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Der Wanderer

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Metristisches Beiblatt zur Nassauischen Allgem. Zeitung

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1850

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Edelmann und Bauer.

Novelle nach A. Achard

(Fortsetzung.)

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' Johann befand sich wie zufällig unter den Wilddie- I. Seitdem er das gefahrvolle Leben dieser starken und

er herben Menschen theilte , hatte er im Schießen eine be- ge WMdernSwürdige Geschicklichkeit erworben. Keiner seiner maiN^rten konnte eS ihm gleich thun, und alle erkannten

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ihm ihr Oberhaupt. Nie schoß Johann einen Hirsch

i"s als im vollen Laufe und mit der Kugel, und stets

ar, ^Mundete er nur den Kopf. Diese Geschicklichkeit, mit

:t ungeheuern Kraft gepaart, hatte ihn im Lande be#

8 Amt gemacht. Zur Zeit der Jaquerie würde Johann ^'M die öffentliche Meinung zu einem Hauptführer deS lese Aufstandes erhoben worden seyn.

toil^' Zwei« oder dreimal hatte er sich mit Frau von

.«Mmeteuib «b« f« W“ » â Hâ^ e'âskmMnS Der mieten, sich zu sehen. Die I-g

Mi olet Ml Stunden, als H-ee

«i« ®aloW einet lichten Stelle » Walde ^ eilten in eine Eb-,h°<-»e s-->-lh, »« »« “n" ^'""

^e floh. Eine Sau, schäumend und wüthend, lief

-' ^Wreise um daS Pferd herum. Herr von Puiseur traf die Flanke und zog. Das Thier, hart getroffen, kam°W in die Kniee ; zwei oder drei Hunde schossen wie :eich. dsiiie herbei und bearbeiteten es. Die Sau erhob sich, Heerfchüttelte ihren groben Rüffel, ließ ein Stück Ohr in.Den erste’1 sännen der Hunde, riß einem den Bauch aus und stürzte ws N blutend vor die Füße des Pferdes. DaS Grunzen

betraf verzweifelten Thieres, das Heulen der Leithunde, die

tu seinen Weichen angegriffen, der Anblick des Unge- Boc^^, b"$ sich mit gekrümmtem Rücken am Boden wälzte, suchen Ursache, daß daS Pferd, schon durch den Lärm usgeregt und schwer zu bändigen, plötzlich scheute. ES

bäumte sich, hob sich auf die Hinterfüße, schüttelte sich mit allen Fibern, stampfte und schoß dann, trotz der ge­schickten Handführung, die bemüht war, es zu beherrschen, mit der Schnelle des Blitzes, mit den jähen Sprüngen eines Tigers fort.

Herr von Puiseur hatte Geistesgegenwart genug, um es einem Orte zuzutreiben, wo bebautes Land war, aber daS Pferd hatte noch nicht fünfhundert Schritte in dieser Richtung gethan, als daS Erscheinen eines neuen EberS eS dahin brachte, sich auf die Seite und quer durch'S Holz zu werfen. DaS Pferd lief, mit erhobenen Nüstern, die Ohren am Hals ; nur die eigene Ermattung konnte eS aufhalten.

Wie ein abgeschoffener Pfeil flogen Reiter und Pferd an Frau von Puiseur vorbei. Bei diesem Anblick stieß Bertha einen Schrei aus. Die Richtung, die der Reiter verfolgte, führte im Walde an einen offen liegen­den Abgrund.

ES war ein Platz, wo Holzschläger hie und da in gewisser Entfernung frischgefällte Rüstbäume aufgeschich­tet hatten. An der äußersten Stelle dieser Waldlichtung schien die Sonne grell gegen den Abgrund. Ein Pferd, das in voller Schnelligkeit bis an den Rand dieses Ab­grunds getrieben wurde, mußte hinabrollen in eine Tiefe, wo zwischen Felsenstücken die klaren Wellen eines Flusses rauschten.

Im Augenblick, als das tollgewordene Pferd sich dem wüsten Fleck zuwendete, der durch den Pflug gleich gemacht war, ging Johann am Saum des Waldes da­hin. Beim Geräusch dieses sturmschnellen Ritters drehte er den Kops um und erkannte mit einem Blick Herrn von Puiseur, zugleich auch die Gefahr, in welcher der­selbe schwebte. Johann blieb stehen. Um sich dem Pferde ehe eS den Abgrund erreichte, entgegenzuwerfen, dazu war die Entfernung zwischen ihm und Bertha's Gatten