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Der Wanderer.
ßetnstisches Beiblatt zur Nassauischen Allgem. Zeitung
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1850
M 803
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Frau von Bravantane. l während man ihn noch in Afrika glaubte, war vierzehn
Helle von Alfred d e Menciaux. ; Tage lang daS allgemeine Salongespräch. Man wollte r----------- ? die Gründe ermitteln, und blieb endlich dabei stehen, daS
(Fortsetzung.) ! Ereigniß einem hitzigen Streite zuzuschreiben, über die
Da der Held einmal gefunden war, brauchte man beste Art ein Pferd zum Wettrennen einzuschulen und WMen Gang deS Treffens anzuordnen. Jeder der ; abzumagern, ein Streit, der in Persönlichkeiten überge,
> in sollte insgemein am großen Werke arbeiten, abergangen.
f^'Wsm und mit Vorsicht. Es wurde bestimmt, daß , Unterdessen man plauderte, verlor Lairville nicht seine
ihreS
Äbißi ton heute an öffentlich jedem Betheiligten fremd IfM; man versammelte sich nur des AbendS. End- ■M Verlauf deS zweiten Monats, oder nach Um»
Wx früher, sollte ein großes Diner der Gesellschaft ■ veröffentlichen, d. h. wenn Grund dazu vor» â"n« M" ^ar i wo nicht, so solle es die Verschwornen W Mißlingen ihres Unternehmens wenigstens in,
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allen
Stutzuhr in Montbryons Kabinet schlug die "Morgenstunde an, als man sich trennte.
andern Tag las man in allen Journalen die orl duWE: „Diesen Morgen fanden zwei auf einander fol- M Duelle statt, bas erste zwischen dem Herzog von r und Baron Costal, daS zweite zwischen dem. U Herzog und dem Vicomte von Chateau-Renard.
der einer der besten Soldaten unserer braven M^en Armee ist, hat seine beiden Gegner leicht
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Montbryon war Verfasser dieser erdichteten Ler Vicomte und der Baron gingen einige verbundenem Arm spazieren. DaS waren die ^postengefechte zu dem beschlossenen Schlachtplan.
j M III. Marie Dupont.
"In Monat war seit dem Ball bei Stopford ver, s^uirville hatte einen glänzenden Wiedereintritt ^t gestiert. Sein doppeltes angebliches Duell,
Zeit. Einige Tage nach dem falschen Duell, von dem Frau von Brabantane allein die wahre Ursache zu kennen glaubte, fand er sie auf einem Ball beim neapolitanischen Gesandten. Er näherte sich ihr schüchtern, demüthig, mit hülfeflehendem Blick. Die junge Frau empfing ihn mit einem sehr natürlichen Gemisch von beleidigter Würde und heimlicher Erkenntlichkeit. Heinrich, der sie bestochen von der schlechten Meinung seiner Freunde beobachtete, fand, daß sie ihre Rolle bewundernswürdig spielte. Er erbat sich ironisch Verzeihung für ein Unrecht, daS er nicht begangen hatte; man gewährte sie ihm, indem man, wie er dachte, sich den Anschein gab, Thränen zu unterdrücken.
Als er diese Scene am andern Morgen den Mitver- schwornen des Hotels Montbryon beschrieb, verglich der Graf diese Thränen mit den Thränen des Crokodils, wenn es seine Beute verschlingt.
Die beiden Gegner hatten sich also persönlich wieder begegnet. Nachdem Heinrich die unmuthige Verzeihung erhalten hatte, dachte er, wie alle seine Freunde, daß der Augenblick des Angriffs gekommen sei, und er war entschlossen, ihn zu beginnen mit der ganzen Geschicklichkeit, zu der ihn seine Kaltblütigkeit befähigte.
Nach diesem Ball sah er Frau von Brabantckne fast jeden Abend. Der Karneval war dieses Jahr sehr kurz, und in Paris, wo jeder Vorwand, sich zu amüsiren, willkommen ist, versteht man es, sich rasch zu amüsiren,
