um 300,000; unter Bildung eines von uns geführten Garantiesyndikats wurden den Aktionären £ 220,000 der neuen Aktien angeboten. Die industrielle Tätigkeit am Witwatersrand hat mit dem Import chinesischer Arbeiter langsam aber stetig zugenommen. Noch vor Ende dieses Jahres dürfte das Bedürfnis nach Arbeitern am „Rand voll befriedigt sein, und dann auch eine allmähliche Verringerung der Produktionskosten eintreten.
Die Betriebsgesellschaft der orientalischen Eisenbahnen hatte ausser- gewöhnlich gute Einnahmen zu verzeichnen; dagegen ist der seit Jahren anhängige Streit mit der Kaiserlich Ottomanischen Regierung noch immer nicht geschlichtet, weil dieselbe die Ernennung des Oberschiedsrichters immer wieder hinauszieht.
Auch die Mooedonischen Eisenbahnen hatten befriedigend« Einnahmen. Dagegen hatte dis Anatolische Eisenbahn- Ge sellsoh aft noch bis in den Herbst unter dar schlechten Ernte des Vorjahres zu leiden, und erst der befriedigende Getreideertrag pro 1904 konnte die Mindereinnahmen bis zum Jahresschlüsse wieder ausgleichen. Die den beiden Gesellschaften zustehende Regierungsgarantie ist von der Verwaltung der Dette Publique Ottomane bereits ausbezahlt worden. Die Hafen- und Speicher-Einrichtungen in Haidar-Pacha haben die Probe auf ihre Zweckmässigkeit bestens bestanden. Nicht nur die europäischen, sondern auch die türkischen Getreidehändler haben sich die ihnen durch moderne Einrichtungen für Abladung, maschinelle Reinigung, trockene Lagerung, Gewichtsbestimmung und Verladung ins Schiff in gesichertem Hafen in Konstantinopel erstmals gebotenen Erleichterungen willig zunutze gemacht.
Die Gesellschaft für den Bau der Eisenbahn von Konia nach Burgurlu hat ihre Aufgabe erledigt und konnte bereits am Schlüsse des Berichtsjahres in Liquidation treten, nachdem am 25. Oktober die erste Teilstrecke der Bagdad bahn dem Betriebe übergeben worden war. Der Betrieb dieser Strecke wird zunächst von der Anatoliscben Eisenbahn besorgt, und tatsächlich ist diese erste Strecke der Bagdadhahn kaum mehr als eine Verlängerung der Anatoliscben Ergänzungslinie durch die fruchtbare Ebene von Karaman bis an den Fuss des Taurus. Der Weiterbau der Bagdadbahn in grossem Masstabe kann nur aufgenommen werden, sofern es gelingt, dem ottomanischen Staatsschatz© bedeutende neue Hilfsquellen zu erschliessen.
Wie in unserm vorjährigen Berichte erwähnt, haben wir schon im Jahre 1903 unser Interesse der Petroleumindustrie zugewendet und seitdem viele Nachfolger gefunden. Eine notleidende Forderung, die wir indirekt an die bedeutendste rumänische Petroleum-Gesellschaft aus früherer Zeit belassen, bildet den Ausgangspunkt unserer Beteiligung an diesen Geschälten. Wir Übernahmen os,die betreffende Gesellschaft 8 tea ua Roman a (Rumänischer Stern) zu reorganisieren, und zu unserer Beiriodigung ist es unter Aufwendung von Kapital und Mühe auf der Vorgefundenen guten Basis gelangen, die Gesellschaft im Laufe von zwei Jahren zu einem blühenden, vielversprechenden Unternehmen zu gestalten, so dass wir Ihre Obligationen kürzlich ins Publikum bringen durften. Die Aktion der Steaua Romana rnhen vorläufig zum allergrössten Teil in einem von uns im Verein mit unseren deutschen und österreichischen Freunden errichteten Unternehmen, der Deutschen Petroie um-Aktien-Gesells chaft. Die letztere verfügt über ein voll einbezahltes Kapital von 20 Millionen Mark und hat sich, ausser einigen kleineren Geschäften und Beteiligungen, in Wietze hei Hannover, in Galizien und Russland, namentlich an der Petroleum Products Aotien Gesellschaft interessiert, welche das Organ für den Verkauf des Petroleums unserer Gruppe bildet. Beide Gesellschaften haben für das letztvergangene Geschäftsjahr 5 °/o Dividende verteilt. Wir haben in diesen Petroleum-Geschäften eine grosse Anzahl von Mit- und Unterbeteiligten, so dass unser eigenes Engagement ein bescheidenes ist.
