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Mo. 62. AbMV-Airsgad-, i. Sialt. Wfesva-ener TaMarr. _Montag, 6. Frliruar 1»«s. Heile s.

-dem-ftlbett Orte in -der Turnhalle an der Platterstraste Veranstaltet Hatte. Tannen sch'ntlickten den Zugang, den Aufstieg un>d Hie Alpen. Alplerruneu und Älpner, die elfteren in der MiehrzaM, führten Heitere Täüze auf, andere Leute beteiligten sich Natürlich auch davan, und neben der ;nm Tanze anfsptelenÄcn Kapelle war ein« echte vberbayertsche Truppe engagiert, welche muntere Weisen spielte und Volkslieder im WoMston saug, öfters aber auch einen H-rVhnttnden Schuhplattler auMhrte. Der Zudrang des Publikums war gleich -vöm Beginn des Festes an ein gewaltiger, man durfte schon non seinen Ellenbogen Gestvauch machen, wenn -man sich bis WM Münchener Hofbräüha-us d-urch-arDeiteu wollte. Dann konnte man sich natürlich bei dem schäumenden Gevsteü- sast, -der in soliden PiertelmaWritgen direkt vom Fast verzapft wurde, ordentlich von der ersten Strapaze er- holen, und auch gleich stir die zweite die nötige Frische kaufen: für '&en Aufstieg ins -Gebirge. Der war diesmal freilich etwas bequemer als iM vorigen Fahre, aber wer in Me Alpen will, muß klettern. Herab -gcht's schon besser, da tritt die Rutschbahn in Täti-g-kcit, die d-enü auch fleißig benutzt «wurde. Die Stimmung der Bergkraxler war ausgezeichnet, der beste Beiweis, haß derMänuer-Turn- ver-ein" mit dieser Veranstaltung einen Vogel abgeschoffeu hat. Wenn wir noch sagen, daß idas Mpen'fes't ohne Ab­sturz und anidere Unfälle Uerlies, dann können >wir schließen mit eineM: Vivat sequeris! Es löbe -der nächste Bergkrarlertag, der ja wohl nicht ansbleibeu wird.

o. Todesfälle. In der verflossenen Nacht wurde in der Wellritzstvatze der Tapezierermeister Ludwig B i ls e , Hermann­straße l9 wohnhaft, t o t auf gefunden. Ein Schlaganfall hatte dc,n Leben des schon bejahrten Mannes ein plötzliches Ziel gesetzt. Da er nicht gleich erkannt wurde, so ließ die Polizei die Leiche in das Leichenhaus bringen. Herr Hofuhrmacher Theodor Elsaß ist gestern im Alter von 68 Jahren gestorben. Er betrieb feit langen Jahren ein angesehenes Geschäft tn der Kleinen Burg­straße, das er erst kürzlich verkaufte, um sich zur Ruhe zu setzen. Der Verblichene genoß großes Ansehen nicht nur bei seinen hiesigen Kollegen, sondern in der deutschen Uhrmacherwelt über­haupt. Er. war ,Vorsitzender des Deutschen Uhrmacherverbandes.

Vom Rhein. Zur Regulierung des Fahrwassers an iden -Landestellcn am- Rhein nim-mt seit heute morgen die Königliche W-asser-b-aüinspektion in Biebrich -mit eiue-m D-ampfbagger Ausbaggerungen zunächst an- der Lande­brücke des Königlichen Hauptz-ollamts vor. Der Wass-cr- stan-d -des Rheins ist, nachdem er von 67 Zentimeter -auf 1,70 Meter in den letzten Tagen gestiegen war, seit -heute misdcr auf 1,40 Meter zurückgegangen.

Auszeichnung. Herr Philip» Zehner. Albrechtstratze 8, erhielt bei der Mainzer Kanarien-Ausstellung (Sektion des großen Geflüflelziichtvereins) auf einen Stamm Kanaricn (Seifert) fititf erste Preise, sowie de» 8. allgemeinen Ehrenpreis mit 303 Punkten bei stärkster Konkurrenz (Berlin, Dresden, Kassel, Hamburg usw.l.

