Kstts «. Stam^une, *5* _Wiesbadener? TagbialZo MM'grrr-Arrsg-rve. 1. Matt. N».
Angeklagte v. Grabow auf Befragen des Vorsitzenden: ->>) will bloß die Versicherung «ügeben, daß ich bitter bereue, daß dies alles oorgekommen ist. — Angeklagter Hildebrandt: Ich will nur Noch bemerken, daß ich nach den mir von allen Seiten gewordenen Mitteilungen annehmen mutzte, Herr v. Grabow werbe noch einmal sehr viel Geld bekonnnen. Die Auskünfte habe ich auch nicht in betrügerischer Absicht gegeben. Ich habe den Rechercheuren ausdrücklich gesagt: „Erkundigen Sie sich noch weiter!" Ach versichere, batz ich nicht die Absicht hatte, jemanden zu chädigcn. — Die Angeklagten Fttzner und Schreiber beteuern ebenfalls, daß ihnen eine betrügerische Absicht fern gelegen habe. Nach einer etwa einstündigen Beratung des Gerichtshofes verkündet der Vorsitzende, daß das Urteil SamLtagmittag 12 Uhr verkündet werden wird.
* Mainz, 21. Februar. Der Musketier Jos. Enlcr II. aus .Vinkel von der 2. Kompagnie des 88. Infanterie-Regiments soll sich der Achtungsverletzung und Gehorsamsverweigerung schuldig gemacht haben. Er war auf dem Kasernenhof nicht stramm genug gestanden, beim Essenholer! „zurückgeblieben". Außerdem hatte er erst nach dem zweiten Befehl des Unteroffiziers die Hände an» den Taschen genommen. Der Angeklagte will durch das Anschreien ganz verwirrt geworden sein. Sein Vater ist ein Trinker, die Mutter hatte sich in Geistesstörung im Main ertränkt und zwei Geschwister Eulers find geisteskrank. Auch war 'der Angeklagte schon in seiner Kinderzeit bei Fragen und Anrufen äußerst verwirrt; aber alles half nichts! er wurde zn 48 Tagen Gefängnis verurteilt.
: * Mainz, 22. Februar. Der Landwirt Joh. Glöckner aus
Alvern hatte feinen Wein mit Glycerin verfälscht. Er wurde zu 150 M. Geldstrafe verurteilt und die Einziehung von drei Stück Wein verbängt.
* Meiningen, 22. Februar. Das Schwurgericht verurteilte den Schnitzer Julius August Schramm aus Schnett bei EiSscld, der am M. September 1904 im Verlaufe eines Streites seinen Bat er mit einem Holzscheit erschlug, zu 7 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust.
, * Diedenhvse«, 28. Februar. Das Obcrkriegsgerlcht des L6. Armeekorps hat seit drei Tagen gegen 12 Dragoner von den« in Diedenhofen stehenden, Magdeburgischen Dragoner-Regiment Mr. 6 verhandelt. Die Anklage lautet auf tätlichen Angriff auf «inen Vorgesetzten, Achtungsverletzung, Beharren im Ungehorsam und Gehorsamsverweigerung. ES sind verurteilt worden: Der Dragoner Retke zu 2 Jahren Gefängnis, der Dragoner Gertrote und der Dragoner Schmidt zu je 4 Jahren 15 Tagen Gefängnis, der Dragoner Bese zn 7 Monaten. Gefängnis, der Dragoner Lausch zu 8 Monaten Gefängnis. Die übrigen sieben Angeklagten haben Haftstrafen von 4 bis 6 Wochen erhalten. Sie hatten sich gegen einen Unteroffizier in der Trunkenheit vergriffen, indem sie am 26. November v. I. nach ihm mit einem Schemel und mit Steinkohlen warfen. Das Urteil des Kriegsgerichts hatte wegen Mangels an Zeugen aus Freisprechung gelautet.
* Konstanz, 28. Februar. Das Schwurgericht verurteilte den 28jährigen Handlanger Francesco Avogadro aus Novare, der im November v. I. den Erdarbeiter Giovanni Berti ermordet Hatte, z u m T v d e.
Kleine Chronik.
