Einzelbild herunterladen
 

Sette ©. Feettag, 3 . Fvde«»e 19 VS. _ MEckerr-ArrsK-rße, 1 . Älrttt. _ U». 5 ?,

Schutzbrille und Schlitzen für die Ohren, gewählt. Dazu gehört ein Pslzcmzu-g, der die Brüst schützt. Der Spitz fährt gleichfalls im Automobil. Der Hund leistet dem Automolbilisten nicht nur Gesellschaft, er kann auch dazu abgerichtet werden, das Gefährt zu bewachen. Das ist des anders toichtig für einen Mann, der ohne Chauffeur fährt.

* Humoristisches. Zartfühlend.Sie sind in Trauer, Herr Müller?"J!a, die Mutter meiner Frau

ist kürzlich gestorben!"Mein Beileid! . Aber

warum sagen S' denn nicht gleichSchMegebmutter?""

Ja, schau'n S', sie war halt eine gute Seel!"-

Raffiniert .Nein, das laß ich mir von

diesem frechen Menschen nicht gefallen,' sofort gehe ich zn ihm und mach' ihm Grobheiten!"Ach, du guter Lapp, bis du hinkommst, ist ja dein Zorn schon längst wieder verraucht!"Nein, ich ziehe zuvor eigens meine engen Stiefel an!" (Meggend. Bl.)

Kleine Chronik.

Ehejnbiläums-Mcbaillen. Während d:s Jahres 1604 find in Preußen 1490 Ehejubiläums-iMedaillen verliehen morden. Davon fallen auf die Provinzen: Ostpreußen- 41, Wefftprentze-n 86, Brandenburg mit Berlin 211, Pom­mern 108, Posen 52, Schicksten 136, Sachsen 148, Schles­wig-Holstein 92, Hannover 186, Westfalen 158, Hessen- Nassau 76, Rheinvrovintz 256 und Sigmaringen 2; zusammen 1490 Medaillen. Bon derr mit der Medaille tbeliehenen Ehepaaren gehörten 1162 dem evangelischen, 306 de!m katholischen Bekenntnis an. 22 lebten in evange­lisch-katholischer Mischehe, 2 gehörten der MönorWen-, je 1 der Baptisten- und der MechMstew-Sökte an, 83 Ehepaare waren jüdischer Religion, 10 Ehepaare feierten das 60jährige Ehejubiläum.

Gesangwettstreit in Godesberg. Dem M--G.-B. Fidelio"^Gvdesberg wurde anläßlich der im Juli d. I. tattkinbenden Feier seines 25jährigen Bestehens, ver­bunden mit nationalem Wettstreite, von Sr. Kaiserlichen und Königlichen Hoheit dem Kronprinzen eine pracht­volle Ehrengabe gestiftet.

Das diesjährige Jahresfest von Deutschlands Groß­loge II. (I. O. G. T.) gewöhnlich Großlogenfest ge­nannt findet am 22., 23. und 24. Juli in Danzig, und zwar in der dortigen großen Ausstellungshalle statt, die .den 8000 bis 4000 Besuchern bequem Raum für ihre Ber- Handlungen bieten wird. Die Vorbereitungen des Festes sind unter Leitung des Vorsitzenden des HestauAschnsfes, prakt. Zahnarzt Martin Ahrenfeldt, Danzig, Lang­gasse 60, irr vollem Gange. Da man den Bestrebungen lder Guitempler in West- und Ostpreußen von vielen Seiten eine rege Anteilnahme entgegenbringt, so wird das 'diesjährige Grvtzlogensest voraussichtlich das vor­jährige, in Altona veranstaltete noch üvcrtresscn. Die Firma F. Schichau in Elbing z. B. überwies den dortigen Logen für die Einrichtung ihres neuen Logenheims un­längst die Summe von 800 Mark.

Hohes Alter. Kürzlich feierten in Jngvlstädt der 'Privatier S. Ncnmayer und in K'itzingen die W^ttwe eines Herrschaftsdieners den 103. Geburtstag.. Der Tag ist bei beiden nicht mehr sicher festzustellen, da die Kirchen­bücher verloren gingen.

