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Ko. 105. Wovgen-Ansgabe, l. gum. _ WrestzaSener TKIdlatL. F

seine hohe Bedeutung für das deutsche Volk vorz»»sühren. Die mit der Feier 'zu verbindenden Gesairgsvortrüge und Deklamationen sollen einen dem Ernste des Tages an­gemessenen Charakter tragen und namentlich die Dich­tungen Schillers berücksichtigen.

Meisterprüfung im Handwerk. Die Pflasterer Herren Karl Kaiser zu Bierstadt und Wilhelm Bern­hardt hier haben am 8. Februar d. Z. vor der durch Heu Herrn Regierungspräsidenten hier eingesetzten Me iste rpr ü s u ngsk o m inissio n die Meister Prüfung im Pslaste rerhandwerk bestanden.

<>. Die Übungen des Benrlanbtcnstandes in diesem Jahre bringen nach mancher Richtung hin Neues. Sv sollen beim Garö-Äorps, 1-, 2., 4. und 6. bis 11-, 14. und 17. Armeekorps je ein Res«rve-Jnfanterie-.Regiment, beim Gardekorps, 2. Vis 4., 6. bis 10., 14., 17. und 18. Armeekorps je eine Reserve-Fel dartillerie-Abteilung in Kriegsstärke möglichst 'in der für den Möbilmächungssall vorgesehenen Züsammensetzung gebildet werden. Bei allen Übungen des Beurlaubtenstandes soll neben gründ­licher Wiederholung des früher Erlernten und Festigung der Disziplin Sie Förderung der Gefechtsausbildung der wichtigste Gesichtspunkt sein. Die Übungen dauern bei den Mannschaften in der Regel 14 Tage. Mach den Ubirngsbestimmungcn ist bei Heranziehung der Jähres- itlassen zu Len Übungen anznstreben in erster Linie, daß den im Kriege auszustellenden Feld- und Resevvetruppcn Leute mit möglichst guter Ausbildung zugeführt werden können, in Zweiter Linie, daß möglichst alle Mann­schäften im Reserve- und Landw'-chrverhältnis mindestens e»um-al üben. Die Elnbernfnn-g erfolgt daher in der Reserve inir der Kweit'jüng'stcn, in der Landwehr ersten Aufgebots mit der jüngsten JahreAklasse beginnend. Da- bei sind jedoch zunächst diejenigen Mannschaften, welche im Rechnungsjahr 1004 wegen häuslicher ufm. Berhäli- nisse zurückgestellt wurden, heranzutziehen, wenn nicht besonders dringende Gründe Ausnahmen rechtfertigen.

Der Betrieb der Glitcrabsertignngs-Bcrsandstclle im hiesigen Bahnhof hat der Speditions-GcseNschast Wies­baden Veranlassung gegeben, an die Kgl. Preußische und «Großb. Hess. Cn'sen'bahndirc'ttion zu Mainz eine Eingabe zu richten, worin u. a. Folgendes ansgeführt wird: Mit dem 1. Dezember v. I. wurde auf der hiesigen Güter- abserti-gungs-Versandstelle der 6 UhräDchlutz eingesührt. Bei dem früheren 7 Uhr-Schluß ivar cs gerechtfertigter Brauch für das Publikum, daß alles, 'was bis 7 Uhr im Bähn'hof war, auch noch abgefertigt wurde. Da nun eine volle Stunde früher geschlossen «wird, sollte man arinneh- men lNnsieu, daß dieser Brauch erst recht aufmerksam be­achtet werden würde, da der 7 Uhr-Schluß schon an und für sich ein großes Hemmnis des Verkehrs bildet. Dem sist aber nichr so. 8 Minuten vor 6 Uhr schließt die Ber- sandstclle die Tore ihrer Halle und die Fuhrwerke, die moch im Bahnhof sind, müssen mit ihrer Ladung den Bahn- fef verlassen. Das ist besonders für Akzisgüter eine chöse Nuß, da man nie recht weiß, wohin man mit den­selben soll. Aber die Wiesbadener haben auf diese Weise körnen 6 Uhr-, sondern einen 5 UhrMbsertigungsschluß. Denn bei den geradezu hervorragenden Einrichtungen, welche die Güterabfertigung Wiesbaden besitzt, mutz mau stundenlang warten, ehe man an die Reihe kommt. Ein Borarbeiter ist an jeder der zwei Waagen. Dieser spielt Wiegemeister, Lädemeister, Bezetteler und Arbeiter. Natürlich kann der Mann, namentlich in den Abend­stunden, den Verkehr nicht bewältigen und das Publikum «ruß helfen. Man mutz sich über die Ehrlichkeit der Wies­badener freuen, denn anderwärts würden doch bei einer derartigen Handhabung Massendiebstähle zur Tagesord- lnrrng gehören, die ja auch hier Vorkommen können. Die Gesellschaft ersucht die Eisen'bahn-iDirdktion Mainz um sv- svrkige Abstellung der Mitzstände. Bor allen Dingen bittet sie um sofortige Veranlassung, daß Fuhren, welche bis UM 6 Uhr im Bahnhof sind, auch noch abgesertigt wer­den und daß genügend Arbeiter gestellt werden, welche die

