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3 Der Wanderer.

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-âllletristisches Beiblatt zur Nassauischen Allgem. Zeitung

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1850

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Der Heimathlose

(Fortsetzung.)

Aber die Bauernsöhne, in deren Taschen Hände voll Itr klimperten, und die Müllerstöchter, die im Welsch- d Mesen, rümpften die Nase, daß so ein armüthig Achen sich unter sie gewagt. Und sie stichelten und

,|itH..-JUlto( da seien auch wieder 'mal der Limp und der m^I^ Dem Vroni wurde angst und

aBM. Als die drei Tänze zu Ende, zog sie ihren Tân- to Thüre zu.Du wirst doch dein Meitschi nicht

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« wollen laufen lassen'." spöttelte ein Gali, *) der, M* M Hände in der Hosentasche und bie Messe im Maul? ^Gl neben der Thüre stand.Oder ist euch der, de

^di! Flanken, zu sauer?" Fideli wurde roth wie Gluth. »eOs'MiS meinst?" lachte ein Anderer;der Bärenwirth auf hh->lH Echnabelweid hat keinen, der gut genug wäre für den Mibdi unb die Jungfrau**) auf dem Hühnerhübel" ^o vornehme Leute wollen mit Butschiertem ***) ab-

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W sein," rief ein Dritter. Und all die Jungfern »ennWden seidenen Fürtüchern fingen an zu kichern, und all unb breiten Löhle, t) die mit ihren Thalern aien, fingen an zu lachen. Fideli war daran, den ^n mit der Faust zu Boden zu schlagen, und der " A der ersten Viertelstunde nicht mehr aufgestanden, ihn hinaus. Draußen besann sich Fideli noch °b er nicht vom nahen Holzstöß einen Knittel

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'W und wiede hineingehen solle. Aber Vroni war, chürze vor den Augen, eiligst aus und davon gegan« Fideli schluckte seinen Zorn und ging dem Mäd- nach.

^et Gang des Knaben zu seinem Mädchen ist ein licher^, besonders wenn daS Mädchen in einem frem^

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»W Schlingel. - **)Jungfrau", Magd. ***) "^' Meter Wein", gesiegelter. t) »Li-Hl", Bengel.

den Dorfe wohnt, denn da steht hinter jedem Baum, es lauscht hinter jedem Fensterladen ein eifersüchtiger Wächter und Hüter, der seiner eigenen Ehre Abbruch gethan glaubt, wenn zu einem der Mädchen des Dorfes ein Bursche auS dem Nachbardorfe kommt. Und wehe ei* nem solchen, wenn er sich erwischen läßt! Eine und die andere eingeschlagene Rippe und ein unfreiwilliges Bad im Dorfbrunnen ist eher als nicht das LooS, das seiner harrt. Da gilt eS den dunkeln Schatten der Hecken nachzuschleichen, wenn der Mond scheint, und leise auf­treten bei den Häusern vorbei, damit die Hunde nicht wach werden, und den Athem anhalten, wenn man Samstags Nachts, da die Nachtbuben jauchzend die Runde machen, hinter dem alten Weidenstock am Bache steht. Dieß war jedoch Fidelis kleinste Sorge, und wenn auch der Hühnerhubel, wo Vroneli alsJunfrau" diente, zwei Stunden weit entfernt war, und wenn auch die Nacht­buben alldort weit und breit als die allerschlimmsten be­rühmt waren, welche keinen fremden Jäger ungestraft in ihr Gehege kommen ließen, so oft Fideli zu Veroneli ging, in finstern und in hellen Nächten, so wurde er doch niemals ertappt. Aber nach solchen Gängen folgte dann zuletzt ein anderer Gang, und obgleich einem auf demselben keine Nachtbuben auflauren, so ist er nichts­destoweniger manchmal der schwerste von allen. DaS ist der Gang zum Pfarrer.

Auf die Pfingstrosen folgen die feuerfarbenen Nelken^ und wenn die Nelken abgeblüht haben, fallen dann bald die Birnen und Aepfel vom Baum, und dann gehtS auch nimmer lang, so führt der Wind daS falbe Laub davon, aber der Rosmarin bleibt Sommer und Winter grün. Fideli und Vroneli gingen neben einander her und hiel­ten sich bei der Hand, denn es war tiefe Dämmerung und ein dichter Nebel, den kein Auge zu durchdringen vermochte. Vroneliö Herz klopfte bang, Fideli gedachte