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beobachtet hatte, suchte mit seinem Blick das Innere sei­nes Freundes zu durchdringen. DaS Stillschweigen der beiden Hauptpersonen steckte nach und nach auch dieUebri- gen an, und eine tiefe Ruhe trat an die Stelle deS noch eben herrschenden Lärmes. Heinrich glaubte, jetzt sey der rechte Augenblick gekommen.

„Es findet sich also Niemand unter Euch", sagte er, „der mich zur Rede stellen will?"

„Sie zur Rede stellen?" fragte Costal, „mein Gott, weshalb denn?"

„Ihr habt mich also nichts zu fragen? Dies Mittag- effen läßt Euch nichts vermuthen?"

Ein allgemeiner Freudenausbruch war die Antwort auf diese, Allen so verständliche Frage. Die sechs Ver­bündeten erhoben sich wie e i n Mann, als wenn es sich darum handelte, einen Toast zu bringen. Lairville hatte alle Mühe, den Aufruhr zu dämpfen.

„DieS Diner", sagte er, „habe ich Euch freiwillig gegeben, hört Ihr? Denn einerseits ist unser Zweck nicht erreicht, andererseits aber bin ich nicht besiegt."

„WaS bedeutet dieser Spaß?" rief Montbryon, in­dem er seine Serviette zusammenwarf. (Forts. folgt.)

Der goldene Roche.

(Fortsetzung )

La Grue drehte sich halb um, zog mit der Rechten den Degen, welchen er unter dem linken Arme hielt, und legte sich in Parade aus, während Theobald nach seinem Bette sprang, dort den Degen von der Wand riß und ebenfalls vom Leder zog.

„Wer seyd Ihr? was wollt Ihr hier, Mensch?" rief er. — „Schlaft lieber weiter, denn Euch kümmert's doch nicht, weßhalb ich hier bin!" versetzte La Grue spöttisch. — „Noch einmal: wer seid Ihr, Mensch?" fragte Theobald. — „Ich bin Harlekin und will mir hier daS Geld holen, das ich zu einem lustigen Car- neval bedarf. Vorwärts weg da, Bürschchen, keine Kindereien! leget Euren Degen weg, und stört mich nicht in meinem Geschäfte!" Damit nahm Harlekin den Sack mit den Louis, Ten er endlich gefunden hatte, und wollte der Thüre zu flüchten.

„Aha, ein Dieb!" rief Theobald, und drang auf La Grue ein. Dieser legte den kostbaren Sack auf einen Lehnstuhl und legte sich in Parade. Die Klingen kreuzten sich, rasselten aneinander, und Theobald merkte schon nach einigen Gängen, daß er eS mit einem gefährlichen Gegner zu thun hatte, dem er kaum gewachsen war. Auch La Grue sah wohl, baß Theobald ein gewandter Fechter sey, er hatte ihn erst schonen wollen, aber der Wunsch,

ohne Wunde auS diesem Gefecht hervorzugehen, die Nch sie ;

Wendigkeit sich seiner Haut zu wehren, drang ihm du Entschluß ab, all seine Geschicklichkeit zur raschesten Bi endigung dieses Kampfes anzuwenden, um sich aut einer, in mehr als einer Beziehung gefährlichen Lag

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zu ziehen.

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Seine Maske genirte ihn, weil sie sein Sehfeld be im A

schränkte, — ein Nachtheil, welchen sich Theobald wo

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zu Nutz zu machen wußte; er rückte nämlich seinem Gej Md

ner hart auf den Leib, und drängte ihn fagar eich

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Schritte zurück; nun aber bot La Grue seine ganze Krq icen, und Geschicklichkeit auf und brachte glücklich dem jung« <4 A Chevalier einen Stoß in den Arm bei. Gleichwohl abe S schien es nicht anders, als ob gerade diese Wunde Mit d Jüngling nur noch mehr angefeuert und in ihm den ßn; f mit

schluß hervorgerufen habe, sich seines Gegners zu en ledigen. Er drang noch ungestümer auf La Grue eil erinnerte sich nun auch, daß er es mit einem Spitzbâi

Bei i Zir Jose i@ef!

zu thun habe, und rief auS vollem Halse: „Diebe! ® ber! zu Hülfe"! Unmittelbar darauf ließen sich leicht cht de Schritte hören, und Theobald sah eine schöne junge Fra A;

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in eigenthümlicher theatralischer Tracht, ein Tigerfell in

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die Schultern und darüber ein tönender Köcher, die schm «nfl zen Locken von einem goldenen Stirnbande zusammen^ Ä halten, einen Wurfspeer in der Hand, — in'S Zini« Mc treten, leicht und schwebend wie eine Göttin, glänzens Vin AugeS, ein Lächeln auf dem Munde. La Grue that elm ®,

Schritt zurück, Theobald zitterte der Degen unwÄ lich in der Hand, und diese sank herab als die glänzend!

Jet Ssna lesen

Erscheinung auf ihn zutrat, den Arm nach ihm auMâ und ihm ein weißes Pulver auf Kopf und Gesicht wE das seine dunklen Haare wie Silberstaub bedeckte. W dies

mag keinen plötzlicheren Eindruck hervorgebracht hol^ als sie mit ihrer Zauberruthe Ulysses' Gefährten H

als sie mit ihrer Zauberruthe Ulysses' Gefährten H Hie, rührte, denn Theobald wankte alsbald, athmete tief al^r i

schnappte nach Luft und brach dann besinnungslos

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sammen, nachdem ihm der Degen längst entfallen ,

„Dein Pulver ist gut, mein Kind, und kam d liefg in diesem Augenblicke sehr gelegen!" sagte 8a ©rueHber seiner Frau; „ich sage Dir, das junge Bürschche"^ ->ie z ist ein verwünschter Raufbold ..... Aber wie WWtn Du denn herauf? Hat Dir's geahnt, daß iß ‘i®ei

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brauche!"

„Behüte!" entgegnete die Chouette ruhig; „iß t wc weilte mich in der Portierloge bei dem alten Kerl, " ^tli die Vier HaimonSkinder machten mir nicht sonderliche Eh Spaß; die Romane von Crebillon sind mir lieber, Tuld, weiß doch auch hübsch lustig zu schreiben ... Da H $ sch denn das Buch dem alten Hausmeister, der wie ein M^ schnaubt, an den Kopf geworfen, und bin herauf ch Juan men, um nach Dir zu sehen!" (Forts, folgt.) 1 "^ c