-Fernsprechverkehr. Zum .Ferulsprechperckehr mit Wiesbaden ist n-euerdings zuge-lass-en der ni-r!derlän!dische Ort KooSduimen. Die GebÄhr für das gewöhnliche Drei- minuteugespräch beträgt 1 M. 80 Pf.

n. Lose-Schmindlcr. In der Nachbarschaft hat ein Schwindler Mitgliedsürkunden derInternationalen Sepienlose-E-esellschafk Bankhaus Dan-mark" an Dienst-, Mädchen für je 10 M. unter dem Vorgeben abgesetzt, daß in den nächsten Tagen Ziehung sei. und wenn .das ver­abfolgte Los nicht gezogen wurde, könnten die Inhaber bei 'irgend einer Bank 7 M. daraus e-rhe-ben. Später stellte, sich heraus, -daß -die Angaben des Verkäufers falsche -waren. Der Schwindler ist etwa 30 bis 33 Jahre alt, 1,66 Meter groß, untersetzt, hat dunkles Haar, großen blonden Schnrrbart und Auslug von Bollbartp -er trägt schwarz-grauen Überzieher mit stlbergrauem Sa-mtkrageu und schwarzen steifen Filzhut. Vor ihm sei hiermit ge­warnt.

Vorsicht! Bei dem Ei erliefe ranter» eines in der Sedanstraße -wvhnenldeu Kaufmanns, erschien gestern Morgen während -der üblichen Sonntagsruhe, ein Junge mit einem Henikelkvrb, um, wie er aii-gab, für den Kauf­mann 200 Eier abzuholen. Der Lieferant, welchem die geringe -Anzahl der. Lieferung gleich verdächtig vovkam,

lennt ihn -um lVorsitzendem und Milly, das Goldkiiiid, heiratet mit Reirnckes Mitgift ihrenVerehrer".

Elu-t satirische Komödie nennt Robert Misch feine B'icköerlcute". J-ener -freie, -übechnütige -Humor, der Komödie, wie er in Nosenows Kater Lampe z. B. fo deut- lich -ist, fehlt ih-n-eu. Es ist -viel -gallige Bitterkeit Zwischen -den witzigen Worten. Um so wirkungsvoller ist Misch die satirische Schärfe gelungen. Außer ein paar Tlnwahr- scheinlichkeiten -und Gewaltsamkeiten spricht alles von scharfsichtiger, mitleM.loser Beobächtung, stnh d-asGeschene -ist -Mit sicherer Hartd Strich .an Strich- -gefügt. Uusgeuvm-> men die etwas-breiten W-iederhoklni-gen.-in d-er Komik -der Re-cherch-ierbunch-cr, ist di-e Komödie auch Vühnentechnisch eine gute Arbeit. - -

Die Darstelluug fanst- fehr lohnend: Ausgaben. Herr Kt« n s H e r f arbeitete.'die nette Mischung von Skrupel­losigkeit, Heuchelei, -überlegenem Geschäftssinn und energieivoller Verschlagenheit, die der. famose Breithaüpt darstellt, in alten Einzelheiten charakteristisch Heraus und hatte besonders in den Ausdrücke-,, seiner väterlichen Affenliebe für das G-oldkind Milly Momente -von schlagendster Wirkung. Frau Breithaupt, die Übersetzung ihres Mannes in das GoMütlich-lHarmlost-re, - fand in Frau 'Krause die richtige, -gleichmütige Darstellerin. Für den sorglosen Leichtsinn und die selbstverständliche Verdorbenheit desGöMiuves." Milly verwendetc Fräu­lein Bla »den in Erscheinung und Spiel die richtigen Mittel. In ihrer.Schwester, Her wegen ihrer philiströsen Anständigkeit in,-dev Familie schlecht behanH-eltc» Kütc, brachte Fräulein Noormann den vo'-m Antor ge­wünschten Kontrast in hübscher Ehara-kteristik zur Gel­tung. Ihren Bräutigam, einen 'G-erichtsschveiber, der von seinem Gefühl als Königs. Beamter lebt, zeichnet: Herr Robert s mit einfachen Mitteln sehr eindringlich, Milly» Bräutigam, einen schwadronierenden Kausman'ns- -jün-gling, versorgte Herr Hetebrügge mit seiner forschen Koinandtheit. Den lebemännelNiden Rentier gab Herr Schultz« mit angenehm auffallender Diskretion un-d Herr R ü ck e r holte sich in der Episode, eines anarchistischen Professors -einen Spezialerfolg. Das gut besuchte Haus schien mit Autor und Tarstellern gleich KUfrieden. j. k