an'zuliefernden Güter in Empfang nehmen. Die jetzigen Zustände seien einer Kgl. Preußischen und Großherzogl. Hessischen Behörde nicht würdig.

Der gute Glaube»» bei Ausübung der Fischerei. Ein Müller aus Bisten (Kreis Saarlouis) war wegen unberechtigten Fischens in einem Mühlenkanal aus Grund des § 370 Nr. 4 des St.-tG.4B. von der Straf­kammer des Landgerichts zu Saarbrücken in der Be­rufungsinstanz zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Die Strafkammer gelangte zu einer Verurteilung, trotz­dem sie festst ellte, daß der Angeklagte sich im guten Glau­ben befand, er habe aus Grund eines zivilrechtlichen Titels das Recht gehabt, die Fischere» ausznüben. Ans erhobene Revision hob der Strafsenat des KÄlner Ober- laüdesgerichts durch eine an» 18. Februar d. I. gefällte Entscheidung das landgerichtliche Urteil aus, und erkannte aus folgenden Gründen auf Freisprechung: Sah sich der Angeklagte gutgläubig auf Grund besonderen Titels als fifcherciberechtigt an, so war dies ein zimlrechtlicher, das Strafrecht nicht berührender Irrtum, der nach erkannter Rechtsprechung die Anwendung des § 59 St.-G.-G. nach sich zog, denn nicht darüber irrte der Angeklagte, «was unterunberechtigt" im Sinne -des 8 370 Nr. 4 des St.- G.-B. zu verstehen fei, sondern er nahm irrtümlich das tatsächliche Bestehen dieses Rechtes an. Infolge­dessen war ihm ein zum Tatbestände des § 370 Ziffer 4 gehöriger Umstand, nämlich das Nichtbestehen eines Fischereirechts, nicht bäwuht, und es fehlte somit subjektiv an der Rechtswidrig'keit seines Handelns.

Der Bildcrrahmeu-Schrvindel. Der auch hier be­kannte Reifende Albert Dietsche hat sich als Vertreter des Kunstateliers Metropole ln Berlin einer Frank­furter Büglerin gegenüber erboten, zwei Photographien von ihr umsonst vergrößern zu lassen. Er wolle ihr dies 'Geschenk" machen, da das Institut durch solche Bilder iweiter empfohlen werde. Verschwiegen hat er ihr aber wohlweislich, daß mau die Bilder nur umsonst bekommt, wen»» man die Rahmen von dein Atelier bezieht, die mit 'Glas 7.50 Mk. kosten. Das'Geschäft" »vnrde schließlich rückgängig gemacht. Wegen B-etru-gsversnchS verurteilte das Schöffengericht den Dietsche zu 30 Mk. Geldstrafe. Die Strafkammer hat, wie dieKleine Presse" berichtet, das Urteil bestätigt.