In Erwartung der Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse in den Vereinigten Staaten führten wir zu Anfang des Berichtsjahres die Shares der ältesten nordamerikanischen Eisenbahn- Gesellschaft, der Baltimore & Ohio Railway Company, an den deutschen Börsen ein. Trotz der enormen Stempelbelastung hat das deutsche Publikum an diesem Papier in erfreulicher Weise verdient, und das Nafionalvermögen hat zu diesem Teile Anlage in einem Effekt gefunden, welches einen grossen internationalen Markt hat und in jedem Augenblick zu Gold gemacht werden kann.
Von älterem fiKousortialgrcscliäften sind im Berichtsjahre u. a. abgerechnet
worden:
unsere Beteiligungen an
4 (, /o Oosterreiohischer Kronenrente,
4°/o Türkischer Unifikationsanleihe,
4% Türkischer Anleihe Serie I der Bagdad-Eisenhahgesellschaft,
6% Bulgarischer Anleihe,
3 1 /2 °/o Obligationen der Herzoglichen Landeekroditanstalt Gotha,
S 1 /4 °/o Anleihen der Städte Herne, Posen und Rostock,
87» % Obligationen der Halberstadt-Blankenburger Eisenbahn-Gesellschaft,
5°/o Notes der National Railroad Company of Mexico,
4 % Bonds der Lake Shora & Michigan Southern Railway,
4‘/s % Bonds der Southern Pacific Railroad Company,
8°/o und 3 l h 0 /o Bonds der Illinois Central Railway,
47» °/o Notes der Baltimore & Ohio Railway Co.,
Aktien der Banoa Commerciale Italiana,
4% Obligationen des Schalken Gruben- und Hütten verein*,
Anteilen der Terraingesellschaft Lagerhof,
Anteilen der Terraingesellschaft an der Schlesischen Brück«,
Aktien der Moabiter Terraingesellschaft.
Von nrnon H oinorflalijeichlSflen, an denen vrir ans im Berichtsjahr« alz ItUt-
kontrahenten oder Emittenten beteiligt haben, sind die folgenden zu erwähnen ;
Uebernahme von
3 °/o Preussischen Konsuls,
3V» °l o Bayerischer Staatsanleihe (Münchener Filiale),
3V»°/o Badischer Staatsanleihe von 1904,
3% Hessischer Staatsanleihe,
8 l /a c /o Lübecker Staatsanleihe,
3'/» s /o Anleihe des Kreises Oberbayern (Münchener Filiale),
6“/o Anleihe der Republik Cuba,
4'/« °/o Mexikanischen Schatzscheinen,
4 0 /o Mexikanischer Staatsanleihe,
87»% Anleihen der Städte Barmen, Duisburg, Düsseldorf, Güssen, Hamm I. W, und Mannheim,
4% Anleihe der Stadt Nürnberg,
3 3 '* °/o Pfand- und Rentenbriefen der Stadt Dresden,
8*/» % Frankfurter Stadtanleihe (Frankfurter Filiale),
4°/o Pfandbriefen der Preussischen Hypotheken-Aktien-Bank,
4°/o Pfandbriefen der Preussischen Boden-Kredit-Aktien-Bank,
4% Pfandbriefen der Mecklenburgischen Hypotheken- und Wechsel-Bank,
4°/« I. Kefunding Mortgage Bonds der Central Pacific Railway Company,
4°/o Notes der New York, New Haven & Hartford Railway Company,
4% Bonds der Missouri Pacific Railway Company,
47» % Anleihen der Elektrochemischen Werke Bitterfeld, der Berliner Elektricltät*- Werke, der Allgemeinen Lokal- und Strassenbahn-Gesellsohaft, der Elektrischen Licht- und Kraftanlagen A.-G.
47» % Obligationen und Aktien der Schlesischen ElektrioitSts- und Gas-Aktiengesellschaft,
5°/° Obligationen der Deutsch-Ueberseeisohen ElektrioitSts- Gesellschaft,
Vorzugsaktien der Gesellschaft für elektrische Beleuchtung vom Jahre 1886 zu St. Petersburg,
