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Der Wanderer

Äetnstifches Beiblatt zur Nassauischen Allstem. Zeitung

1850

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in!» ergtiji gestatt ung,i seit i ten 6 M baut .

Edelmann und Bauer.

Novelle nach A. Achard.

I (Fortsetzung.)

Herr von Puiseur sprang die Stufen der Treppe N»uf, öffnete die Thür des Schlosses, stieß die Flügel . N, lehnte sich aber an den Pfeiler, wandte den Blick der Menge zu und sagte:Dieses Haus gehört? mir. schwöre beim Allmächtigen, daß kein Korn unter seinem Dach ist. Wehe aber dem Elenden, der es wagt, ef'" stille Schwelle zu betreten"!

Der Haufen stand still, von Erstaunen bewältigt, s und neugierig, wie viel Gewehre im Hintergründe diese ge* Rede decken könnten.

3o^ann stand mitten unter der Bande. Die Mehr- seiner Nachbarn bemerkte seine Gegenwart nicht;

die ihn erkannten, glaubten, er hielte zu ihnen. IBM Stellmacher und seine Freunde konnten ihn nicht

tg, Än, weil sie in der ersten Reihe standen. In einem fierânblick stellte er sich, aus seine herkulische Kraft bauend, bei der Eingangsthüre etwas seitwärts hinter dem AWmacher. Schweigend, aber zum Handeln bereit ver- ^KMk kr die verschiedenen Entwicklungen des Drama's. ng!"W^kn wandte er den Kopf nach dem Hügel und der int Äle, um zu sehen, ob noch keine Hülfe käme. Die des Herrn von Puiseur /hatte den Einbruch Augenblicke verzögert. Es war ein Moment tief- tnw® Zweigens, während dessen sich die wüthende Menge er^n» der Mann, der stolz auf der Treppe wie auf einem «««Hai stand, mit den Blicken maßen. Johann, der ,tel' nun fit großartige Handlungsweisen hatte, bewunderte ..^Unerschrockenheit des Schloßherrn; er fühlte zum ersten AdW für ihn eine Art von Sympathie.

^ber die Haufen, nur einen Augenblick stutzig, waren r "ach einigem Gemurmel unter einander in ihrer Lo-

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gif fertig und einig.Wenn er nicht zugibt, daß wir eintreten, so hat er sicher von Korn und Mehl alle Spei­cher voll"! schrie der Stellmacher.Sie haben daS Land ausgehungert, um sich zu bereichern", sagte ein Anderer,alles Getreide kaufen sie auf den Märkten zu, sammen und halten eS fest".Jn'S Schloß, in'S Schloß"! donnerten Hunderte von Stimmen.

Herr von Puifeur verfärbte sich.Ich hielt Euch für Bettler", schrie er,aber Ihr seid Räuber. Wer noch einen Schritt thut, den schieße ich nieder wie einen Hund". Beide Terzerole vor sich hinstreckend, stand er kampfgerüstet da. Der Stellmacher wich beim Anblick dieser schwarzen Rohre zurück.

Stirb selber wie ein Hund"! schrie eine Stimme aus der Menge. Und ehe Johann eine Bewegung ma­chen konnte, fiel der Schuß; der Herr des Hauses stürzte von einer Kugel getroffen zusammen. In demselben Augenblick trat Bertha mit ihrem Vater auf die Schwelle der Thüre. Mit einem herzzerreißenden Schrei flüg sie den Körper ihres Gatten in ihren Armen auf.

Johann zertheilte die Menge, die ihn von der Treppe trennte, und mit der Kraft und Gewandtheit eines Ti- gers auf die Stufen springend, griff er den Stellmacher um den Leib, erhob ihn und warf ihn die Stufen hin­unter. Der Zorn verdoppelte die Stärke des Wildschützen. Schnell, wie man mit den Augen blinkt, hatte er die Stufen der Treppe abgeräumt. Seine Büchse erhebend schwang er sie wie eine Keule und jagte die Menge vor sich her.

Ein weiter Kreis bildete sich um die Treppe; die­jenigen, welche seine gewaltigen Hände berührt hatten, suchten rücklings die Reihen zu durchbrechen.

Der Stellmacher, der sich von seiner Betäubung er- holt hatte, erhob seinen breiten Hammer, und sich wie ein antiker Ringer streckend, schleuderte er ihn gegen Jo-