Znm Schutze der oft mißhandelten Arbeitspferde. 1. Die Fuhrwerke dürfen nicht überladen sein, sondern die Kraft der Tiere muß im rechten Verhältnis zu der sortzube'wcgeUden Last stehen. 2. Das ungestüme Reißen an den Zügeln durch die Fahrbnrschen nfrv. hat zir un­terbleiben. 8. Die Pferde dürfen nicht an Kopf und Ohren geschlagen, durch Fußtritte ui»d durch Schlagen mit dem Peitschenstiele mißhandelt werden. Durch Schweiß oder Regen naß gewordene Pferde sollen nicht unbedeckt stehen bleiben. 4. Lahme Pferde solle»» nicht zum Anspannen, blinde und lahme nicht zum Reiten be­nutzt »verden. 6. Die ohnehin 'überflüssigen Schen- leder dürfen nicht zu dicht anliegen, weil sonst die Augen leiden und die Sehsähig'keit beeinträchtigt wird. 6. Das 'Geschirr muß gut sitzen. Die Zugstränge dürfen die Haut nicht wuirb reiben und nnetichen; An'ssatzzügel und SHwanzrtemen sind zu vermeiden; die Hufeisen sollen fest sitzen, die Stollen in» Winter stets scharf sein; das Hemmiver-k halte man in guter Beschaffenheit. 7. In, Winter bewahre das Geschirr im Stalle auf; eiskaltes Gebiß tauche vor dem Anlegen in warmes Wasser oder reibe es mit eir»en» Lappen! 8. Wundgkwordene Pferde sind bis zu erfolgter Heilnug außer Gebrauch zu setzen und dürfen nicht angespannt werden. 9. Das 'Zwecklose, übermäßig rasche Fahren ist zu verbieten, als gefährlich für den -Straßenvetztehr und nachteilig für die Tiere, Lastwagen dürfen nur in» Schritt fahren. 10. Bei dem Ausfahren der Baugründe sind zuvor feste Bahnen her- Austellen; bei Steigung ist Vorspann zu nehmen. 11. Die Räder des Wagens sind »»ach dem Abladen des Magen­inhaltes Kohlen, Erde, Schutt ufw. vor dem Av-

Ssem er zum Schaffe,» Freiheit geschenkt, immer fremd­artiger wurden, verlängerte er ihm doch sein Jahres­gehalt aus reiner Ehrfurcht vor dem Genie; nicht Eitel­keit oder selb,'richtige Gründe bewogen ihn, nur der Ge­danke der Menschheit ein unchtiges Mitglied zu erhalten. Die scharfen Angriffe der Lenien, der e»»ge Anschluß an Goethe haben dann eine Verstimmung des Prinzen gegen Schiller hervorgerufen, nicht gerade in Ungnade fiel der Dichter bei ihm, wohl aber trat die Beschäftigung mit seinen Kerken vor allzu großer Arbeitsüberhäufung mit Regieruiigsgcschäften zurück. Doch leben in den Reformen, die er in Erziehung und Unterricht «»»strebte, Gedanken «Schillers fort, unid gerade die Idee einer ästhetischen Durchbildung der Kinder hat er aus jenen Briefen gelernt, die Schiller zuerst a» ihn allein gerichtet.

Aus Kunst und fshen.

* Das Jubiläum der Schreibmaschine. Es sind jetzt gerade 50 Jahre vergangen, feitöen» in Washington die erste Schreibmaschine zum Patent angemeldet wurde. Der Antragsteller hieß Charles Thurber und feine Maschine, die erMechanical Chicographer" na»»nte, war groß und ziemlich unförmig. Trotzdem »veist sie bereits alle Merk­male der heutigen wesentlich vervollkommneten Maschinen auf. Der erste damit geschriebene Brief wird »in Patent- amte in Washington noch ausbewährt und ist sicherlich als solcher von einem ungewöhnlichen Interesse. Thurber hat entiveder die. kommerzielle Verwertung seiner Erfin­dung nicht unternommen oder aber, -m»s wahrscheinlicher ist, sie mißglückte ihm. Besseren. Erfolg hatte die Ersin- «dnng erst, als 'sich der Buchdrucker C. Lathen» Sholes ihrer bemächtigte, der in den 'Jähren 1863 bis 1876 etwa 25 ver­schiedene Ddmchinen konstruierte, die als Muster der heuti­gen «Typewriter gelten können. Die eigentliche Fabri­kation solcher Maschinen übernahm um jene Zeit eine New Notker Maschinenfabrik, sie brachte es aber bis 1882 nur auf einen jährlichen Umsatz von 1600 Stück. Die «Einbürgerung vollzog sich sehr langsam, «weil die Typeiwriter zu teuer »raren und sich zu schnell abnutzten. ®mt da ab kamen aber mannigfache Verbesserungen, und trotz zahlloser Patente anch wesentlich billigere Preise. Neben der eigentlichen Maschlnenverbcsserung hat die iSchnelligkeit in der Benutzung des mechanischen Schreib­

