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Der Wanderer.

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Beiblatt zur Nassauischen Allgem. Zeitung.

1850. ^F 119.

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Arthur Pendennis.

(Fortsetzung.)

Helene rannte nach dem Speisezimmer zurück, und ihr Schwager folgte. Pen hatte sich, augenblicklich nach­dem sie fortgewesen, über seinen Brief geworfen. Er las ihn mit einem langen, vor Verwunderung ganz ein­fältigen Gesichte. ES bestätigte sich darin, was der Major gesagt, daß Mr. Costigau für die Freundlichkeit, welche Arthur seiner Tochter bewiesen, sehr dankbar sey, daß er jedoch erst jetzt über die pekuniären Verhältnisse von Mr. Pendennis in Kenntniß gesetzt worden sey. Dieselben wären von der Art, daß gegenwärtig von einer Heirath nicht die Rede seyn könne, und eine zukünftige Verbin­dung wäre in Betracht der großen Altersungleichheit zwischen den Beiden eine Unmöglichkeit. Unter diesen Umständen böte denn Mr/ Costigau seinem Freunde Arthur mit dem größten Bedauern und der tiefsten Hoch­achtung Lebewohl und ersuchte ihn, seine Besuche in seinem Hause, zum Mindesten auf einige Zeit, einzu­stellen.

Einige Zeilen von Miß Costigan waren eingeschloffen. Sie beruhigte sich bei der Entscheidung ihres Vaters. Sie wies ihn darauf hin, daß sie doch viele Jahre älter als Arthur, und daß an eine Verbindung doch nicht zu denken sey. Sie wollte sich stets dankbar seiner Freund­lichkeit gegen sie erinnern und hoffte, daß er ihr seine Freundschaft bewahrechwerde. Aber für jetzt und bis der Schmerz der Trennung vorüber, bäte sie ihn, sich ihr nicht zu nähern.

Pen las Costigan's Brief, sowie den Entschluß, me- chanisch, sich kaum bewußt, was er vor Augen habe. Er blickte wild auf und sah seine Mutter und seinen Onkel ihn mit ernsten Gesichtern betrachten. Helenenö Gesicht

wenigstens war allerdings voll von der zärtlichen Angst einer liebenden Mutter.

Was ist das? was soll das heißen?" sagte Pen. 's ist ein schlechter Witz. DaS ist ihre Handschrift nicht. Das ist die Hand irgend einer Magtn Wer spielt mir solche Streiche"?

Es kommt unter Einschluß ihres Vaters", sagte der Major.Jene Briefe, welche Du erhieltst, waren nicht von ihrer Hand geschrieben; dies hier ist die ihre".

Woher wissen Sie denn das" ? fragte Pen zornig.

Ich sah es, sie schreiben", antwortete der Major, als der Knabe aufsprang und seine Mutter ans ihn zu­trat und seine Hand ergriff. Er schob sie zurück.

Wie kamen Sie dazu, siè zu sehen? Wie kamen Sie dazu, sich zwischen sie und mich zu stellen? Was hab' ich Ihnen je gethan, daß Sie so oh, 'S ist nicht wahr" ! brach Pen mit einem wilden Fluche her­aus.Sie kann das nicht frei und aus eigenem An­triebe gethan haben. Sie kann das nicht beabsichti­gen. Sie ist gegen mich eingenommen worden. Wer jst's, der ihr Lügen erzählt hat, um sie mir abwendig zu machen" ?

In unserer Familie werden keine Lügen erzählt, Arthur", erwiederte Major Pendennis.Ich erzählte ihr die Wahrheit, welche darin bestand, daß Du kein Geld hättest, sie zu erhalten; denn ihr alberner Vater hatte ihr vorgeredet, Du seyest reich. Und als sie er­fuhr, wie arm Du seyest, zog sie sich ohne weiteres Besinnen ihrerseits und ohne irgend eine Unterredung meinerseits zurück. Sie hatte ganz recht. Sie ist zehn Jahre älter als Du. Sie ist durchaus ungeeignet, Deine Frau zu werden, und weiß das auch. Sieh diese Handschrift an, und frage Dich selbst, ist solch'