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Durch die Unterzeichnete sind folgende Werke zu beziehen:

Volks - Arzneimittellehre.

Gemeindliche Mehrung

Über den

richtigen Gebrauch und die Wirkung der besten Hausmittel.

nebst einem Anhang, enthaltend: Mehrere Vorschriften zur Bereitung von Speifen und Getränken für Kranke und Genesende.

Für Nichtärzte.

Von

Dr. Wilhelm Vollmer,

Königlichem Kreisphystkus und Ritter des eisernen Kreuzes.

176 Seiten gr. 8. auf Velin-Maschinenpapier fl. 1. 12 kr.

Der Verfasser dieser Volks-Arzneimittellehre spricht sich im Ein­gänge über den Zweck und Nutzen dieser Schrift folgendermaßen aus:

Es ist eine auf viele Jahrhunderte gestützte Erfahrung, daß die meisten, besonders der hitzigen Krankheiten, ohne Arzt, bloß durch die wohlthätige Heilkraft der Natur geheilt wer­den, wenn nicht verkehrtes Verhalten und verkehrte Diät diesen Bestrebungen eutgegenwir« ken, und daß in den Fällen, wo die Natur den Feind nicht besiegen kann, eine leichte Nach­hülfe mit Hausmitteln bei richtigem Verhalten und zweckmäßiger Diät, ihr den Sieg erringen hilft. Es gibt ganze Nationen, welche weder Arzt noch Apotheker kennen oder bei denen wenigstens diese Personen und die darauf begründeten Anstalten noch in der Kindheit liegen. Ob dort die Kranken schlimmer oder besser daran sind, als bei uns, mit aller unserer Gelehr­samkeit und halb verdauten Systemen, das ist die Frage. Wenn sich nicht eine reife Erfahrung zum ärztlichen Wissen gesellt, so ist das letztere eitel, und kann eher Unheil, als Heil anstiften; denn der gelehrte Arzt ohne praktischen Blick, der siehet, wie ein Alter spricht, den Wald vor lauter Bäumen nicht, und mit aller auswendig gelernten Weisheit lockt er keinen Hund vom Ofen. Darum ist der erfahrene Arzt, wenn er sonst kein Dummkopf ist, und Dummköpfe ver­stehen keine Erfahrung zu machen, immer der beste.

Die alten Völker waren keine großen Verehrer der Aerzte, und sie bedürften ihrer auch so sehr nicht, so lange sie naturgemäß lebten; versanken sie aber in Schwelgerei und Ueppig­keit, dann erst trat das Bedürfniß der Heilkünstler hervor. Hören wir, was hierüber der alte vortreffliche Unz er spricht:

„Die Menschen würden wie die Thiere gesund sein und weder Arznei, noch Arzneiwissen­schaft haben, wenn sie der Natur getreu geblieben, nicht weichlich, zärtlich, bequem, üppig und ihrem Schöpfer zu klug geworden wären. In Griechenland nahm die Arzneikunst zuerst eine deutliche Gestalt an, sobald sich die Griechen der Ueppigkeit und den Wollüsten ergeben hatten; dahingegen die übrigen Nationen weder Aerzte besaßen, noch begehrten. Das große und volkreiche Babylon, das einen Stadtphysikus leicht zu einem kleinen Fürsten hätte machen kön­nen, besaß keinen Einzigen Arzt, sondern die Kranken suchten ihr Heil auf dem Wege, worauf es jetzt nur noch der ärmste Pöbel sucht und tausendmal findet, nämlich: in der Mäßigkeit, Geduld, guten Pflege und in dem Rathe anderer Leute, die ehedem eine solche Krankheit aus­gestanden hatte».

„Um diesen Nath zu erhalten, setzte man dieKrankcn. auf den Markt zur Schau, da sich denn immer Leute fanden, die ihnen denselben ertheilten. Wenn in Persien der König selbst krank wurde und alle andere Sorgfalt vergeblich angewendet war, so ließ man endlich einen Arzt aus Griechenland kommen, welchen man lange Zeit noch immer für so entbehrlich hielt, daß man ihn, wenn er seine Kur vollbracht hatte, wieder nach Hause sendete. Zu Theve- nots Zeiten und bis diesen Tag sind noch in Persien die Weiber in dem alleinigen Besitze des Rechts, die Arzneien für die Kranken zu verfertigen. Wie lange hat nicht das alte Rom ohne Aerzte bestanden! Sie hatten sich in der That einstmals daselbst cingeschlichen; allein das römische Volk verjagte sie Alle auf einmal wieder, und sic durften in vielen Jahren nicht wieder zurückkommen. Ja, was ist viel davon zu sagen! Finden wir nicht auch in der neueren Geschichte, daß diejenigen Völker, die noch in der Wildheit der Natur und ohne Uep­pigkeit und Weichlichkeit leben, entweder gar feine oder doch gewiß lauter solche Aerzte haben, die eine andere ehrliche Handthierung dabei treiben müssen, wenn sie nicht Hungers sterben wollen." Wenn die Zahl der Aerzte jährlich so zunimmt wie seit einigen Jahren, so haben auch wir diese erfreuliche Aussicht.

