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Der Wanderer.
Belletristisches Beiblatt zur
Zeitung
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DaS
1850
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Edelmann und Bauer.
ov el le nach A. Achard.
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(Fortsetzung.)
Geldstück fiel Johann auf'S Beinkleid und glitt
's Gras. Alles Blut stieg ihm in's Gesicht. Er hob s Geld auf und warf eö zornig vor die Füße des erdes, es prallte gegen einen Stein an, und pflog dem lier mit solcher Heftigkeit gegen den Kopf, daß eS sich fbâumte.
. „Unverschämter"! rief Herr von Puiseur und zwang it seinem Sporn das Pferd vorwärts.
■ Aber Johann stand schon auf seinen Füßen; Leichen- he wechselte mit fieberhafter Rothe in seinem Gesicht;
blitzenden Augen erwartete er den Kavalier. Der DaMe Wolf stand mit gesträubtem Haar an seiner Seite, rag- knurrend zum Angriff.
c AnM In diesem Moment sprengte Bertha mit ihrem Rap- ^" une warf sich zwischen Beide. Bei ihrem e iudie Johann leise; er hielt mit einer Hand seine BenjÄ$fc - mit der seine Finger wie zusammengewack" -on M schienen, mit der andern hielt er den Hund zurück. 0 er stand noch immer am Fuße des Baumes, als
K er, zur Vertheidigung bereit, seine Position be-
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EM» „Johann", sagte Frau von Puiseur leise zu ihm, chW Mw Sie sich zurück, ich bitte Sie darum".
M> Nm Ton dieser Alles vermögenden Stimme, ging 5jarm drei Schritte zurück.
„Waè haben Sie diesem Bauer zu sagen"? rief ir von Puiseur, von Zorn bewältigt, daß er seines rdes nicht Herr wurde, da deS Hundes dumpfeö Loc^urren das Thier aufreizte.
I Johann that einen Schritt vorwärts, aber er be- ---^Wete Bertha's Blick, der so traurig und zugleich so khmd war, daß er von neuem einhielt.
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„Dieser Bauer", sagte er, mit vor Haß zitternder Stimme, „geht, weil eine Dame hier ist;aber einander Mal, wenn's beliebt, sparen Sie ihr Dutzen und Ihr Geld für Ihre Lakaien".
Bertha hatte sich ihrem Gatten genähert; sie hielt wie zufällig ihr Pferd dicht an das seinige.
Johann warf seine Büchse über die Schulter und verlor sich in dem Wald, sein Hund folgte ihm und zeigte, indem er die Schritte seines Herrn als Nachtrapp behütete, seine weißen Zähne.
„Das ist ein Narr, den ich eines Tags schon züchtigen werde"! sagte Herr von Puiseur, nachdem eS ihm gelungen war, sein Pferd zu beruhigen.
„DaS werden Sie nicht thun, Karl", erwiederte Bertha, „dieser Narr, wie Sie ihn nennen, ist ein sehr braver Mensch".
„Er sieht aus wie ein Bandit"!
„Das thut Nichts zur Sache".
In diesem Augenbick erstieg Johann in einiger Entfernung einen Hügel.
„Aber sehen Sie ihn nur, mit seinem verteufelten großen rothen Hunde"! erwiederte Herr von Puiseur, „jedenfalls ist er ein Wilddieb".
„Dieser Wilddieb", sagte Bertha lächelnd, „ist Bar- calaureuS,— nennt man's nicht so? Er wollte Advokat werden. Eö ist Johann Guillard, der j älteste Sohn unseres Pächters". — —
Einige Zeit nach diesem Vorfälle veranstalteten die Schloßherren von Roche-blanche, bei denen mehrere Gäste zum Besuch waren, eine Schweinsjagd. Denn seit der Verheirathung seiner Tochter sah Herr von Fontaine viele Leute auö den nächsten Städten bei sich. Die Landwirthe beklagten sich über die beträchtlichen Verwüstungen, welche _ ganze Heerden dieser Thiere in der Gegend anrichteten; man erlangte vom Oberaufseher, der die Administration