verlwcigerte die Aushändigung der -Eier mit dem Bemer­ken, daß er dieselben nmsstlL Uhr seM bringen w-olle. Der Junge lehnte 'dies jedoch Nb, er wolle die Ware selbst holen. Der «Lieferant hatte Mittlerweile iden Kaufmann verständigt und wartete mit diesem bis gegen %1 Uhr, jedoch ließ sich niemand mehr sehen. Die ganze Sache läßt einen plnmpen Schwindel vermuten, zumal ider Kaufmann niemand einen solchen Auftrag erteilt hatte. Da es anderwärts versucht werden könnte, sich aus ähn­liche Art uNd Weise Waren verschaffen zu wollen, so- sei hierdurch- vor dem Schwindel gewarnt.

EinNaturmensch" hatte sich gestern abend -in der Imbißhalle von Georg Wächter in der Schulgasse -vo-rtzc- stellt. Eine sehr dünne Somm-erhofe, -ein Novmalhe-md, S-aNöalen uNd ein Uberzieher waren seine ganze Be­kleidung. Seine Heimat ist Hamburg. Wie -der junge Mann erzählt, -mußte er jeden Beruf, welchen er- ange- sangeu, krankheitshalber wieder ausgeben. Bvm 15. bis 20. Lebensjahre hätte er ein -Lungen leiden gehabt, un-ö- da er keine Heilung fand, habe er sich gesagt, daß die Natur helfen müsse. 'So hätte er sich aufge-m-acht, um Naturmensch" -zu -werden. Nur das Habe ihm Heilung gebracht uNd er könnte diese Kür nur jedem Kvan-ken empfehlen. Damit ist aber noch lauge nicht gesagt, daß sie -auch jeder aushält.

Handelsregister. Das Geschäft irnter der FirmaMax Gabali zu Wiesbaden" ist auf den Kaufmann Heinrich Fried zu Wiesbaden übergegangen. Die Prokura der Ehefrau des Max Gabali ist erloschen. Der Übergang der in dem Betriebe des Geschäfts begründeten Handelsschulden ist bei dem Erwerbe des Geschäfts durch den Kaufmann Fried ausgeschlossen. Der Sitz der FirmaAllgemeine Städtereinigungs-Gesellschaft, G. m. b. H.", ist nach Berlin verlegt.

tl. Ein Spaßvogel, -der Kaufmann Verthold W., kam eines Tages aus den Einfall, seinen in -kinderloser Eh« verheirateten Freund auzuulkeu, und zwar durch ein Zeitun-gsinserat. Er inserierte: Kräftige Schänkamme ge­sucht. C . . ., -Daurbachtal." Dom Freund,-der nun-eine Zeit lang von Bewerberinnen um di-e ang-e-bliche -Stelle überlaufen wukde, ging der Spaß doch über die Hut­schnur: das.Manuskript des Inserates würde -der Staats­anwaltschaft übermittelt, welche gegen den Urheber An­klage wegen Urkundenfälschung erhob. Die Strafkammer sprach den Ange-klagton frei, -da nicht nachgeiwi-esen- sei, daß er irgend welche TäusHungsabsicht hatte, als er den Witz" machte.

o. Unfall. Der Maschinenmeister des HotelsEii-gel- Schwan", Richard Siedle« b urg , ist am Sainlstag- n-aHwittag daselbst verunglückt. Er trug eine schwere 'Kopfverletzung davon und mußte -durch die Sanitätswache in das städtische Krankenhaus gebracht -werden.