Es« originelles Jubiläum hätte in diesen Tagen der .Oderhosmarschall des Kaisers, Graf August zu Eulen- Durg, begehen können. Er erhielt vom Fürsten Ferdi- 'nand mit dem Grotzkrenz des bulgarischen Berdicnsi- vrdens mit Brillanten seinen 78. Ortden — die kleineren Denkmünzen und Medaillen nicht mttgerechnet. Es ist sehr bezeichnend dafür, welchen Charakter das Orücns- sivesen allmählich angenommen hat, daß heutzutage die Coof&emnteit, beziehungsweise die in Hosstcllungen desind- Mcherr Offiziere vom Ordensregen weit mehr betroffen sMWVen, als die eigentlichen Diener des Staates. Man Lars jedenfalls annehmcn, daß der Graf Eulenburg mit seinen 75 Dekorationen in ötcfer Hinsicht für ganz ^Deutschland den N-ökord ausgestellt hat. Neben tljm er- ischeint der ReichAkanzler, Graf Vülow,, mit nur einigen J40 Sternen und Kreuzen wirklich arm, und er übertriffi iauch einen preußischen Prinzen, den Regenten Albrecht Von Braunschweig, der seinen Rock gleichfalls nur mit joa. M Ordenszeichen schmücken darf. H>a, es ist sogar smalhrscheinltch, daß der Kaiser selbst deren nicht so viele sein eigen nennt, wie der oberste Leiter seiner Hofhaltung.
; Begnadigt. Der wegen schweren und zahllosen Sol- Äatenmißhandlnngen zn neun Monaten Festungshaft Verurteilte Leutnant Haupt vom Grcnaöier-Regim-ent in Tklm, wurde nach Berbüßwng von sieben Monaten de- 'gnadigt. Gleichzeitig hat er den schlichten Abschied erhalten.
; Mit Hinterlassung bedeutender Schulden — man spricht von 400 000 M. — ist der Oberleutnant im Dra- igoner-Regiment Nr. 7 v. Bohlen-Halbach aus Saar- Drücken verschwunden. Dte hinierlasseneir Gläubiger dürften in Millionärs- und Ofsizierskreisen zu suchen -sein. Die „Bölklinger Zeitung" will wissen, daß der flüchtige Offizier schon früher in Hannover in eine Spiel- asfäre verwickelt war und nur auf besondere Fürsprache des Großherzvgs von Baden hin in der Armee verbleiben Eonnte. In Saarbrücken habe er weiter „geje'ut" und die jdabet entstandenen Schulden seien die Ursachen seiner dlllcht.
! Fast IJgsi Auswanderer, welche in acht SonderzÜMN ^nach Bremerhaven befördert wurden, traten am Dtens- 'tag ans den Lloyddampfern „Kaiser Wilhelm der Große"
„Darmstadt" die Fahrt über den Ozean an. „Kaiser Wilhelm Her Große" führte außerdem noch über 500 Majütspassagiere mit sich.
i Zu einer furchtbaren Tat ließ sich dieser Tage, wie ,schon kurz gemeld«, in Linderbach bei Erfurt ein 81- Ijähriger Greis Hinreißen. Seine ebenfalls hochbetagte Ehefrau, die sich trotz vorgeschrittenen Alters noch durch '«in sehr unverträgliches Wesen auszeichnete, war nach längerem Leiden ans dem S'iechenhause. zurückgekehrt. MS Äauerte nicht lange, und der besseren Ehehälfte war es gelungen, wieder die altgewohnten Zänkereien heraus- zubeschwören. Der alte Mann wurde dadurch so aufgebracht, daß er einen eisernen Hammer herbeiholte und sder noch leidend im Bett liegenden Frau Hamit mehrere wmchtige Schläge ans Stirn und Schädeldach versetzte. Sie trug neben anderen Verletzungen eine furchtbare klaffende Wunde davon, die die Erhaltung des Lebens ausschließt. Der telephonisch herbeigerufsüe Gendarm nahm Sen gewaltätigen Greis fest, i Stndenten-SelbsiArvrd. Der Student der Rechte lKrärner, der, Me mitgeteilt, im Stadtwalde von Heidel- Derg schwer verletzt ausgefunden wurde, ist seinen Verletzungen erlegen. Als Beweggrund des Selbstmordes wird nervöse Überreiztheit vor der Prüfung angegeben.
Beim Drchtmachcn eines Ventils am Linienschiff .„Kaiser Wilhelm" verunglückte in Kiel ein Taucher. Er 'hatte sich unter dem Schtffsboden in seiner Leine ver- javickelt,- alle Versuche, von oben aus, den Mann ans seiner gefährlichen Lage zu befreien, waren vergeblich. Endlich
gelang es einem anderen Taucher, den Mann nach oben zu bringen- er war schon bewußtlos und mußte gleich ärztlich behandelt werden.
Der Arm äuSgerissen. In Tauenzin in Pommern verunglückte ein ISjähriges Dienstmädchen so schwer in der Dreschmaschine, daß sie gleich darauf starb. Die Maschine hatte der Unglücklichen den Arm mit einem Stück des Oberkörpers aus dem Leibe gerissen.
