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Der Wanderer.

Selletristisches Beiblatt zur Nassauischen Allgem. Zeitung.

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1850. M 208.

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Frau von Brabantane.

ZW Novelle von Alfred de Menciaux. her n

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(Fortsetzung.)

«Ja mein Lieber" fuhr Montbyron fort,Preval ieorgl z,^,x ben Schnupfen für feine Pferde, und er schrieb

>»,ich möchte ihn abholen. Ich antwortete, daß ich mi bem größten Vergnügen bereit wäre; in diesem Au-

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«Wilf kam Costals Diener, mit dem härtesten, erbârm» On, langsamstenn, umerirten Korbwagen".

Bei diesen Worten öffnete sich mit Getöse die Thüre,

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^Preval erschien, bis auf den Rücken bespritzt; er keinen ungeheueren Weg zu Fuß gemacht.

Nicht ein einziges Kabriolet stand mir auf meinem

'i 8U Gebot" ! rief er. Montbryon, Sie werden mir ^ ^schlechten Svaß bezahlen. Wenn ich so herzlos wäre 36r, so hätte ich freilich meine armen Pferde durch

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11 Univetter getrieben. Glücklicherweise blieben mir i meine Beine. Ihr Fiacre, lieber Costal, mit Ihrem ^er geschmückt, erwartet Sie vor meinem Haus. Ich -idem Kutscher Ihre Adresse gegeben und ihm be* M auf Sie zu warten; ich sagte ihm, welche Zeit

^t, und versicherte ihm, er würde fünf Francs Trink- ^ bekommen".

jM ^tzt waren die Lacher auf Preval'S Seite. Alle Mi Wn waren indeß beisammen; die Kellner bekamen "'hl aufzutragen. Montbryon setzte sich an die Seite n ° Gastgebers. Die ersten Augenblicke wurden dem "^er gewidmet. Tiefes Schweigen herrschte im Zim- Sämmtliche Verbündete schienen in sehr sorgloser ^ung za sein, während sie doch im Gegentheil eine OC^' Erwartung innerlich aufregte.

^ , ^" Brief den Ihnen Lairville geschickt hatte, ent# 'bi^ Besonderes; eS war nur eine einfache Ein-

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ladung zum Mittagessen mit der Stunde und dem Ort der Zusammenkunft. Unter Leuten aber, die, wie wir wissen, ein Geheimniß verband, die um der Sache willen zu Felde lagen, demselben Ziele zuschritten, konnte das Diner eine Bedeutung haben. War es nur eine Artigkeit deS Herzogs, wie er sie früher wohl in der Gewohnheit hatte? Aber dann hatte er noch mehr Freunde eingela­den, und diesmal waren es nur die sieben Verbündeten. Lairville mußte also seine Absicht erreicht haben, der Tag der Rache mußte gekommen sein. Aber in der That, daS Diner konnte eben so gut eine Niederlage anzeigen! Die ungezwungene Miene des Gastgebers hätte genügt, um eS aufzuklären. Jeder Eingeladene machte es sich zur Pflicht, über dies Kapitel ganz zu schweigen, um Lairville die Initiative zu überlassen. Die Unterhaltung ging also ihren natürlichen Gang ; es erfolgten kecke, an­stößige, bisweilen groteske, selten geistreiche Gespräche, wie sie glücklicherweise nur ein gewisser Theil unserer Jugend zu führen pflegt.

Meine Herren", begann Preval, ich bringe Euch heute durch meine Gegenwart ein großes Opfer, ich hatte ein Pferd zu besuchen".

Und hast uns den Vorzug gegeben"? sagte Mont­bryon,das ist schmeichelhaft! Es gibt Leute, die in Ge­sellschaft zu gehen, einem Minister oder einer Dame auf­zuwarten haben: Du hattest ein Pferd zu besuchen; daS- nenne ich mir die französische Sprache gut gebrauchen"!

Meiner Treu"! rief Chateau-Renard,ich stimme mit Preval überein; das Pferd ist, wie Buffon sagt, die nobelste Eroberung des Mannes"!

Du irrst Dich", unterbrach ihn Montbryon;denn wenn man dich, .mein armer Chateau-Renard zu Pferde steht, wird man viel eher versucht sein zu glauben, der Mann sei die schönste Eroberung deö Pferdes".