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Basken haben, wie in Norwegen, der Hausherr und die' Hausfrau erhöhte Sitze vor dem Feuer. „Worte find Weiber, Thaten Männer". „Oel und Wahrheit bleiben oben". „Wasser fließt, Leute reden, Wind weht". Außer den vielen allgemeinen Sprüchwörtern, von deren Charak­ter die angeführten eine Probe geben, haben die Basken noch viele historische und lokale Volksreime und Reden, von denen wir gelegentlich auch einige mitzutheilen gedenken. —

Barons Geistesgegenwart

Auch dem gewandtesten, auf der Bühne ganz ein# heimischen Schauspieler kann es begegnen, daß ihm, während er thätig ist, Dies entfällt, Jenes vergessen worden ist oder nicht die gehörige Beschaffenheit zeigt. In solchem Falle hilft Geistesgegenwart allein die zu­nächst dadurch bedingte Verlegenheit dem Zuschauer ent­weder gänzlich zu verbergen, oder ihn gar zu der Mei­nung zu veranlassen, daß cs so sein müsse, wie es ist. Von guten Schauspielern weiß man mehr als einen sol­chen Zug. Namentlich war auch die Geistesgegenwart des berühmten Michael Baron ausgezeichnet. Einst spielte er z. B. die Rolle des Esser im gleichnamigen Schauspiele des Thomas Corneille, und es fiel ihm vom Knie der Hosenbandorden herab zur Erde, in der letzten Szene des ersten Akts, wo ihm sein Feind, der Jntri- guant Cecil, berichtet, daß er in einer Stunde der Köni­gin Rede und Antwort stehen soll. Statt durch den kleinen Unfall in Verlegenheit zu kommen, benutzte er ihn aufs ungezwungenste, einen neuen Zug der Verach­tung und Geringschätzung seines Gegners zur Anschau­ung zu bringen. Fließend, ganz einfach ging seine Rede fort, indem er ihm zum großen Theil den Rücken zu­drehte, den Fuß gegen eine der Kouliffen stellte, und daS Band währenddessen aufs neue festknüpfte, daß die Zuschauer alle von dem so natürlichen, und doch so un­endlich eindringlichen Spiele mehr hingerissen wurden als eö je in den frühern Vorstellungen gewesen war. Man denke nur was es zu bedeuten hatte den Kanzler der jungfräulichen Königin so en bagatelle zu behandeln! Späterhin, als Baron längst abgetreten war, sprach man noch immer von diesem coup de présence d'esprit, und mancher Schauspieler wollte es nachahmen und ahmte es nach, aber es that keine Wirkung; es war gemacht und darum machte es Nichts! Allerdings gehörte ein Baron in jener manierirten, gespreizten Theaterpraris dazu so Etwas zu wagen und durchzuführen. Ihm allein war

es damals gegeben im Trauerspiele ganz familiait j sein: „ sans par lâ en dégrader la^majesté;! " 1 sich der Dichter Colle späterhin in feinen Meine» ausdrückt. 1

Miszellen

Als Herzog Johann von Sachsen, Sohn Herzogs von Sachsen, im Begriffe stand die von seinem Vater undM graf Wilhelm II. von Hessen am 8. März 1505 zu Erfüll I redete Ehe mit Elisabeth von Hessen zu vollziehen, gab e0 Christoph von Taubenheim unter seinem Siegel Vollmch Elisabeth in seinem Namen „durch gebührliche Worte zu bi I hiren, gedachtem Fräulein eine beständige Ehe zu verspiel I auch dieses wiederum anzunehmen und danach den HaiH zu thun sub clausula rati et grati“. Die Vermähl^ schah zu Kassel am 28. Jan. 1519. Die Reise dahin ging Dresden aus am 8. Jan., am 24. traf man in Kassel ein; der Rückreise ward in Leipzig am 11. März vor Georg uni I „herzoglichen Frauenzimmer" eine Komödie recitirt. I

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17. März traf man wieder in Dresden ein. Die ganzes kostete 1069 Thlr. 22 Gr. 8 Pf.

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(Von der Eitelkeit deutscher gekrönter Dichter im 173 hundert). M. Hans Seger, Rektor der Stadtschule zu W berg, hatte Christus am Kreuze und sich daneben in ft stechen lassen, sodaß aus seinem Munde die Frage: „toi:? . Jesu, liebst du mich?" und aus Christi Munde die ginW® MM „Ja hochberühmter, vortrefflicher und wohlgelehrter ^ "i Pich Seger, gekrönter kaiserlicher Poet und hochwohlverdientuWU« $ der wittenbergischen Schule, ich liebe dich!" Ein 2W'^ Vogel, sagt von sich: “

Deutschland hat- zwar einen Lutherum, Aber noch keinen Homerum, Einen rechtschaffenen Propheten, Aber noch keinen rechtschaffenen Poeten. Doch nun thut Gott erwecken frei Einen Vogel der ohne Scheu Zum deutschen Poeten gckrönet ist Von hohen Leuten zu dieser Frist.

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Der Werth der Sclaven in den vereinigten Staaten! sechzehnhundert Millionen Dollars. Nach amtlichen List« die Zahl der Sclaven im vorigen Jahr 2,486,355.

Weber

Verantwortlicher Redakteur: Dr. A. SM^

Theater zu Wiesbaden.

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Samstag, den 17. August. Belisar, große Sl’ef Akten. Nach dem Italienischen des Salvator Cammerane, "'M von J. Hähnel. Musik von Donizetti.

Druck und Verlag der L. Schellenberg'schen Hof,Buchhandlung in Wiesbaden.

über J’Ntei versehe.