Einen absonderlichen Selbstmord beging ein Bauersmann in Rafzerfeld. Er verschluckte, nach der „Voss. Ztg.", eine Anzahl Schuhnägel, die ihm die Därme durchbohrten, und staW unter gräßlichen Schmerzen.
Unterschleife. Nach einer Meldung des „Oberschles. Wanderer" sind aus der gräflich Ballestremschen Castel- len-go-Grube große Unterschleisc beim Kohlenversarrd entdeckt worden, die bis zum Jahre 1903 zurnckgehcn und allein in den letzten drei Monaten 20 000 M. betragen haben sollen. Gegen einen Breslauer Kohlenhändler und mehrere Beamten wurde Klage angestrengt.
Ein eigenartiges Testament hat der unlängst verstorbene Oberlehrer Herdmann vom Lyeeum in Kalmar hinterlassen. Sein ganzes Vermögen, etwa 25 000 M., soll an die Kinder der Kollegen verteilt werden, die einzelnen Stücke des Mobiliars kommen als Geschenk an die Kollegen selbst. Dias Lyeeum erhielt eine Summe von 1000 M. zur Förderung des deutschen Unterrichts.
Der Felssturz in LS«. Einem amtlichen Bericht zufolge sind von den 61 Personen, die bei dem Felssturz in Lön getötet wurden, bisher nur sechs gefunden worden. Die übrigen liegen im Dee, in den sie mit dem Felsblock gerissen wurden, und dürften auch nie zum Vorschein komünSn. Der gesamte Schaden wird auf 100 000 Kr.
berechnet. ._
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Letzte Nachrichten.
•wb. Gondo Wallis); 24. Februar. Der Durchstich der letzten Wand des Simplontunnels ist heute früh 7 Uhr 20 Minuten erfolgt.
wb. Paris, 24. Februar. 5000 Wagenarbeiter sind heute in den Ausstand getreten, da die Arbeiterkammern sich weigerten, ihre Forderungen zu prüfen.
wb. Bari, 23. Februar. Die Überschwemmung geht langsam zurück. Einige Personen siM umgokomwen: auch befindet sich noch eine Anzahl Häuser in Gefahr.
wb. New Uvrk, 28. Februar. Ein gewisser Moritz Stern wurde hier verhaftet unter der Anschuldigung, Fälschungen zum Schäden der Bayerischen Bank in Bamberg und der Nürnberger Filiale der Mitteldeutschen Kreditbank begangen zu haben.
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UottrswirtschaMch§s.
Marktberichte.
Groß-Gerau. 23. Februar. Zu dem letzten Ferkclmarkt waren 281 Tiere aufgetrieben. Da sich sehr viel Käufer Ungesunden hatten, entwickelte sich ein flottes Geschäft, fo daß der ganze Auftrieb bis auf das letzte Stück verkauft wurde. Die Preise hatten eine wesentliche Steigerung erfahren, denn sic beliefen sich für Ferkel auf 10—18 M. 60 Pf., Springer.22—24 M. 50 Pf. und Einleger 80—36 M. per Stück. Der nächste Ferkelmarkt wird am Montag, den 27. d. M., abgeyalten.
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EmsendmlüM aus dem Leserkreise.
!Auf Rückündmig oder Aufdrwahruug der »ns für diese Rubrik zuaebendtn, Ni« verwendeten Einsendunaen kan» fick! die Redaktion nick! timaiskno
* Zustand des alten Adler-Terrains. Das Frühjahr naht und bringt uns, wie alljährlich, unsere lieben Kurgäste wieder. Welch einen Anblick werden aber die Fremden haben, wenn sie die Langgaff« passieren und das Terrain des alten AblerS in einem solch verwahrlosten Zustande liegen sehen. Viele von ihnen sind vielleicht schon mit der Idee gekommen, ihre Bäder in dem neuen städtischen Badehause zu nehmen und finden statt dessen einen kolossalen Schmutzhaufcn vor. Wie schwer wird es für die anliegenden Hotels sein, ihre Zimmer zu vermieten, da doch die Luft durch den furchtbaren Unrat verpestet wirb: daß ein Weltkurort wie Wiesbaden in hygienischer Weise nicht besorgter ist, kann man gar nicht verstehen. Ich glaube, wenn der Besitz einem Privatmann gehörte, würde die Stadt bei solcher Unordnung sofort einschrciten, aber so! ^— Könnte man denn nicht wenigstens das Terrain ebnen und die Fläche anständig Herrichten. ES sieht so aus, als wäre dort ein Tummelplatz für die Jugend der umliegenden Straßen. In den freien Schulstunden sieht man sic häufte zn Scharen auf dem Platze, wo sie heillosen Lärm verführen. Ja, das nicht allein, vor einigen Tagen sah ich sie sogar ein verfrühtes Osterfeuer anzünden. Auch wurde mir berichtet, daß die Kinder die Mauer des Speisesaals „Zur Krone" durchbrachen, um daselbst auch noch ihren Einzug zu halten. Man sollte meinen, daß das Terrain zu diesen Streichen zu teuer ist: und ist es wohl bald an der Zeit, an den Anfang des Baues des BadhanseS zn denken. Denn, daß direkt an der Hauptverkehrsstraße eine solche Unordnung geduldet wird, soll man nicht für möglich halten. Hoffentlich wird jetzt bald der Ubclstand beseitigt.
