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die nicht verstände, was ich in diesem Augenblicke sagen will."

„Gnädige Frau, ich schwöre" —

„Ich muß mich also deutlicher erklären", sagte Frau von Brabantane mit Anstrengung. „Sey eS, die Zeit ist kostbar; dieser Kontretanz geht rasch zu Ende. Sie kom­men von Afrika wieder. Weßhalb gingen Sie hin? Die Menge da drüben wird es Ihnen im Nothfall sagen kön­nen. Bedachten Sie wohl, mein Herr, als Sie über Hals und Kopf Frankreich verließen, das Unheil, was diese Abreise hier stiften konnte?"

„Gnädige Frau, ich weiß nicht, was für Gründe man meiner Abreise untergeschoben hat, und unmöglich kann ich begreifen, welch hochwichtigen Einfluß meine An­oder meine Abwesenheit hier haben kann. Ich langweilte mich in Paris und suchte Zerstreuungen in Afrika, neue Anregungen."

. „Es scheint mir, mein Herr, daß wir unsere Erklä­rung, unsere Unterhaltung auf zu freiem Felde führen."

„Meine Offenherzigkeit gleicht der Ihrigen, gnädige Frau^, sagte der junge Mann spöttisch.

„Ich hielt Sie nicht für so boshaft, Herzog."

„Entschuldigen Sie, gnädige Frau; wenn ich boshaft bin, so bin ich es unwillkürlich; es ist ohne Zweifel noch ein Nestchen afrikanischer Wildheit."

„Ich will mich denn ohne Rückhalt deutlicher erklä­ren. Diese Erklärung ist ungeschickt von mir eingeleitet, denn ich glaubte mit einem Freunde zu reden; ich muß dafür büßen, und Ihr Spott vernichtet mich. Ich will Ihnen also wiederholen, nicht was geschehen ist, sondern waS alle Welt Ihnen hier sagen wird: „Der Herzog von Lairville glaubte Frau von Brabantane zu lieben. In Verzweiflung über die Koquetterie dieser Frau ist er abgereist, sich in Afrika den Tod zu suchen." Sie sehen, die Welt machte mich verantwortlich für Ihr Daseyn, verantwortlich für die kleinste Wunde, die Sie erhalten konnten. WaS, mein Herr, hatte ich gethan , daß Sie mich diesem allgemeinen Vorwurf aussetzten? Sie spra­chen mir von Ihrer--Liebe. Ich habe Ihnen zuge- hört, aber einzig und allein nur um Sie zu bitten, auf jede Hoffnung zu verzichten. Ist dem nicht so, mein Herr?"

„Ich beschwöre Sie, gnädige Frau, erlauben Sie mir, mich von diesem Vorwurf zu erholen. Diese An­griffe sind in Afrika nicht unvorhergesehener. Aber, gnä­dige Frau, warum Ihrerseits mich verantwortlich machen für die Pläne der Welt? Ich hatte Niemand beauftragt, Ihnen mein Leben oder meinen Tod vorzuwerfen."

„Sey dem so; aber konnten Sie, mein Herr, nicht wenigstens bei Ihrer Abreise bedenken, daß eS hier Men­schen gab, die Ihnen zugethan?"

„Sie meinen jedenfalls meine Mutter", unierte legen lan

sie Lairville in spöttelndem Ton. (Forts, folgt.)

Die Schwestern.

(Aus Huber's Skizzen aus Irland.)

Wir standen im Juni 1839 auf dem Quai Cork, um die Einschiffung einer Gesellschaft von! Wanderern nach Australien mit anzulehen, welche großes Dampfboot zunächst nach Falmouth bringens» Der armen Leute waren gegen Zweihundert und

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zahllose Menschenmenge hatte sich versammelt, um i ! fein n

das lange, letzte Lebewohl zuzurufen. DaS Schu war tief ergreifend und Keiner der Anwesenden !« sich der schmerzlichsten Empfindungen — ja, der Tb« enthalten. Alte, schwache Mütter hingen weinen» Halse ihrer riesenkräftigen Söhne; junge Mädchen b werten sich an ihre älteren Schwestern fest und sei sie zurückzuhalten; Väter — alte Männer mit schm

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ßen Haaren — lagen auf den Knieen, mit erheb Sdrucksv Händen, den Segen des Himmels auf ihre dahins- ébenten

den Kinder herabflehend. „Ach, rief ein alteS V ten, Hi

chen, mich verläßt Alles in der weiten Welt, M

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mich verlässest ! Wahrlich, du warst mein Einzig«! VÄthm' Alles! Ach, Dennis, Dennis, vergiß deine Mutter ä MM Avourneen ! Deine arme, alte Mutter, Dennis".^ hrt ivai Dennis hielt seine Mutter in seinen Armen, als ö" -d deins Jammer die Sinne vergingen, dann hob er sie f»#'1 $M 1 in einen Karren, worauf er sein Gepäck hergefah^ ^” 5

und indem er ein Mädchen küßte, bas weinend^ Pferd gelehnt stand, sagte er: „Ich will Euch beide"' kommen lassen, Peggy, im Anfang deS nächstens und du wirst ihr als eine Tochter sein von Heutvi

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und gar bis dahin; und dann, Avourneen, wirft Mu sein"! Als wir wieber hinsahen, hatte der junge- Minge

die beiden Frauen verlassen und Peggy hielt W Mutter zärtlich sorgsam umschlungen, während dereS Mädchen ihr eine zerbrochene Schaale mit"

Hens, bu Nii den ivi k'gene

an ben Mnnd hielt und sie aufforderte zu trinken

In dem Getöse und Gedränge der Menschs

welche nach dem Einschiffungsplatz trieb, wie - v 1 i

eines trüben angeschwollenen Stroms, gab es gm^ ähnliche Auftritte. Männer, kräftige unv alte umarmten sich weinend wie die Kinder. ^"^ Auswanderer trugen mit aller Sorgfalt durch dränge kleine Andenken ihrer Heimathserde — el!r; Zweig eines, durch irgend eine Erinnerung bei" theuern Weißdornbusches, dessen liebliche zarte Blättchen schon jetzt verwelkt waren, oder I 4 Strauß von Wiesenblumen, oder dergleichen. " I "

Lasse