Eine gute Natur Muß der Eigenkätner Kairies zu Skroblienen bell Tilsit haben. Bei dem starken Froste der Weihnachtszeit mar der Mann unterwegs in ange- truärkenem Zustande liegen geblieben, wobei ihm Hände unld Füße erfroren. Anstatt sich- zu einem Arzte zu be­geben, wurde die Heilung, wie dieOstd. Ztg." berichtet, -durch allerlei Hausmittel versucht. Als die, Achen da­bei zu ditern ansiNgen, entlödi'gte er sich derer durch' eigenhändiges M'knetsen mit der Zange. NachMm die Stümpfe" verheilt sirtd, ist der Mann wieder wohl und rnuNter aus den Beineu.

Schematismus. Als Beitrag zum Eise'nbäHn-Schckma- tisMus sei die Tatsache erwähnt, daß auf Mn Bähnhose Haünvver Sämaviter, wenn sie iw Dienst der Nächsten- kieve den Bahnsteig betreten wollen, jedesmal eine B'ahn- stevgjkarte zu lösen hüben (!). Danach zu urteilen jeden­falls auch die Feuerwehrleute, wenn einmal ein Brand entstehen sollte, sowie die Arzte im Falle eines Eisen- bähmr-nglücks.

Dreifache Allianz. Eine große Seltenheit ist es, daß drei Brüder drei Schwestern he-iraten. In BnschwinVel bei Liegnitz heiratet jetzt, nachdem zwei Brüder Fedk: zwdi Schwestern Lu'dke geheiratet haben, der dr'ttte Brnder die dritte Schwester.

Im vegetarische« Kinderheim. Der Speisezettel eines vegetarischen Kinderheimes wird von derSchles. Ztg." veröffentlicht. Der Küchenzettel lautet: Sonntag: Äpfel- suppe mit in Butter gerosteten Semmeln, Knödel mit Eiersanoe, Dämpskraut. Montag: Bohnensuppe, Apfel­reis, gedämpfte Birnen. Dienstag: -Gricssuppe, Kar­toffeln nnt Pilzsauce, Spinat mit Eiern. Mittwoch: Erbsensuppe, Mohrrüben und Kartoffeln, .Kompott uild Obst. Donnerstag: Schlesisches Himmelreich, Mehl­speise. Freitag: Apselsuppe, Bratkartoffeln -mit Rührei, Sagopwü'diwg mit Fruchtsauce. Samstag: Pilzsuppe mit Nockerln, Kartoffeln 'mit Sauregurkensauce, Eierkuchen. Zum Frühstück erhalten die Kinder Milch, eventuell mit Kornkaffee oder Kakao gemischt, zum Abendessen Butterbrot, gebratene Apfel oder Suppe, Eierspeisen und Milch. An Stelle des zweiten 'Frühstücks wird nur Obst verabreicht. Nachmittags wird nichts gegeben, dafür zu Abend gegessen und zeitig ins Bett gegangen. Die Kinder gedeihen bei 'dieser Kost vortrefflich.

Schnee. Bon der bayerisch-tirolerischen «Grenze werden große Schneefälle gemeldet, 'die seit vier Tagen bereits andauern. Bei Mittenivald gehen schon seit mehreren Tagen mit 16 Pferden .bespannte Schneepflüge nnunterbrochen, nm die Staatsstraße dem Berkehr zu erhalten. Der Schnee liegt im Durchschnitt 120 Zenti­meter, auf den Bergen sogar bis zu 3 Meter hoch. Das Wild kommt ausgehungert in die Dörfer und >zu den Einzelhöfen.

Kapitän Leithänser, der in seemännischen Kreisen durch seine Nebelschallsignale bekannte Führer des DampfersMoltke" der Hamburg-Amerika-Linie, ist in seiner Wohnung in Hamburg, an Gas erstickt, tot aufge- funde» worden. Der Gummischlauch, der 'der auf dem

Tische stehenden Studierlampe -das Gas zusührte, hatte sich von der Lampe gelöst. Kapitän Leithäuser hatte die Führung des DampfersMoltke" für die Dauer der Orientreise an einen Kapitän abgeben müssen, der mit den Verhältnissen im Mittelmeer seit langen Jahren vertraut war. Der Verstorbene war von der Leitung der Hamburg-Amerika-Linie bei den Neubauten der Ge­sellschaft als Baubeaufsichliger in Aussicht genommen. Kapitän Lcithäüser hinterlätzt sechs unmündige Kinder.