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Komsenlration in der Beleuchtungs-Industrie. Wie uns mitgeteilt wird, dürfte die Deutsche Gasglühlichtgesellschalt Auer u. Ivo. bald die einzige große Gesellschaft dieser Branche in Berlin sein. Sie sucht die anderen Gesellschaften in sich einzuziehen, was wohl das beste Wort für fusionieren sein wird. Sie wird sich mit der Aktiengesellschaft für Gasglühlicht Feuer u. Ko. in Schüneberg vereinigen. Die Gesellschaft für hängendes Gasglühlicht m. b. H. in Berlin ist, wie wir bereits mitteilten, in Konkurs geraten und die kleineren Unternehmungen werden wohl oder übel sich auch den großen anschließen müssen, wenn sie nicht zerdrückt werden sollen.
Zu den Fiiedensaassichten. Die japanischen Staatsfonds sind dieser Tage an der Londoner Börse Zug um Zug gestiegen. Allgemein wird dort diese Kursbesserung als Vorbote eines Friedensschlusses gedeutet. Man sagt sich: England habe zuerst den Ausbruch des Krieges als unvermeidlich angesehen, folglich werde man auch jetzt dort das richtige Gefühl für die Friedensaussichten haben. Die Iproz. japanische Anleihe ist von 84 bis 86 gestiegen. Während nun die Japaner in die Höhe gingen, gingen die russischen Werfe offensichtlich zurück. Es wird dies damit begründet, daß Rußland eine jedenfalls recht schwer ins Gewicht fallende Kriegsentschädigung zu zahlen haben wird, w;« natürlich unfehlbar zu einer neuen russischen Anleihe führen muß. Der Rückgang der 4proz. Rüssen von 1888 betrug 1,10 Prozent, derjenige der Staatsrente von 1894 1 Prozent. — Ob es nun tatsächlich in nächster Zeit zum Frieden kommen wird, steht nun lange noch nicht fest. Aber die Börse ist nun einmal der sicheren Überzeugung, daß es sich nur um eine Frage der allernächsten Zeit handeln kann.
Sie stützt sich u. a. dabei darauf, daß in englischen Blättern bereits genaue Angaben über die von Japan gestellten Friedens- bedingungen enthalten sind. Auch heißt es, daß Rußland mit den hauptsächlichsten Friedensbedingungen einverstanden sein soll, es sträube sich nur noch gegen die Kriegsentschädigung^ Auch die inneren russischen Verhältnisse verlangen gebieterisch nach Frieden. Die maßgebendsten Persönlichkeiten sind entschieden dafür, daß die Kriegsoperationen in der Mandschurei auf gegeben werden. Die russische Heeresleitung auf der» Kriegsschauplätzen zu Lande und zur See habe sich bis jetzt gerade genug blamiert; es sei durchaus nicht angezeigt, daß sie zu den seitherigen Großtaten noch neue füge.
Österreichische Kreditanstalt. Die Aktien dieser Gesellschaft haben in dieser Woche rund 2 Proz. gewonnen. Diese Erscheinung wird hauptsächlich darauf zurückgeführt, daß mit den Erben der Leitenbergschen Kattunfabrik wegen Umwandlung des Unternehmens in eine Aktiengesellschaft verhandelt wird. Ob diesmal etwas daraus wird, wird sich bald zeigen,’ Im vorigen Jahr scheiterten dahingehende Versuche.
