ld, e iltend • erzas men t im dk
Der Wanderer
r Scch
weil is:
Velletristisches Beiblatt zur Nassauischen Allgem. Zeitung
1850
M 165
ir fiel
ziem» _________
sondt»
3/3 Edelmann und Bauer.
Cbai^ Novelle nach A. Achard.
Witt» ---------
SpanG (Fortsetzung.)
ic» â
:n M Nachdem sie eine gewisse Zeit so gewandelt waren, treiikâifte das Fräulein ihren Handschuh ab, und legte ihre chiedkckoße Hand in die des Jägers Ihre Wangen hatten
u 8^6 reizende Farbe der wilden Mairose, ihre leuchtenden ^.âgen sprühten einen magnetischen Strom aus von un* '^lnnbarer Sanftmuth.
& „Mein Freund", sagte sie, „verwerfen Sie nicht die Kundschaft, die ich Ihnen voll Schmerz und Mitleid :te. Nehmen Sie an, was ich Ihnen geben will, waS
iftsch«
ihnen immer gab
senrnM. '".......•““ "^, und entsagen Sie für sich und
n Gedanken, den wir Beide nicht ohne Ver,
erd sLi^kchm nähren dürfen.
aufgeiDlch genug, um mich
Auf den Arm Johann's gestützt, kehrte Bertha zu ; ihrem Pferde zurück. Das ungeduldige Thier stampfte die Haive. Johann half seiner Gefährtin in den Sattel. Beide drückten sich die Hand, und Bertha entfernte sich. —
Vierzehn Tage nach dieser Zusammenkunft wurde Fräulein von Fontaine Frau von Puiseur; Klärchen wurde zugleich in der Dorfkirche mit KlaudiuS getraut. Als sie aus dem Hause trat, hübscher als ein Tausend- schön, suchte Klärchen überall, ob Johann nicht in der Kirche sei. Sie wünschte, daß, wenn er sie in ihrem Brautkleid so reizend sähe, er sie bedaure; aber Johann war weder im Dorfe, noch im Schlöffe. —
Die Beziehungen, die .zwischen dem Fräulein und Johann, einem Bauer und der Tochter des Schloßherrn, stattfanden, waren zufällig enstanden, ohne daß Eins von ihnen Beiden die Vertraulichkeit bemerkt hätte, die daraus erwuchs. Als Kinder fanden sich Bertha und Johann zu jeder Stunde und überall, bald Nüsse pflückend, Finken ausnehmend oder nach Schmetterlingen jagend. Zur Zeit der Ernte, der Weinlese, der Heumaht folgten die beiden Kinder den Arbeitern, Dieser baarfuß in einer schlechten mit zwanzig Löchern versehenen Bluse, Jene mit einem Strohut und flatternden Haaren. Bertha be, schützte Klärchen und Johann beschützte alle Beide. Man kam zum Pachthof zurück auf großen, mit Garben oder Klee beladenen Karren; man spielte auf dem Rasen oder im Stroh, man hielt Nachlese in den Trauben, man beschmutzte sich das Gesicht an den Mauern, man verschluckte große Näpfe warmer Milch, man plünderte Johannisbeeren und Erdbeeren, man begleitete Lämmer auf die Weide, man machte herrliche Ausflüge auf den Ackergäulen , und wenn der Abend kam, schliefen die Genossen im Heu ein, auS dem sie der Pächter Eins nach dem Andern, ohne sie zu wecken, herauszog.
Der Winter folgte dem Sommer, und man wurde
Wollen Sie? Und lieben Sie nicht zu zwingen, mit Bitterkeit
Sie zu denken" ?
alb« ®’e Berührung dieser Hand, die sich ihm so ver- ^rl-'ü^ensvoll überließ, der Ton dieser Stimme, die alle n Bal-Dern seines Herzens aufregte, diese feuchten Blicke, 1 und die so klar und bittend waren, beruhigten Johann'S ß er Mtigkeit.
M preßte ^âDuieins
Hoden
wd,« t sich.
tg jiirii®*6'*"' ich
Zwei große Thränen traten ihm in die Augen, in seine rauhen Hände die zarten Finger deS und bückte sich, sie an seine Lippen zu führen, werde thun, was Sie wollen", sagte er, — zu viel leide, nun dann, — Gott befohlen"!
„Sie werden genesen, mein Freund, Gott kommt
——tfelen Herzen zur Hülfe"
toc^' Bertha nahm von ihrem Busen einen Zweig weißen Mühenden HaidekrautS, eine Blume, die sie sehr liebte W> fast immer trug.
. „Nehmen Sie", sagte sie zu Johann, „dieser Zweig 4 Zwischen uns daS Friedens- nnd Bundeszeichen. dich- »kn Sir, eine Schwester giebt es Ihnen".