Schiffsnniergä'nge. Der Kapitän -des auf der Reise nach Kopenhagen am 31. Januar in Leith an gekommenen dänischen DampfersKong Inge" berichtet, daß im Jsasjord an der Küste von Island tm Orkan ein Kutter und drei Boote untergtngen, wobei 15 Personen er­tranken.

Ein Schnellzug von Paris nach Bordeaux überfuhr in der Nähe von Etampes fünf Arbeiter, die auf 'der Strecke beschäftigt waren. Zwei derselben wurden ge­tötet und drei schwer verletzt.

Verhängnisvolle Neugier. Gor einer Pariser Ziv'il- kamMer wurde ein interessanter Prozeß verhandelt, den die Gattin eines verunglückten Eisenbahnschaffuers gegen die Gesellschaft der Ringbahn angestrengt hatte. Der Schaffner Tremiblay wurde eines Tages im Tunnel von Bellcville tot a'usgckfirstden. Sein Körper war durch Eisenbahnzüge gänzlich zerstückelt worden. Die Beweis- ausnechme stellte fest, daß Tremblay selber Schuld ^ an seinem Unglück war. In einem Coupck 1. Klasse seines Zuges saß ein Liebespärchen. Als sie nün durch» den TunNel sichren, packte den Schaffner eine unwidersteh­liche Lust, das zärtliche Paar zu belauschen. Er lief also aus dem äußeren Trittbrett bis zu dem fraglichen Coups, als plötzlich ein Zug von der entgegengesetzten Richtung kam und Tremplay zermalmte. Die Witwe Tremplay forderte nun eine Pension für sich und ihre Kinder. Der Gerichts-Hdf nahm aber an, daß Tre'miblay nicht im Dienst verunglückt, sondern ein Opfer seiner Neugiepde geiv-or- den sei, und unter diesen llmständeu auch die Gesellschaft zur Zahlung einer Pension nicht ge'zwungeu werden könne. , ^ .

Die Massenerkrankungen der Teilnehmer eines Fest­essens in einem vornrHmen G'astüof Stockholms sind jetzt nach dem Gutachten des Stadtarztes ans den Genuß giftiger Austern zurückzirftihven. Bon den 350 Teil­nehmern erkrankte die Hälfte unter Bergiftmngscr- scheinungen, und vier Personen mußten den Austern- gcnuß mit dem Leben bezahlen.

Die Frauenarbeit im russischen Eisenbahndieust ist in den letzten Jahren sehr ausgckdchnt worden. Rach den neuesten AusMUen arbeiten an den 25 Etaatsbahnen nicht weniger als 22 000 Frauen ans den verschiedensten Gebieten, sogar als Wächtcr'inn'en. «DaS Gehalt ist verhältnismäßig sehr niedrig und beläuft sich dnrchschnitt- lich nur aus 130 bis 135 Rubel jährlich. Die Buchhalte­rinnen bekommen 450 Rubel, die KDnwär'ieÄnnSst nur etwa 40 Rubel jährlich neben freier Dienstwohnung und geringen sonstigen Züw-snSmvgen.

Die kleinsten Heere der Welt zählt eine englische Zeitschrift auf: Das kleinste Heer der Welt hat Monaco mit 76 Gardisten, 75 Karabintern und 20 Feuerwehr­leuten. Dann kommt Lnxenvbnrg mit 136 Gendarmen, 170 Freiwilligen und 39 Musikern. Im Kriegsfälle kann die Zahl der Freiwilligen zeitweffe auf 250 erhöht wer­den. In der Republik San Marino hat man di« all­gemeine Wehrpflicht eingeführt, so daß neun Kompagnien gestellt werden können, die 950 Mann und 88 Offiziere unter dein Oberbefehl eines Marschalls zählen. Das ist aber die Kriegsstärke des Heeres, in Frieidenszeiten be­trägt die Heeresstärke nur eine Kompagnie von 60 Mann. Auffallend ist die Zahl der Offiziere im Verhältnis z« den Gemeinen in der Republik Liberia, denn neben 800 Offizieren gibt es nur 700 Gemeine.

