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Der Wanderer
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7, --belletristisches Beiblatt zur Nassauischen Allgem. ^
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i acht!« gendes ullchit !s et er« )offnun| übrige i barau
1850. — ^ S14
Frau von Brabantane.
Lovelle von Alfred de Menciaux.
(Fortsetzung.)
, „Verzeihung, gnädige Frau," fuhr Herr von Mont, enoE^ »die Beleuchtung dieser beiden Charaktere ist Es Klarheit meiner Erzählung nöthig. Ich fahre fort. N mW Frau, oder vielmehr die Coquette, denn mit diesem
nmthâuldigen Ausdruck bezeichnet man diese Art Personen ArtMsje Coquette lebte von einem zahlreichen Hofstaat um# Die andere Person, der Edelmann, von dem ich ^i'düÄ^, war der Einzige der die Kraft besaß, der allge,
'ager Ew Knechtschaft fern zu bleiben. Diese Zurückhaltung sitw H^ldete vielleicht seine spätere Schwäche. Nachdem er ^6 ^^^"^ begangen, dem Ideale zu trotzen, be# n in V er die zweite, dies Ideal auf Kosten der Uebrigen »ttn zu wollen. Armer Narrt Er hatte nicht über,
rspreÄ
Tod« «i,daß diese Unempfindlichkeit, die sie sich mit so viel s’|l der Gefallsucht angeeignet hatte , ein eitles Spiel, InÄ ^"stellung, eine Kommödie war".
ä 06?r »Mein Herr", unterbrach ihn unbesonnen die junge veil WA, „daS ist eine abscheuliche Verleumdung".
t sich ^ bell, ^ in Mb-
»Ich danket gnädige Frau", erwiederte mit Ruhe
Mbryon.
„Dieser Auöruf erspart mir zahlreiche Ein,
ZoczeK
^ten, Meine Porträts sind ähnlich: Sie haben sich ^ erkannt".
Kti g-
»Es bedarf blos einiger Erinnerungsgabe, mein Herr, «» Six wiederholen sich ein wenig; Ihre Verleumdung ^t erfinderisch, Alles dieß haben Sie mir schon im Me Orbigny gesagt".
»In diesem Falle haben wir Beide ein treffliches Ge-- Urtheilen Sie selbst gnädige Frau. Ich nehme ^ Faden wieder auf, und der Leichtigkeit wegen ich meine Person nennen. Welcher Aufruhr durch, damals den Grafen Montbryon? Er hat sich selbst
niemals darüber Rechenschaft geben können. Immer fand er seinen Meister. Ihre Kunstgriffe, gnädige Frau, waren geschickt, denn Sie riefen in seinem Herzen Etwas hervor, was er nie für möglich gehalten hätte: eine heftige, tiefe, unerhörte Liebe."
„Noch einmal, mein Herr, Sie beleivigen mich, s indem Sie mir die geringste Absicht, Ihnen zu gefallen, zuschreiben".
„Sey eS, gnädige Frau; ich gebe Ihnen zu, daß Sie I nie mit mir koquettirt haben, daß Sie unschuldig an der ! Liebe sind, die ich für Sie gefühlt habe; ich gestehe Ihnen Alles zu, was Sie wollen, denn darum handelt es sich jetzt nicht mehr. Ich gestand Ihnen damals meine Lei, denschaft; Sie stießen sie zurück. War eS Berechnung oder Aufrichtigkeit: was thut das zur Sache? Wie ge- sagt, die Frage ist jetzt gleichgültig. Ihre Unempfindlich, keit, weit entfernt, meine Tollheit zu dämpfen, stachelte ste nur noch mehr auf. Einzig durch diese Schwäche ge- rieth ich unter die Schaar Ihrer Märtyrer. Es war bemitleidenSwerth, oder besser, eS war lächerlich, den Grafen Montbryon ernstlich verliebt zu sehen, verzweifelt und traurig wie ein Schüler. Während dieser Vorgänge fand sich in der schönen Jahreszeit eine zahlreiche Gesellschaft auf Schloß Orbigny, bei meinem Onkel, versammelt. Sie, gnädige Frau, waren auch da, mit Ihrer Schwägerin. Mehrere Wochen mit der Frau seiner Liebe zusammen zu seyn, das ist mehr als nöthig, um den besten Kopf zu verdrehen. Der meinige verwirrte sich."
„Genug, mein Herr!" sagte Frau von Brabantane und erhob sich stolz.
„Sie sollen mich hören, Madame, und sollte ich vor Ihren Leuten reden! Eines Tages also war ich unsin» Niger als je, und drang in Ihr Zimmer. Ich erinnere mich, als wär' es in diesem Augenblicke erst geschehen. Sie lagen nachlässig hingegossen, den Kopf auf eine Hand
