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Der Wanderer.

âtristisches Beiblatt zur Nassauischen Allgem. Zeitung.

1850. — M 197

nds M rsonen,

Frau von Brabantane

«velle von Alfred de Menciaux.

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(Fortsetzung.)

Während dessen begegneten sich an dem engen Ein

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deiner Thüre , welche die Verbindung der Gallerte ‘ dm Salon machte, zwei Personen. Der Eine war schöner Mann von etwa 27 bis 28 Jahren, blond, W, mit schöner eleganter Haltung; er hatte ein lies, frisches Gesicht, blonden Schnurr, und Knebel» 1 unt) eine leichte Narbe an der Wölbung der Augen- ^". Der Andere, ein Mann von ungefähr 30 Jah- groß, kräftig gebaut, mit harten ironischen GesichtS- "und von einer Eleganz, die an Gekkenhafligkeil he. Man durfte nicht zweifeln, auch wenn man ihn ®tnig kannte, daß er in mehr als einer Hinsicht be- ^war, durch seine Siege beim Wettrennen, beim ui von Berny, bei Chantilly re. und durch Triumphe 'w Art, die mehr als einmal Skandal in der Welt *1 hatten.

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eiche" Vor" Bru!"

»3$ täusche mich nicht, Sie sind eS, mein lieber ^!" rief der Held vom Kreuz bei Berny. „Welche ^dste Ueberrafchung! Ich glaubte, Sie metzelten tic Kabylen des Atlas nieder!"

>3ch bin es wirklich", erwiderte heiter der junge 'Mann, indem er dem Grafen von Montbryon »nd reichte. Ich verzichte auf den Ruhm und

i- Minder und werde wieder ganz Pariser, ^ie sehen n wiüMsm k»; n-— - ''

ivuvt ivnun N""S 1 f ^it drei Tagen erst bin ich zurück und schon aus XW

"Teufel! der Krieg ist Ihnen vortheilhaft gewesen, °al Dieser braune Teint kleidet Sie bewunderungS, k-unb Dieses rothe Ordensbändchen auch; nichts 2hrer Toilette noch als dieses, jetzt sind Sie ganz öur elegant."

Dieses plaudernd, hatte der Graf von Montbryon seinen Arm in den des jungen Herzogs von Lairville gelegt. Er führte ihn in ein nebcnanliegendeS Kabinet, wo sich Beide auf ein Polster niederließen.

„Aber vor allen Dingen", fuhr der Graf fort, müssen Sie mir den albernen Streich erklären, den Sie vor zwei Jahren begingen. Wie, Sie Einer der Unsri- gen, jeder Zoll ein Löwe des Tages, wie man uns in den kleinen Journalen nennt, — Sie, ein Mann von Erfolgen, der das menschliche Herz in den Herzen vieler Frauen studirt hat, Sie, der Häupter, der einen Skepti­cismus besitzt, den ich selbst noch nicht erreiche, Sie, der die Liebe für einen Wahn erklärt hat, — Sie verlieben sich eines" schönen TageS wie ein junger Mensch aus dem Kollege, kommen, jedenfalls durch die Sprödigkeit der Schönen, in Verzweiflung, und ergreifen die Flucht, ohne selbst Ihren besten Freunden ein Lebewohl zu sagen! Sie, der Sie über zweimalhunderttausend Livreö Renten zu verfügen haben, gehen nach Afrika, um dem edlen Abkömmling der Lairvilles einen abscheulichen Tschako aufzusetzen! Sie laufen Gefahr, auf dem Schlachtfeld zum Korporal ernannt zu werden, und selbst an einem Tage der Noth Pferdefleisch zu essen. Solche Thorheiten sind der gesunden Vernunft zuwider, Sie waren roll, lieber Freund".

„Ich war toll, wie Sie sagen, Graf. Die letzten Regengüsse in Afrika haben mir als wohlthätige Douchen gedient, und was waren es für Douchen! Vierzig Tage lang! Siesehen mich an Leib und Seele wieder herge­stellt. Die Hörner habe ich mir abgestoßen, das ist wahr, aber ich bin im Begriffe, meine Tressen als Regiments- Quartiermeister auf dem Altar des Vaterlandes nieder- zulegen".

„Das ist Alles recht gut, aber erklärt mir noch ganz und gar nicht den Liebesanfall vor zwei Jahren".