Kstzte Nachrichten.

wb. Petersburg, 21 Februar. Amtlich wird gemeldet: Der Leiter -der O b e r p re ß v e rwa lt-u n g , Svereff, wurde seines Postens enthoben.

iS

wb. Hamburg. 2. Februar. 3» Engelmacherin Wiese wurde heute früh hier h i n g e r i ch t e t.

wb. New «Ivrk. 1. Februar. In Sachen des früheren Inspektors der SÄiffsrürnpfe, Lundberg. der im Zusamwenpang mit dem am 18. Juni 1W4 stattgehabten Brande des DampfersGeneral S l o c n m des Totschlag» angc- klagt war, konnte die Jury sich nicht über den Wahrspruch einigen. Das B erfahren gegen Luudberg wurde infolge degen ci n- a e st e ll t. Im Laufe der Verhandlung ordnete der Richter die Freilassung des früheren Inspektors der Keffel, Flemmmg. an, da die Fahrlässigkeit desselben nicht erwiesen sei.

Einsendungen aus Lew Leserkreise.

* Sehr geehrter Herr! Gestatten Sie mir, Ihnen höflichst mitMrtle», daß alle S p e ! n l a t i o n s g c w i n it t aus Grunöstü ck ß Verkäufen selbst gekaufter Grundstücke zur Einkoumiensteucr hcrangezogen werden, genau wie der Gewinn und das Erträgnis aus Handel und Gewerbe: nach dreiiahr.gem Durchschnitt. Unabhängig davon ist die neue Grundsteuer nach dem sogenannten gemeinen Wert, welcher durch die Steucr- kommission sostgestellt wird, einerlei, ob das Grundstück etwas einbringt oder nicht. Kommt hierzu noch eine Erhöhung der Uwsaystener und eine Wertzuwachssteuer, so wird und must der Verkaufspreis von widerstandsfähigen Besitzern um alles dies gesteigert werden und schwache Hände haben den Schaden davon: am meisten Schaden werden die Bauunternehmer und Banhand­werker haben, denen das Bauen mit Hülfe von Kredit schwierig oder unmöglich worden wird. Das flüssige Geld, welches den­selben jetzt bei Beginn des Baues zur Disposition steht, mutz zur Zahlung der Umsatz- und eventuell Wortzmvachssteuer genommen ,verden und cs wird sehr schwer werden, die Handwerker in irgend einer Meise sicher zu stellen. WaS das für die Stadt und die Stadtkasse iw. Laufe der Jahre bedeutet, wen« die Umsätze sowohl wie die Errichtung von Neubauten nach und nach auf­hören werden, kann sich jeder selbst sagen. Die Kanalsteuer wird lästig und ungerecht werden: warum soll nicht die anerkannt gerechteste oller Steuern in Wirksamkeit treten, die keinen Psennig Mehrkosten der Erhebung bedingt, an Stelle dieser einseitigen Projekte: die Einkommensteuer! Eine Erhöhung der Einkommen­steuer um 20 Proz. wird jeder lieber tragen als eilte Spczial- steuer neben der Ginkommenstcner und denjenigen möchte ich sehen, der deshalb von hier wegzieht, wo er für 20 M. per Jahr das Äürbaus zur Lersügung hat und seine Unterhaltungen.