Vereinigte Königs- und Laurahüite. Wir haben schon mite geteilt, daß die Aktien in den letzten Tagen stark angeboten waren, und erfahren nun, daß ein weiterer Rückgang hauptsächlich durch die Interventionskäufe des Bankhauses Bleichröder verhindert wurde, das der Gesellschaft nahesteht. Der Rückgang der Aktien wird darauf zurückgeführt, daß die bekanntlich auf rassischem Gebiete stehende Katharinenhütte nun schon seit Wochen total stillsteht, was einen sehr erheblichen Gewinnausfall für die Gesellschaft bedeutet und das um so mehr, als auch der Grenzverkehr ganz aufgehoben ist und gegenwärtig keine Tonne Kohlen mehr nach Rußland hinein kann.
Zu den. Folgen das Streiks. Es steht nun fest, daß infolge des Bergarbeiterstreiks im Januar die Roheisengewinnung um mehr als 100 000 Tonnen zurückgegangen ist, und zwar gegenüber dem Dezember v. J. Auch hinter dem Ergebnis des vorigen. Januar ist die Erzeugung um 65 000 Tonnen zurückgeblieben. Am meisten litt die rheinisch-westfälische Eisenindustrie.
Ein® Insolvsaa. Eine Insolvenz mit sehr hohen Ziffern.; aber voraussichtlich nur geringem Verlust, ist die des Rechtsanwalts A. Born, Schelüngstraße, Berlin. Die Passiven stellen sich auf rund 1000 000 M., denen an Aktiven, bestehend in einem Gute im Werte von 300 000 M. und in verschiedenen größeren industriellen Beteiligungen, mindestens die gleiche, wenn nicht eine höhere Summe gegenüberstehen soll, so daß, falls nicht unvorhergesehene Schwierigkeiten eintreten, eine verlustlose Liquidation angenommen werden darf.
Luxemburgische Frince Henri-Bahn. Es wird nun bestätigt, was wir schon vor Wochen ankündigten, daß die Bahn 5 Proz. Dividende verteilt gegen 4 Proz. im Vorjahr. Auf neue Rechnung sollen 79 000 M. vorgetragen werden. Die höchste Dividende wurde 1897 mit 6 Proz. gezahlt.
Kleine Finanzchronik. Die Stadtgemeinde Pforzheim fordert zur Abgabe von Offerten auf Übernahme von 7 Millionen Mark Pforzheimer Stadtanleihe, tilgbar ab 1910, auf. •— Die Ilarpener Bergbaugesellschaft in Dortmund kündigt an, daß eine Bekanntgabe der Betriebsüberschüsse für die Monats Januar und Februar wegen der Störung in der Kohlenförderung durch den Bergarbeiteraussland nicht stattlindet. — Diai Deutsche Transport-Versicherungsgesellschaft schlägt für 1904 wieder 16°/s Proz. Dividende vor. Die Deutsche Mit- und .Rückversicherungsgesellschaft wieder 12 Proz. — Dem Vernehmen nach hat die Seehandlung durch eine Pariser Kulissenfirma Preußische Konsuls im Gesamtbeträge von etwa 6 Mül. Mark dorthin begeben.
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Geschäftliches.
11)0e» lOOOe, ja Nicht selten ihr Bermögm opfern heutzutage Personen für Krankheiten, weil sie es nicht verstehen, denselben durch die einfachsten Mittel und Anwendungen vorzubeugen oder dieselben noch im Entstehen zu bekämpfen. Zu diesem Zweck sind Pfarrer 8«»«. E&«a„üji),>’s Werke (für Laien leicht verständlich; unentbehrlich. Wtets vorräthig K»eipp-.Ha«S, r.vr Rtieinstraße 88,. Telef. 8210. Gleich zeitig bringe meine Vorzug!, bewährten Slnt® reinigungs-, Brust-, Gebirgs- und alle andern Geiundtzeits- kräuter-Theeö, sowie alle Artikel zur naturgemäß. Heil- tt„ Lebensweise in empfehl. Erinnerung. 307
Mai verlangte
ausdrücklich die Originalmarke
,,!®r. Eäomanel’s“ EBaeiut: «>«ren und lasse sich nicht
alifreden.
Gelegenheit bietet sich; im Einkauf von
Juwelen, fioW-, Sillerwaren i Uhren
da wir die Preise aller vorrätigen Waren rtocl«tnaI* ermässigten, weil wir bereits am 1. März er. da» Geschäft 'SWlIlieläJiBtrasoe S<9 (IParhhatcl) eröffnen. 262
E. Schürmann & Co., Hofjuweliere pp.,
Wilhelmstr. 8 Wiesbaden, Wilhelmstr, 6.
Thüringisches*
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Werkmeister. Prospe 1
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tttft. „Amtliche Anzeigen des Wiesbadener Tagblatis ' Nr. 1k.
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