Das Konkursverfahren über das Vermögen des Buch­druckers August G i e b e r m a n n Ir von Erbenheim ist, weil eine den Kosten des Verfahrens entsprechende Konkursmasse nicht vorhanden ist, eingestellt worden.

Kleine Notizen. Die Ehelente Militär-Invalide Enden- b a ch hier feierten gestern ihre silberne Hochzeit. In der Nacht, zum 4. d. M. wurden aus der Schenerlingschen Wirt­schaft in der Schwalbacherstraßc ein geräucherter Schinken und vier bis fünf Schwartenmagen gestohlen. Die Graben- ftrafje wird zwecks Reparatur einer Wasserleitung auf die Dauer der Arbeit für den Fnhrverkehr polizeilich gesperrt.

Fremden-Verkehr. Zugang der zu längerem Aufenthalte angemeldeten Fremden: 483 Personen.

Gerichts saal.

* Hamburg. 5. Februar. Das Oberkriegsgert cht in Altona verurteilte den Feldwebel Dvrich vom HamburgerPionier- Batatllon wegen fortgesetzten Betruges zu 3 Monaten Gefängnis. Dörich hatte die Rekruten bei den Einkäufen übcrvortcilt und sich von ihnen Betrage von insgesamt 500 M. entliehen.

* Dresden, 5. Februar. In später Abendstunde wurde gestern das Urteil im Pro z c ß gegen den früheren, der Unterschlagung angeklagten Direktor der Fabrik photographischer Apparate aus Aktien, vormals Hüttig u. Sohn, Karl Richard Hüttig, und seine Mitangeklagten gefällt. Hüttig wurde zn vier Jahren Gefängnis und 500 M. Geldstrafe, Prokurist Knauthe zu 1000 M. Gcldstrmc, die Aussichtsratsmitglieder Pekrun und Salomon je zu 2000 M. und Fjchtuer zn 500 M. Geldstrafe verurteilt.

Aus Aunll nutz Leben.

Konzert. DerS H u h c r t - B n n il>" gab am SoNvta-gaöen'd im Saale bes Kasinos sein -bicsw'interliches Bereinskvnzert, und zwar, wie wir gleich hi-niz-usügen wollen, mit außerordentlich gutem Erfolg. Dev Dirigent, Herr Wilhelm -G eis, Hat seine Sängerschar vorzüglich an der Hanb nnb vertritt seine Ausgabe mit S-chneihtstkeit itnb- Energie: -jedem seiner Winke folgt -der Verein mit Ausmerksa-mkeit und in stets frisch -angeregter Weise. -Be- rechittgten Beifall fanden die Schn'bertsche-n -Ehorkield-er Die -Nacht" nnb-Die Sehnsucht", die in bezug aus In­tonation, Schattierung nutz -Aussprach-e hie sleitzi-gst: Feile bcw-i-esen,' -zrr-ei Chorlieder von Abt erfreuten -durch -warm- -füHlenben Zug 'in der -Wiedergäbe: das T:nor-soko im Ave Maria" brachte -der Dirigent selbst, 'durch 'wohl- geschülte Dtinmitn-itiel begünstigt, unter -all-ge-ineinem Bei­fall z-n Gehör: gleich gute -Wirkung erzielte derSchubert- Bunid" m'it dem Vortrag derGitanella" von Orlando Lasso, das i mit feinen lieblichen Ech-oessekten cku eupo gc-wünschi w-ützde, un'd mit den hübsch ausa-ear-beiteten 'B-olkskiedern zum Schluß. Ein seltner Glanz ward dem Konzert verliehen durch das Mitwirken unserer so beliebten iSang-es'm-ei'-stcrin Frau Pros. Nelly Schlar- Br ob mann. Jeher ihrer Liedervvrträge lwnr-öe mit jnbeln-dem Applaus belohnt. Nächst zwei Schu-bertschen Liedern brachte Frau Brodmann -drei der schon in ihren, eigenen Konzert mit größtem Beifall anfge-n-vmlme-ncn Lieder von Schümann, H. Wols und Otto Dorn zu Ge­hör, denen -sie auf allgemeines Begehren noch- eine Zu­gabe folgen lassen mußte. -Herr Kon-zertmeister Nv mack spielte mit 'bekannter Virtuosität z-wei Sätze aus 'den, 6-moii-Kvnzert von Bruch unh einige Solo-Piecen und errang sich damit e-bcn-falls uneingeschränkten -Erfolg. Manches in den Vorträgen der vei'öen genannten Solisten hätte wohl noch esscktvoller gehoben -iverden können -durch eine ans gleicher künstlerischer Höhe stehende -Klamevbe- glcitnng: Fräulein C. -Geis -bewies zwar -fleißiges Stu-d-rum -unv- pian-isti'sches Geschick, aber die gestern an sie gestellte tlmfangreiche unst anspruch-Apolle Aufgabe überstieg noch zuweilen ihre Kräfte- -est.

