Baco, Leibnitz, Hume. — Dezember der neuern Po, litik; Schutzpatron Friedrich d. G.; Ludwig XL, Wil- Helm von Oranien, Richelieu, Cromwell. — Final der neuern Wissenschaft; Schutzpatron Bichat; Galilâi, Newton, Lavoisier, Gall.
Je nachdem das Jahr ein gemeines oder ein Schalt, jahr ist, gibt eS einen oder zwei Komplementartage; der Komplementartag deS gemeinen Jahrs ist zu einer all, gemeinen Todtenfeier bestimmt, der der Schaltjahre ist geweiht der feierlichen Verabscheuung der drei großen Zurückvrânger (rétrogradatenrs) der Menschheit: Julian (Apostata), Philipp II. und Napoleon Bonaparte.
Außer den 364 Tagesnamen deS Jahrs gibt eS noch eine gewisse Anzahl supplirender Heiligen, darunter Her- kuleS, Sappho, Anakreon, Rabelais, Frau von Staël, Benvenuto, Cellini, Carnot, Madame Roland, Goethe, Voltaire, Diderot, Büffon, Walpole u. s. w., im Gan, zen etwa fünfhundert.
Als Verfasser dieses seltsamen Machwerks wird der durch mehrere geistvolle Schriften und vorzüglich als Erfinder des philosophischen Systems des „Positivismus" bekannte August Comte genannt. Merkwürdig genug hat er einen Namen übergangen, der sich ihm vor allen andern in die Feder drängen mußte, und dessen Aus, lassung sich nicht anders als durch eine wohl begreif, liche, indessen bei ihm verwunderliche Scheu erklären läßt: Christus. A. G.
Miszellen.
Man schreibt aus London vom 1. Juli über den bereits erwähnten Diamanten Koh-i-nur Folgendes: Major Mackeson, welcher mit der neuem ostindischen Post nach England zurückgekehrt ist, hat dem Staatsschatz den berühmten Diamanten des Ostens, Koh-i-nur oder „Berg des Lichts" überbracht. Der „Berg des Lichts", welcher im Jahr 1550 in den Minen von Golconda aufgefunden worden war und seitdem aus der Hand des einen Eroberers in die des andern kam, ist jetzt als Theil der Kriegsbeute von Lahore in den Staatsschatz Albions gewandert. Er wiegt 279 Karat. Sein Werth ist kaum zu berechnen; doch wird er nach der im Handel üblichen Scala mindestens auf
2 Millionen Pfund Sterling (24 Millionen Gulden) geschätzt.
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In England wurde erst durch ein Gesetz des Parlaments die Nase zu einem Glied des menschlichen Körpers erhoben. Ein Mann in London hatte im Steit einem andern die Nase abgeschnitten. Diese Körperverstümmelung kam vor die Assisen. Der Vertheidiger des Nasenschneiders behauptete, die Nase sei kein Glied des menschlichen Körpers, denn Glied sei nur derjenige Theil des Körpers, der aus Muskeln, Venen, Nerven «. bestehe,
Druck und Verlag der L. Schellenberg'schen Hof,Buchhandlung in Wiesbaden.
die Nase aber sei nur ein Knorpel; —wenn nun Verstümmelung die Ablösung oder Zerstörung eines Gliedes sey , so könne die Abschneidung der Nase keine Körperverstümmelung genannt werden. Diese chirurgisch-juristische Ausführung sprach die Geschwornen an: der Nasenschneider wurde für nichtschuldig der Körperverstümmelung erkannt. Diese Freisprechung fiel indeß dem Ministerium wegen der künftigen Unsicherheit aller Nasen doch etwas sehr auf. Dasselbe brachte daher im Parlament eine Gesetzvorlage ein, welche die Nase als Glied des menschlichen Körpers förmlich installirte; das Gesetz ging durch und seitdem hat die Nase ihr Recht.
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Die Bavaria, deren jedes einzelne Stück durch sechszehn Pferde aus der Erzgießerei nach dem Sendlinger Berg gezogen und auf Walzen durch Menschenhände vorwärts geschoben wird, ist wirklich eine staunenerregende Schöpfung. Da ist der Her
kules auf der Wilhelmshöhe bei Kassel nur ein Zwerglein dagegen. Jede Zehe ist so groß, wie ein tüchtiges Butterfaß, sagt die Volksbötin, in ihrem Kopfe können zwei Paare bequem eint
Polka tanzen und in ihrer Nake ein Musikant bequem aufspielen. Der Stoff ihres faltenreichen Gewandes, das bis an die Knöchel
niederwallt, ist sechs Finger dick von Metall und im Umfang wohl ein paar hundert Ellen breit; darüber trägt sie als ShaMl eine Bärenhaut. Der Siegeskranz, den sie in der Hand hält, . hundert Centner schwer. Trotz ihrer ungeheuern Größe zeiâ *unl das Antlitz schönstes Ebenmaß, der Ausdruck desselben ist «n< rem muthig und erhaben. Der Löwe neben ihr, mit halbgeöffnetes TZie
Rachen, könnte die ganze bayrische Staatsschuld bequem vn« schlingen. — Der Schöpfer dieses Erzwunders ist bekanntM Schwanthaler.
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Auch China hat jetzt seinen Moniteur erhalten. Von diese» Blatte, auf sehr schönes Papier in chinesischer Sprache zu Pekw gedruckt,'sind Exemplare mit der indischen Post nach Eurer gelangt. Alle höhere Beamten lassen sich einen Gehaltsatzn gefallen, um zu den Kosten des Blattes beizutragen. Es iste» amtliches Blatt, das allen unteren Beamten unentgeltlich zugâ ) Die erste Nummer vom Januar dieses Jahres enthält unter W ■ derm noch, eine Verordnung des verstorbenen Kaisers, wodAs die Auswanderung der Chinesen nach Kalifornien und 6^ Rica verboten wird.
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Unter den Geschenken, welche der Gesandte des Königs^' ieui Nepal der Königin von England überbrachte und deren auf 20,000 Pfd. St. geschätzt wird, befinden sich 12 mit Silis besetzte weiße Kuhschweife, ein Geschenk, welches als das ^' i Achtungszeichen betrachtet wird. Der König von Nepal? p gegenwärtig nur noch 8 ähnliche Eremplare haben. AL^ Her
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Die Kurliste von Baden, im Kanton Aargau, erzeigte^ . 4. Juli 2909 Badegäste. '
Verantwortlicher Redakteur: Dr. A. Boc^ hin, ,........- -.....-.....- __Dür
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