»nedimns ganz bedeutende Fortschritte gemacht. So »reit bekannt, ist eine von der Bundesregierung in Washington augestellte. Sekretärin die Rekordbrecherin, da sie 27 000 Worte bei ihrem achtstündigen Tagewerk zu leisten vermag.

* Verschiedene Mittcilirngen. Ein Wörterbuch der rheinischen Mundart läßt unter der Ober­leitung von Professor Franck in Bonn «die preußische Akademie der Wissenschaften «nsarbeitcn.

D i e K ü n st l e r s ch a f t »n C h r »st i a n » a «bau t sich ein eigenes Ansstellnngsgebäude. Wie von dort ge­schrieben rvir-d, hat der Kronprinz-Regent für diesen Zweck einen Platz im Schlosspark zur Verfügung gestellt. Ein Bausouds ist durch die Künstler selbst gesammelt.

«Eine englische Operette mit dein Titel The Kuights of thc Road" (Die Ritter der Landstraße), bei der mit Stolz bemerkt wird, daß auch wirklich alles von Engländern stammt, die Musik von Sir Alexander Mackenzie, der Text von Henr») A. Lytton, gelangte am Montag m dem Londoner Palace - Theatre 'rnit großer»» Beifall zur Ausführung. Die kleine Operette, die nur 26 Minuten dauert, spielt in einein Wirtshaus von Ports- mauth Road. Vier fröhliche Straßenräubcr in »nalerischcn Köstiimen treten ein und beir'erbe»» sich um Rose, «das Wirtstöchterlein. Sie begünstigt ihren An­führer Will O'Dene, der in der Bc-geisterung über seine Eroberung schwört, für immer L«en Freuden «der Land«- stratze zu entsagen und treu seinem König zu dienen. Er singt mit seinen Geführten ein patriotisches Lied, nach Lessen Schluß die Truppen kommen und sie verhaften. Die Musil ist graziös, reich an Melodien und sehr ge­schickt orchestriert, und einige der Lieder, besonders eine Ballade und ein Madrigal, haben Aussicht, populär zu werden.

Der Tod ci»»cs populären Romandichters «wird anS London berichtet: Gur» Boothbi» ist nach kurzer Krankheit in» 88. Lebensjahr gestorven. Er wurde in» Jahre 1867 zu Wdelaid: iir Südaustralie»» geboren und in England erzogen. Zuerst »nachte er sich durch Reisebe- schreibungen bekannt und hatte dann seinen ersten großen Erfolg, als 1996Dr. Nikola" imWindsor-Magazine" erschien. Dieser Erzählung, deren Held eine gewisse Ähnlichkeit mit Conan DoylesSherlock Holmes" nicht verleuglrete, folgte eine stteihe anderer Werke, die alle

re'tag, 8. Marx 1905, Kette 3.

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fahren frei zu »nachen, um unnötige Anstrengungen de- Tiere zu vermeiden. 12. Regelmäßige und ausreichend« Fütterung und vcr!»üriftiger Wechsel von Arbeit uns «Ruhe sind unerläßliche Bedingungen für das Gedeih er un'serer unentbehrlichen Gchülsen.