Kleine Chronik.

Selbstmord. Di*. Ritter von Ofcnheim hat sich an­geblich wegen mißglückter geschäftlicher Transakti-onev erschossen.

Ein großer Skandal droht in Br-est ansznbrechen. Es heißt, daß mehrere hohe Beamte, sowie e-in Unter­nehmer, 'der mit dem Staat behciitc-n-üe A-bschlüssc gemachi hat, in der An-gele-genheit kompromittiert sind. Der Un-> tern-chnl-er soll -die dem Staate vorenthaltenen Summen unter -die betressenden Beamten -verteilt -hüben.

Flüchtig. Der zur Di-enst-leistung beim 128. -In- santerie-R-e-giment in Dan-zig auf ein Jahr -kümmanidievte rumänische Leutnant Besel-i -ist nach Berübu-ng großer Schwindeleien flüchtig, wodurch vornehmlich eine Juwe- lierfirm-a geschädigt würde. j-L.-'A.)

Uberranntes Lotsenboot. Der DampferO'din" iiber» rannte in der Nor-d-see ein Lotsenboot, das spsort sank. Zwei Lotsen ertranken.

Letzte Nachrichten.

Kontincntal-Telegraphen -Kompagnie.

Paris, 6. Febru-ar. Der ,,-Mat-in" teilt in-it, daß der frühere Mimstorpräsibent und KulbnÄmmrister CombeS wenige Stunden vor seinem- Rücktritt d-ie von -dem ehe­maligen Bischof von Dijon Len-o-r-dez geso-vderte Absetzung der beiden Generalvikare der Dijo-n-er Diözese bestätigt -habe. Durch -diese Entscheidüng habe Co-mbes, -imdemi er den Akt eines von ldem Vatiian ab-gesetzten Bischöfe^ billigte, die von ihm angestrebte Tre-nnnna von Kirche -und- Staat -beschleunigt. Von anderer- Seite wird- be­richtet, daß der Bischof Lenovd-e-z, -da er- sonst G-osaihv laufe, exkommuniziert zn werden, nicht w-iedev. nach Dijon zu-rückkchre und daß >die französische Regiernng! ihn wegen der Verweigerung seiner Amts-a-usü-bun-g aäH setzen werde. In -diesem Falle würden d-ie' Domherr^ der Diözese zwei Generalvikare wühlen; eventuell würde! der älteste -dieser Do-mh-erren bis Verwaltung -der Diözefg bis zur Ernennung eines neuen -Mschofs oder -bis zu-v Kündigung des Konkovdates Mernehmen-.

Paris, 6. Februar. Aus Buenos Aires wird gemeldet: Dem Präsidenten Manuel Quintana, welcher tm Oktober 1904 für 6 Jahre gewählt worden ist, gelang es dank der kräftigen Initiative des Vizepräsidenten Alcorta, den Aufstand in dev Hauptstadt vollständig niederzuwerfeni. Die wesentlichste Gefahr drohte vom 9. Kavallerieregiment, dessen Offiziere in das Rote. Hans, den Sitz der Regierung cinbrangen und Quintana und Alcorta gefangen nehmen wollten. Die Unteroffiziere aber be.' mächtigten sich mit Hülfe der ihrem Befehl gehorchenden Mann-' schäften- aller Offiziere und schleppten sie ins Gefängnis. Die un- bekannten Führer der Bewegung, welche im Innern der Republik noch fortdanert, verfügen über beträchtliche Dqnamitmengen. Irr Bi'enos-Aires wurde die Pasomorales-Brücke zerstört. Fünf Minen wurden rechtzeitig unschädlich gemacht. Der Belagerungs- zustand für 30 Tage ist in ganz Argentinien verhängt. Die Reserven der Klassen 1880/83 sind einberufcn.