A. B.

HandeSsteile

Siaülwerksvoiband und EoMcnnot. Der Stahlwe'rks 1 verband! hat, wie dieF. Z. mitteilt, bis jetzt trotz der Kohlemiot mit den ihm angeschlossenen Werken seinen Verpflichtungen nach- kommen können. Die Gefahr, daß eine Einschränkung ein- treten müßte, sei durch die Übernahme der Betriebstätigkeit der Werke infolge Zufuhr fremder Kohlen bis auf weiteres ver­mieden. Demgegenüber wird aber andererseits gemeldet, dafi außer dem Phönix in Ruhrort und der Westfälischen Union in Hamm bereits in den nächsten Tagen weitere große rhoinisch- wcstfälische Werke, sowie solche des Siegerlandcs zum, Still­stand kommen. Auch in der Bergischen Kleinindustrie liegen zahlreiche Werke still. Die Friedrich wird in

der nächsten Woche den Betrieb einstellen, da die Beschaffen­heit und der Preis der ausländischen Kohlen eine weitere Auf­rechterhaltung des Betriebs nicht zulassen.

Vereinigte Königs- und I»aaraMUe. Der Abschluß des 2. Quartals und des. 1. Semesters, dessen Hauptziffern der Tele­graph meldete, haben an der Börse keine günstige Beurteilung gefunden und den Kurs der Laura-Aktien um 1 Proz. gedrückt. Gestern ist wieder eine leichte Besserung V 2 Prozent ein­getreten. Man hat bei der Beurteilung offenbar nicht genügend' in Betracht gezogen, daß die Quartalziffern der Gesellschaft durch die Beteiligung an dem Stahlwerksverband gegenüber den früheren Jahren eine starke Verschiebung erfahren haben. Aus diesem Grunde war bereits im I. Quartal, JuliSeptember 15)04, ein Ausfall gegenüber dem Vorjahr zu konstatieren, und die gleiche Sache spielt für das II. Quartal mit, dessen Ergeb­nisse nun vorliegen. Wenn man diesem Umstande Rechnung, trägt, so muß der ausgewiesene Bruttogewinn von 1705 023 M. sogar als recht befriedigend bezeichnet werden, denn er bleibt hinter dem Vorjahr nur um 29 793 M. zurück, geht aber über das Erträgnis des vorangegangenen Quartals um 29 006 M. hinaus. Zu den Einzelheiten ist noch zu bemerken, daß dass polnische Werk Katharinenhütte unter den ungünstigen Ver­hältnissen zu leiden hatte, die gegenwärtig in Rußland herrschen. Es ist aber mit Sicherheit darauf zu rechnen, daß nach Wiederherstellung der Ruhe im Innern und Be­endigung des Krieges für die russische Eisen-Industrie ^ eine Periode des Aufschwungs ein tritt, welche der Katharinenhüüe um so mehr zu statten kommen wird, als ihre Entwickelung durch den neuen Handelsvertrag gefördert werden wird.

Konkoidia-Bcisbau-GesEiiU'cha.it. Zu denn wieder aufge ­tauchten Fusionsprojekt, das eine Vereinigung der Zeche Konkordia mit der Gewerkschaft Deutscher Kaiser vorsieht, ist zu melden, daß dieser Plan kaum Aussicht auf Erfolg hat. hm anderes Fusionsgerücht, die Verbindung mit der Gutehoffnungs- hütle in Oberhausen, soll mehr Aussicht auf Verwirklichung haben.

Zcmenlaktien. Die in den letzten Wochen bekannt ge­wordenen Jahresberichte von Zementwerken haben fast durch­weg sehr schöne Abschlüsse gebracht, weit besser, als man sie erwartet hatte. Die Folge davon war, daß auch die Zement- aktien am Industriemarkt wieder gesuchte Artikel waren und z. B. Höchster Zement in den letzten Tagen um rund 9 Proz. gestiegen sind. Aber auch Adler, Breitenburger und Ober- schlesischer Zement haben 3 bis 5 Proz. gewonnen. Nach den Berichten aus der Industrie dürfte anzunehmen sein, daß das gute Geschäft für die nächste Zeit anhält und es liegen bereits bei den meisten Werken recht respektable Bestellungen vor.