Fastnachts-Zeitung. Die von einem der getreueste»; und verdienstvollsten Vasallen des Prinzen Jv'kns, Herr» I. CHr. Glücklich hier, seit 33 Jahren herauSgegeben« ^Wiesbadener Brühbrnnue-, Kasse«/ müht-, marine Brödcher- irr» Krcppek, Zeitung" ist für die diesjährige Saison soeben er« schienen und sei allen Freunden echten rheinische»; 'Hnm'ors empfohlen. 14 «Seiten großes Format um» fassend, enthalt sie eine Menge Stoff in Poesie und Prosa ,)Fester Preis für jeüermünnig Ist pro Numiner 20 Pfennig. Jeder Arme, der mit rennt, Hv( 5 Pfennig als Prozent". Damit dokumentiert dei Heransgeber, daß er seinem alte»» Wähtspruche ,/Wa'hltu» durch Humor" treu gÄliebcu ist.

Der Wiesbadener Lehrer-Gesarigverei» veranstaltete irm auch der Faschingszeit einen Tribut zu zollen am Samstag­abend eine humoristische Liedertafel mit folgendem Ball. Es mar ein glücklicher Gedanke, zu dieser Veranstaltung den Theatersaal der Walhalla zu wählen. Die prachtvolle Ausschmückung dieses im Lichterstrahl erglänzenden Raumes trug wesentlich zur Ver­schönerung des Festes bei und »vrederholt wurde der Wunsch laut, der Verein möge auch fernerhin ans dieses Etablissement sein Augenmerk richten. Es soll auch gleich hier erwähnt werden, datz die Walhalla-Kapelle durch ihre herrltchen Weisen viel zur ani­mierten Stimtnung beitrug und bah die Darbietungen des Gast­wirts nurgut" ivaren. Das Programm umfaßte 0 Nummern, darunter zivei kleinere Theaterstücke:Der gepfändete Freier", undIn Zivil", »nelche von Mitgliedern des Vereins. Damen und Herren, »vahrhaft künstlerisch gespielt wurden. Das zahl­reiche Prrblikum der große Saal war ganz gefüllt wurde in die heiterste Stimmung versetzt und spendete rauschenden, wohl­verdienten Beifall. Ebenso war der Vortrag:Ein Stündchen im Gesangverein" eure Glanzleistung. Das Duett:Die musikalische Ehe" wurde ebenfalls trefflich vorgesührt und erregte viel Heiter­keit. Fräulein Chelius als Liedersängerin bereits bekannt und Fräulein Döhring bereicherten das Programm durch einige Lieder. Der Chor hatte sich vier nnbcdentende Kornpo­sitionen gewählt, doch bewies der Vortrag, daß der Lehrer-Gesang­verein solche Lieder »vcntger liebt, sondern seine Aufgabe »m Studium größerer Chorwerke und echter Volkslieder erblickt.

Stras;emperrungcn. Die rechte Fahrbahn des Kaiser Friedrich-Ringes von der Scheffel- bis Schcn.kendorfsstraße, die P a u line n st r a h e von der Vierstadter- bis Gartenstraße und «der Werbintdungs- >roeg Sonnenberger-Parkstraße zwischen den Häusern 44 nn«d 46 der Sonnenbergerstraße »verden zwecks .Her­stellung von Wasser- und Gasleliuwgen auf die Dauer der Arbeit für den Fährverkehr polizeilich! gesperrt, ebenso die Hauptfahrbahn der Rhe i n st r a ß e .zwischeir der Adolfs- »rnd S-ch'w-albachcr'straße zwecks Neupflaste­rung. Währenid dieser 'L-perrung müssen «sämtliche Fuhr> rocoke die südliche Fahrbahn daselbst benutzen.

DercinS-Nachrichte«.

* DerM 8 n n e r t u r n v e r e i n" wird am Fastnacht- Samstag in seiner Turnhalle Platterstraße 16 seine» -diesjährigen Maskenball abhaltcn. Zur Verteilung an die schönste» Masken gelangen süns wertvolle Damen- und drei Hsrrenpreise. welche bei Herrn Ferdinand Zange, Marktstt'ahe, ausgestellt sind.

* Die GesellschaftG l ü h I i ch t" hält ihre letzte große Gala, sttzuna ain Fastnacht-Sonntag im SaaleZur Waldlust." ab. Ein äußerst amüsantes und urkomisches Programm ist ausgestellt.

