ein L! Frau des Gutes durch die Mutter des Bräutigams
Die Ar Sies das L boti
irgeben ließ, wurde der jungen Frau aufgesetzt, und e unter einem unendlichen Jubelgeschrei der Frauen zehn Mal zur Schau im Kreise herumgeführt, wo- einige Personen ein Sieb absangen, das auf die Szene
(er li ug hatte» Jetzt wurde die junge Frau ihrem Manne derN (liefert, und die ganze Bauerngesellschaft begab sich
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nnem, wahrscheinlich mehrtägigen, Tanze in das Herr«
einen Wiche Schenkhaus.
te zuWOft hat man bei einer solchen Hochzeitfeier Gelesen sâit, die große Rohheit deS galizischen Bauern anzu« wobiiMM, aber eben so oft erfreut der zarte Sinn und die nzenMchiiche Poesie, welche so manchen Akt der Feier Dern Mâ und adelt. Man ist kaum im Stande, Beides MÄtinanber zu vereinigen und kann leicht zu der Ansicht dieWM, die alten Sarmaten, von welchen sich solche
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kâuche unverändert bis auf die Gegenwart vererbt
das M», müssen ein edleres und feiner fühlendes Geschlecht oeichniMsen sein, als ihre jetzigen Nachkommen. Besonders iWMmch und schön ist bei allen Festlichkeiten die Menge nip allegorischer Szenen, kein Gleiches wird in Deulsch«
W mehr gefunden. Man hält auf diese Szenen, wie ptsMMEirche auf ihre Zeremonien, und würde es für eine nt dâm>e halten, sie zu verfälschen oder zu übergehen.
)ochM Der Gutsherr hatte sich mit der Hochzeitsgesellschaft mimWas SchenkhauS begeben und befahl seinem Wirth ein in Branntwein und eine Tonne Bier unentgeltlich
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e MMhl an die Hochzeitöleute, wie an die Zuschauer aus ^Drte zu verschenken. Darüber entstand ein maßloser und Alles drängte sich heran, um dem gütigen Herrn zu Füßen zu fallen und seine Knie zu umar-
eidF' der 8 5 auf i die! niedl' hter,^
- Ihr Korrespondent aber ging zu Bett, etwas M, sehr verwundert und gleichsam mit innerlichem F^em Achselzucken.
sehen aus diesen Schilderungen ungefähr, in M Weise sich in Galizien die Verhältnisse zwischen p und Edelmann geändert haben.
k Manche Ansprüche hat der Grundherr aufgegeben,
bschstMâl'ch die, welche ihm im Wesentlichen nicht nützlich Dagegen macht er sich den Bauer für die wich« !t Dienste zurecht, indem er ihm diese durch eine Art
nb ditWmstrich versüßt. Der Bauer aber, zu roh, um den szene ^r Servituten und Gegenleistungen vergleichen zu N de^W ^irb trotz des RobotenlschädigungSdekrets mehr e. E ^'khr in das alte Gleis seiner Pflichten zurückgezogen. DtkeWKnS möchte ich nicht behaupten, daß das Fortbestehen patriarchalischen Verhältnisses von Dauer, und daß ,e htlO^gknwärtige Zustand mehr sei, als ein Hautüberzug raut l»
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k elner ungeteilten Wunde.
n ^ch einzelne Edelleute selbst nach dem fürch- WM tn Bauernaufstand ihr auffahrendes Wesen nicht
ablegen können und in derselben Nacht, wo in unserem Dorfe der Bauer in der Schenke den Branntwein deS gastlichen Edelmannes trank, brannte an der kleinen Wisloka ein Edelsitz nieder, den die Bauern angesteckt hatten. —
„Toussaint - Louvertiireu von A von Lamartine.
(Schluß.)
Der ganze dritte Akt beruht auf dieser kleinlichen Erfindung, und scheint dem Repertoire der komischen Oper entlehnt zu sein. Der General Leclerc muß wirklich sehr wenig vom Kriege verstanden haben, wenn er nicht einmal durch seine Spione erfahren hat, wie sein Feind aussieht. Toussaint als blinder Bettler in einem Lande, wo es keine Bettler gibt, weil die entlaufenen Neger, wenn sie hungern, bloß zuzugreifen brauchen! Leclerc geht ganz von selbst in die Schlinge, die ihm sein Feind gelegt hat. Er weiß nicht, wo dieser ist, und da er ihm gern einen Brief zukommen lassen möchte, wählt er den blinden Bettler dazu. Das Gespräch Tous- saint'S und Leclere's ist wie für die Oper geschrieben. Der General fragt den Bettler, ob er Toussaint kenne? „Dreißig Jahre lang habe ich mit ihm unter derselben Ajoupa geschlafen", entgegnete dieser, ^iebt Toussaint seine Kinder" ? „Und wenn Gott ihn fragen sollte, Toussaint würde nicht antworten". Die Kinder deS Diktators, welche neben dem General sitzen, hören die Stimme ihres VaterS und erkennen ihn nicht. Man muß in die komische Oper gehen, um so vergeßliche Kinder zu finden. Der Bettler spricht von seinem Freunde Toussaint in Ausdrücken, die einem der Offiziere auffallen; indeß mißtraut doch Niemand dem Bettler, welcher den Brief zu besorgen verspricht. ES ist in der That unmöglich, sich leichtgläubiger und gefälliger zu benehmen, wenn man angeführt werden soll. Gleichwohl richtet Toussaint doch nicht eine einzige direkte oder indirekte Frage an Leclerc, um den eigentlichen OperationSplan zu erfahren. Da kommt General MoseS, und will, getäuscht von Toussaint'S Verkleidung, in dessen Gegenwart den Plan der Schwarzen verrathen, Toussaint erdolcht ihn, und stürzt unter einem Kugelregen der ihn nicht trifft in daS Meer. Adrienne bleibt gefangen. Es ist wirklich schwer, einen Theater- koup zu erfinden, der den Uranfängen der Kunst angemessener wäre.
Adrienne befindet sich im vierten Akt angekettet an einer Mauer ihres Gefängnisses, ohne daß man den Grund dieser Grausamkeit erfährt. Zum Glück läßt der ' Gefängnißwärter die beiden Söhn« Toussaint'S zu ihr.
