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Der Wanderer.

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Belletristisches Beiblatt zur Nassauischen Allgem.

1850. M 156.

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Lobes )ester-

n daS g ver- )ichter Es ist viel er Lust- n von morden , einer

czek.

je Oper

Edelmann und Bauer.

Novelle nach A. Achard.

(Fortsetzung.)

Wie das Fräulein auf den Rasen sprang und sich Klärchen näherte, die noch unbeweglich bastand, die Arme herabhängend , die Hände gefallen und den Blick nach der Seite gewandt, auf welcher Johann verschwun­den war:

Nun Klärchen, woran denkst Du"? fragte das Fräu­lein und legte ihre schmalen Fingerspitzen auf die Arme des jungen Mädchens.

Ich, Fräulein Bertha, ich dachte, daß--" Plötzlich stockend, erblaßte sie, schlug die Augen nieder und schwieg.

Bertha ließ ihren Arm in dem der kleinen Bäuerin und führte sie nach den Gebäuden hin, wo die Abend- feuer glühten. AlS sie bei dem von Johann getödteten Hirsch vorbeikamen, erhob Klärchen einen schüchternen Blick zu ihrer Gefährtin, nahm sie bei der Hand und umarmte sie, wie um sich Muth zu machen.

Johann ist fort", sagte sie mit halber Stimme, er âwg, sobald Sie kamen".

Ach", sagte Bertha, indem sie ihre schmalen, zar- ten Augenbraunen runzelte.DaS hast Du bemerkt, Klärchen" ?

Ja freilich, und es ist nicht daS erste Mal; man W, er flieht von Ihnen; warum nur?

Bertha antwortete Nichts.

Gewiß hat man ihm schlechte Klätschereien zuge- tragen", sagte die Bäuerin gemüthlich,Sie können och sicher Niemanden etwas BöseS thun, wer es auch sei, und wenn Johann auch etwas wild ist, so haßt er doch ^inen Menschen".

Ich weiß dafür keine Erklärung," antwortete Bertha;wie soll er auch dazu kommen, da ich Johann nur alle Monate einmal sehe. Vielleicht war er froh, mit Dir allein zu sein; , und meine Ankunft hat ihn gestört".

Klärchen schüttelte den Kopf.O nein, daö ist cS nicht. Johann könnte mich allein sehen, so ost er wollte; aber er benutzt selten die Gelegenheit".

Die beiden jungen Mädchen wollten eben in den Pachthof gehen, als sich eine Art Wächter, der in ei­niger Entfernung auf einer Bank saß, erhob, um sie zu grüßen.

Es war ein dürrer, schlanker Mann von mittler Größe, der eine Bluse von grober Leinwand über seinen Kleidern und lange bis zum Knie reichende Gamaschen trug. Er nahm die Mütze ab und stellte sich steif und schweigsam wie eine Schildwache neben die Thür. Bertha lächelte und stieß Klärchen leise mit dem Ellenbogen an. Ich glaube", sagte sie etwas hastig, wie Jemand, der froh ist, die Unterhaltung auf etwas Anderes bringen zu können. Ich glaube, der arme Klaus liebt Dich sehr".

Ja, ich weiß es", erwiederte die Bäuerin.

So, und Du, liebst du ihn"?

Ich"? fragte Klärchen mit ganz erstauntem Gesicht.

Gut I Deine Ueberraschung ist mir Antwort genug".

Klärchen lächelte trotz ihrer Zerstreutheit.ES fehlt nicht an hübschen Mädchen im Dorfe, sagte sie.Klaus ist ein ehrlicher Bursche, er hat etwas Vermögen und kann sich also Eine aussuchen".

Sie saßen kaum fünf Minuten, als man im Hofe großen Lärm, Pferdegewieher und Hundegekläffe hörte.

Mein Vater"! rief Bertha, hob mit einer Hand ihr langes Kleid in die Höhe und stièg in den Hof.

Herr von Fontaine kam so eben mit einem hübschen jungen Mann auf dem Pachthof an. Zwei Bediente zu