Der Wanderer.
Metrisches Beiblatt zur Nassauischen Allqem. Zeitung.
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1850. — M SOS.
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Frau von Brabantane.
'inlle von Alfred de Menciaux.
(Fortsetzung.)
So wurde eine Beleidigung vergessen, die unter m Umständen Lairville nie vergessen haben würde. "NieFrau, die sie getheilt hatte, war vor seinen to auf eine so natürliche und glaubwürdige Art ent#
cn BMt, ^ cr ein gewisses Vergnügen darin fand, sich der Rache, die ihr geschworen wurde, zu betheiligen. è"h^E ^âhrigem Soldatenleben fand er sich plötzlich in M seiner alten Vergnügungskameraden wieder, er W«le von Neuem die berauschende Luft, in der er so
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gelebt hatte; die Traurigkeit, die sich seiner Gefühle Öligen wollte, verschwand. Nur ein einziger Zwei« ^ ihm noch.
«S$ erlaube mir nur eine Frage", sagte er. „Ich ^icht die Nothwendigkeit ein, weshalb auf so gewalt- "Art mein Kontretanz unterbrochen wurde".
«Kindskopf"! rief der Graf, „zehn Minuten längere Witung, und Du bekamst einen Rückfall 1 Man
r die Hunde zurückrufen, wie man auf der Jagd zu J™ ^eSt/ und das Manöver war nur auf diese Art Aber daS ist noch nicht genug. Unsere Sache unvollkommen. Es handelt sich darum, sie zu ^MM^ândigen. Frau von Brabantane hat alle ihre rechneten Kunststückchen an Euch erprobt, Ihr Alle ihrem Wagen gezogen. Ich bin der Einzige, p ’^ kluger Weise fern gehalten hat. Mit einem 111 2hr Löwen von Paris, die Frau hat Euch die Geschnitten, Euch an der Nase herumgeführt".
ei diesen Worten erhob sich ein stürmisches Ge,
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^ "^°r schmeichelhafte Beifall, der meine Rede un# "^' meine Herren," fuhr der Sprecher fort, „dieser
Beifall macht mich stolz. Ich habe die schmerzhafte Stelle berührt, wie ich sehe. Es ist Euch peinlich, zu hören, daß eine Frau sich über Euch lustig gemacht hat: ich verletze Eure Eigenliebe, desto besser! Wie Catilina werde ich zu sterben wissen, aber dafür hege ich auch daS edle Bewußtsein, Rom aus der verderblichen Unthâtigkeit gerissen zu haben, in der es untergeht."
„— Quousque tandem Catilina, mißbrauchst Du unsere Langmuth?" schrieen die Versammelten. „WaS soll daS Geschwätz? Was bedeutet Dein klassischer Schwulst?"
„Ihr werdetjeS sehen! Was, Ihr bewährte Männer, Ihr fühlt den Schimpf und Ihr denkt nicht an Rache?"
TolleS Lachen begleitete diese Wendung des Redners.
„Was der Graf da sagt, scheint mir einige Beachtung zu verdienen," rief der Baron Costal.
„Ich", sagte Preval, will hier keine Meinung geltend machen, ich füge mich der Mehrheit; man könnte sonst glauben, ich beklagte die eingebüßte Erbschaft. Pfui, mich für einige Louisd'or zu rächen; das wäre erbärmlich! Wenn* ich alâ Liebhaber zurückgestoßen wäre, möchte eS anders stehen; aber ich bin nun als Erbe abgewiesen, ich bescheide mich"!
„Sei nur still"! unterbrach ihn Chateau-Renard, „Du erheuchelst Tugend. Ich ergreife mit beiden Händen den Plan, den unS unser Wirth zu so guter Stunde vorschlägt, wiewohl mich diese Frau nicht öffentlich lächerlich gemacht Hal. Aber wenn Niemand zu mir tritt, stehe ich allein".
„Ich schlage mich zu Ihnen", schrie einer der jungen Leute. „Eine solche Coquette bestrafen, daS heißt hohe Gerechtigkeit üben. Aber wie sollen wir uns rächen"?
„Das Mittel ist einfach", erwiederte Costal. Wir müssen um die werthe Frau von Brabantane einen Ge- sundheitscordon ziehen; wir müssen junge Leute verhindern,