Ich bin weit davon entfernt, das Institut der Aerzte für völlig überflüssig zu halten, sondern ich bin vielmehr der festen Ueberzeugung, daß es Krankheiten, besondcZ, langwierige, gibt, wo die ärztliche Hülfe dringend erforderlich ist; allein in den meisten Fällen bedarf der Kranke ihres Beistandes nicht, sondern kann sich selbst bei richtigen« Verhalten und zweck­mäßiger Diät sehr leicht durch Hausmittel heilen. Die Armuth unter dem Volke nimmt täg­lich zu, und dennoch wird eine Masse von Geld unnöthigerweise zum Arzt und in die Apotheke getragen. Dieses wird nicht mehr der Fall sein, wenn das Publikum über die richtige Wir­kung und zweckmäßige Anwendung der Hausmittel belehrt wird. Diesen wohlthätigen Zweck zu erreichen und dadurch die Wohlfahrt des unvermögenden Publikums zu befördern, ist die Absicht, warum ich diese kleine Schrift in die Welt sende.

Möge das nicht-ärztliche Publikum sie freundlich aufnehmcn. Daß meine Absicht eine reine sei, geht wohl schon daraus hervor, weil ich dadurch gegen meinen eigenen Vortheil handle.

(8) Von

Meyers Groschen - der

Deutschen Classiker

für alle Stände, sind bisjetzt 14 Bändchen â 47, kr. erschienen, jedes Bändchen mit dem Bilemß des Dichters. Subscriptiomn werden noch fortwährend an­genommen, jede Woche wird fortan 1 Bbch. erscheinen. Die Unterzeichnete ist im Stande alle Bestellungen sogleich auszuführen und bittet solche an sie zu richten.

An die Herren Lehrer.

Die bereits in sehr viele Schulen mit Erfolg eingefaßten

Normal-Schrcitzhestc von Iulius Spieß werden in allen Ausgaben, sowohl in ein­zelnen Bogen als in vollständigen Ercm- plarcn von der Unterzeichneten zum Preise a 171 kr. pr. Bogen geliefert.

Es sind bis jetzt erschienen:

Ausgabe Nr. L, bestehend in 9 Bogen deut­scher und lateinischer Schrift.

Ausgabe No. II. deutscheSchrift I.— 6.Boge».

„ No. II. „ „ 7.-12. „

„ No. II. latein. Schrift 1.-3. Bogen.

Von allen Ausgaben ist wieder größerer Vorrath durch eine neue bedeutende Sendung am Lager.

Bei Bestellungen wolle man gefälligst genau die Ausgabe angeben, sowie die betreffenden Bogen von 1 an, oder ob man komplete Krem- plare wünscht. Briefe und Gelder werden franco erbeten.

Für alle chemal. Schüler Schmitthcnnrrr.

Bei Unterzeichneter ist erschienen:

Abschiedsrede

gesprochen in dem

Seminare zu Idstein am 13. September 1828 von

Dr. Fr. L Schmitthermer, weiland ordentl. Professor der Geschichte an der Universität Gießen, damaligem Direktor te»

Seminars.

8. geh.— 6 kr.

Zur Nachricht

an die Herren Subscribenten auf das pädagogische Jahrbuch für 1851.

Von

A. Airsterwrg.

Pränumerations-Preis: ü fl 1.

Dasselbe ist so eben in erster Sendung bei mir eingetroffen und wird an alle verehrlichen Subscribenten crpedirt. — Da ich noch eine zweite Sendung direkt vom Verfasser erwarte, so bitte ich alle diejenigen Herren Lehrer, die seither noch nicht unterzeichneten, ihre Anbe­stellung schleunigst bei mir machen zu wollen.

Wilhelm Friedrichs Buchhandlung, Marktplatz in Wiesbaden.

Verlag, Druck und Expedition von W i l h elin Fr i ed r i ch' s Verlag in Wiesbaden. - Unter dessen Verantwortlichkeit. -