Pfälzische Eisenbahnen. Laut vorliegenden Berichten er» gibt die Beiriebsreehnung der Pfälzischen Bahnen für 1904 ein Aktivsaldo von 412 553 M. gegen 1 102 386 M. im Vorjahr. Es kommt daher eine Superdividende von */* Proz. (i. V. 1 Proz.) zur Verteilung. Die Aktionäre der Ludwigsbahn erhalten 9 l /i Proz., die der Maxbahn 5°/o Proz. und die der Nordbahn 4 V» Proz. Im Vorjahr wurden 10, 6Vs und 5 Proz. verteilt.

Zm indnslrieücn trag* Von der Verwaltung der Nien­burger Eisengießerei und Maschinenfabrik sind Mitteilungen in die Öffentlichkeit gelangt, laut welchen das Werk gut mit Auf­trägen versehen ist. In den Gießerei-, sowie in den sämtlichen Werkstätten muß mit Überstunden gearbeitet werden. Die Preise lassen allerdings noch zu wünschen übrig, doch wird auch hierin auf baldige Besserung gehofft. Über das Resultat des laufenden Jahres läßt sich noch nichts sagen, nachdem erst 6 Monate verflossen sind. Bekanntlich hat die Unter­nehmung schon durch einige Jahre mit Unterbilanzen gearbeitet; zuletzt ist dieselbe von 36 671 M. auf 14 168 M. gesunken. Möglich, wenn auch noch sehr wahrscheinlich, wäre es, daß die Unterbilanz mit Ende dieses Geschäftsjahres- verschwindet.

Keine Finanschraask, Die Bergisch-MärkisChe Industrie­gesellschaft in Barmen wird 7 Proz. Dividende wie in den Vor­jahren vorschlagen. Die seit nahezu 70 Jahren bestehende Leinen- und Ausstafiungsfirrna Irmscher u. Ko. in Chemnitz ist insolvent. Es sind 50 Proz. geboten. Verschiedene größere Berliner Firmen sind beteiligt. Die Mechanische Seihvaren- fabrik in Bamberg ist in der Lage, eine Dividende von 10 Proz. auszurichten, gegen 8 Proz. im Vorjahr. Der Schweizerischen Lebensversicherungs-Renten anstatt in Zürich ist die Erlaubnis

zum Geschäftsbetrieb in Deutschland erteilt worden. Die Leipzig-Anhalter Hautwollfabrik Haesloop u. Ko., Aktiengesell­schaft Rodleben bei Roslau, wird 4 Proz. gegen 3 Proz. Divi­dende. vorschlagen. Die Stadt Mainz nimmt eine neue An leihe im Betrage von 6 Millionen Mark auf. Die Bayrisch«. Brauereigesellschaft Kaiserslautern zahlt 6 Proz. Dividende gegen 5 Proz. iro Vorjahr.

GEschWLichGS.

Haara-mW, hKKrspÄie, tzaarftch

und die lästig cn SÄuppcn beseitigt und nertnubert das altbe­währte und allein ächte Pfarrer sincipp* Brennesse haar« wüster, befördert sehr den HaarwnKs und stärkt die E«p?- nerneu. Man achte genau auf Bild und Name -zug Seb. Kneipp und hüte sich vor den vielen, oft stör schädlichen Nachahmungen. Zu beziehen durch 308

Aneivp-Yaur, nur Rheinstr. 59.

Telefon »34V.

«L>

-§33

Gelegenheit bietet sich im Einkauf von

Junta, &rt-, Siltermei 1 Uten

da wir die Preise aller vorräticen Waren äsoelimal» ermässigten, weil wir bereits am 1. Marz er. das Geschäft Wilhelmstrasse 38» (Pairkliotel) eröffnen. 262

E. Schürmann & Co., Hofjuweliere pp.

WUhelmstr. 6 Wiesbaden, Wilbeimstr. 6.

jpt* MSrg ejr-Aris^abe rrmfaßt »4 Sette«.

Leitung: W. Schulte vom Brühl.

crantwortlicher Redaktcur für den gesamten redaktionelle» Teil: L. Ratherbt; für die Anzeigen und ReNameu: H. »ornauf; beide m Wiesbaden.

druck und Verlag der L. Schcllcnbcrglchen v°l-Bnchdrnckern in Wiesbaden.