Depeschenbureau Herolt.

Petersburg, 6. Fsbr-u-ar. Der -Abtvansport des '4. Armeekorps nach dem ostasiatischen Kriegsschauplatz« soll in -der -dritten Febrna-rwoche beginnen. (L.-A.)

lick. Erfurt, 6. Februar. In Obersuhl ist die A e n t ck st a r r e ausgebrochen. Bisher wurden vier Fälle konstatiert, von denen einer tödlich verlief.

hd. Berlin, 6. Februar. In Moabit warf vor dem Haufe Holsteiner Ufer 2 die Kutscherfran Schlender ihre beide» Knaben im Alter von 4 und 2 Jahren in die Spree und- sprang selbst nach. Alle drei wurden gerettet. Es handelt sich um die Tat einer Geisteskranken.

1:6. Berlin. 6. Februar. Auf dem gestrigen Bankett dev Automobil-Ausstellung, an dem ca. 600 Personen teilnahmen» hielt Prinz Heinrich eine Rede, in der er auf die Verdienste deS Kaisers um die Automobil-Industrie hinwies. Minister Budde versicherte, daß die Staatsrcgterung dem Automobilismus jedwede Unterstützung werde zuteil werden laffen.

lul. New Nork, 6. Februar. Die Arbeiten- a m Panama-Kanal machen deraistig-e Fortschritte, daß nach 'dein Bericht -d-cs amerikanischen G-osanbtM in Panama die Vollen-dun-g des gep-Iantcn Nive-a'n-Künals aus Ende 1914 angesetzt ist. (B. T.)

hd. New Mark, 6. Februar. Auf der New Aorker Zcntralbahn ereignete sich ein eigenartiges nächtliches B a h nu n g l ü ck. In­folge Kesselexplosion der Lokomotive eines entgegenkommenden Zuges wurde der West-Expreß aus den Schienen geschleudert. 2 Bahnbeawtc wurden gciötet und 24 Passagiere meist schwer verletzt.

hd. New Bork, 6. Februar. Infolge andauernder ganz ab­normer Kälte in den Vereinigten Staaten sind viele Häsen zu gefroren. Auf den New Aorker Wasserläusen blieben mehrere Schiffe im Eise stecken.

Wetterdienst

der Landwirtschastsschulc zn Weilbnrg. Voraussichtliche Witterung für Diensta-g, d-cu 7. Februar 1605:

Zeitweise windig, trübe, etwas milder, viclsach Regen. Genaueres durch die Weilburgcr Wetterkarten, welche an der Plakattafel desTagblatt"-Hauses, Lang- gasse 27, täglich angeschlagen -werden.

Geschäftliches.

Geleganheii bietet sich im Einkauf von

Juwelen, Mi-, Sierwarei n. Uira

da wir die Preise aller vorrätigen Waren »»«««>» »«,»>» ermässigten, weil wir bereits am 1. März er. das Geschäft V&illieliiistrasse S« (Fnrkliotel) eröffnen. 262

E. Schürmann & Co., Hofjuweliere pp.,

Wilhelmstr. 6 ^ViesbKden, Wilhelmstr. 8

Di- Ab-nd-A«sgai»e «ntHtfrt 12 Seite«.

Leitung: W. Schulte vom Brühl.

CD

Verantwortlicher Redakteur für Politik und Aeuilleton- W. Schulte vom BrÄhl tn Sonnenk-erg; iür den übrigen redaktionellen Teilt C. Röthrrdt; für die Anzeigen und Reklame»: tz. Dornaui: beide in Wiedbaden.

Druck und Verlag der L. -sch eilend erg scheu Hos-Buchdrnckerei in Wieldadm.