*L « h r e r i n n e n - V e r e t n für N a s f a u , E. 25.*. Die -diesjährige Generalversammlung findet am 1». -März, nach- nnttagS 5 Uhr, im VeretnSlokal statt, worauf hierinit besonders hingeiviesc» wird.

Vereins-Feste.

(Ausnahme srei bis zu 20 Zeilen.)

* Der Maskenball -des Männergesang-BereinsFriede", ver» anstaltet am Sarustag, den 2!>. Februar, im Kaisersaal, verlief auf -das beste. Der Besuch rvar ein sehr guter und erhielten die schöirsten und originellsten Masken folgende Preise: l. Damen- preis Frau Hügel,2^icr Jahreszeiten", v. Fräulein Marie Ssilberger,Delfter Porzellan", 8. Frau H.,Auster". 4. Frau Schmidt,Russin", 5. Frau Bügel,Italienische Verkäuferin". 1. Herreit-Preis Herr Rnsa,Fahne des Vereins", 2. Herr

eine -gute Beobachtung und elegante Daiistellungsgabe be­wiesen. Bo-othby »v«r ein Mann von großer Beweg­lichkeit und einer be-wundcrnswertcn Arbeitskraft. Er war eifrig allen Arten des Sports ergeben und lebte anch -gesellschaftlich sehr angervgt, dabei aber hat er anch ein« große Anzahl von Werken geschrieben, die eine sorg­fältige Behandlung -des Stils und eine genaue -D'nrch- arbeitung des Details verraten.

Leutnant Robert P e a r y küiidigte bei einein- Bankett -der Zeitnngsverleger in New Uork an» Donnerstag an, datz er am. Ju-l» zu sei»»cr Expedition nach -dem- Nord­pol aufbrcchen »vcvde und daß -die arktische Forschung z»»n» erstenmal sich der drahtlosen Tetegrap-Hie bedienen 'werde. Pearp hofft, zwischen New Dort -und- »dem 88. Breitengrad eine Berbiirdung herzustellen »i>»»d so, wenn ihm das -gelingt, -die Welt sofort von den Ergebnissen seiner Beln-ühun-gen zu benachrichtigen.

Aus London wird berichtet: Kaiser Nero ist -der Held des Dramas, das Stephen Phillips für Beer- b-ohmi-Tree schreibt: Nero wird in «dein -Stück nicht in so schwarzen Farben dargestellt -werden, wie er -gewöhn­lich- geschildert wird. Der Kaiser »rar, »vi-e seine Bio­graphen sagen,ein Freund der Künste und -machte Verse", und diese -Seite seines Charakters soll betont »verden. Seine Biutter Agrippina, die er auf Anstifter» seiner Frau Pvppää-.-ermvr-l-etc, un-d Poppäa selbst »verden große Rollen in dein Stück spielen.

'In Her -Gesellschaft der römischen Spitalärzie »vnrde ei»» Fall der Heilung an U te r u s kr ebs erörtert, den I)r. Depac« aus Lecce erzielt haben will. Rein zu­fällig erhielt eine Patientin weaen eines -anderen Leidens Iii-jektionei» mit Chinin nn-d -arrd-eren Substanzen, die Depace noch geheim hält. Professor Latorre ermunterte Depace, eine größere -Anzahl Krebskranker seinem 'Ver­fahren zu nnterzi-ehen.

-In Chart»»»»: (Sudan) besteht seit einiger lsseit ei»»e 'w'lsseri'sch-aftliche Arbeitsstätte, deren Zweck in erster Linie die bakieriolo-gische -und phnsiotogische Unter- suchuug aller in den Tropen und besonders im Sudan hetinischen Krankheiten ist, namentlich so-rvert sie an­steckender und seuchenh-after Art sind. Die Anstalt steht «mit den Schemen kb'' tropisch-'. Medizin irr London uwb Liverpool in Verbindung und hat als Teil ihrer Be­stimmung -die -Ausgabe, diese Schulen mit Stoff zu Lchr- nn-d Forsch-un-gsz«wecken zu versehen.